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"Nichts wie weg hier", Sharon fummelte sich den Reißverschluss hoch. Ein Brechreiz räkelte sich in ihrer Magengrube. Sie vermied es auf den toten Mann zu sehen, der jetzt quer über der Matratze lag. Sie schüttelte sich unwillkürlich, als sie meinte, seine warmen Hände noch auf ihrer Haut zu spüren. Ein Kissen bedeckte den Kopf, dessen Mund sich eben noch zwischen ihre Brüste gewühlt hatte.

Und sie vermied es, den Cop anzusehen. Sie hatte geglaubt, ein Gespenst zu sehen, als der blonde Hüne plötzlich im Zimmer stand. Das Ekelpaket, dem sie vor über einer Woche in die Eier treten musste, als es ihr an die Wäsche wollte. Sie kannte zwar die Namen der beiden Männer, mit denen Nocheese zusammenarbeitete - wusste aber nicht, dass es Cops waren. Und der Bursche vorige Woche in der Garderobe hatte sich ihr nicht vorgestellt.

Ihre Nackenhaare richteten sich auf. Sie wusste, dass es mit der Gegenwart des Cops zusammenhing. Und damit, wie er sie anstarrte.

Sie strich ihren Rock glatt und wollte nach ihrer Handtasche greifen, die neben dem Bett auf dem Boden lag. "Verwischen Sie die Spuren."

Sie klappte zusammen, als seine Faust sie in der Magengrube traf. Für einige Sekunden blieb ihr die Luft weg. Dann erbrach sie sich aufs Bett.

Halifax riss sie an den Haaren hoch und drückte sie neben dem Bett gegen die Wand. "Wir haben noch eine Rechnung offen, oder was meinst du?", flüsterte er. Sie wandte den Kopf zur Seite, um seinem gierigem Blick und seinem stinkenden Atem auszuweichen.

Mit dem Ärmel wischte sie sich das Erbrochene von den Lippen. Sie keuchte und japste nach Luft. "Bist du wahnsinnig, du Idiot?!", rief sie. "Ich finde dich zum Kotzen, aber wir arbeiten nun mal zusammen!" Sie presste ihre Fäuste gegen seinen Brustkorb und versuchte ihn wegzuschieben.

Er riss die Waffe des getöteten Cops hoch und drückte sie ihr von unten gegen die Kehle. "Halt's Maul, du Schlampe!", zischte er. Seine Hand riss ihren Reißverschluss auf.

Sharon spürte die Hitze des Revolverlauf unter ihrem Kinn. Sie spürte das Taschentuch am Kolben über ihre Brust streichen. "Wenn du nicht still hältst, pust' ich dich um." Er riss ihr den Rock herunter. "Glaub' mir, ich töte dich mit seiner Waffe, und jeder wird glauben, dass ihr euch gegenseitig an den Hals gegangen seid."

In Sharon tobte ein Vulkan. Unbändiger Hass zerrte an ihren Nerven. Aber sie wollte leben. Und sie wollte die Gelegenheit zur Rache erleben. Also hielt sie still.

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