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Nadashe Nohamapetan fiel natürlich auf, dass sich niemand an die Erfrischungen wagte.

Das war einerseits völlig verständlich. Inzwischen eilte Nadashes Ruf ihr voraus. Sie hatte ihren eigenen Bruder ermordet, zweimal versucht, die derzeitige Imperatox zu töten, und inzwischen war sicherlich jedem Teilnehmer ihrer kleinen Soiree bewusst, welches Schicksal Deran Wu ereilt hatte. Nadashe war ein klein wenig stolz darauf, dass ein ganzes Buffet unberührt blieb. Das bedeutete, dass die Leute – diese Leute, die den Teil der imperialen Elite bildeten, der derzeit nicht wegen Hochverrats im Gefängnis saß – einen gesunden Respekt vor dem hatten, was sie ihnen antun könnte, ganz gleich, welche Mittel ihr zur Verfügung standen, bis hin zu einem simplen Muffin oder einer Tasse Kaffee.

Andererseits war es einfach nur lächerlich. Schließlich hatte sie den Tisch voller Essen und Getränke gar nicht aufgetragen. Dafür war Proster Wu als tatsächlicher Gastgeber verantwortlich. Er hatte das Menü überhaupt nicht mit ihr abgesprochen. Die Leute sollten wenigstens Proster vertrauen.

Überdies und vor allen Dingen brauchte Nadashe diese Leute. Sie repräsentierten die Mittel, durch die ihre Pläne und Interessen möglicherweise verwirklicht werden konnten. Aus diesem Grund würde sie niemanden vergiften (zumindest nicht hier und jetzt).

Im Gegenzug brauchten sie Nadashe genauso wie Nadashe sie, auch wenn sie vielleicht nicht bereit wären, es sich selbst einzugestehen. Tief in ihrem Inneren wussten sie das, weshalb sie auch hier waren, um mit einer mordlustigen Rebellin (kein) Brot zu brechen. Jetzt musste sie sie nur noch von einer Sache überzeugen, die ihnen bereits klar war.

Das würde sie schaffen.

Und falls sie es nicht durch einen Appell an ihren Egoismus schaffte, konnte sie noch verschiedene Drohungen einsetzen.

Und wenn auch das nicht funktionierte, nun ja. Es gab auch noch Tee. Später.

Proster Wu, der sich unter seine diversen Gäste gemischt hatte, kam zu Nadashe herüber. »Wir sind bereit. Alle, die hier sein wollen, sind hier.«

»Es gibt Familien, die Sie eingeladen haben und die nicht hier sind?«, fragte Nadashe.

»Ein paar.«

»Das ist ein Problem.«

»Eins, das sich bewältigen lässt.«

»Sie sagen mir, dass es Leute gibt, die wissen, was wir hier tun, aber jetzt nicht daran beteiligt sind. Erklären Sie mir, wie Sie das bewältigen wollen.«

»Es ist so, weil ich es sage.« Proster lächelte. »Die nicht anwesenden Familien haben … Sympathie für Ihre Ziele. Sie wollen nur schauen, woher der Wind weht, bevor sie sich dafür einsetzen.«

Nadashe schnaufte verächtlich. »Mit anderen Worten, es sind Feiglinge.«

»Sie würden vielleicht sagen, dass sie Vorsicht walten lassen«, erwiderte Proster. »Und falls irgendwer, ob nun hier anwesend oder nicht, meint, über dieses Treffen sprechen zu müssen, wäre die Tatsache zu berücksichtigen, dass diese Personen anders als Sie tatsächlich den Zorn der Wus fürchten. Wenn sie uns verärgern, wissen sie, dass es keine neuen Schiffe und keine neuen Waffen bedeuten würde, und ihre Sicherheitskräfte hätten von nun an vielleicht nicht mehr ihr Wohl im Sinn. Sie werden den Mund halten.«

»Wenn Sie es sagen.«

»Ich sage es. Geben Sie mir Bescheid, wenn Sie bereit sind.«

»Ich bin bereit.«

Proster nickte und klatschte in die Hände, dann forderte er seine Gäste auf, ihre Plätze einzunehmen. Kurz darauf saßen auf den Klappstühlen ungefähr drei Dutzend Leute, die jeweils eine Adelsfamilie und ein Gildenhaus vertraten.

