Kapitel 14

WARUM FRÜH IN RENTE GEHEN?

DIE NÄCHSTE GROSSE KRISE

Im Juni 1974 unterschrieb ich meine Entlassungspapiere und verließ die Marine-Flugstation auf Hawaii. Nachdem ich den letzten Gruß des wachhabenden Marine erwidert hatte, fuhr ich als freier Mann in mein neues Zuhause in Waikiki. Ich war seit August 1965 beim Militär, seit dem Zeitpunkt, an dem ich in die Akademie der amerikanischen Handelsflotte in Kings Point, New York, eintrat.

Mein neues Zuhause war eine 2-Zimmer-Wohnung mit Schlafzimmer und Bad im Ilikai Hotel, einem Luxushotel am Waikiki Beach. Ich hatte mich für das Ilikai entschieden, weil es dort Eigentumswohnungen gab, die in den Hotelvermietungspool eingebracht werden konnten. Es war also möglich, meine privaten Verbindlichkeiten in einen einkommensstarken Vermögenswert zu verwandeln. Das wichtigste Verkaufsargument war, dass ich die volle Nutzung aller Hoteleinrichtungen hatte – Pool, Fitnessstudio, Restaurants, Nachtclubs und Zimmerservice. Der Preis stimmte: nur 32.000 US-Dollar für eine winzige 54 Quadratmeter große Hotelwohnung. Als 27-jähriger Single waren 54 Quadratmeter inmitten des Nachtlebens von Waikiki genau das Richtige für mich.

Am folgenden Montag begann ich meine Arbeit bei der Firma Xerox in der Innenstadt von Honolulu. Ich habe mir keine Auszeit genommen, weil ich jetzt ein Darlehen abzubezahlen hatte.

In 20 Jahren in den Ruhestand gehen

Mein armer Vater wollte nicht, dass ich die Marineinfanterie verlasse. Er wollte, dass ich dort 20 Jahre lang diente und mich dann zur Ruhe setzte.

In meiner Familie, sowohl mütterlicher als auch väterlicher Seite schienen die Rentenleistungen wichtiger zu sein als die eigentliche Arbeit. Auf der Seite meiner Mutter hatten zwei ihrer Brüder eine Karriere bei der Feuerwehr des Staates Hawaii gemacht. Sie zogen sich nach 20-jähriger Betriebszugehörigkeit mit staatlichen Renten und Leistungen aus dem Arbeitsleben zurück. Die beiden Brüder meiner Mutter mussten nach dem 40. Lebensjahr aufgrund ihrer Pensionen vom Staat Hawaii nicht mehr arbeiten. Sie angelten und verbrachten den Rest ihres Lebens mit Golfspielen. Einmal im Jahr reisten sie auf ihrer jährlichen Pilgerfahrt auf das Festland nach Las Vegas. Sie genossen einen tollen Ruhestand.

Auf der Seite meines Vaters sah es ähnlich aus. Einige wenige Verwandte hatten tatsächlich zwei (und einer sogar drei) staatliche Altersrenten sowie eine Sozialversicherung und eine staatliche Krankenversicherung. Der Onkel mit drei Altersrenten – der sich nach 20 Jahren aus der Armee zurückzog und nach weiteren fünf Jahren in einer Stelle bei der Bundesregierung in Rente ging, arbeitete an einem dritten Ruhestandsgehalt, ebenfalls vom Bundesstaat Hawaii. Auf ihn war mein Vater besonders neidisch und dieser Mann war der Grund, warum er wollte, dass ich 20 Jahre lang bei der Marineinfanterie bleibe.

Der 401(k)-Plan

1971 beendete Präsident Richard Nixon die Umwandelbarkeit von US-Dollar in Gold. Es war der Beginn eines massiven Transfers von Arbeitnehmervermögen an die akademische und finanzielle Elite. Es waren dieselben Angehörigen der Elite, über die Steven Brill in Tailspin schrieb.

Zu Beginn dieses Buches habe ich Brills Bericht darüber zitiert, wie die akademischen Eliten aus den besten Schulen unseres Landes anfingen, in den USA exotische Finanzprodukte wie besicherte Schuldverschreibungen und hypothekenbasierte Wertpapiere zu entwickeln, Finanzderivate, die der Wirtschaft sehr wenig Wert hinzufügen und die Arbeiterklasse ausbeuten, den akademischen und finanziellen Eliten aber extremen Reichtum bescheren.

1974, das Jahr, in dem ich die Marineinfanterie verließ, war auch das Jahr, in welchem der Employee Retirement Income Security Act (ERISA, ein Gesetz zur Einkommenssicherung der Angestelltenrenten), der die Betriebsrenten der Mitarbeiter schützt, in Kraft trat. Vier Jahre später wurde in Amerika der 401(k), ein weiteres finanzielles Ruhestandsprogramm, eingeführt.

Es gab jedoch ein Problem damit. Plötzlich wurde von Nicht-Investoren, Männern und Frauen ohne finanzielle Bildung, erwartet, dass sie Investoren wurden. Das war der Beginn eines massiven finanziellen Raubzugs durch große Banken, die nicht Pleite gehen können, die US-Regierung und die Wall Street.

Die Jahre 1971 und 1974 werden als Wendepunkte in die Geschichte eingehen. 50, vielleicht 100 Jahre später werden die Gelehrten auf die Jahre 1971 und 1974 zurückblicken, als die akademischen und finanziellen Eliten Amerikas in den Jahren, in denen sie einen massiven Geldraub begingen, den Reichtum von Millionen von Babyboomern stahl, die unschuldig Opfer wurden von durch die Regierung sanktionierten Geldraubfällen im Wert von Billionen an US-Dollar – der sogenannten Altersvorsorge.

Übrigens, 1972 war auch das Jahr, in dem Nixon das Tor nach China öffnete.

Die drohende Ruhestandskatastrophe

Heute sieht sich die Welt mit vielen sich anbahnenden Katastrophen konfrontiert, Katastrophen wie die Vergiftung der Umwelt, massive globalen Schulden und Cyberterrorismus.

Eine Katastrophe, die nur wenige heute kommen sehen, ist die gleiche Katastrophe, mit der mein armer Vater in den 1970er-Jahren konfrontiert war: in Rente zu gehen – ohne Altersvorsorge.

Pensionskassen, die Pleite gehen

Schauen Sie sich diese Berichte an:

16. April 2018

INVESTOR’S BUSINESS DAILY

Rentenkrise: Da sich die Medien unerbittlich auf die wachsende Verschuldung der Bundesregierung konzentrieren, heißt es in einem neuen Bericht, dass die Bundesstaaten vor ihrer eigenen tickenden Schuldenbombe stehen: den explodierenden Verbindlichkeiten für üppige bundesstaatliche und lokale Pensionen der öffentlichen Hand. Reformen werden nicht leicht durchzuführen sein, aber es gibt keine Wahl.

22. Juni 2018

SIMON SCHWARZ, SOVEREIGN MAN

Bei der Stadt San Diego fehlen 6,25 Milliarden US-Dollar in der Stadtkasse für die Verpflichtungen, die den derzeitigen und pensionierten Mitarbeitern zugesagt wurden.

Der Staat New Jersey hat 90 Milliarden US-Dollar an ungedeckten Pensionsverpflichtungen.

