Fit in den OP

Fitnesstraining

Schon vor einer Operation kann die körperliche Verfassung – gerade auch bei älteren Menschen – durch ein physiotherapeutisches Trainingsprogramm verbessert werden, denn dabei

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Wichtig ist es, schon vor der Operation das Gehen mit Gehstützen zu trainieren.

Auch die Armkraft sollte trainiert werden, damit nach der Operation das Gehen an Unterarmgehstützen problemlos bewerkstelligt werden kann. Mit einer derartigen Vorbereitung benötigen die Patienten nach der Operation weniger Schmerzmittel, sind früher mobil und können früher entlassen werden.

MERKE

Auf die Gesundheit achten!

Starkes Übergewicht oder Rauchen beeinträchtigt die allgemeine Narkose- und Operationsfähigkeit und steigert das Komplikationsrisiko der Operation. Sowohl Ihr Operateur als auch der Narkosearzt werden vor der Operation nochmals Ihren allgemeinen körperlichen Zustand prüfen.

Medizinische Maßnahmen

Wenn Sie gesund und in einer normalen körperlichen Verfassung sind, brauchen Sie keine besonderen Maßnahmen im Vorfeld zu treffen. Dennoch ist ein Besuch bei Ihrem Hausarzt oder betreuenden Facharzt vor der Operation sinnvoll. Damit können Sie auch der Gefahr begegnen, dass bei Untersuchungen am Tag vor der Operation unbekannte Erkrankungen aufgedeckt werden und die Operation verschoben werden muss. Wenn bedeutende Erkrankungen bereits bekannt sind, ist ein Besuch beim entsprechenden Facharzt vor der Operation unabdingbar. Falls der Operateur es für sinnvoll hält, kann mehrere Wochen vor der Operation eine Eigenblutspende erfolgen. So wird vermieden, dass während der OP Fremdblut verwendet werden muss.

INFO

Blutverdünner absetzen!

Blutverdünnende Medikamente sollten vor der Operation möglichst abgesetzt oder umgestellt werden. Dies gilt in jedem Fall für das hochgradig verdünnende Marcumar. Bei anderen blutverdünnenden Präparaten, wie ASS oder Clopidogrel, muss im Einzelfall entschieden werden, ob ihre Einnahme ohne weitere Gefährdung pausiert werden kann. Stimmen Sie dies mit Ihrem Hausarzt ab.

Vorbereitung auf die Klinik und die Zeit danach

Machen Sie sich bereits vor der Operation Gedanken darüber, wie es im Anschluss an den Aufenthalt im Akutkrankenhaus weitergehen soll. In der Regel wird für Patienten mit einem künstlichen Hüftgelenk eine stationäre Heilmaßnahme (»Anschlussheilbehandlung«) durchgeführt. Diese Maßnahme muss beantragt werden, und zwar für berufstätige Patienten beim Rentenversicherungsträger (Sozialversicherungsnummer mitnehmen!), für Rentner bei der Krankenversicherung. In der Regel ist man Ihnen im Krankenhaus bei der Beantragung behilflich. Bitte halten Sie aber alle nötigen Unterlagen bereit, damit die Anträge zügig gestellt werden können. Dies gilt insbesondere, wenn sie einen nahtlosen Übergang vom Krankenhausaufenthalt zur Anschlussheilbehandlung wünschen.

TIPP

Nur das Notwendigste!

Nehmen Sie ins Krankenhaus nur die unbedingt erforderlichen Gegenstände mit. Planen Sie für die Tage nach der Operation eine leichte Bekleidung, die es ermöglicht, ohne große Umstände einen Verbandwechsel durchzuführen und auch Kompressionsverbände oder -strümpfe anzulegen. Bedenken Sie auch, dass ab dem ersten Tag nach der Operation bereits krankengymnastische Übungen durchgeführt werden.

Wenn Sie nach der Akutbehandlung einige Tage nach Hause möchten, muss dies organisiert sein (Wege im Haus, die evtl. mit Gehstützen zu bewältigen sind, Toiletten, Lage des Schlafzimmers usw.). Sprechen Sie im Vorfeld mit Ihrem Operateur, wie lange sie voraussichtlich das Bein teilweise oder vollständig entlasten müssen, und überlegen Sie, ob Sie sich unter diesen Bedingungen in häuslicher Umgebung bewegen können.

Die häusliche Umgebung sollte schon vor der Operation angepasst werden:

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Fertig zubereitete, portionsweise eingefrorene Mahlzeiten sind gerade für die erste Zeit nach der Operation sehr zu empfehlen.