Nadashe registrierte alle, während sie sich setzten, und merkte sich die Anwesenden für später. Die meisten kannte sie, entweder von gesellschaftlichen Anlässen in glücklicheren Zeiten oder weil sie ihnen bei Verhandlungen gegenübergesessen hatte. Mit mindestens einem hatte sie Sex gehabt, doch es war kein toller Sex gewesen.

Den Rest kannte sie vom Hörensagen. Wie in jeder Zivilisation schrumpfte die Anzahl der Menschen, die eine wichtige Rolle spielten, je weiter man nach oben aufstieg. Auf Nadashes Ebene hatte die Interdependenz die Bevölkerung einer Kleinstadt.

Nadashe wartete, bis alle still waren und zu ihr schauten. Dann nickte sie, ging zum Buffet und schenkte sich eine Tasse Tee ein. Das löste ein leises Raunen aus. Dann trat sie wieder vor die Versammlung.

»Als Erstes möchte ich Ihnen allen danken, dass sie gekommen sind.« Sie zeigte nach oben, um den Raum zu umfassen, bei dem es sich um das Frachtdeck eines im Bau befindlichen Raumschiffs handelte. Der Vorwand für dieses Treffen war eine Einladung Prosters, der als neuer und angeblich vorübergehender Direktor des Verwaltungsrats des Hauses Wu die jüngste Konstruktion eines Zehners vorführen wollte, um die Teilnehmer zu Kaufentscheidungen zu animieren. »Mir ist bewusst, dass dies nicht unbedingt der komfortabelste Ort für ein Treffen ist.« Sie nippte an ihrem Tee. »Und ich verstehe, dass einige von ihnen vielleicht gewisse … Bedenken haben, wenn ein Frachtraum mit meiner Person in Verbindung steht.«

Das löste ein paar nervöse Lacher aus, während einige überrascht husteten und etliche murmelten. Nadashe merkte sich, welche ihrer Gäste sich plötzlich mit weit aufgerissenen Augen zu jemandem umwandten, als wollten sie sagen: Hat sie gerade einen Witz über den Mord an ihrem eigenen Bruder gemacht?

»Und ja, ich habe gerade einen solchen Witz gemacht«, beantwortete Nadashe die unausgesprochene Frage. »Wir wollen nicht so tun, als wüssten Sie nichts von meinen früheren Sünden oder als wäre mir nicht klar, dass Sie davon wissen. Die Zeit ist knapp, und wir können uns den Luxus höflichen Geflüsters nicht leisten. Ich bin eine Mörderin, eine gescheiterte Attentäterin und eine Verräterin an der Imperatox. Und mit Ihrer Hilfe werde ich all das erneut sein.«

Diesmal folgte ein stärkeres Raunen, und jemand stand auf, als wollte er gehen.

»Setzen Sie sich, Gaiden Aiello«, sagte Nadashe lauter, als sie zuvor gesprochen hatte. Gaiden Aiello erstarrte wie ein kleines Huftier, das erkannte, dass es von einer Löwin erspäht worden war. »Sie sind bereits hier. Jetzt ist es zu spät, um zu sagen, Sie hätten nicht gewusst, warum Sie gekommen sind. Setzen. Sie. Sich.«

Gaiden Aiello blickte sich um, sah, dass sonst niemand aufgestanden war, und nahm nervös wieder Platz.