Und natürlich haben Sozial- und Krankenversicherung ungedeckte Verbindlichkeiten in Höhe von mehreren Billionen US-Dollar.

In Europa ist die Situation nicht anders.

Der spanische Reservefonds für die soziale Absicherung ist seit mehreren Jahren stark in spanische Staatsanleihen investiert – Anleihen mit einer durchschnittlichen NEGATIVRENDITE von 0,19 Prozent.

Sie haben richtig gelesen.

Kein Wunder, dass die spanische Pensionskasse fast leer ist.

Das Vereinigte Königreich verfügt über Billionen Pfund an ungedeckten öffentlichen Renten.

Selbst die konservative Schweiz hat eine staatliche Rente, die nur zu 69 Prozent gedeckt ist – eine scheinbar fantastische Zahl aus heutiger Sicht.

Im vergangenen Jahr schlug die Schweizer Regierung einen Plan zur Rettung ihrer Renten vor, in dem sie forderte, das Rentenalter für Frauen um ein Jahr zu erhöhen (von 64 auf 65 Jahre, und damit den Männern gleichzustellen) und die Mehrwertsteuer um 0,3 Prozent zu erhöhen. Doch der Plan wurde von den Schweizer Bürgerinnen und Bürgern in einem nationalen Referendum abgelehnt – das dritte Mal in 20 Jahren, dass die Rentenreform nicht durchgeführt wurde.

Und das ist hier wirklich das Kernproblem: Fast überall sind die Pensionspläne pleite.

Meistens ignorieren Politiker einfach das Problem und versuchen, das Problem bis zur nächsten Regierungsperiode auszusitzen. Aber gelegentlich versuchen sie doch, helfend einzugreifen. Wann immer sie es tun, lehnen die Wähler den Plan ab. Oder die Gewerkschaft verklagt sie. Oder es passiert etwas anderes und die Verabschiedung der dringend nötigen Reformen wird verhindert. Das beschleunigt nur das Unvermeidliche: Diese Rentenkassen gehen pleite.

4. März 2018

MARTIN ARMSTRONG, ARMSTRONG ECONOMICS

Der größte öffentliche Pensionsfonds in den Vereinigten Staaten ist das California Public Employees Retirement System (CalPERS) für Beamte. Kalifornien befindet sich in einem Zustand sehr schwerer Insolvenz. Wir empfehlen unseren Kunden dringend auszusteigen, bevor es zu spät ist. Ich habe davor gewarnt, dass CalPERS kurz vor der Insolvenz stand. Ich habe davor gewarnt, dass sie heimlich den Kongress beeinflussen, um alle privaten 401(k) Renten zu beschlagnahmen und sie ihnen zur Verwaltung zu übertragen. Die Vermischung von Privatgeldern mit den öffentlichen würde es ihnen ermöglichen, die Insolvenz etwas länger hinauszuzögern. CalPERS kann das Geld, das sie bereits haben, nicht effektiv managen, also warum sollte man erwarten, dass sie mit Privatgeldern eine höhere Rendite erwirtschaften. In Wirklichkeit würden sie damit nur Privatpersonen ausrauben, um die Renten von Staatsangestellten und Politikern zu zahlen.

CalPERS hat Investitionen getätigt, um politisch korrekt mit der Umwelt umzugehen, anstatt sich mit wirtschaftlich orientierten Projekten zu befassen. Dann hat CalPERS verzweifelt versucht, diese und andere Fakten zu vertuschen, um der Öffentlichkeit jegliche Transparenz zu verwehren. Dann stiegen sie auf Anleihen um und kauften sich damit direkt in die Anleihenblase ein, weil sie dachten, dass Aktien im letzten Jahr überteuert waren. Offensichtlich hat die kalifornische Wirtschaft ihren Höhepunkt erreicht und seitdem gibt es eine stetige Abwanderung von Bewohnern aus dem Staat.

30. Juli 2018

SARAH KRAUSE, THE WALL STREET JOURNAL

Moody's Investors Service schätzt, dass staatliche und lokale Pensionen ungedeckte Verbindlichkeiten von etwa 4 Billionen US-Dollar haben, was in etwa dem Wirtschaftsvolumen Deutschlands entspricht, der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

11. Oktober 2018, AFP

»Billionen in US-Nettovermögen, anfällig für Rezessionen. IMF«

Die größte Risikoquelle sind die Renten der Bundes- und Kommunalverwaltung, die Geld verlieren können, wenn die Preise an der Börse der Wall Street sinken. Und das bedeutet, dass das Defizit aus den Haushalten der Kommunen ausgeglichen werden muss. Städte und Staaten müssen dann die Ausgaben an anderer Stelle kürzen, was wiederum die Wirtschaft belastet. Bundesweit sind solche Pensionsfonds bereits mit rund 8 Prozent des BIP unterfinanziert.

Lesen Sie weiter, um weitere erstaunliche und ernüchternde Fakten zu erfahren.

ZIMBABWE

Im Jahr 2000 wurde das Geld Simbabwes zum Gespött der Welt, als Präsident Robert Mugabe anfing, Billionen und Billiarden an Fake-Geld zu drucken, um staatliche Arbeitnehmerrenten und Kriegsschulden zu zahlen.

Viele wohlhabende westliche Nationen übernehmen Simbabwes Finanzpolitik des billigen Geldes.

NICARAGUA

Im Jahr 2018 steht Nicaragua am Rande der Revolution, weil die Regierung die Pensionen der Regierungsmitarbeiter nicht bezahlen kann.

REICHE STÄDTE

Heute, im Jahr 2018, leben Millionen von Familien auf den Straßen vieler großer Städte wie New York, San Francisco, Seattle und Honolulu.

ITALIEN

Am 13. Oktober 2018 berichtete die Zeitung The Economist: »Vor allem Italien ist eine tickende Zeitbombe. [...] Es braucht nicht viel, um eine neue Krise auszulösen, die extrem schwer zu kontrollieren wäre. Die Panik in Italien könnte sich auf die Finanzmärkte auswirken und weltweit vor Investitionen und Wachstum abschrecken.«

THE WALL STREET JOURNAL, 19. JULI 2018

REICHE BUNDESSTAATEN

Die drei Bundesstaaten mit den am besten kapitalisierten Betriebsrenten:

1. South Dakota

100 Prozent finanziert

2. Wisconsin

99,9 Prozent finanziert

3. Washington

98,7 Prozent finanziert

ARME BUNDESSTAATEN

Und die drei Staaten mit den am schlechtesten finanzierten Programmen:

1. Connecticut

51,9 Prozent finanziert

2. Kentucky

48,9 Prozent finanziert

3. Illinois

47,1 Prozent finanziert

»Die Sorgen der Pensionskasse der Arbeiter in Ohio stehen symbolisch für das nationale Problem.«

MARK MILLER, REUTERS, 27. JULI 2018

Roberta Dell arbeitet seit 46 Jahren in der Produktion von Lutschern, und sie liebt ihre Arbeit. Aber sie sorgt sich, dass der Ruhestand nicht so süß sein könnte wie die Dum-Dum-Lollis, die sie einpackt.

Dell arbeitet für das Spangler Candy Company in Bryan, Ohio – einem Familienunternehmen, das 550 Mitarbeiter beschäftigt und die beliebten Süßigkeiten herstellt. Spangler wurde 1950 von der Gewerkschaft International Brotherhood of Teamsters organisiert, und 1972 wurde es Teil des staatenübergreifenden Pensionsplans der Zentralstaaten.

