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Nocheese musterte Sharon von der Seite. "Was ist los? Hat es einen Kampf gegeben?"

"Ein bisschen." Sie zitterte am ganzen Körper. "Fahr mich nach Hause. Ich muss duschen und was Frisches anziehen."

Nocheese meinte zu verstehen und gab seinem Chauffeur die Anweisung, an seine Brooklyner Privatadresse zu fahren. "Ich habe deine Wohnung räumen lassen. Deine Sachen lagern in einer meiner Lagerräume. Die Cops werden in den nächsten Stunden bei dir aufkreuzen. Du kannst dich bei mir frisch machen."

Sie nickte hastig. "Ich glaub, ich behalt heute Nachmittag die Nerven nicht."

"Ich werde Brookman anrufen und ihm sagen, dass du später kommst." Nocheese zog ein kleines Beutelchen mit weißem Pulver und einen Taschenspiegel heraus. Er ließ eine Prise des Pulvers auf das Glas rieseln. Sorgfältig schob er es mit der Kante seines Siegelrings zu einer Geraden zusammen. Er reichte den Spiegel Sharon und zog ein Röhrchen aus der Tasche. "Das wird dir gut tun."

Sie nahm Röhrchen und Spiegel und zog sich den Stoff in die Nase. "Jetzt noch ein warmes Bad und du wirst dich besser fühlen", Nocheese streichelte ihr zärtlich über den Rücken. Er registrierte, dass sie zusammenzuckte. "Du musst durchhalten, Kleines. Nur noch ein paar Tage. Ich leg dir noch fünf Prozent drauf. Lass dich von dem Sesselfurzer verwöhnen. Nur ein paar Tage, bis du alle Fakten beisammen hast." Er reichte ihr ein verschweißtes Tütchen mit weißem Pulver.

Sie ließ es in der Tasche ihrer Kostümjacke verschwinden und nickte. Dann wandte sie ihren Kopf ab und sah zum Seitenfenster hinaus. Geländer und Tragseile der Brooklyn Bridge huschten an ihr vorbei. Das Wasser des East River kräuselte sich in einem leichten Südwind. Möwen kreisten über dem Fluss. Sharon sah nichts davon. Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Nocheese mochte es nicht, wenn jemand Schwäche zeigte.

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