»Lassen Sie mich wiederholen, was ich gerade gesagt habe«, fuhr Nadashe fort. »Mörderin. Gescheiterte Attentäterin. Verräterin an der Imperatox. An der Imperatox. Nicht am Imperium. Nicht an der Interdependenz. Und nicht an den Adelshäusern und Gilden, die sie errichtet und zu dem gestaltet haben, was sie heute ist.«

»Kommen Sie zur Sache, Nadashe«, sagte Leinus Hristo vom Haus Hristo. »Ihre Erklärungen interessieren mich nicht. Keinen von uns. Sagen Sie uns einfach, weswegen wir uns bereits mit Ihnen verschworen haben.«

»Darauf wollte ich gerade kommen«, sagte Nadashe. Sie trank noch einmal vom Tee und stellte die Tasse ab. »Die Häuser und die Gilden haben die Interdependenz aufgebaut. Jetzt sagt Grayland, dass sie die Interdependenz retten will. Damit meint sie, dass sie die Bevölkerung retten will. Die Bevölkerung

»Und?«, fragte Hristo nach.

»Wie will sie die Bevölkerung retten? Nach dem Kollaps der Ströme werden sie in den künstlichen Habitaten nicht lange überleben. Es gibt nur einen Ort, an den sie flüchten könnten.«

»Ende«, sagte jemand.

»Ende«, bestätigte Nadashe. »Und wie werden sie dorthin gelangen? Grayland muss sie dorthin transportieren. Und zu diesem Zweck wird sie jedes verfügbare Schiff nutzen. Ihre Schiffe, die Sie alle benötigen, um die Geschäftsziele Ihrer Häuser zu verfolgen. Grayland wird diese Schiffe nötigenfalls beschlagnahmen.«

»Was ohnehin nichts nützen würde«, sagte Proster Wu, der ganz vorn saß. »Das Haus Wu besitzt selbstverständlich ein Bestandsverzeichnis aller stromtauglichen Schiffe, die aktuell in Betrieb sind. Es sind nicht annähernd genug für eine Rettungsaktion dieses Ausmaßes. Und diese Schiffe sind derzeit über die gesamte Interdependenz verstreut. Es ist unmöglich, die Flüge innerhalb des notwendigen Zeitrahmens zu koordinieren.«

»Davon abgesehen, dass jedes Schiff, das nach Ende geschickt wird, dort bleiben wird«, sagte Nadashe. »Der Strom von Ende nach Nabe ist bereits kollabiert.«

»Davon abgesehen, dass Ihr Bruder Ghreni bereits die Kontrolle über die Strommündungen im Ende-System übernommen hat«, sagte Drusin Wolfe, der im Hintergrund der Versammlung saß. »Apropos Staatsstreiche. Wir alle wissen, was die Nohamapetans auf Ende erreichen wollen. Ich sehe, wie Sie versuchen, diese Karte zu verbergen, Nadashe.«

»Ich habe nicht vor, diese Karte zu verbergen, Drusin«, erwiderte Nadashe. »Ich habe sie nur noch nicht auf den Tisch gelegt. Aber Sie haben recht. Inzwischen dürfte mein Bruder mit Unterstützung der Prophecies of Rachela den Planeten und die Strommündungen im Ende-System unter Kontrolle haben. Das heißt, selbst wenn Grayland all unsere Schiffe übernimmt, sie mit Flüchtlingen vollstopft und ohne ausdrückliche Freigabe durch mich nach Ende schickt, würde man sie innerhalb weniger Minuten nach der Ankunft vernichten.«

Das löste weiteres Gemurmel aus. »Sie sagten, Sie seien eine Mörderin«, warf Drusin ein. »Von einem Genozid war bislang nicht die Rede.«

»Ich bitte Sie, Drusin. Denken Sie weiter. Der Planet kann ohnehin nicht so viele Menschen am Leben erhalten, wie Grayland dort abladen will. Würde man sie alle durchlassen, wäre das eine Gefahr für die Leute, die bereits auf Ende leben … und für diejenigen, die den Kollaps der Interdependenz überleben werden.« Nadashe nickte Proster zu. »Jetzt sind Sie an der Reihe.«

