In seinem Roman setzt Emilio De Marchi letztlich nur einen sprachlichen Akzent, um den Schauplatz Neapel zu charakterisieren: Der Priester und der Baron erhalten als Artikel ein »u« anstelle des (hoch)italienischen »il«; bei Don Cirillo heißt es dann noch »u prevete«, statt »il prete«. Bedenkt man den enormen Unterschied zwischen dem Neapolitanischen und dem (Hoch-)Italienischen, ist das kein starkes Signal. In der Übersetzung wurde darauf vertraut, dass die besondere Atmosphäre der Stadt bereits durch Bilder und Figurenzeichnung gut vermittelt wird. Deshalb wurde auf diesen Marker verzichtet, zumal keine Lösung gefunden werden konnte, die sich ebenso geschmeidig und unauffällig ins Deutsche eingefügt hätte, wie es im Original der Fall ist.
Einige minimale Ungenauigkeiten, die vermutlich vom Autor nicht beabsichtigt waren, wurden in der Übersetzung in der Weise korrigiert, wie es hoffentlich De Marchis Wunsch entsprochen hätte.
Bis auf die lateinischen Textstellen wurden alle Zitate eigens übersetzt; außer bei Bibelzitaten oder Fragmenten anonymer Autoren findet sich ein entsprechender Quellenverweis in den Endnoten.
Der Übersetzung lag die Ausgabe Il cappello del prete, herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Renzo Cremante (BUR classici moderni, 2015, Mailand) zugrunde.