FEHLER NUTZEN, UM SCHLAUER ZU WERDEN
Ich wünschte, ich könnte sagen, reich werden, wäre einfach. Ich wünschte, ich könnte sagen, ich sei ein »Wunderknabe«, ein geborener Unternehmer. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass ich immer fröhlich und glücklich war, und dass ich mit allen gut zurechtkam.
Ich wünschte, ich könnte sagen, dass jeder, den ich traf und mit dem ich Geschäfte machte, ein unglaublich intelligenter, großzügiger, ehrlicher, gesetzestreuer Bürger von höchster Integrität, ethischer Gesinnung und Moral war. Aber all das kann ich nicht bestätigen.
Die Reise von armen Verhältnissen zum Reichtum und vom Angestellten zum Unternehmer war von extremen Höhen und Tiefen geprägt. Diese Reise bescherte mir Begegnungen mit wunderbaren und auch schrecklichen Menschen.
Oftmals war das ein und dieselbe Person: Ein Mensch, der in einem Fall oder einer Situation wunderbar war und in der nächsten schrecklich. Jemand, der die Wahrheit gerade heraus sagte und mir dann in den Rücken fiel, mich über den Tisch zog, log, betrog und bestahl, sobald ich den Vertrag unterschrieben hatte.
Und ich habe die besten Menschen getroffen, die durchweg großartig waren – egal, wie gut oder schlecht die Dinge liefen, egal wie viel Geld wir verdienten oder verloren.
Ich wünschte, ich könnte mich selbst zu diesen Menschen zählen.
Das soll nicht heißen, dass ich perfekt und wunderbar bin. Ich stehe nicht auf der Liste für die engere Wahl zur Heiligsprechung. Der Punkt ist, dass keiner von uns ein Heiliger ist. Wir sind alle Menschen, und das bedeutet, dass wir Menschen sind – menschlich sind. Wir alle haben Stärken und Schwächen, eine gute und eine schlechte Seite. Wir sind nicht Gott. Wir sind nicht perfekt. Wir kennen nicht alle »richtigen« Antworten, was bedeutet, dass wir nicht immer »richtig« liegen.
Und vor allem bedeutet Menschsein, dass wir alle Fehler machen.
Ein Baby lernt zu laufen, indem es hinfällt. Als Nächstes lernt das Kind Fahrradfahren, indem es vom Fahrrad fällt.
Dann kommen sie in die Schule und lernen: »Fehler zu machen heißt, man ist dumm.« Das ist Wahnsinn.
Wenn man auf die Menschheitsgeschichte und sein eigenes Leben zurückblickt, ist es leicht zu erkennen, dass die meisten Probleme der Welt und unserer persönlichen Probleme mit dem Bedürfnis beginnen, »recht zu haben«. Kriege, Gewalt, Streit, Mord und Hass wurzeln sehr tief in dem menschlichen Bedürfnis, »recht zu haben«.
Die Kehrseite von »recht haben« ist die Angst vor dem »unrecht haben«. In unserer Gesellschaft ist es ein Zeichen von Schwäche zuzugeben, dass man einen Fehler gemacht hat. Fehler zu machen bedeutet, dass man dumm ist. Das Bedürfnis, immer recht zu haben, bringt uns um. Die Angst, falsch zu liegen, dumm dazustehen, verstärkt den Wahnsinn, »recht haben« zu müssen.
Bevor wir Frieden auf Erden haben können, müssen die Menschen einen Schritt zurücktreten, tief durchatmen und die Psychose, die Dualität von »richtig« und »falsch«, überdenken. Ich benutze das Wort »Dualität«, weil »richtig« nicht ohne »falsch« existieren kann, die Konzepte von »richtig« und »falsch« eng miteinander verbunden sind. Wenn jemand sagt, dass etwas »richtig« ist, sagt er gleichzeitig, dass etwas anderes »falsch« ist.
»Der Beweis für höchste Intelligenz ist die Fähigkeit, zwei gegensätzliche Ideen gleichzeitig im Kopf zu haben und immer noch funktionsfähig zu sein.«
– F. Scott Fitzgerald, 1936
Ich benutze das Beispiel einer dreiseitigen Münze als Metapher für wahre Intelligenz. Ich sage »wahre Intelligenz«, denn wenn wir das Leben durch das Prisma von »Richtig und Falsch« sehen, büßen wir Intelligenz ein.
Eines der allgemeinen Prinzipien von Bucky Fuller, den Prinzipien, die immer und ohne Ausnahme wahr sind, ist: »Einheit ist Plural, bestehend aus mindestens zwei Elementen.«
Mit anderen Worten, das Konzept des »Einen« existiert nicht. In der realen Welt des Planeten Erde sind zwei das Minimum, nicht eines. Zum Beispiel kann das Konzept von oben nicht existieren, ohne zu wissen, was unten ist. Innerhalb kann nicht existieren, ohne der Kenntnis von außerhalb. Klugheit kann nicht ohne Dummheit existieren. Links gäbe es ohne rechts nicht. Reich gäbe es nicht ohne arm. Und der Mann könnte ohne die Frau nicht existieren.