Proster erhob sich und wandte sich den Anwesenden zu. »Vor seinem Ableben schlug Deran Wu dem Verwaltungsrat des Hauses Wu einen Plan vor, der es möglich macht, das kommerzielle, industrielle und kulturelle Herz der Interdependenz« – er deutete auf die Versammelten, um klarzustellen, dass damit sie gemeint waren – »den Kollaps der Ströme mit größtenteils intaktem Vermögen, Kapital und anderen Werten überleben zu lassen. Es ist ein mehrstufiger Plan, der den Einsatz und die Verstärkung von Sicherheitskräften einschließt, um die Bevölkerung unter Kontrolle zu halten, während die Ströme kollabieren, sowie neue, fortgeschrittene stromtaugliche Schiffe für die Evakuierung und Rettung dessen, was tatsächlich von Bedeutung ist: die Adelshäuser der Interdependenz.«

»Um es noch einmal klarzustellen, der Plan sieht also die Niederschlagung von Aufständen des Pöbels vor und für uns den Transport nach Ende«, sagte Drusin Wolfe und deutete mit einer umfassenden Geste auf die Anwesenden.

»Das ist sehr unelegant formuliert«, sagte Proster.

»Ich dachte, wir wollen jetzt nicht mehr höflich sein, Proster.«

»Ja«, warf Nadashe ein und schaute sich um. »Nicht alle können gerettet werden. Das geht einfach nicht. Es ist weder logistisch noch physikalisch möglich. Vermutlich weiß das selbst Grayland, auch wenn sie meint, sie sollte wenigstens versuchen, alle zu retten, selbst wenn dabei die Adelshäuser und die Gilden vernichtet werden. Sie muss so tun, als ob. Wir müssen das nicht. Wir können uns selbst retten. Und das, was für die Interdependenz lebenswichtig ist.«

»Zu einer ordentlichen Profitmarge für die Häuser Wu und Nohamapetan.«

»Früher oder später würden Sie ohnehin wegen Raumschiffen und Sicherheitskräften zu uns kommen«, sagte Proster zu Drusin Wolfe. »Auf diese Weise stehen Sie und alle anderen in diesem Raum zumindest ganz vorn in der Schlange.«

»Und was ist mit dem Haus Nohamapetan?«, fragte Drusin und wandte sich wieder Nadashe zu. »Wie viel wollen Sie jedem von uns abnötigen, damit wir nicht von Ihrem Bruder abgeschossen werden, sobald wir im Ende-System auftauchen?«

»Zu meinem Bedauern muss ich sagen, dass ich derzeit sehr wenig mit dem Haus Nohamapetan zu tun habe«, sagte Nadashe.

»Das ist mir bekannt. Mein leitender Verhandlungsführer ist vor kurzem mit der aktuellen Verwalterin des Hauses aneinandergeraten.«

»Kiva Lagos.«

»Sie kennen Sie?«

Nadashe presste die Lippen zusammen. »Ja.«

»Ich bin nicht gerade von ihr begeistert«, sagte Drusin. »Und ich glaube nicht, dass Sie beabsichtigen, Lagos diesen Posten länger als unbedingt nötig zu überlassen. Also frage ich noch einmal: Wie viel beabsichtigt das Haus Nohamapetan uns allen abzunötigen?«

»Nichts.«

»Nichts?«

»Nichts.«

Drusin lächelte dünn. »Ich bin skeptisch. Nichts für ungut!«

»Kein Problem.« Nadashe richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf die gesamte Gruppe. »Die Kosten für jedes Haus, das sich nach Ende absetzen will, betragen: nichts. Sie erhalten die Passage für Ihre Schiffe – für alle, für so viele, wie Sie meinen, schicken zu müssen. Ich gebe Ihnen einen verschlüsselten, verifizierbaren Code, der bestätigt, dass ich Ihnen die Ankunft im Ende-System erlaubt habe. Das bekommen Sie, weil Sie sich in diesem Moment in diesem Raum befinden. Anderen, die sich unserem Pakt anschließen, biete ich vielleicht ermäßigte Gebühren an, je nachdem. Nur wer jetzt hier ist, erhält diese freie Passage.«

»Wenn ich irgendetwas über die Nohamapetans gelernt habe, dann die Tatsache, dass Sie nichts für umsonst herausrücken«, sagte Drusin.

