Das Erste, was ich registriere, ist der Geruch nach Rauch. Was keinen Sinn ergibt. Pistolen erzeugen kein Feuer.
Bum! Ein Feuerwerkskörper.
Krach! Ein Schuss geht los.
In einer Stadt, in der es inzwischen so laut ist, dass ihn wahrscheinlich niemand hört.
Ich werde nach hinten gegen die Treppe geworfen. Mom liegt über mir.
»Leighton, bist du verletzt? Oh mein Gott, Leighton«, sagt Mom und streicht mit den Händen über mich.
»Nein«, antworte ich und drehe mich zu ihr um. Es ist nur wieder das Haus.
Die Wand neben mir ist die Verletzte. Sie wurde angeschossen und blutet.
Jemand muss ihr helfen.
»Scheiße«, sagt er. »Scheiße.«
Er weicht zurück. Er schaut nicht mal nach der Wand.
»Schlüssel. Wo ist der Schlüssel?«
Und dann hör ich ein sehr vertrautes Geräusch, Federn in der Luft. Joe fliegt durch ein offenes Fenster ins Wohnzimmer und landet auf seiner Schulter.
Ich muss an die Morrígan denken, die das Schicksal der Menschen vorhersagt.
»Verdammte Scheiße, was –« Doch bevor er reagieren kann, rührt sich die Krähe, fliegt über den Tisch und stößt die Vase um, die zu Boden kracht. Lauter kleine blaue Murmeln rollen in alle Richtungen. Und Münzen und Büroklammern. Die Geschenke, die er Juniper gebracht hat. Und mitten unter ihnen der Schlüssel für den Truck, der im Mondlicht schimmert. Juniper muss ihn in der Vase versteckt haben. Ein weiterer Feuerwerkskörper leuchtet in der Ferne auf und für einen Augenblick ist alles hell und klar und erleuchtet.
Und dann schließen sich Joes Krallen um den Schlüssel und er fliegt durch das offene Fenster davon.