Eine andere Leighton Barnes überlebt diese Nacht nicht. In einem Paralleluniversum ist dies das Ende der Nacht, das Ende des Jahrs und ihr eigenes Ende. Ich spüre diese Wahrheit in meiner Brust, wo das wilde, gefangene Ding immer noch lebt. Es wurde geschont, obwohl die Kugel es hätte treffen sollen.
Ein anderes Wesen in einer anderen Welt hätte nicht so viel Glück.
Doch hier, heute Nacht, durchschlägt die Kugel nicht meine Haut, zerstört nicht die Knochen meines Brustkorbs oder reißt die dünne, weiche Arterienwand auf. Sie streift nur an meinen Rippen entlang, so dicht, dass ich die Hitze spüre, und bohrt sich in die Wand des Hauses. Des Hauses, das seine Gewalt verbirgt.
Diesmal sehe ich, wie es passiert.
Es ist das Gleiche wie mit dem kleinen Sprung in dem kaputten Fensterglas in meinem Zimmer. Mit der Vase auf dem Tisch und den Rahmen an der Wand. Dem Putz, wo er in Wut gegen die Wand geschlagen hat. Dem schwarzen Riss in der Mauer, wo ich die Fersen meiner Füße zu hart dagegengepresst habe, weil ich Angst hatte, und das dunkle Innere des Hauses freilegte. Des Hauses, das aus Wut gebaut ist.
Der Art von Wut, die wie ein lebendiges Wesen pulsiert und in den Beton gegossen, in die hölzernen Balken genagelt wurde, die das Fundament bilden – tief unten in seinen Eingeweiden. Einem Haus, das von Dingen heimgesucht wird, die es sich weigert loszulassen.
Die Wand bewegt sich. Ein Schimmer von schwarzem Stahl, als die Kugel herausfällt. Der Putz schiebt sich an Ort und Stelle zurück, der Staub kehrt wie eine implodierende Wolke dorthin zurück, wo er herkam. Die zerbrochenen Teile setzen sich wieder zusammen. Und es ist genau das – das Haus, wie es seine Gewalt wieder tilgt –, was mich begreifen lässt, dass wir noch nicht in Sicherheit sind. Vor ihm, diesem Haus oder seiner seltsamen dunklen Magie.
Die Nacht ist nicht vorbei.