Ein wichtiges Zitat von F. Scott Fitzgerald (1896–1940), auf das ich mich oft beziehe, lautet:
Der Beweis für höchste Intelligenz ist die Fähigkeit, zwei gegensätzliche Ideen gleichzeitig im Kopf zu haben und immer noch funktionsfähig zu sein.
Im Klartext: Sobald Sie nach dem Konzept von »Richtig und Falsch« arbeiten, halbiert sich Ihre Intelligenz. Deshalb lässt sich die Intelligenz steigern, indem man einen Standpunkt auf dem Rand der Münze einnimmt, wenn man beide Seiten betrachtet, anstatt für eine Seite Partei zu ergreifen.
Buckminster Fuller, einer der größten Genies unserer Zeit, beschreibt in seinem Buch Mistake Mystique (Auf Deutsch: »Das Mysterium der Fehler«), wie moderne Praktiken in der Bildung und Religion, sowie auch die Eltern die Schüler vom Lernen abhalten. Ich fasse zusammen:
Fuller: Die Menschen lernen nur durch Fehler.
Im Klartext: Wenn Sie keine Fehler machen, haben Sie aufgehört zu lernen.
Fuller: Fehler sind nur dann Sünden, wenn sie nicht zugegeben werden.
Im Klartext: Gott hat die Menschen so geschaffen, dass sie durch Fehler lernen. Sie werden ein »Sünder«, wenn Sie die Lektion ignorieren, die Sie nach Gottes Willen durch Ihren Fehler lernen sollen.
Fuller: Wenn sie die Fehler anderer sehen, fragt die voreingenommene Menge automatisch: »Warum hat dieser Mensch einen so dummen Fehler gemacht?«
Im Klartext: Heute glaubt die Gesellschaft, dass Menschen, die Fehler machen, dumm sind.
Fuller: Der Betrug der nicht denkenden Gruppe an der Menschheit war so effektiv, dass es jetzt heißt: »Wir wussten die Antwort die ganze Zeit.«
Im Klartext: Wir sind klug. Wir kennen die richtigen Antworten. Machen Sie keine Fehler. Sie müssen sich nur die richtigen Antworten merken, die wir Ihnen geben, und Sie werden so klug sein wie wir.
Fuller: Das bedeutet, nicht blind einer Mode-Bewegung zu folgen oder der Massenpsychologie nachzugeben.
Im Klartext: Denken Sie für sich selbst.
Fuller: Aus der aus Liebe erzeugten Angst um das Überleben ihrer Kinder über ihr eigenes Leben hinaus, trainieren Eltern ihre Kinder so, dass sie keine Fehler machen, und so nicht sozial benachteiligt werden.
Im Klartext: Aus Liebe und dem Wunsch, ihre Kinder auf das Leben vorzubereiten, wenn sie nicht mehr da sind, lehren die Eltern die Schüler, keine Fehler zu machen, damit sie in der Gesellschaft akzeptiert werden.
Fuller: Erst im Moment des realistischen Eingeständnisses der Menschen für sich selbst, dass sie einen Fehler gemacht haben, kommen sie dieser mysteriösen Integrität, die das Universum regiert, am nächsten.
Im Klartext: Wenn ein Mensch zugibt, einen Fehler gemacht zu haben, stimmt er sich auf Gott ein. Gott wird zu seinem wahren Lehrer.
Fuller: Gott spricht zu jedem von uns direkt. Gott spricht nur durch ein individuelles Bewusstsein der Wahrheit und unsere spontansten Emotionen von Liebe und Mitgefühl.
Im Klartext: Gott bestraft die Menschen nicht, die Fehler gemacht haben. Das tun nur die anderen Menschen.
Wenn wir Fehler machen, spricht Gott zu uns individuell durch Liebe und Mitgefühl. Wenn Sie einen Fehler machen, suchen Sie die Wahrheit und seien Sie freundlich und liebevoll mit sich selbst. Wenn jemand anderes einen Fehler macht, behandeln Sie ihn so, wie Gott ihn behandeln würde, dann können sie Gottes Lektion aus dem Fehler lernen.
Als Fuller von Gott sprach, bezog er sich nicht auf eine Religion oder einen menschlichen Gott. Fuller bezeichnete Gott als »diese mysteriöse Integrität, die das Universum regiert«.
Ich erinnere mich so deutlich, als ob es gestern war, an den Tag, an dem ich aufhörte, Angestellter zu sein und Unternehmer wurde.
Ab diesem Tag bekam ich kein Gehalt mehr und ich war auf mich allein gestellt. Es gab keine Arbeitsplatzsicherheit mehr, keine Zusatzleistungen, keinen bezahlten Urlaub, keine medizinischen Leistungen und keine Zuschüsse zur Rentenversicherung.
Ab diesem Tag hatte ich jedoch drei Mitarbeiter, die Arbeitsplatzsicherheit, ein festes Gehalt, medizinische und zahnärztliche Leistungen, bezahlten Urlaub und Zuschüsse zur Rentenversicherung benötigten. Sie haben mehr verdient als ich.