Aber die Aussichten für ihre Rente sind sehr ungewiss. Der Pensionsfonds der Zentralstaaten hat mitgeteilt, dass er sich auf dem Weg zur Insolvenz innerhalb von 10 Jahren befindet. Der Fonds, der mehr als 400.000 Rentner und aktive Arbeitnehmer umfasst, ist zu einem Symbol für alles geworden, was bei staatenübergreifenden Pensionsplänen – traditionellen leistungsorientierten Plänen, die gemeinsam von Arbeitgebergruppen finanziert werden – schiefgelaufen ist. Dies sind typischerweise kleine Unternehmen in Branchen wie dem Baugewerbe, dem Speditionsgewerbe, dem Bergbau und dem Lebensmitteleinzelhandel, die normalerweise keinen eigenen Pensionsplan finanzieren könnten.

»Ich dachte immer, dass die Rentenkasse für mich da sein würde, wenn es an der Zeit ist, in Rente zu gehen«, sagte Dell in einem Interview. »Ich betrachtete es als meinen Sparplan.«

Dell, die die oberste Vertreterin von Teamster bei Spangler ist, sagte Anfang des Monats bei einer Anhörung des Sonder-US-Kongresses in Columbus, Ohio, aus, wo mögliche Lösungen für Arbeiter wie sie untersucht wurden.

Mehr als 10 Millionen Rentner sind durch 1.400 staatenübergreifende Pensionspläne abgedeckt. Aber rund 200 dieser Rentenkassen sind stark unterfinanziert – das Ergebnis der Börsencrashs in den Jahren 2001 und 2008-–2009 und dem Niedergang der Industrie, die zu keiner Konsolidierung und einem Rückgang der Beschäftigung führte.

Die Probleme bedrohen nicht nur die Renten einzelner Arbeitnehmer, sondern führen auch dazu, dass das staatenübergreifende Versicherungsprogramm der Pensionsleistungsgarantiegesellschaft (Pension Benefit Guarantee Corporation, PBGC) innerhalb eines Jahrzehnts insolvent wird. Die PBGC ist die US-Regierungsbehörde, die als Auffangnetz für angeschlagene Pensionspläne fungiert, indem sie die Renten von Millionen amerikanischer Arbeiter versichert.

ACHTUNG:Nur sehr wenige amerikanische Arbeiter haben von der PBGC gehört. Sie werden es, wenn die PBGC pleitegeht und ihre Rente gesenkt wird.

[…] Dell ist 65 Jahre alt und verwitwet – ihr Mann arbeitete auch bei Spangler vor seinem Tod im Jahr 2015. Sie gedenkt, noch ein paar Jahre bis zu ihrer Pensionierung zu arbeiten, und rechnet mit einer Rente in Höhe von etwa 1.200 US-Dollar im Monat. Die Sozialversicherung wird weitere 1.400 US-Dollar zur Verfügung stellen. Nach heutigem Stand der Dinge zeichnet sich jedoch eine Kürzung der Rentenleistungen ab 2025 ab.

Das Dilemma meines armen Vaters

Im Jahr 2018 werden sich Millionen von Mitarbeitern in der gleichen Situation befinden wie mein armer Vater 1974: mit verbleibenden Lebensjahren ohne Rente. Millionen von Babyboomern werden möglicherweise ihre Träume von einem glücklichen Ruhestand aufgeben müssen, falls oder wenn der nächste riesige Crash ihre Altersvorsorge und das PBGC vernichtet.

In Fake-Vermögenswerte investieren

Dies geschieht, wenn Menschen in Fake-Vermögenswerte investieren oder ihr Altersrücklagen Fake-Fondsmanagern anvertrauen, die in Fake-Vermögenswerte wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds, ETFs, Versicherungen und Geld investieren.

Die Schere

Die folgende Grafik zeigt die Geschichte des Absturzes von Amerika in die Armut.

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Quelle: Congressional Budget Office

Eine Studie des Schwartz Center für die Analyse von Wirtschaftsmaßnahmen an der New School aus dem Jahr 2018 kommt zu dem Schluss, dass 40 Prozent der amerikanischen Mittelschicht mit dem Eintritt in den Ruhestand in Armut geraten werden.

Die Armen von morgen haben heute Arbeit, aber keine Rücklagen für den Ruhestand von morgen.

Früh in Rente gehen

1974 legte ich ein Gelübde ab, dass ich früh in Rente gehen würde. Nicht, weil ich mich zur Ruhe setzen wollte, sondern weil ich mir selbst diese Herausforderung stellen wollte. Wenn ich es nicht schaffte, mich jung zur Ruhe zu setzen, hatte ich noch Jahre Zeit, um an meinem Ziel zu arbeiten, früher in Rente gehen zu können. Ich wollte nicht mit 65 Jahren herausfinden, dass meine Rente durch einen Marktcrash vernichtet worden war oder dass ich nicht genug Geld hätte, um das Rentnerdasein genießen zu können.

Wie bereits in den vorangegangenen Kapiteln erwähnt, habe ich in meinem Leben viele Male versagt. Ich brauchte bis zum Alter von 47 Jahren, um meine persönliche Formel zu finden und ohne Arbeit oder Rente in den Ruhestand gehen zu können. Mein Ziel war es, bereit zu sein zu scheitern und zu lernen. Durch dieses Scheitern und Lernen aus meinen Fehlern lernte ich, Unternehmer und schließlich ein Mensch zu sein, der nie eine Stelle, ein festes Gehalt oder eine Rente brauchen würde.

Es dauerte 20 Jahre, bis ich in den Ruhestand gehen konnte. Wenn ich bei der Marineinfanterie geblieben wäre und »meine 20 Jahre gedient hätte«, wie mein armer Vater es von mir wollte, wäre ich nach 20 Jahren im Militär nicht schlauer oder reicher gewesen.

Reich in Rente gehen

Des Weiteren war es wichtig, bereit zu sein zu scheitern und zu lernen, damit ich früh, und dann reich, in den Ruhestand gehen konnte. In den 1970er-Jahren konnte man mit 500 US-Dollar im Monat ein großartiges Leben im Ruhestand genießen. Heute führen 500 US-Dollar pro Monat an Alterseinkommen zu einem Leben in Armut.

1974 lautete mein Ziel, 120.000 US-Dollar pro Jahr an passivem Einkommen zu erlangen. Dann könnte ich »früh in Rente gehen«.

1994 erreichten Kim und ich dieses Ziel. Kim war 37 und ich 47.

Ich wiederhole: Ich brauchte 20 Jahre, Kim brauchte nur 10. Sobald wir 120.000 US-Dollar pro Jahr erreichten, steckten wir uns unser nächstes Ziel: 1,2 Millionen US-Dollar pro Jahr. Sobald diese 1,2 Millionen US-Dollar erreicht wurden, lautete unser nächstes Ziel 12 Millionen US-Dollar im Jahr.

Es war unsere persönliche Herausforderung. Zuerst in jungen Jahren in Rente zu gehen, dann reich in Rente zu gehen. Das auszurechnen ist nicht schwierig. Zuerst waren es 10.000 US-Dollar im Monat, dann 100.000 US-Dollar im Monat, dann 1 Million US-Dollar im Monat.

