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Nur ein paar Minuten später befanden wir uns vor Pamelas Wohnungstür. Das Siegel von Scotland Yard war erbrochen, aber die Tür war geschlossen.

"Ich habe für Notfälle einen Generalschlüssel", sagte der Hausmeister.

"Warum versuchen wir es nicht erst einmal auf die nette Art?", erwiderte ich und drückte einfach auf die Klingel. Es dauerte einen Moment, bis von der anderen Seite der Tür eine Reaktion kam. Die Tür öffnete sich dann und vor mir stand ein gutaussehender Mann Anfang dreißig. Er trug eine Jeans und dazu einen Blouson.

Das Haar war dunkel blond und seine Augen leuchten meergrün. Er sah aus, als hätte er sich zwei Tage nicht rasiert, wirkte aber sonst sehr gepflegt.

Er hob die Augenbrauen.

In seinen Zügen stand ein Ausdruck der Überraschung.

"Haben Sie das nicht gesehen?", fragte der Hausmeister etwas unwirsch.

Der Fremde sah ihn verwirrt an.

"Was?"

"Das Polizeisiegel? Was suchen Sie hier? Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor..."

"Gut möglich", erwiderte der Mann. "Ich war nämlich schon mal hier, auch wenn das nun schon einige Monate her ist."

Ich öffnete die Lippen und sagte schnell: "Kannten Sie Pamela Green?"

Unsere Blicke begegneten sich. Er sah mich ziemlich prüfend an, bevor er antwortete: "Ich bin Kevin Green, Pamelas Bruder und komme gerade aus New York. Und vielleicht erklärt mir hier jetzt endlich mal jemand, was hier eigentlich los ist!"

"Sie wissen noch nicht Bescheid, nicht wahr?", murmelte ich.

Seine Augenbrauen bildeten jetzt eine Schlangenlinie.

"Bescheid?", echote e. "Worüber?" Ich atmete tief durch.

"Können wir hereinkommen?"

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