Ab diesem Tag arbeitete ich nicht mehr für die Xerox Corporation in der Innenstadt von Honolulu. Als ich die Xerox-Büros verließ und über die Bishop Street, die Hauptstraße in der Innenstadt von Honolulu, zu meinem neuen Büro ging, lächelte die Xerox-Rezeptionistin Elaine und sagte: »Sie werden scheitern und zurückkommen.«
Elaine hatte viele Starverkäufer wie mich gehen sehen und genau das war passiert: Sie scheiterten und kehrten zu Xerox zurück.
Ich lächelte und sagte zu Elaine: »Ich werde vielleicht scheitern, aber ich werde nie wieder zurückkommen.«
Ein großartiger Ratschlag meines reichen Vaters war: »Du kannst nicht wissen, was du nicht weißt.« Mit anderen Worten, seien Sie sich der Fehler, die Sie machen werden, sehr bewusst.
Mein reicher Vater sagte auch: »Ärger ist das erste Anzeichen dafür, dass man nicht weiß, was man wissen muss.«
Mit meinem ersten Unternehmen, meiner Firma für Nylon- und Klettverschluss-Surfer-Geldbörsen, liefen die Dinge gut. Wie bei den meisten Start-ups war das Problem, dass wir Ausgaben hatten, aber keine Einnahmen.
Es gab ein Problem nach dem anderen in der Produktion; eines nach dem anderen um die Rechte, und weitere Probleme mit den Mitarbeitern. Dazu noch ein Problem nach dem anderen mit dem Cashflow. Lauter Probleme, die den meisten meiner Mitarbeiter nicht bekannt waren.
Ich ging zu meinem reichen Vater, um mir 100.000 US-Dollar zu leihen. Er warf mich aus seinem Büro und nannte meine Geschäftspartner »Clowns«.
Nachdem ich meinen armen Vater davon überzeugt hatte, dass das Nylon-Geldbörsengeschäft groß rauskommen würde, nahm dieser eine zweite Hypothek auf sein Haus auf und lieh meinem Unternehmen die 100.000 US-Dollar. Er sagte, er würde mir lieber zu seinen Lebzeiten etwas geben als nach seinem Tod. Es war alles, was er hatte. Nach der Niederlage bei der Wahl hatte er immer noch keine neue Stelle gefunden.
Glücklich, uns etwas Zeit verschafft zu haben, ging ich mit dem Scheck zu Stanley, unserem CFO, einem der drei Mitarbeiter des Unternehmens. Ich erinnere mich, dass ich Stanley fragte: »Werden diese 100.000 US-Dollar das Problem lösen?«
Stanley lächelte und nickte. Drei Tage später hatte Stanley seinen Schreibtisch ausgeräumt und war weg – mit den 100.000 US-Dollar.
Die 100.000 US-Dollar hatten das Problem gelöst – sein Problem. Er hatte sich das Geld zurückgeholt, das er der Firma geliehen hatte.
Auch nach der Einführung einer Reihe erfolgreicher neuer Produkte, darunter ein Produkt, das 1978 die Nummer eins in der Sportartikelindustrie war, ging das Unternehmen schließlich ein. Und ich saß da mit dem 100.000 US-Dollar Kredit von meinem Vater, der noch zurückzuzahlen war.
Wie Elaine, die Empfangsdame, gesagt hatte: »Sie werden versagen und zurückkommen.«
Ich habe versagt. Aber ich bin nie wieder zu Xerox gegangen. Der Verlust von 100.000 US-Dollar war zu diesem Zeitpunkt der größte in meinem Leben. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass 100.000 US-Dollar mein größter Fehler waren, aber es kamen größere, teurere Fehler auf mich zu.
Wie Fuller sagte: »Fehler sind großartig, je mehr ich mache, desto klüger werde ich.«
Stanley stellte sich als Gauner heraus, aber er half mir, ein reicher Mann zu werden.
Als ich am Rande der Medaille stand, war auf der einen Seite Stanley und ein Verlust von 100.000 US-Dollar. Es war eine schmerzhafte, schreckliche Lektion, mit der ich mich erst einmal sehr schlecht fühlte. Es dauerte fast 10 Jahre, das Geld zurückzuzahlen, das Stanley gestohlen hatte.
Auf der anderen Seite der Medaille waren Gottes Lektionen, Gottes Segen. Weil das Haus meines Vaters auf dem Spiel stand, konnte ich nicht aussteigen. Ich konnte keinen Konkurs anmelden. Der Gedanke, das Haus meines Vaters zu verlieren, war meine Motivation, meine Inspiration, nicht aufzuhören. Ich wusste, dass ich weitermachen musste.
Der Segen war, dass mein jüngerer Bruder Jon erkannte, wie viel Mist ich gebaut hatte, mit einem neuen Partner zusammen einstieg und wir das Geschäft wieder aufbauten. Es war der Wiederaufbau des Unternehmens, der aus allen Beteiligten intelligentere, bessere, klügere Unternehmer machte. Durch die Liebe und das Mitgefühl meines jüngeren Bruders lehrte mich Gott, was ich lernen musste.