Wenn ich 20 Jahre lang bei der Marineinfanterie geblieben wäre, würde ich möglicherweise 5.000 US-Dollar im Monat verdient haben.

Ich erinnere mich an eine Frau, die 1990 einmal zu Kim und mir sagte: »Ihr verdient nur 120.000 US-Dollar im Jahr?« Was sie nicht verstand, war, dass diese 120.000 US-Dollar im Jahr uns zuflossen, ohne dass wir dafür arbeiten mussten. Ihr Mann, ein Anwalt, verdiente etwa 500.000 US-Dollar im Jahr, aber er konnte nicht aufhören zu arbeiten.

Heute verdienen Kim und ich in zwei Wochen ohne zu arbeiten mehr, als deren Mann in einem Jahr als Anwalt verdient.

Zurückgeben

Kim und ich haben das Ziel, 100 Millionen US-Dollar pro Jahr oder mehr für wohltätige Zwecke zu spenden, wenn wir in Rente gehen. Unser Plan ist es, Geld zu verdienen und es dann zurückzugeben.

Als Kim und ich unsere eigene Rentenformel gefunden hatten, gingen wir erst früh in Rente, und dann wurden wir reich.

Der Schlüssel dazu war, in das zu investieren, was wir liebten. Wir haben nicht in das investiert, was Finanzberater von uns erwarteten.

Man könnte denken, dass all dies die Frage aufwirft: Wie viel ist genug? Unsere Ziele und unser Plan, finanziell frei und wohlhabend zu sein, haben nichts mit »genug« zu tun. Ich bin vor langer Zeit über »genug« hinausgegangen.

Warum muss ich so viel Geld verdienen? Muss ich nicht. Auf der B- und I-Seite des Quadranten Geld zu verdienen, ist für mich nur ein Spiel. Einige Leute verbringen ihr Leben damit, einen kleinen weißen Ball um einen Golfplatz zu jagen, in der Hoffnung, unter Par zu schießen. Einige Menschen verbringen ihr Leben damit zu singen und zu hoffen, entdeckt zu werden oder ein Filmstar oder Superstar im Sport zu werden. Das ist ihr Spiel.

Die wichtige Frage ist: Haben Sie eine Leidenschaft für Ihr Spiel ent wickelt?

Das ist eine schwierige Frage. Leidenschaftliche Menschen tun, was sie tun wollen. Leidenschaft ist oft egoistisch. Auf der anderen Seite ist Leidenschaft besser, als Verhasstes tun zu müssen. Und aktuelle Studien zeigen, dass 70 Prozent aller Amerikaner hassen, was sie tun, und die Zahl ist von 62 Prozent vor ein paar Jahren angestiegen.

Ich werde oft gefragt, ob es der Sinn meines Lebens ist, reicher zu werden. Nein. Viele Menschen arbeiten nur aus einem Zweck: Essen auf den Tisch und ihre Kinder durch die Schule zu bringen oder Arbeit zu verrichten, die sie für sinnvoll halten.

1983, während ich Seminare bei Dr. R. Buckminster Fuller besuchte, sagte er einmal: »Ich tue, was Gott getan haben will.« Also fragte ich mich: Was will Gott getan haben? Ich ermutige andere, sich diese Frage selbst zu stellen.

1983 war ich in der Rock-and-Roll-Branche tätig. Ich hatte Spaß. Ich war cool und hing mit einigen der besten Bands der damaligen Zeit rum wie The Police und Van Halen. Aber ich konnte nicht ehrlich sagen, dass die Herstellung von Produkten für Rockbands das war, was Gott getan haben wollte, obwohl ich damit viel Geld verdiente.

Also stelle ich Ihnen hier die Frage: Was glauben Sie, was Gott getan haben will?

Obwohl ich nicht sagen kann, dass ich es wirklich weiß, vermute ich, dass Gott nicht will, dass Menschen in Armut leben. Also begann ich zu lehren, was mein reicher Vater mir über Geld beigebracht hatte, und es scheint Gottes Segen zu haben.

Also unterrichte ich weiter. Und – ja klar – verdiene ich damit eine Menge Geld. Ich wäre ein Fake-Lehrer, wenn ich den Menschen beibringen würde, reich zu werden, und ich selbst arm geblieben wäre.

Nun, lassen Sie mich Ihnen ein paar Fragen stellen.

Was glauben Sie, was Gott getan haben will, das Sie tun wollen? Sind Sie bereit zu tun, was Gott getan haben will?

Wenn Sie Krebs heilen könnten, würden Sie es tun?

Wenn Sie den Hunger in der Welt ausrotten könnten, würden Sie es tun? Wenn Sie das Problem der Erderwärmung lösen könnten, würden Sie es tun?

Oder wollen Sie nur genug Geld für sich selbst verdienen?

Bereits 1974 hatte ich zwei hochbezahlte Berufe, einen als Schiffsoffizier für Standard Oil und den anderen als Pilot für die Fluggesellschaften. Beides waren Karrieren als hochbezahlte Mitarbeiter im E-Quadranten. Ich wollte herausfinden, ob ich es in die B- und I-Quadranten schaffe.

Durch die Hölle gehen

Wie Winston Churchill sagte: »Wenn du durch die Hölle gehst, mach einfach weiter.« Der Übergang in die B- und I-Quadranten war ein harter Weg. Wie im letzten Kapitel erwähnt, hätte ich es ohne meine spirituelle Ausbildung und meine spirituellen Lehrer nicht geschafft.

Durch die Hölle zu gehen, machte Kim und mich klüger, stärker, und besser in der Lage zu tun, was Gott getan haben will.

Mein reicher Vater sagte: »Es gibt viele Türen zum finanziellen Himmel. Es gibt noch mehr Türen zur finanziellen Hölle.«

Wie Sie wissen, gehen die meisten Unternehmer durch die Hölle, bevor sie in den Quadranten B und I Erfolg haben. Beispiele dafür sind Steve Jobs, der sein eigenes Unternehmen, Apple, verließ. Und Bill Gates wurde verklagt, weil Microsoft ein Monopol beanspruchte. Mark Zuckerberg wurde von den Winklevoss-Zwillingen verklagt, die behaupteten, Facebook sei ihre Idee gewesen. Sogar Jeff Bezos hatte einige Rückschläge bei der Gründung von Amazon.

Mein reicher Vater warnte: »Viele Leute gehen durch die Tür zur finanziellen Hölle und kommen nie wieder zurück.«

Wie Sie wissen, verkaufen viele Menschen ihre Seelen in der Hoffnung, reich zu werden. Viele Menschen haben Millionen von Menschen abgezockt. Viele sind immer noch auf den höchsten Ebenen des Bankwesens an der Macht, insbesondere Goldman Sachs, die Federal Reserve Bank und das US-Finanzministerium.

Einige der berühmtesten Täter sind Bill Clinton, Robert Rubin, Larry Summers, Alan Greenspan, Jack Lew, Tim Geithner, Hank Paulson, Ben Bernanke, Warren Buffett und Phil Gramm. Sie behaupten, die Wirtschaft gerettet zu haben. Tatsächlich haben sie die Reichen gerettet. Pech gehabt.

Wenn es eine weitere finanzielle Katastrophe gibt, werden Millionen von unschuldigen, hart arbeitenden Menschen von diesen seelenlosen Führungspersönlichkeiten in die finanzielle Hölle geschickt.

