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Borran brachte gerade die Minox an sich, die er im Arbeitszimmer hatte liegen lassen.

Draußen im Treppenhaus des einzeln stehenden Gebäudes hörte er ein lautes Schnaufen und ein Poltern, als würden zehn Soldaten Buczenkows Bleibe stürmen.

Aber es war nur Mel Furier, der seinen dicken Kopf durch die Türöffnung steckte. In der Faust hielt er eine Magnum.

In der Diele lagen die drei Männer. Craceck war tot.

»He, Borran!«

Mike konnte nicht antworten, wenn sein Geheimnis ein Geheimnis bleiben sollte. Deshalb schwieg er.

»Borran! Verdammt, alter Knabe, mach mir keine Sorgen. Ich habe die Schüsse gehört, und da ...«

Furier hörte auf mit seinen Selbstgesprächen.

»Aber das gibt es doch nicht«, sagte nun auch er. »Borran! Wo sind Sie? Wollen Sie, dass ich an meinem Verstand zweifle? Sie können sich doch nicht in Luft aufgelöst haben.«

Wie nah Mel Furier mit dieser rein theoretischen Feststellung der Wahrheit kam, konnte er nicht einmal ahnen.

Um es ihm ein wenig leichter zu machen, öffnete Borran die beiden Fensterflügel des Arbeitszimmers. Zwar war die Wand darunter glatt wie das Innere einer Bratpfanne, aber immer noch besser, Furier hielt ihn für einen Kletterkünstler als für den Unsichtbaren, der er war.

Noch mindestens zwei Stunden lang.

Borran drückte sich klammheimlich an Furier vorbei, der nun Raum für Raum durchsuchte.

Er traf Furier dann nach drei Stunden am Flughafen wieder, wo sie dieselbe Maschine bestiegen.

Furier war ehrlich erfreut, als sie sich sahen und sich die Hände schüttelten.

»Ich hatte Sie schon abgeschrieben. Wie sind Sie nur aus dieser Bude herausgekommen?«

Mike grinste.

»Sie haben Ihre kleinen Betriebsgeheimnisse, und ich die meinen. Lassen wir’s dabei?«

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