Mein Fehler war mein wahrer Lehrer.
Wie gesagt, ich wünschte, ich könnte sagen, dass es einfach war, reich zu werden. Ich wünschte, ich könnte sagen, ich sei ein Wunderknabe, ein geborener Unternehmer. Aber ich kann das nicht gerade von mir behaupten.
Ich denke oft, dass ein Buch über all meine Fehlschläge das beste und nützlichste Buch wäre, das ich schreiben könnte. Es wäre ein riesiges, mehrbändiges Werk. Aber meine Fehler sind meine eigenen Fehler. Und Ihre Fehler sind Ihre eigenen Fehler. Mit anderen Worten, meine Fehler sind auf mich zugeschnitten. Ihre Fehler sind individuell auf Sie zugeschnitten.
Das Wichtigste, was ich tun kann, ist, Sie zu ermutigen, Ihre eigenen Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen.
Leider ist es in unserer Gesellschaft verpönt, Fehler zu machen.
Unsere Gesellschaft will, dass wir »intelligenten Menschen« zuhören, uns ihre »richtigen Antworten« einprägen und keine Fehler machen. Wenn Sie Fehler machen, werden Sie bestraft.
Ich habe festgestellt, dass Fullers Wege, aus Fehlern zu lernen anstatt aus Bestrafung, damit beginnen, zunächst einmal zuzugeben, dass man einen Fehler gemacht hat, und dann mit Liebe und Mitgefühl Gottes die allein für Sie maßgeschneiderte Lektion zu lernen. Dann werden Sie aus Fehlern schlauer.
In der Sonntagsschule lernte ich, »Führe uns nicht in Versuchung«. In der heutigen dysfunktionalen Gesellschaft ist die Versuchung groß:
Ich vermute, dass viele Schneeballsysteme entstehen, wenn der Promoter fortgesetzt lügt und immer mehr Geld einsammelt, Peter beraubt, um Paulus zu bezahlen, um seine Fehler und Verluste zu verdecken. Ich vermute, dass das bei Bernie Madoff passierte, dem Promoter des größten Schneeballsystems von 65 Milliarden US-Dollar in der amerikanischen Geschichte. Er konnte nicht zugeben, dass er das Geld der Investoren in den Sand gesetzt hatte, also zog er immer mehr Investoren an Land und verlor immer mehr.
Bernie Madoff sollte die US-Regierung anführen, das größte Schneeballsystem der Weltgeschichte.
LEKTION: FÜHRE UNS NICHT IN VERSUCHUNG.
Es ist besser, liebevoll und mitfühlend mit sich selbst umzugehen und zuzugeben, dass man einen Fehler gemacht hat, als sich selbst und andere für ihre Fehler zu bestrafen. Dann können Sie die Ihnen von Gott zugedachte Lektion lernen, auch wenn Ihnen diese nicht gefällt.
Im wirklichen Leben sind einfache Entschuldigungen besser als juristische Klagen – und billiger.
Wenn mehr von uns mit Fehlern auf eine liebevolle und mitfühlende Weise umgehen würden, dann hätten wir meiner Meinung nach eine friedlichere, wohlhabendere und intelligentere Welt.
Thomas Edison veränderte die Welt, indem er Fehler machte. Er berichtete, dass er 3.000-mal versagt hatte, bevor er die elektrische Glühbirne erfand.
Henry Ford ging in Konkurs, bevor die Ford Motor Company ein Erfolg wurde.
Und Jeff Bezos scheiterte mit dem Amazon-Ableger zShops.
Larry Ellison kämpfte jahrelang und stand kurz vor dem Bankrott und hatte auf allem eine Hypothek, bevor Oracle ein großer Erfolg wurde.
Fred Smith erhielt für seinen Businessplan, der heute FedEx heißt, eine schlechte Note in der Business School.
Colonel Sanders musste sich viele Male neu erfinden und war im Alter von 65 Jahren ein gebrochener Mann, bevor er mit KFC erfolgreich wurde.
Werfen Sie noch einmal einen Blick auf die Abbildung über die höheren Ebenen des Lehrers auf der folgenden Seite. Sie werden den Unterschied zwischen wahren und Fake-Lehrern sehen.
Fake-Lehrer unterrichten am unteren Rand des Diagramms von den höheren Ebenen. Wahre Lehrer unterrichten an der Spitze. Der größte Unterschied von allen liegt in der zweiten Ebene – der Simulation der realen Erfahrung. Im wirklichen Leben nennt man das Übung.
Beim Üben kann man seine Fehler machen, bevor man in der echten Welt handelt.
Mein reicher Vater ließ seinen Sohn und mich beim Monopoly-Spiel »üben«.
Dann zeigte er uns seine echten »grünen Häuser«, aus denen eines Tages ein riesiges rotes Hotel werden sollte.
Kim und ich haben das CASHFLOW®-Spiel so konzipiert, dass die Menschen lernen können, indem sie Fehler mit Spielgeld machen.