Deshalb kritisiere ich das Bildungssystem, das den Schülern und Studenten keine finanzielle Bildung vermittelt, die Schüler für Fehler bestraft und Kooperation als Betrug ansieht.

Unser Bildungssystem ist ein System ohne Seele. Jeder benutzt Geld, und zwar täglich. Warum wird nichts über Geld in der Schule unterrichtet?

Lernen, Unternehmer zu werden

1974 begann ich, bei Xerox zu arbeiten, um zu lernen, wie man verkauft. Ich war kein geborener Verkäufer. Ich rackerte mich ab. Ich hasste es, an Türen zu klopfen und eine Ablehnung nach der anderen zu kassieren. Nachdem das Xerox-Büro geschlossen war, saß ich in meinem Büro und schrieb Angebote für potenzielle Neukunden. Wenn ich nichts verkaufte, hatte ich weder etwas zu essen, noch konnte ich meine Hypothek bezahlen. Wenn ich nicht lernen würde zu verkaufen, konnte ich nie Unternehmer im B- und I-Quadranten werden. Zwei Jahre lang blieb ich erfolglos, bevor ich die Nummer eins im Vertrieb von Xerox im Büro Honolulu wurde.

Von 1974 bis 1976 machte ich einen Kurs zum zertifizierten Finanzplaner (CFP). Es war ein toller Kurs. Es war hart und anstrengend, doch ich habe viel über professionelle Finanzplanung gelernt.

Es gibt einen signifikanten Unterschied zwischen einem CFP und den heutigen 30-Tage-Wunder-Finanzplanern, die ihre Lizenz in wenigen Wochen erhalten. Ein Massagetherapeut braucht hingegen etwa zwei Jahre, bis er seine Lizenz erhält.

Die meisten der heutigen 30-Tage-Wunder-Finanzplaner wissen wenig bis gar nichts über Investitionen. Sie lernen nur, um eine 7er-Lizenz zu erhalten. Der Unterschied zwischen einem 30-Tage-Wunder und einem CFP ist ähnlich groß wie derjenige zwischen einem Buchhalter und einem CPA (amtlich zugelassener Wirtschaftsprüfer in den USA). Wenn ein 30-Tage- Wunder seine Lizenz erhalten hat, geht er raus an die Öffentlichkeit und sucht Kunden. Die meisten suchen Menschen, die mit ihrem aktuellen Finanzplaner unzufrieden sind. Der neue Planer überzeugt den unzufriedenen Kunden dann, die »Vermögenswerte« in seinem 401(k) oder der IRA auf ihn umzustellen, und er wird damit dann Wunder wirken. Meistens passieren die Wunder nicht. Wie können da große Wunder passieren? Alle Finanzplaner verkaufen im Grunde genommen die gleichen Produkte: Aktien, Anleihen, Investmentfonds, ETFs, Sparkonten und Versicherungen.

Der Name des Spiels

Die Wunder passieren nicht, weil der Name des Spiels, das die Finanzplanungsfirmen spielen, nicht »Unsere Kunden reich machen« ist. Sie spielen das Spiel »Vermögen verwalten«. Wenn Sie sich Programme über Finanzen wie CNBC ansehen oder Anzeigen in Finanzmagazinen wie dem Money-Magazine lesen, sehen Sie dort: den Großen Magischen Fonds – verwaltetes Vermögen: 100 Milliarden US-Dollar. Für den Durchschnittsmenschen klingen 100 Milliarden US-Dollar beeindruckend, für den Durchschnittsanleger bedeutet das aber wenig. Die wichtigste Aufgabe des 30-Tage-Wunders, auch »Finanzplaner« genannt, besteht darin, das verwaltete Vermögen ihres Unternehmens zu erhöhen und nicht, die Zukunft ihrer Kunden sicherer zu machen. Mehr zum verwalteten Vermögen später. Der Hauptgrund, für meine Teilnahme am CFP-Kurs war nicht, ein zertifizierter Finanzplaner zu werden. Mein wichtigstes Motiv war herauszufinden, wie man so früh wie möglich in Rente gehen kann. Ich habe viel gelernt. Zum Beispiel:

  1. Es gibt zwei grundlegende Arten von Finanzplanern. Diejenigen, die stundenweise Honorararbeit verrichten, und jene, die gegen eine Provision Vermögenswerte an ihre Kunden verkaufen.
  2. Die meisten kennen nur Wertpapiere, Aktien, Anleihen, Investmentfonds, ETFs, Sparen und Versicherungen. Finanzplaner wissen wenig darüber, wie es ist, Unternehmer, Immobilieninvestor oder Gold- oder Ölinvestor zu sein, und vor allem wissen die meisten nicht, wie man Schulden und Steuern nutzt, um ein Vermögen aufzubauen.
  3. Die meisten 30-Tage-Wunder und CFPs sind keine professionellen Investoren. Die meisten sind Angestellte oder Selbstständige, die für ein Gehalt, gegen Gebühren, für Boni und auf Provision arbeiten.
  4. Als ich mich auf die Prüfung zum CFP vorbereitete, habe ich nicht gelernt, wie man früh oder reich in Rente geht.
  5. Ich habe viel über Versicherungen gelernt, auf deren Verkauf sich die meisten CFPs konzentrierten, weil die Provisionen lukrativ sind.

Der Plan meines reichen Vaters

Mein reicher Vater lehrte seinen Sohn und mich, dass es vier grundlegende Arten von Vermögenswerten gibt. Nämlich:

  1. Unternehmen
  2. Immobilien
  3. Wertpapiere (Aktien, Anleihen, Investmentfonds, ETFs und Sparbriefe)
  4. Rohstoffe (Gold, Silber, Öl, Lebensmittel, Wasser)

Die meisten Finanzplaner und CFPs verkauften nur Wertpapiere und Versicherungen wegen der Provisionen.

Investieren Sie in das, was Sie lieben

Den meisten Menschen wird geraten: »Tu, was du liebst.« Mein reicher Vater lehrte seinen Sohn und mich: »Investiere in das, was du liebst.«

Nach Abschluss des CFP-Kurses wusste ich, in was ich investieren wollte.

  1. Ich wusste, dass ich es liebte zu lernen, Unternehmer zu werden und Unternehmen im B-Quadranten zu gründen und aufzubauen.
  2. Ich wollte nicht im S-Quadranten sein. Meine Herausforderung war es, Unternehmer mit 500 Mitarbeitern oder mehr im B-Quadrant zu werden.
  3. Ich wusste bereits, dass ich Immobilien liebe. Nachdem ich 25 US-Dollar monatlich ohne Investition meines eigenen Geldes verdiente, war ich total begeistert; und ich zahlte ganz legal keine Steuern darauf. Ich war von den unendlichen Renditen fasziniert, von der Kunst, Geld zu verdienen, ohne eigenes Geld zu investieren.
  4. Ich hatte kein Interesse an Wertpapieren, insbesondere nach dem Besuch des CFP-Kurses. Ich wusste, dass Wertpapiere Fake-Vermögenswerte sind. Ich wusste auch, dass diese Anlageform am besten ist für den durchschnittlichen Menschen, die Angestellten und Selbstständigen, ohne echte finanzielle Bildung.
  5. Meine Liebe zu den Rohstoffen hatte ich bereits entdeckt. Ich liebte Gold, seitdem ich 1973 in Hongkong meine erste echte Goldmünze gekauft hatte. Ich interessierte mich auch für Öl, weil ich an der Akademie zum Offizier auf Öltankern ausgebildet worden war.

