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Es blieb ihm nur die Flucht. Von Johnnie McIntire war nichts mehr zu hören. Dieser Mann war ein Phänomen in Sachen Überlebenskunst. Immer wieder fand er ein Loch, durch das er entschlüpfen konnte.

Borran hatte McIntires Erfahrungen nicht. Er fühlte sich aufgeschmissen.

Noch einmal versuchte er es, jenes Zerren und Ziehen in seiner Nackengegend hervorzurufen, das dem Prozess des Unsichtbarwerdens voranging. Der Versuch misslang.

Hundert Yards.

Fast schon Pistolenschussweite.

Wenn die Waffe in Ordnung war.

Doch das durfte man bei den Gangstern voraussetzen. Sie rannten nicht mit Spielzeugen durch die Gegend, mit Spielzeugen, die nur Krach machten.

Noch nie hatte Mike Borran sich so kümmerlich und so einsam gefühlt.

Er wagte einen weiteren Versuch, sich unsichtbar zu machen.

Er misslang ebenfalls.

Borran rannte in die Wand des Dschungels hinein, ohne zu wissen, dass der Dschungel beinahe denselben Schutz bot wie seine Fähigkeit, sich von anderen Menschen nicht mehr sehen zu lassen.

Die CIA hatte ihm blattgrüne Hosen und ein blattgrünes Hemd besorgt. Am Strand der Culebra Bay hatte er jenem Umstand noch nicht diese Bedeutung beigemessen, die ihm zustand.

Er wurde eins mit dem Dschungel.

Seine Verfolger schossen die Magazine leer, aber sie schossen daneben.

Borran flüchtete sich auf einen Baum, Blattwerk verbarg ihn, und er wartete ab.

Darüber wurde es Abend.

Dunkelheit sank herab über das Camp und über die Hügel, die es umgaben.

Zwei, dreimal sah Mike schwarzgekleidete Gangster unter seinem Versteck wegtauchen. Männer, die mit Francesco Gemma angekommen waren. Er fing auch Wortfetzen auf.

Den Häschern war es nicht gelungen, Johnnie McIntire ausfindig zu machen.

Er war wie vom Erdboden verschluckt.

Mike Borran saß in seinem Baumnest und atmete auf.

Auf Johnnie würde es letzten Endes wohl ankommen.

Aber McIntire war und blieb verschwunden.

Er heckte bestimmt einen eigenen Plan aus.

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