«Du, ich hab mir was überlegt», sagt Agneta und schluckt mit ihrem Bier einen Klumpen herunter, der trotzdem nicht weggeht. Alles bloß Nervosität.

«Ruf doch das Nobelpreiskomitee an.» Tilda lacht, und Agneta lacht zwangsweise mit.

«Es ist eher … es gibt da etwas, worüber ich mit dir sprechen wollte.» Sie erinnert sich, dass der Sauerstoffgehalt des Blutes sinkt, wenn Panik einsetzt und jede Menge Aufmerksamkeit für sich in Anspruch nimmt.

«Und da geht es nicht um Hedda oder die Frage, was ich eigentlich mit meinem Leben anfangen will oder ob ich nicht doch nach Hause ziehen will, oder Tilda, diese Zitrone ist alt, oder muss Knut wirklich in der Stadt leben?»

Tilda hebt die Arme und holt Luft. Es fällt ihr ganz leicht, ihre Atemzüge sind richtig tief, das sieht Agneta, sie beneidet sie darum. Aber das mit Knut hat sie doch wohl nie gesagt, oder? Obwohl sie es eigentlich gesagt haben sollte. Tilda

«Ich bin …» Agneta hält mitten im Satz inne. Die Worte waren diesmal wirklich auf dem Weg aus ihrer Kehle. Sie hatten sich bereits im Mund geformt, noch eine Millisekunde, dann wären sie herausgeschlüpft. «… so froh, dass wir dieses Wochenende zusammen hatten.» Tilda lächelt.

«Gott, jetzt dachte ich schon, es wäre was Ernstes. Deine Stimme klang irgendwie so.»

Agneta lacht und nimmt noch einen großen Schluck. Beinah. Wären die Worte aus ihr herausgeschlüpft und in Tilda hinein. Agnetas Lungen fühlen sich an, als wären sie mit Zement gefüllt, der langsam, aber sicher erstarrt.