Ich wiederhole: Wertpapiere sind am besten für den durchschnittlichen Investor, jemand ohne viel finanzielle Bildung.

Liquide Vermögenswerte

Wertpapiere sind vor allem für den durchschnittlichen Anleger am besten, weil sie »liquide« sind, was bedeutet, dass Sie diese schnell kaufen und verkaufen können. Wenn Sie einen Fehler machen, können Sie fast sofort verkaufen.

Das Gleiche gilt für Gold- und Silbermünzen. Sie sind fast so liquide wie Wertpapiere.

Dieser Vorteil bei Wertpapieren ist zugleich auch ihre Schwäche: Sie sind liquide. Wenn es zu einem Crash, einer Panik oder einem Massenverkauf kommt, kann das Portfolio eines durchschnittlichen Anlegers innerhalb von Minuten nichts mehr wert sein.

Mit dem Hochfrequenzhandel (HFH) können heute 10.000 Wertpapiere in einer Sekunde gekauft und verkauft werden.

Der durchschnittliche Investor, der langfristig investiert, könnte in seiner Mittagspause pleitegehen.

Anonymer Handel

Am Anfang dieses Buches sagte ich, dass der größte Teil des Geldes auf der Welt heute unsichtbar ist, denn modernes Geld ist Giralgeld und kein bedrucktes Papier mehr. Das Gleiche gilt für die Wertpapiere. Anonymer Handel findet heute an Orten statt, an denen riesige institutionelle Investoren wie Banken, Hedgefonds und große professionelle Investoren wie Warren Buffett sich treffen, um im Geheimen zu kaufen und zu verkaufen. Heute werden schätzungsweise 40 Prozent aller Wertpapiergeschäfte im anonymen Handel getätigt. Durchschnittliche Anleger haben keine Ahnung, was da los ist.

Wenn der nächste Crash kommt, können durchschnittliche Anleger ihre Altersvorsorge im Handumdrehen verlieren.

Als Alan Greenspan über den Crash 2008 befragt wurde, sagte er so etwas wie: »Nun, niemand sah es kommen.« War seine Aussage wahr oder gelogen?

Greenspan ist ein professioneller Ökonom im I-Quadranten. »I« steht auch für »Insider«. Greenspan ist ein Insider. Heute bin ich ein »Insider« bei meinen Investitionen. Durchschnittliche Investoren, die den Rat ihres Finanzplaners befolgen, sind »Außenseiter«.

Anfang 2008, sechs Monate bevor Lehman bankrottging, war ich auf CNN zu sehen und sagte Wolf Blitzer, dass die Märkte einbrechen würden. Wenn ich es kommen sah, musste es Greenspan wissen. Insider im I-Quadranten wussten, was vor sich ging.

Vorhersage des Absturzes

Wenn Sie das CNN-Video von mir sehen möchten, in dem ich den Konkurs von Lehman und den Crash von 2008 vorhersagte, gehen Sie auf https://vimeo.com/183740821.

F: Wie haben Sie den Absturz kommen sehen?

A: Weil ich ein Insider bin, ein Investor aus dem I-Quadranten. Jahre vor dem Crash war ich im Fernsehen und Radio und warnte vor dem bevorstehenden Immobiliencrash.

F: Was wussten Sie, was andere nicht wussten?

A: Ich habe Trends gesehen. Zwischen 2005 und 2008 verloren wir in unseren Mehrfamilienhäusern Mieter. Viele Mieter – die meisten von ihnen konnten sich die Miete von 500 US-Dollar im Monat kaum leisten – zogen aus unseren Wohnungen aus, um Häuser im Wert von 300.000 US- Dollar bis 500.000 US-Dollar zu kaufen.

F: Wie konnten sie sich diese Häuser leisten?

A: Sie erhielten NINJA-Darlehen (No Income No Job), Darlehen ohne Einkommen und ohne Arbeit.

Sie erhielten zweitklassige Kredite, weil sie zweitklassige Kreditnehmer waren.

F: Woher wissen Sie, dass Warren Buffett es wusste?

A: Weil Buffetts Firma Berkshire Hathaway eine Beteiligung an Moody's besaß, dem Unternehmen, das diese zweitklassigen Kredite als »erstklassig« eingestuft hat. Sobald sie als »erstklassig« bewertet worden waren, wurden sie als hypothekarisch gesicherte Wertpapiere und besicherte Schuldverschreibungen (Derivate) an Pensionsfonds, Regierungsfonds, Hedgefonds, Private-Equity-Fonds und andere Großinvestoren auf der ganzen Welt verkauft.

Benzin ist ein Derivat von Öl. Kerosin ist ebenfalls ein Derivat von Benzin. Je weiter das Derivat vom Original, in diesem Fall Öl, entfernt ist, desto volatiler wird das Derivat.

Im Jahr 2008 explodierten diese »Derivate«, als die Subprime-Kreditnehmer zahlungsunfähig wurden und die ganze Welt brach fast zusammen.

Millionen verloren ihre Arbeitsstelle, ihr Zuhause und ihre Renten, aber keiner der »großen Jungs und Mädels« wurde bestraft. Nur eine kleine örtliche Bank in New Yorks Chinatown, eine Bank im Besitz von Chinesen und Amerikanern, wurde vor Gericht gestellt und später für unschuldig befunden.

PBS hat einen Dokumentarfilm über diese Bank gemacht. Der Titel des Dokumentarfilms lautet Abakus, klein genug, um im Gefängnis zu landen. Die Regierung hat sich eher für eine winzige Bank als für die echten Kriminellen entschieden.

Wie fast jeder weiß, verursachten die Banken, die zu groß sind, um Bankrott zu gehen, wie Goldman Sachs, Wells Fargo und Citibank, den Crash. Sie verdienten Milliarden, und niemand wurde strafrechtlich verfolgt. Die Banker, die Milliarden an diesen Fake-Vermögenswerten verdienten, erhielten nach dem Absturz auch Milliarden an Boni. Für mich ist das ein Verbrechen.

Also: Wenn ich wusste, dass zweitklassige Darlehen kriminell waren und ein Systemabsturz sich ankündigte, vermute ich, dass Buffett es auch wusste. Ich vermute, dass er wusste, dass Moody's Einstufung von zweitklassigen Krediten als erstklassig Betrug war.

Übrigens ist es Buffett, der Derivate als »finanzielle Massenvernichtungswaffen« bezeichnet hatte.

Das ist ein Vorteil, wenn man ein »Inside Investor« mit echter finanzieller Bildung im I-Quadranten ist. Als die Märkte im Jahr 2008 zusammenbrachen, haben Kim und ich Millionen verdient.

Deshalb investiere ich nicht in Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds, ETFs und Sparbriefe. Ich bin ungern ein Außenseiter. Außerdem sind alle Wertpapiere eine Form von Derivaten. Sie sind keine realen Vermögenswerte. Sie sind Fake-Vermögenswerte. Dennoch sind Wertpapiere für den »durchschnittlichen« Anleger ohne finanzielle Bildung am besten geeignet, da sie liquide sind. Es ist leicht ein- und auszusteigen.

