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Am Abend hatte Regen eingesetzt. Bulmer stand nachdenklich am Fenster und blickte hinaus in die Dunkelheit. Wind war aufgekommen und schüttelte die alten, verwachsenen Bäume ziemlich heftig hin und her.

Morris Bulmer atmete tief durch, dann drehte er sich und wandte sich den Männern und Frauen zu, die an der langen Tafel platzgenommen hatten. Sie waren ein gutes Dutzend. Und ihre Gesichter waren sehr ernst.

"Diese Miss Dexter ist Journalistin", sagte Jenkins, der sich unter den Anwesenden befand. "Es war nicht schwer, das herauszufinden."

"Für welche Zeitung?", erkundigte sich einer der Anwesenden.

"London City Telegraph", war Jenkins' Antwort. "Sie scheint sich besonders für alle Bereiche des Übersinnlichen zu interessieren. Zumindest hat sie schon des öfteren Reportagen zu diesem Themenbereich geliefert."

"Aber jetzt ist sie aus einem anderen Grund hier!", zischte Bulmer düster. Der dürre Mann ballte seine Hände zu Fäusten, so dass die Knöchel weiß wurden. "Sie glaubt, dass ich - wir! etwas mit Pamelas Tod zu tun haben. Und sie scheint mir sehr hartnäckig zu sein. So schnell werden wir die nicht los..."

"Kann sie irgend etwas beweisen?", fragte einer der anderen. Es handelte sich um einen Mann mit dunklem Vollbart. Bulmer schüttelte den Kopf und lachte heiser auf.

"Nein", sagte er. "Nicht das Geringste. Dafür haben wir gesorgt... Aber sie hat einen bemerkenswerten Instinkt! Wenn wir nicht aufpassen, kann sie uns noch gefährlich werden."

"Und der Mann?", fragte der Bärtige. "Dieser Kevin Green?"

"Ihr Bruder?" Bulmer zuckte die Achseln. "Für ihn gilt dasselbe..."

"Ich bin dafür, Maßnahmen zu ergreifen", erklärte der Bärtige. "Sonst können wir in Teufels Küche geraten!" Aber Bulmer war da anderer Ansicht.

"Nein", erklärte er entschieden. "Ich bin dafür, noch abzuwarten... Möglicherweise richten wir sonst noch mehr Schaden an. Außerdem haben wir im Moment dringendere Probleme! Manchem von euch scheint das noch nicht so ganz klar zu sein..."

"Stimmen wir ab!", forderte Jenkins. "Es ist alles gesagt worden, jetzt müssen wir entscheiden!"

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