Wenn Sie in der realen Welt von einem Börsenmakler, Finanzplaner oder Immobilienmakler lernen, handeln Sie in der realen Welt mit echtem Geld – Ihrem Geld.
Tiger Woods wurde nicht, ohne zu üben, Millionen von Fehlern zu machen und Millionen von Übungsgolfbällen zu treffen, der größte Golfspieler der Welt.
George Clooney, der Schauspieler, wurde erst nach dem Üben, Auftreten und dem Vorsprechen für kleinere Rollen zu einem berühmten Filmstar.
Und in seinem Buch Überflieger sagt der Autor Malcolm Gladwell, dass keine Band in der Geschichte mehr übte als die Beatles. Gladwell schrieb auch, dass Talent allein nicht ausreicht, um den Erfolg zu garantieren. Der Unterschied liegt in der Anzahl der Übungsstunden. Er zitiert eine Umfrage unter Geigern an einer Berliner Akademie, die ergab, dass die Musiker, die wahrscheinlich Musiklehrer werden würden, im Laufe ihrer Karriere etwa 4.000 Stunden geübt hätten. Gute Leistungsträger hatten inzwischen rund 8.000 Stunden geübt. Die Elite, die Weltklasse-Performer, hatte dagegen alle mehr als 10.000 Stunden geübt, seitdem sie das erste Mal ihr Instrument in die Hand genommen hatten.
Wenn man täglich vier Stunden üben würde, würde es fast sieben Jahre dauern, um das Niveau der Weltklasse zu erreichen.
Jahrelang spielten die Beatles bis zu acht Stunden pro Nacht, bevor sie erfolgreich wurden.
Ärzte, Anwälte und Zahnärzte bezeichnen ihr Unternehmen nicht als Firma. Diese Fachleute nennen ihr Geschäft eine Praxis. Sie praktizieren, üben also an Ihnen.
Im Klartext: Wahre Lehrer praktizieren, was sie lehren. Fake-Lehrer tun das nicht.
Das ist der Grund, warum mein erster Immobilientrainer uns ermutigte, innerhalb von 90 Tagen 100 Immobilien anzuschauen, bevor wir etwas kaufen. Er war ein wahrer Lehrer.
Mein Dozent für Buchführung war kein echter Buchhalter. Er hatte keine Praxiserfahrung. Er verlangte von uns, dass wir seinen Ausführungen zuhörten, uns seine Antworten merkten, seine Prüfungen schrieben und keine Fehler machten. Er war ein Fake-Lehrer.
In der heutigen Welt werden Menschen, die Fehler machen, gefeuert.
Bei der Rich Dad Company arbeitet jeder in einem Team und wird ermutigt, sein eigenes Unternehmen zu gründen und Fehler zu machen.
Der einzige Grund, jemanden bei Rich Dad zu feuern, ist, wenn er über die Tatsache, dass er einen Fehler gemacht hat, lügt.
Wie Fuller schon sagte: »Fehler sind nur dann Sünden, wenn man sie nicht zugibt.«
Wie schon gesagt, haben Kim und ich das CASHFLOW®-Spiel entworfen, damit die Leute andere Leute unterrichten können. Viele der Deals im Spiel sind echte Deals – Deals, an denen Kim und ich gearbeitet haben. Mit vielen von ihnen sind wir gescheitert.
Es frustriert mich, wenn jemand zu mir sagt: »Ich habe Ihr Spiel einmal gespielt. Es hat Spaß gemacht.«
Die Menschen, die den größten Wert aus dem Spiel ziehen, sind diejenigen, die es mindestens 10-mal spielen und dann 10 Menschen lehren, das Spiel zu spielen. Wie das Sprichwort schon sagt: Gib und du wirst empfangen.
Ein besseres Sprichwort wäre: Lehre und du wirst lernen.
Viele CASHFLOW-Clubs treffen sich regelmäßig, spielen das Spiel, halten Kurse, vergleichen reale Geschäfte und reale Investitionen, kooperieren, lehren und lernen von anderen.
Es gibt Regeln. Regeln, wie zum Beispiel unter den Mitgliedern keine Geschäfte zu machen oder auch keine Beziehung einzugehen. Wie Sie wissen, können Geld und Sex das wahre Lernen stören.
Lernen kann Spaß machen und nützlich sein, wenn die Regeln, Moral, Ethik und Gesetze eingehalten werden.
Das Tolle an den CASHFLOW-Clubs liegt nicht darin, wie viel Geld man verdient. Es geht um die Anzahl der Übungsstunden, wie Gladwell argumentiert.
Wenn Sie einem CASHFLOW-Club beitreten, ist es Ihre wichtigste Aufgabe zu üben, zu lernen, zu lehren und andere beim Lernen zu unterstützen. Es gibt keine Garantien, aber ich vermute, wenn Sie sich zum Lernen und Lehren verpflichten, werden Sie sehen, dass diese Bemühungen einen soliden ROI liefern.
Einer Ihrer wichtigsten Vermögenswerte sind gute Menschen, Menschen, die ehrlich, gesetzestreu, moralisch, ethisch und großzügig mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und Weisheit sind. Dies sind Menschen, die es lieben zu lernen, zu üben, in echt zu handeln und aus ihren Fehlern zu lernen.