Unternehmen und Immobilien

Das Problem mit Unternehmen und Immobilien ist, dass sie nicht liquide sind. Wenn Sie einen Fehler machen, werden Sie zum Kapitän der Titanic. Ich weiß das. Als Unternehmer war ich mehrmals Kapitän einer Titanic.

Bei Immobilieninvestitionen habe ich noch nie Geld verloren. Deshalb empfehle ich, Immobilienkurse zu besuchen, bevor man in Immobilien investiert, dann klein anzufangen, den Erkenntnissen der »höheren Ebenen des Lehrens« zu folgen und zu üben, zu üben, zu üben.

Denken Sie daran, dass Unternehmen und Immobilien nicht liquide sind. Das bedeutet, dass Sie viel klüger sein müssen als der durchschnittliche Investor, denn wenn Sie ein Unternehmer im Geschäfts- oder Immobilienbereich sind, sind Sie ein Insider.

Meine Formel

Wenn ich nach meiner Formel gefragt werde, habe ich zwei Antworten.

Antwort Nr. 1: Ich sage, meine finanzielle Ausbildung begann mit meinem reichen Vater, der Monopoly mit seinem Sohn und mir spielte. Heute spielen Kim und ich Monopoly im wirklichen Leben. Kim und ich mögen Sachwerte, keine Derivate von Vermögenswerten. Kim und ich sind lieber Insider und ungerne Außenseiter.

Antwort Nr. 2: Kim und ich arbeiten nach der McDonald’s-Formel für großen Reichtum. In Rich Dad Poor Dad zitierte ich Ray Kroc, den Gründer von McDonald’s, der einen Vortrag vor der MBA-Klasse an der Universität in Texas hielt. Während des Vortrags fragte Ray Kroc: »In welcher Branche befindet sich McDonald’s?« Ein Student sprach das Offensichtliche aus: »Hamburger«.

Rays Antwort war: »Nein, McDonald’s ist in der Immobilienbranche tätig.«

Ich folge der McDonald’s-Formel. Meine Geschäfte sind im Immobilienbereich.

Die Formel von McDonald’s sieht so aus:

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Mehr zu dieser Formel später.

Die Macht der Worte

Wenn ich gefragt werde, was das Geheimnis sei, um reich zu werden, sage ich: »Es gibt viele ›Geheimnisse‹. Eines der Geheimnisse ist die Macht der Worte. Wenn jemand reich werden will, muss er lernen zu kontrollieren, was er denkt und sagt. Die meisten Menschen denken und sprechen Worte, die sie arm machen und sie arm halten.«

In der Sonntagsschule habe ich gelernt: »Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns.« (Johannes 1,14)

Mein reicher Vater brachte mir Folgendes bei:

Arme Leute sagen: »Ich kann es mir nicht leisten.«

Reiche Leute fragen: »Wie kann ich mir das leisten?«

Arme Leute sagen: »Ich bin nicht an Geld interessiert.«

Reiche Leute sagen: »Geld hat kein Interesse an Menschen, die sich nicht für Geld interessieren.«

Arme Leute sagen: »Ich werde nie reich sein.«

Reiche Leute sagen: »Ich muss reich sein.«

LEKTION: Menschen, die die Worte armer Menschen denken und sprechen, sollten einen Finanzplaner in Anspruch nehmen und in Wertpapiere investieren.

Für Menschen, die die Worte eines Armen denken und sprechen, reichen Aktien, Anleihen, Investmentfonds, ETFs, Ersparnisse und Versicherungen aus, und das ist möglicherweise besser, als gar nichts zu tun.

Vermögenswerte anstatt Verbindlichkeiten

Die Definition von Vermögenswerten meines reichen Vaters lautet:

»Vermögenswerte stecken Geld in die Tasche.«

Die Definition von Verbindlichkeiten meines reichen Vaters:

»Verbindlichkeiten ziehen Geld aus der Tasche.«

Denken Sie daran: Substantive in Verbindung mit Verben. Um festzustellen, ob es sich bei einem Gegenstand um einen echten Vermögenswert oder tatsächlich um eine Verbindlichkeit handelt, sind ein Substantiv und ein Verb erforderlich. Das Wort »Vermögenswert« ist zum Beispiel ein Substantiv. Das Wort »fließen« ist ein Verb. Ohne Verb kann man einen Vermögenswert nicht von einer Verbindlichkeit unterscheiden. So kann beispielsweise ein Haus entweder ein Vermögenswert oder eine Verbindlichkeit sein, je nachdem, in welche Richtung das Geld fließt.

Während des Crashs 2008 verloren Millionen von Angestellten ihren Arbeitsplatz und bald auch ihre Häuser und fanden so heraus, dass ihre Häuser tatsächlich eine Verbindlichkeit und kein Vermögenswert waren.

Fake-Vermögenswerte sind echte Verbindlichkeiten

Milliarden von Menschen investieren in Fake-Vermögenswerte.

Ein 401(k) ist ein Fake-Vermögenswert, weil das Geld immer wieder aus Ihrer Tasche fließt, und zwar über Jahre hinweg. Ein privates Altersvorsorgekonto ist ein Fake-Vermögenswert, weil es Ihnen Geld aus der Tasche zieht, und das viele Jahre lang.

Eine staatliche Rente ist ein Fake-Vermögenswert, weil sie einem das Geld aus der Tasche zieht, jahrelang.

Ein Investmentfonds ist ein Fake-Vermögenswert. Aktien, Anleihen, ETFs und Sparbriefe ebenfalls. Außer den Sparbriefen sind das alles Derivate. Bei Investmentfonds sind auch Gebühren zu entrichten, Gebühren, die die Reichen reicher machen und Sie ärmer.

Insider wissen, dass Investmentfondsanleger 100 Prozent des Geldes aufbringen, 100 Prozent des Risikos tragen und dennoch weniger als 20 Prozent der Gewinne erzielen.

Ich wiederhole: Investmentfonds und ETFs, Derivate (und somit Fake- Vermögenswerte) sind am besten für den durchschnittlichen Anleger, den passiven Anleger ohne echte finanzielle Bildung geeignet.

Das Problem ist, wenn es einen weiteren Crash gibt, kann das Geld des durchschnittlichen Anlegers sich in Nichts auflösen, genau wie damals 2008.

Denken Sie daran:

Vermögenswerte stecken Geld in die Tasche.

Verbindlichkeiten ziehen Geld aus der Tasche.

Im nächsten Kapitel werden Sie herausfinden, wohin das ganze Geld verschwindet, wenn die Märkte zusammenbrechen.

IHRE FRAGEN – ROBERT T. KIYOSAKIS ANTWORTEN

F: Sie erwähnen, dass Sie »das tun, was Gott wollte«. Welche Zeichen haben Sie von Gott erhalten, die Sie glauben ließen, dass Sie das Richtige tun?

Bruno T. – Frankreich

A: Ich behaupte nicht, dass Gott zu mir gesprochen hat. Ich bin auch nicht so anmaßend zu glauben: »Gott hat mich erwählt, diese Arbeit zu tun.« Außerdem würde nur ein extrem arroganter und/oder wahnhafter Mensch glauben, dass er weiß, was Gott denkt. Ich bezweifle aufrichtig, dass der Verstand eines Menschen in der Lage ist, auf der gleichen Ebene wie der Verstand Gottes zu funktionieren, wenn es denn einen Gott gibt. Bucky Fuller machte mir bewusst, dass ich das tat, wovon die meisten Leute träumen – das zu tun, was ich liebe, und damit Geld zu verdienen.

