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»O’Reary!«, brüllte Benson kurz darauf cholerisch. Der junge Agent kam ins Zimmer gestürzt.
»Ja, General?«
»Costomsky geht nachts spazieren!«
»Das ist unmöglich. Unsere Leute behalten das Haus ständig im Auge.«
»Miss Parcel hat eben angerufen und mir das erzählt.«
»O Lord. Sollte er innerhalb des Hauses ...?«
»Ja, Sie Trottel!«
Benson wollte noch mehr sagen, doch eines seiner Telefone schlug an. Wütend vor sich hin brummend nahm Benson den Hörer ab.
»Ein Mister Mendel möchte Sie aus Zürich sprechen, General.«
»Stellen Sie durch.«
»Ich bin mit der Ware angekommen«, meldete sich Albert Mendel.
»Alles gut gelaufen?«
»Ja. Die Ware ist noch frisch.«
»Ist Furier auch bei Ihnen?«
»Nein. Er ist noch bei Borran in Prag. Borran scheint ein äußerst gründlicher Mann zu sein. Er möchte noch Buczenkows Hinterlassenschaft überprüfen. Doch die beiden wollen heute nachkommen.«
»Können Sie einen der beiden erreichen?«
»Mit Sicherheit nicht. Warum? Was ist los?«
»Die Hölle ist los. Ich denke, ich habe jetzt den Beweis dafür, dass dieser Craceck ein Doppelagent Costomskys ist.«
»Dann Gnade den beiden Gott ...«
General Benson grunzte. Er war kein religiöser Mensch, aber in diesen Sekunden hätte er gern gebetet.
»Sorgen Sie dafür, dass Costomsky geholt wird«, sagte Benson nach einer Pause des Schweigens zu O’Reary. »Aber nicht mit dem Signalhorn, sondern ausgesucht höflich und unauffällig. Lassen Sie ruhig durchblicken, dass wir seine Hilfe brauchen, weil wir in Prag nicht so recht weiter kommen.«