Wie Gladwell feststellte, erfordert echtes Lernen Tausende von Übungsstunden. Die gute Nachricht ist, dass, wenn man weiter lernt, weiter übt, weiter aus seinen Fehlern und den Fehlern anderer lernt, anstatt zu versuchen, schnell reich zu werden, der reale finanzielle Erfolg in ihrer realen Zukunft liegt.
LEKTION: Fehler sind der Schlüssel zu echtem Erfolg.
Mein reicher Vater sagte oft: »Die Angst zu verlieren, schafft mehr Verlierer.«
Ein Grund, warum das Studium der Wirtschaftswissenschaften nicht funktioniert, ist, dass Ökonomen, die akademische Elite, glauben, dass die Menschen in Sachen Geld rational handeln. Wir alle wissen, dass das nicht wahr ist. Wenn es um Geld geht, reagieren die Menschen nicht rational. Doch unsere akademischen Elite-Ökonomen, wie der ehemalige Fed-Vorsitzende Ben Bernanke, wissen das nicht. Sie glauben tatsächlich, dass die Menschen hart arbeiten, Steuern zahlen, im Rahmen ihrer Möglichkeiten leben, ihre Rechnungen bezahlen, Geld sparen und Schulden vermeiden werden.
Das mag der Grund sein, warum Ben Bernanke, der mächtigste Banker der Welt, 2013 nur 199.700 US-Dollar verdiente. Er denkt, dass jeder so denkt wie er. Die meisten Unternehmer würden nicht für diesen Geldbetrag arbeiten. Und das ist der Grund, weshalb Arbeitnehmer und Unternehmer so unterschiedlich sind.
Geld ist ein verrücktes Thema. Die Menschen tun verrückte Dinge für Geld, töten sogar einen geliebten Menschen, handeln mit Drogen, verkaufen ihren Körper, heiraten für Geld oder arbeiten an einem Arbeitsplatz, den sie hassen.
Nobelpreisträger fanden einige interessante Dinge über Menschen und Geld heraus. Eine Sache, die ich besonders interessant fand, hatte mit dem Thema Risiko zu tun. Sie fanden Folgendes heraus:
Je mehr jemand finanzielle Risiken vermeidet, desto größere finanzielle Risiken geht er ein.
Risikoscheue Menschen lassen sich in vier verschiedene Kategorien einteilen.
Der Arbeiter: Häufig hat eine risikoscheue Person drei Niedriglohn-Stellen.
Deshalb haben so viele Menschen einen Vollzeitjob, fahren dann für Uber und arbeiten dann am Wochenende noch in einem Nebenjob. Im E- und S-Bereich mehr Geld zu verdienen bedeutet, in immer höhere Steuerklassen zu kommen und Zeit mit der Familie zu opfern, den Menschen, die man am meisten liebt.
Der Spieler: Eine risikoscheue Person, die Lotto spielt, auf Pferde oder bei Sport wettet oder nach Las Vegas geht und vorgibt, ein High-Roller zu sein.
Obwohl jeder weiß, dass diese »Glücksspiele« auf dem Rücken von Verlierern aufgebaut sind, träumen viele risikoscheue Menschen vom »großen Glück«.
Der Student: Die Schulden der Studienkredite sind das wichtigste Kapital der US-Regierung, weil es den quasi heiligen Glauben an Bildung gibt, dass eine gute Bildung die Rettung aus der harten, grausamen Welt bedeuten kann.
Wenn ich Leute frage: »Was haben Sie in der Schule über Geld gelernt?«, starren die meisten mich nur mit einem leeren Blick an. Oder sie sagen: »Ich habe etwas über Wirtschaft gelernt.«
Schlechte Nachrichten: Wirtschaft ist nicht gleichbedeutend mit Geld. Die Wirtschaft basiert auf dem Glauben, dass die Menschen rational handeln, wenn es um Geld geht. Außerdem ist die Ökonomie eine Geisteswissenschaft, die nicht den harten Bedingungen einer echten Wissenschaft ausgesetzt ist, dafür aber politischer Manipulation oder Gier und Angst unterliegt.
Der Verbrecher: Viele ehrliche, risikoscheue Menschen werden zu Kleinkriminellen. Sie arbeiten schwarz, sodass sie keine Steuern zahlen müssen.
Sie verkaufen vielleicht ein paar Freizeitdrogen, hacken sich in Datenbanken ein und stehlen Identitäten, oder verdienen sich ein paar Dollar im Online-Sexhandel.
Wenn ich mit solchen risikoscheuen Leuten über die Teilnahme an Investmentkursen spreche, sagen sie oft: »Investieren ist riskant«.
Ein Beispiel, das ich gehört habe, um die Ergebnisse der Ökonomen Daniel Kahneman und Amos Tversky zu beschreiben, lautet:
Ein Mensch muss seine Familie ernähren. Er hat zwei Möglichkeiten, Wild zu jagen. Auf einem Pfad gibt es viel Wild, aber genau deshalb gibt es auch Löwen, die sich von dem Wild ernähren. Auf dem zweiten Pfad gibt es kein Wild. Es ist alles fort. Weil es dort kein Wild gibt, gibt es auch keine Löwen. Eine risikoscheue Person geht den zweiten Weg.