Ich tat, was ich liebte. Ich war Unternehmer. Ich hatte meine eigene Firma. Ich war der Chef und arbeitete mit den größten Rockbands der Welt zusammen. Ich bekam Zutritt zur Backstage. Es machte viel Spaß. Mein Ego liebte es. Es hat Spaß gemacht. Ich lebte in der exklusivsten Eigentumswohnung am Waikiki-Beach, hatte Fabriken in Korea und Taiwan und Büros überall in den Vereinigten Staaten. Ich fuhr eine Harley-Davidson und ein Mercedes-Cabrio und traf mich mit schönen Frauen. Ich war cooler als cool.

Doch tief im Inneren wusste ich, dass meine Rock-and-Roll-Produkte nicht viel in der Welt bewirkten. Gott musste mir nicht sagen, dass meine Produkte die Welt nicht zu einem besseren Ort zum Leben machten. Ich merkte das auch so. Meine Rockprodukte waren das, was Fuller »Obnoxico« nannte. Widerwärtige Produkte, die von einem widerwärtigen Unternehmen hergestellt werden.

Auf die Anregung von Fuller hin öffnete ich meine Augen und fragte mich, was Gott von mir erwartete. Fuller, ein Zukunftsforscher, beobachtete ständig die Evolution der Evolution. Er fragte sich: »Was wollte Gott für die Menschheit, für den Planeten, für die Zukunft?«

Fuller glaubte, dass die Menschheit Gottes über Millionen von Jahren andauerndes Experiment war, um zu sehen, ob Menschen es »verstehen« könnten. Fuller glaubte, dass Gott wissen wollte, ob Menschen ihren Verstand nutzen würden, um den Himmel auf Erden oder die Hölle auf Erden zu erschaffen. Er glaubte auch, dass die Menschheit nun in der »Abschlussprüfung« steckt. Er glaubte, dass, wenn die Menschen es nicht »verstehen« würden, wir (die menschliche Rasse) unseren Verstand benutzen würden, um uns selbst und unseren winzigen Planeten umzubringen. Fuller sagte, nachdem wir und unser Planet »ausgestorben« wären, würde Gott den Planeten Erde heilen, das Leben würde wieder erscheinen, und Gott würde einen neuen Haufen Primaten auf die Erde bringen, und ein weiteres über viele Millionen Jahre andauerndes Experiment würde beginnen.

Fullers Sicht auf das Leben wurde in Millionen von Jahren gemessen. Die Lebenseinstellung der Menschen wird in Jahrzehnten gemessen. Deshalb sind seine Vorhersagen über die Zukunft so genau. Er blickte vom Verstand Gottes aus in die Zukunft, nicht vom Verstand der Menschen aus.

Nachdem ich eine Woche mit ihm verbracht hatte, begann ich mich zu fragen: »Was wollte Gott tun?« Nicht »Was will ich tun?«.

Da ich Armut hasste und ich bezweifelte, dass Gott wollte, dass die Menschen arm sind, sah ich finanzielle Bildung als mögliche Antwort auf das Problem der Armut. Ich begann zu lehren, was mein reicher Vater mir beigebracht hatte. Es war ein Sprung ins kalte Wasser.

Bucky durchlief einen ähnlichen Prozess. Er fragte sich schließlich selbst: »Was kann ich tun? Ich bin nur ein unbedeutender Mann.«

Nachdem er sich diese Frage gestellt hatte, hörte er auf, für Geld zu arbeiten, und fing an, sich zu fragen, was Gott getan haben wollte, und was er dafür tun konnte.

Ich weiß nicht, ob Gott eher Wohlstand als Armut will, aber das ist der Grund und die Art und Weise, wie The Rich Dad Company gegründet wurde. Wir glauben daran, den Menschen das Fischen beizubringen, anstatt ihnen Fische zu geben.

F: Sehen Sie die Möglichkeit, dass ein weiterer Weltkrieg ausbricht, wenn die Dinge so weitergehen, wie sie sind?

Melinda G. – Australien

A: Ja. Wir sind bereits in diesem Krieg. Es ist ein Krieg an vielen Fronten und auf vielen Ebenen. Die heutigen Kriege sind bekannt als Währungskriege, Handelskriege, Terrorismus, Technologiekriege, Militärkriege und Soziale-Medien-Kriege. Mit den Worten von Alexis de Tocqueville:

»Alle, die versuchen, die Freiheit in einer demokratischen Nation zu zerstören, sollten wissen, dass der Krieg ihnen den sichersten und kürzesten Weg zum Erfolg bietet.«

Ich fürchte, das Amerika, in dem ich geboren wurde, ist vorbei, ebenso wie der amerikanische Traum.

Ich fürchte, wir befinden uns bereits in einem anderen Weltkrieg, diesmal in einem Krieg der Gier, Unwissenheit, des Hasses und der Mobs, die über soziale Medien angestachelt werden.

Ich fürchte, wir befinden uns am Wendepunkt der Welt, über den Ayn Rand in ihrem klassischen Buch Der Streik geschrieben hat, einer Welt, die von Sozialisten und faschistischen Bürokraten, auch bekannt als die Illuminaten, geführt wird, während die wirklichen Kapitalisten, die wirklichen Produzenten von Reichtum, untertauchen.

In vielerlei Hinsicht bin ich bereits untergetaucht.

F: Glauben Sie, dass die Abwertung und Hyperinflation des US-Dollar diese Elite endlich entlarven und diese Dominanz über die anderen 99 Prozent beenden wird?

William J. – Schweden

A: Nein. Es wird immer Menschen geben, die andere dominieren, unterdrücken und der Freiheit berauben wollen. Es ist dieser arrogante, repressive, gierige und herrschsüchtige Charakter der menschlichen Natur, den Fuller beschrieb, als er von Menschen sprach, die »es nicht kapieren«, und warum Menschen gerade in der »Abschlussprüfung« stecken.

Als Fuller darüber sprach und schrieb, dass Menschen es »kapieren« müssten, beschrieb er die menschliche Evolution, die sich von Ihnen und mir, die wir nur für uns selbst arbeiten, zu Ihnen und mir, die wir für eine Welt arbeiteten, die für alle funktioniert, entwickelt, nicht nur für eine Welt, die für diejenigen funktioniert, die Bildung und Geld besitzen. Um Alexis de Tocqueville noch einmal zu zitieren:

Die Größe Amerikas liegt nicht darin, erleuchteter zu sein als jede andere Nation, sondern in ihrer Fähigkeit, ihre Fehler zu beheben.

Amerika verlor seine Größe, als die Fed die Welt ausraubte, indem sie 1998, 2008 und heute Billionen von US-Dollar druckte. Amerika verlor seinen moralischen Kompass, als Amerika Geld druckte im Namen des Schutzes der Reichen, der Zerstörung der Mittelschicht und der Schaffung einer Unterschicht der gebildeten, arbeitenden Armen.

Unser Bildungssystem ist in diesem Prozess ein Komplize der Reichen und Gebildeten, die den Rest der Menschheit ausnehmen, unsere Umwelt zerstören, alles unter dem Deckmantel von Fake-Geld verdienen.