Kapitel 18

VORBEREITUNG AUF EINE BESSERE ZUKUNFT

DER WEG ZU SPIRITUELLER GESUNDHEIT, REICHTUM UND GLÜCK

Fast jeden Morgen folge ich den Ratschlägen aus Miracle Morning von Hal Elrod. Fast jeden Morgen übe ich etwa 10 Minuten Yoga, meditiere 30 Minuten lang, lese 10 Minuten lang ein spirituelles Buch und schreibe Tagebuch, durch das ich meine tiefsten Gedanken dem Papier und mir selbst anvertraue.

Diese frühe Morgenstunde ist der wichtigste Teil meines Tages. Diese Stunde bestimmt, wie ich mit dem Tag umgehen werde und die Qualität meiner Zukunft.

Die Glasdecke

In Unternehmen tätige Frauen sprechen oft von der »Glasdecke« über ihren Köpfen. Männer, und oft auch Frauen, empfinden Frauen oft als weniger kompetent als Männer – und ganz besonders, wenn es um das Thema Geld geht. Gott sei Dank löst sich der Mythos allmählich auf.

Meine Frau Kim hat keine Glasdecke. Sie fühlt sich als Unternehmerin sowohl bei Männern als auch bei Frauen wohl. Und ihr Verdienst ist nicht begrenzt, genauso wenig wie ihre Möglichkeiten.

Geld und Vermögen diskriminieren nicht. Geld und Reichtum machen keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen oder diskriminieren auf Grund von Alter, Bildung oder Hautfarbe, aber die Menschen tun es. Viele Menschen behandeln sich selbst oft diskriminierend – verschwören sich sogar gegen sich selbst – wenn sich der Judas in ihnen zeigt und sagt: »Ich werde nie reich sein« oder »Ich habe nicht studiert, also werde ich nie erfolgreich sein« – alles Gedanken, die der Judas in ihnen geschürt hat.

Deshalb ist mir die Meditation so wichtig. Jeden Morgen muss ich meinen Judas ausschalten und über die Geräuschlosigkeit hinausgehen, bis ich Stille finde.

Große Tiere – und Fakegroße-Tiere

Auch Männer haben eine »Glasdecke«. Bei Männern ist es das Alpha-Männchen-Syndrom. Ein Großteil der Geschichte handelt von Alpha-Männchen, die große Dinge in der Welt vollbracht oder großen Schaden in der Welt angerichtet haben, oft sogar massive Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben.

Alpha-Männchen werden oft als »große Tiere« bezeichnet.

Viele Männer sind Tyrannen, arrogant und aufgeblasen, und geben vor, große Tiere zu sein. Sie sind Fake-große-Tiere. Fake-große-Tiere brauchen »kleine Tiere«, um ihre zerbrechlichen, Fake-große-Tiere-Egos zu beruhigen.

Die meisten finanziellen Katastrophen in Haushalten, Familien, Unternehmen und der Wirtschaft werden durch Fake-große-Tiere verursacht, die vorgeben, große Tiere zu sein – große Tiere, die vorgeben, alles über Geld zu wissen.

Wir alle kennen Fake-große-Tiere mit Geld.

Arbeiten Sie für ein Fake-großes-Tier? Leben Sie mit einem kleinen Tier zusammen, das glaubt, es sei ein großes Tier?

Fake-Decken

Jeder mit Ambitionen, ob Mann oder Frau, hatte schon mal eine Glasdecke über sich oder ein Fake-großes-Tier, das ihm oder ihr im Weg stand.

Im wirklichen Leben erschaffen die meisten von uns ihre eigenen Fake- Glasdecken und Fake-große-Tiere, die die Türen zu unserem Glück bewachen.

Fake-Glasdecken, ein Fake-großes-Tier oder den Judas in uns unser Leben bestimmen zu lassen, manifestiert sich oft als begrenzter Erfolg, Geldmangel, als Übergangenwerden bei Beförderungen, Feststecken in einer beruflichen Sackgasse, tote Beziehungen, problematische Vergangenheit, schlechte Entscheidungen, begrenztes Glücksgefühl, Sucht, Depressionen und mehr.

Fake-Glasdecken sind gut, wenn Sie wissen, dass Sie sie haben. Die meisten Idioten wissen nicht, dass sie eine Glasdecke haben, bis sie dagegen stoßen. Ich war schon oft so ein Idiot.

Die gute Nachricht ist, dass es Vorteile hat, ein Idiot zu sein. Alle Münzen haben zwei Seiten. Auf der Rückseite des Idioten ist das Genie.

Wenn Sie also jemals ein Idiot waren, ist die gute Nachricht, dass Sie auch ein Genie sind.

Das Märchen ist vorbei

Millionen von Menschen wachsen mit dem Glauben an Märchen auf. Sie wissen, dass eine Geschichte ein Märchen ist, wenn sie mit dem Satz endet: »... und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.«

Das Problem bei allen Märchen ist, dass sie Glasdecken haben. Zum Beispiel heiratet Prinzessin Diana, eine schöne junge Frau, einen echten Prinzen und zukünftigen König von England. Prinzessin Di setzt zwei großartige junge Männer in die Welt: einen weiteren zukünftigen König von England und einen Ersatzerben, seinen Bruder.

Diana Frances Spencer, geboren am 1. Juli 1961, lebte den Traum vieler junger Mädchen, den Traum, eine Märchenprinzessin zu sein, die einen Prinzen heiratet. Einen echten Prinzen.