Die meisten Schüler werden von Lehrern unterrichtet, die den zweiten Weg gewählt haben.
Ich wiederhole Fullers Worte aus seinem Buch Intuition:
In der liebevoll erzeugten Angst um das zukünftige Leben ihrer Kinder in Tagen jenseits des eigenen Überlebens trainieren Eltern ihre Kinder, Fehler zu vermeiden, damit sie nicht in eine soziale Benachteiligung geraten.
Fehler sind nur dann Sünden, wenn sie nicht zugegeben werden.
Gott spricht zu jedem von uns direkt – und spricht nur durch unser individuelles Wahrheitsbewusstsein und unsere spontansten und mächtigsten Emotionen von Liebe und Mitgefühl.
Wenn Sie selbst oder jemand anderes das nächste Mal einen Fehler macht, bestrafen Sie sich selbst oder diese Person nicht. Behandeln Sie sich selbst und andere so, wie Gott Sie behandeln würde. Behandeln Sie sich selbst und andere liebevoll und mit Mitgefühl.
Babys würden, ohne hinzufallen, nie das Laufen lernen. Die Menschen könnten bis heute nicht zu fernen Planeten fliegen, wenn nicht Hunderte von Erfindern, wie die Brüder Wright, einen Absturz riskiert hätten.
Und ich wäre heute kein reicher Mann, wenn ich auf Elaine, die Empfangsdame bei Xerox, gehört hätte, die sagte, ich würde versagen und zu Xerox zurückkehren. Nach meinem Fehlschlag beging ich einen noch dümmeren Fehler, borgte mir 100.000 US-Dollar von meinem armen Vater und übergab das Geld dann Stanley, der damit türmte.
Wenn ich nicht so viele dumme Fehler gemacht hätte – viele kosteten mich viel mehr als 100.000 US-Dollar – und aus ihnen gelernt hätte, wäre ich heute kein reicher Mann.
Der Schlüssel zum Lernen ist, bescheiden zu bleiben und bereit zu sein zu sagen: »Ich habe Mist gebaut.« Dann suchen Sie klügere Männer und Frauen und lernen Sie von ihnen. Das ist wahres Lernen.
Das englische Wort für »Bildung«, education, kommt von dem lateinischen Wort educere, was so viel bedeutet wie »herausziehen«.
Leider zieht unser Schulsystem nichts heraus. Es steckt etwas hinein. In vielen Fällen, sind das Fake-Antworten von Fake-Lehrern, Lehrer, die die Schüler dafür bestrafen, dass sie diese Fake-Antworten nicht in Fake-Intelligenztests wiederholt haben, und dann (mit Gewalt und Drohung) die verrückte Idee in die Köpfe der Menschen einpflanzen, dass »Fehler dumm sind«.
Heute schließen Millionen von Studenten ihr Studium ab, sind tief verschuldet und suchen eine hochbezahlte Stelle, von denen es immer weniger gibt, haben wenig über Geld gelernt, haben Angst vor Fehlern, sind wütend und leben in Angst vor dem Scheitern.
Viele ihrer Eltern und Großeltern sitzen im selben Boot.
Die Angst vor dem Scheitern ist ein starkes menschliches Gefühl. Die Angst vor dem Scheitern ist eine dreiseitige Münze, mit Kopf, Zahl und dem Rand der Münze.
Fake-Bildung betrachtet nur eine Seite der Medaille. Echte Bildung erfordert, dass jeder von uns auf dem Rand der Medaille steht und beide Seiten sieht.
Die meisten Menschen sind vor Angst vor finanziellem Versagen gelähmt. Diese Angst hält sie klein, arm und gehorsam. Oft gehen sie einer abstumpfenden Arbeit nach – mit jedem Tag, den sie dort arbeiten, wird es schlimmer. Einige werden kriminell und gewalttätig, um zu überleben.
Fake-Bildung führt dazu, dass die Menschen Angst vor dem Scheitern haben. Die Angst vor dem Scheitern lässt auch viele übermütig, arrogant und gierig werden. Viele dieser Menschen glauben, dass sie besser, klüger und reicher sind als andere. Sie schauen oft auf Menschen herab, von denen sie denken, dass sie nicht so klug, attraktiv oder reich sind wie sie.
Wenige Menschen werden von der Angst vor dem finanziellen Scheitern dazu inspiriert zu lernen, wahre Schüler zu sein und echte Lehrer zu suchen.
Fehler sind kein Versagen. Für solche Menschen sind Fehler echte Lernerfahrungen. Jedes Versagen – auch wenn es schmerzhaft ist – ist eine Lektion in Demut, denn nur durch echte Demut lernt ein Mensch.
