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Wir hatten Brookman auch zu Hause nicht angetroffen. Der Chinese im Foyer seiner Villa hatte freundlich gelächelt und erklärt, er wüsste nicht, wo sein Chef sich aufhielte.

Noch am selben Abend war ein Fahndungsbild an alle Polizeidienststellen im Stadtgebiet gegangen. Doch am Samstagmorgen hatten wir immer noch keine Spur von Ronald Brookman.

"Irgendwas hat der Mann mit dem Raub zu tun", sagte ich zu Milo. Wir saßen in einem Café in der Downtown und frühstückten.

"Warum ist er dann zusammengeklappt?", zweifelte Milo.

"Ich sag ja nicht, dass er einer der Täter war - vielleicht war er ja ein Opfer."

"Erpressung?"

Ich zuckte mit den Schultern. "Gut möglich."

In meiner Hosentasche vibrierte mein Handy. Jay - er schob in der Zentrale Wochenenddienst. "Wir kriegen eben einen Anruf aus dem zehnten Revier. Halifax ist in seiner Wohnung überfallen worden. Sie haben ihn ins Bellevue Hospital gebracht."

"Wer hat ihn gefunden?"

"Sein Partner."

"Wir kommen gleich." Ich erzählte Milo die Neuigkeit.

"Das wird ja immer rätselhafter", brummte er und trank seinen Kaffee. "Hat sicher genauso wenig mit den Banküberfällen zu tun wie seine Dienstzeiten."

Von der Federal Plaza aus riefen wir die Klinik an. Es stand schlecht um Halifax: Zerschossene Kniegelenke, Schnittverletzungen im Gesicht, Stichverletzungen im Genitalbereich. Vor dem Abend würde er nicht vernehmungsfähig sein.

"Hört sich an, als hätte sich Yakuza, Cosa Nostra und eine militante Frauenbewegung bei ihm getroffen." Milo hatte seinen sarkastischen Tag. "Was ist mit seinem Partner?"

"Nicht zu Hause", erklärte Jay. "Seine Frau sagt, er wäre nach einem Anruf zu Halifax gefahren. So gegen halb neun. Seitdem hätte er sich nicht mehr gemeldet."

"Kann mal jemand ans Telefon kommen", rief Mandy aus dem Vorzimmer. "Ein Herr ist am Apparat, der nur mit einem FBI-Agenten sprechen will.

Ich ging zu ihr an den Schreibtisch und nahm ihr den Hörer ab. Eine Männerstimme meldete sich, leise und belegt. Brookman.

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