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Unsere Kollegen hatten das Gespräch zwischen Mike Milrone und Justin Dalglish mitgeschnitten. Jetzt waren wir mit mehreren Einsatzfahrzeugen auf dem Weg zur Ecke Mulberry/Spring Street. Dieser Mitschnitt war der Beweis dafür, dass Mike Milrone offenbar den Mord an Mahmut Talani in Auftrag gegeben hatte. Der Grund dafür war nahe liegend. Nachdem sich die Justiz an Talanis Fersen geheftet hatte, war er eine Gefahr für die Milrone-Organisation geworden. Ob Mike dabei eine direkte Anweisung seines Onkels ausgeführt oder den Mordauftrag nur in dessen Interesse ausgeführt hatte, war dabei unerheblich.

Etwa zwanzig G-men waren an dieser Operation beteiligt, darunter außer Milo und mir auch Jay Kronburg, Leslie Morell und Orry Medina.

Clive Caravaggio leitete den Einsatz.

Milo legte bereits unterwegs das Headset an, über das wir alle untereinander Funkverbindung halten konnten.

Ich holte dies nach, nachdem ich den Sportwagen in der Mulberry Street geparkt hatte.

Von verschiedenen Seiten näherten wir uns dem Coffee Shop. Es gab einen Hinterausgang, an den sich unsere Kollegen Leslie Morell und Jay Kronburg mit einem Team von Kollegen heranmachten.

Clive und Orry hatten ihren Chevy aus den Beständen der Fahrbereitschaft unseres FBI Field Office ebenfalls in der Nähe geparkt.

Fred LaRocca meldete sich über Interlink, sodass alle es mithören konnten.

„Die Stretch-Limousine auf der anderen Straßenseite ist auf Mike Milrone zugelassen. Wer drinsitzt ist wegen der getönten Scheiben nicht zu erkennen.“

In diesem Augenblick öffnete sich die Hintertür der Limousine. Ein Mann in Lederjacke und Baseball-Cap stieg aus, überquerte die Straße und strebte auf den Eingang des Coffee Shops zu.

Für einen kurzen Moment ragte die Spitze eines Messerfutterals unter seiner Jacke hervor.

Das ist er!, war ich überzeugt.

Auf jeden Fall handelte es sich um einen von Milrones Männern, der uns jetzt auf keinen Fall in die Quere kommen durfte. „Zugriff!“, ordnete Clive an.

Wenige Yards vor dem Eingang des Coffee Shops Luigi’s Lounge fingen wir den Kerl ab. Auf Clives Signal hin zogen wir unsere Waffen unter der Kleidung hervor.

„Stehen bleiben! FBI! Keine Bewegung!“, rief ich.

Gleichzeitig schlugen unsere Kollegen um Fred LaRocca auf der anderen Straßenseite zu. Die Fahrertür der Limousine wurde aufgerissen. Der Wagen war nicht abgeschlossen, der Chauffeur wurde festgenommen.

Wir wandten uns dem Mann mit der Lederjacke zu.

Er wirkte verdutzt und erstarrte. Aber er war vernünftig genug, nicht unter seine Jacke zu greifen. Augenblicke später klickten die Handschellen.

„Sie sind vorläufig festgenommen“, sagte Clive. Unter der Lederjacke kam eine Automatik mit Schalldämpfer zum Vorschein. Außerdem ein Kampfmesser, dessen Lederfutteral eine sehr charakteristische Kratzspur zeigte.

„Das ist also der Hit-man, der sich Flash nennt“, stellte Orry fest.

„Sie irren sich!“, zeterte der Mann.

Er trug einen Führerschein auf den Namen Ray Dunston bei sich, wie Orry feststellte.

Clive riss Dunstons Hemdkragen zur Seite.

Von einer Narbe war da nichts zu sehen.

Aber jetzt war nicht die Zeit, um Fragen zu stellen oder gar die Identität eines Killers zu klären.

Jetzt mussten wir nur noch zusehen, dass uns Mike Milrone nicht durch die Lappen ging.

Glaubten wir.

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