76. KAPITEL

Wir kauern mit tauben Zehen und unsicherem Herzen auf der Straße. Die Rettungssanitäter untersuchen uns, während wir die Fragen des Polizeibeamten beantworten. Mrs Stieg bringt uns Decken und kocht Kaffee für Mom, die Polizisten und die Sanitäter.

Juniper bekommt eine Sauerstoffmaske und mein Kleid ist über den Rippen eingerissen und zeigt eine Blutspur dort, wo mich die Kugel gestreift hat. Es war wohl doch mein Blut.

Irgendwann kommt Bill DiMarco und sagt Worte, auf die wir gewartet haben – zum Beispiel Haftbefehl. Er erklärt uns, dass das Brechen der Anordnung, die Gefährdung von Kindern, der abgegebene Schuss und die Verletzungen, die wir erleiden mussten, eine Haft unvermeidbar machen.

Doch ich löse mich von ihm und trete so dicht an die Überreste des Hauses heran, wie es der Leiter der Feuerwehr zulässt.

Ich denke über den Schatten nach, der uns verfolgt hat. Wie er uns beinahe erwischt hätte. Wie leicht wir hätten von diesem bösen Etwas erfasst werden können, was immer es war.

Ein Erbe aus Wut. Ein Vermächtnis von Angst.

Doch diesmal wird das Haus seine Gewalt nicht auslöschen.

Die Asche vom Haus ist so schwarz wie die Flügel einer Krähe.