»Die Passage nach Ende ist umsonst, Drusin. Darüber hinaus habe ich Erwartungen.«

»Die da wären?«

»Bevor ich dazu komme, möchte ich noch einmal unmissverständlich klarstellen, wie der Plan aussieht«, sagte Nadashe. »In etwas mehr als vier Monaten endet die Frist für das Parlament, einen Plan zu entwickeln, die Interdependenz vor dem Kollaps der Ströme zu retten, ohne dass das Parlament in der Lage sein wird, irgendeinen Beschluss zu fassen. Wenn das geschieht – und es wird geschehen –, wird Grayland mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit all Ihre Schiffe konfiszieren und weitere Anordnungen erteilen, um vergeblich zu versuchen, so viele ihrer Untertanen zu retten wie möglich. Wenn sie das tut, weiht sie uns alle dem Untergang. Daran besteht kein Zweifel.

Ich beabsichtige, sie aufzuhalten. Ich werde sie absetzen, und weil es zu gefährlich ist, sie zu diesem Zeitpunkt am Leben zu lassen, werde ich dafür sorgen, dass sie getötet wird. Dann richten wir ein Regime ein, das es gut mit den Adelshäusern und den Gilden meint und das versteht, was uns in diesem Raum bereits klar ist: Wir können nicht alle retten, also retten wir das, was wichtig ist. Uns.«

Nadashe musterte die Anwesenden, um zu sehen, ob irgendwer Einwände hatte. Niemand rührte sich. »Gut, und jetzt zu meinen Erwartungen. Erstens erwarte ich Ihr Geld. Sehr viel Geld. Ich werde die Logistik dieses Staatsstreichs organisieren, doch bedauerlicherweise kann ich zurzeit nichts aus der Portokasse bezahlen. Ich werde von Ihnen allen etwas Geld entgegennehmen, bevor Sie gehen. Jeder zahlt etwas ein.

Zweitens erwarte ich Ihre Kooperation. Dies wird etwas anderes sein als der groteske, pompöse Staatsstreich, den meine Mutter und Jasin Wu geplant hatten. Es wird ein unschöner Staatsstreich, und Sie alle werden etwas dazutun. Man wird Sie nach ihrer Beteiligung einstufen.

Drittens erwarte ich von Ihnen, dass Sie andere rekrutieren. Die hier Anwesenden sind nicht genug. Mir ist klar, dass einige von Ihnen alles möglichst klein halten wollen, und andere möchten nicht dabei beobachtet werden, wie sie jemanden zu überzeugen versuchen, sich einem Staatsstreich anzuschließen. Aber Sie alle wissen, was hier auf dem Spiel steht. Wenn Grayland sich durchsetzt, werden wir alle sterben.

Viertens, wenn der Staatsstreich erfolgt, erwarte ich von Ihnen, das neue Regime anzuerkennen und zu legitimieren. Ohne Ihre öffentliche Loyalität und Einwilligung würde sich die Situation im nächsten Moment in Chaos auflösen. Das muss schnell genug geschehen, damit wir die Loyalität jener Häuser erzwingen können, die nicht am Staatsstreich beteiligt sind, worauf wir alle Häuser niederschlagen werden, die sich dagegen stellen.« Nadashe zeigte auf Proster. »Offensichtlich wird das Haus Wu an unserer Seite stehen. Das wird ein enormer Ansporn für alle anderen Häuser sein, sich uns anzuschließen.«

Drusin Wolfe wirkte verärgert. »Natürlich wird das Haus Wu das alles unterstützen. Jemand aus dem Haus, wahrscheinlich Proster, wird der nächste Imperatox sein.«

Nadashe blickte zu Proster. Er nickte ihr zu, was für sie die endgültige Bestätigung war.

Nadashe wandte sich wieder den Anwesenden zu. »Nein«, sagte sie. »Und das ist das Letzte, was ich von Ihnen erwarte. Ihre Loyalität wird nicht nur dem neuen Regime gelten, sondern mir. Ich werde die neue Imperatox sein. Die letzte Imperatox der Interdependenz.«