Fake-Bildung bringt eingebildete und arrogante Menschen hervor, die eine fixe Einstellung haben: »Ich habe Recht. Ich mache nie Fehler.«
Wahre Bildung auf der anderen Seite der Medaille inspiriert die Menschen, Fehler zu machen, bescheiden zu sein und aus ihren Fehlern zu lernen. Solche Menschen glauben, Fehler machen sie klüger, reicher, großzügiger und lassen sie noch menschlicher erscheinen.
Echte Bildung inspiriert zum Teilen, zu Großzügigkeit, Liebe und Mitgefühl für andere Menschen, unseren Planeten und uns selbst. Wahre Bildung fördert Liebe und Mitgefühl, weil sie uns lehrt, dass wir alle Menschen sind, und wahre Menschen machen Fehler.
Echte Lehrer haben Fehler gemacht, Fake-Lehrer nicht.
LEKTION: Fehler sind Gottes wahre Lehrer.
IHRE FRAGEN – ROBERT T. KIYOSAKIS ANTWORTEN
F: Wenn Sie Gold und Silber kaufen, woher wissen Sie, wem Sie vertrauen können?
Cameron R. – USA
A: »Lass den Käufer auf der Hut sein« ist auch beim Kauf von echtem Gold wahr.
In letzter Zeit gab es viele Fälle von fake oder »gesalzenem Gold«. »Gesalzenes Gold« ist Gold, das Verunreinigungen enthält – unedle Metalle wie Nickel und Zinn, die in den Barren eingebracht werden.
Das ist derselbe Trick, wie ihn die römische Regierung anwandte, als das Römische Reich zusammenbrach.
Vor Kurzem lehnte China eine große Lieferung von Goldbarren aus den Vereinigten Staaten ab, weil die Barren gesalzen und nicht rein waren. Die schlechte Nachricht ist, dass diese Goldbarren immer noch im ganzen Land unterwegs sind.
Die Art und Weise, wie ich »seriöse« Händler finde, ist, indem ich naive, dialogorientierte Fragen stelle.
Die Antworten des Goldhändlers auf diese allgemeinen Fragen sollten Ihnen einen Einblick in seine Weisheit, Erfahrung und Seele verschaffen.
Wie schon gesagt: wenn Sie etwas kaufen, ist die wirkliche Antwort immer:
»Lass den Käufer auf der Hut sein.«
F: Was ist Ihr bester Ratschlag, um gute und vertrauenswürdige Partner zu finden und auszuwählen? Auf was achten Sie bei Mitarbeitern, Beratern, Partnern?
Marshall B. – Argentinien
A: Das ist die Multi-Millionen-Dollar-Frage. Eine Geschäftspartnerschaft ist wie eine Ehe. Wenn man den richtigen Partner findet, lebt man wie im Himmel. Wenn Sie an den falschen Partner geraten, kann es die Hölle sein.
Die gute Nachricht ist, dass mich alle meine schlechten Partner zu großartigen Partnern geführt haben. Zum Beispiel habe ich jeden meiner guten Berater als Ergebnis der Arbeit mit einem schlechten Berater getroffen.
Die beiden wichtigsten Fragen, die man sich bei der Suche nach einem guten Partner stellen muss, lauten:
F: Warum ist es schlecht, Immobilien mit Eigenkapital statt mit Fremdkapital zu kaufen?
Ich weiß, dass Banken Schulden und nicht Eigenkapital geben. Ich möchte die Unzulänglichkeiten und Vorteile im Zusammenhang mit dem Eigenkapital verstehen, wie Sie es bei den Schulden beschrieben haben.
Stanley P.– Polen
A: Das ist eine wichtige Frage, auf die ich fünf Antworten anbieten kann:
Menschen in den Quadranten E (Angestellter) und S (Experte oder Kleinunternehmer) nutzen Schulden, um ärmer zu werden.
Menschen im B(Großunternehmen)- und I(Investor)- Quadranten nutzen Schulden, um reicher zu werden. 1972 absolvierte ich mein erstes Immobilienseminar. Damals lernte ich, Fremdkapital in Eigenkapital umzuwandeln. Ohne finanzielle Bildung verwandeln die meisten Menschen Eigenkapital in Schulden.
Das Ziel der B- und I-Quadranten ist es, auf jede Investition eine unendliche Rendite zu erreichen. Eine unendliche Rendite ist die Fähigkeit, Geld zu verdienen, ohne etwas von Ihrem Geld einsetzen zu müssen. Eine unendliche Rendite ist ein Zeichen für einen sehr hohen finanziellen IQ. Der finanzielle IQ misst die Größe des finanziellen Problems, das jemand lösen kann.
Der finanzielle IQ wird in US-Dollar gemessen. Zum Beispiel ergab eine Umfrage, dass der durchschnittliche Amerikaner ein 400 US-Dollar Geldproblem nicht lösen kann. Das bedeutet, dass ihr FIQ geringer als 400 US-Dollar ist.
Wer weiß, wie man Schulden in Eigenkapital umwandelt, kann sehr große finanzielle Probleme lösen. Auf der anderen Seite kann jemand, der Eigenkapital in Schulden verwandelt, sehr große finanzielle Probleme verursachen.