Tragischerweise verwandelte sich das Märchen von Prinzessin Di in einen echten königlichen Albtraum. Ihr märchenhaftes Leben begann an ihrem Hochzeitstag in einer königlichen Kutsche und endete mit einem zerknautschten, übel zugerichteten Mercedes, der in einem Tunnel in Paris feststeckte.

LEKTION: Auch Märchen haben Glasdecken.

Kann Ihr Leben ein Märchen sein?

Können normale Menschen wie Sie und ich in einem Märchen leben? Ich meine schon. Aber es gibt eine Bedingung. Wir können in einem Märchen leben, solange uns klar ist, dass auf der anderen Seite der Medaille ein Alptraum herrscht.

Aufwachen!

Die gute Nachricht ist, dass der Alptraum der Weg zum Märchen ist. Und es stellt sich die Frage: Sind Sie bereit aufzuwachen und während des Alptraums wach und lebendig zu bleiben?

Gesundheit, Wohlstand und Glück

Was wir alle eigentlich wollen, ist ein Leben in Gesundheit, Wohlstand und Glück.

In diesem Kapitel geht es darum, die andere Seite der Medaille zu erreichen, ein märchenhaftes Leben, von dem wir träumen – ein Leben in geistiger Gesundheit, geistigem Wohlstand und geistigem Glück.

Ist das möglich?

Spirituelle Gesundheit

Mein Kardiologe Dr. Radha Gopalan drängt mich seit Jahren zu meditieren und erinnert mich daran, dass Ärzte und Medizin für Fake-Gesundheit stehen, und dass innere Spiritualität echte Gesundheit ist.

Radha ist ein echter Lehrer, Mentor, persönlicher Freund und Autor von Second Opinion, einem Buch über die Kraft der Verbindung von östlicher und westlicher Medizin. Es ist ein Buch mit einer überaus wichtigen Botschaft für jeden, der seine Gesundheit schätzt.

Bei unserem letzten dreitägigen Rich-Dad-Beratertreffen im vergangenen Jahr leitete Radha eine Diskussion darüber, wie Krankheit zu Gesundheit und spiritueller Erleuchtung führen kann.

Dr. Gopalan ist Kardiologe und Akupunkteur.

Dank seiner Ausführungen habe ich endlich kapiert, dass ich meine Gesundheit und mein Glück für Reichtum opferte.

Als Typ-A-Mensch, der mit einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen lebt, liebte ich das, was ich tat. Jeder Tag machte Spaß. Jeder Tag war eine Herausforderung. Jeder Tag war anstrengend – und ich blühe auf unter Stress. Das Problem war, dass mein Ego mich leitete, nicht mein Geist – und auch das liebte ich.

Wie Eckhart Tolle in seinem Buch Jetzt es beschreibt:

Versuchen Sie immer, woanders hinzukommen, als dorthin, wo Sie gerade sind? Ist das meiste von Ihrem Tun lediglich Mittel zum Zweck? Wartet Erfüllung immer hinter der nächsten Ecke, oder ist sie auf kurzlebige Freuden wie Sex, Essen, Trinken, Drogen oder Nervenkitzel und Aufregung beschränkt? Konzentrieren Sie sich immer darauf, etwas zu werden, zu leisten und zu erreichen oder auch einem neuen Nervenkitzel des Vergnügens nachzugehen? Glauben Sie, wenn Sie mehr Dinge erwerben, werden Sie erfüllter, gut genug oder seelisch vollständig? Warten Sie darauf, dass ein Mann oder eine Frau Ihrem Leben einen Sinn gibt?

Tolle könnte über einen Menschen wie mich sagen, er liefe seiner Vergangenheit davon, weil »die Zukunft die Verheißung der Erlösung birgt«, obwohl das eine Illusion ist.

Tolle fügt hinzu:

Normalerweise ist die Zukunft eine Kopie der Vergangenheit. Oberflächliche Veränderungen sind möglich, aber echte Transformation ist selten und hängt davon ab, ob man gegenwärtig genug werden kann, um die Vergangenheit aufzulösen, indem man auf die Kraft des Jetzt zugreift.

Bis Radha mich dazu brachte, »aufzuwachen«, zu meditieren, spirituelle Bücher (nicht nur Finanzbücher) zu lesen und Yoga zu praktizieren sowie ins Fitnessstudio zu gehen, war ich nichts anderes als ein kleines Tier, das versuchte, ein größeres Tier zu werden. Was für eine Verschwendung.

Ich wusste nicht, dass ich meine zukünftige Gesundheit, meinen Reichtum und mein Glück zerstören würde, als ich jeden Tag zur Arbeit davonbrauste.

Als kleines Tier, das versuchte, ein großes Tier zu sein, arbeitete ich immer härter, stieß mir den Kopf an meiner selbst auferlegten Glasdecke und verwandelte mein märchenhaftes Leben, meine Ehe und mein Unternehmen in einen Alptraum.

Als ich Radha traf, war ich bereits das, was die meisten Leute als »erfolgreich« ansehen würden. Ich hatte eine wunderbare Frau, ein tolles Leben, Geld, etwas Ruhm, Glück und einen guten Gesundheitszustand. Das Problem war, dass ich mehr wollte.

Damit sich die Dinge ändern ... muss ich mich zuerst ändern

Heute widme ich die erste Stunde meines Tages meiner spirituellen Gesundheit, meinem spirituellen Reichtum und Glück.

Inspiriert von Radha begann ich, nach neuen Lehrern zu suchen, diesmal nach spirituellen Lehrern. Bei einem Seminar traf ich Hal Elrod, einen jungen Mann, der bei einem Motorradunfall fast gestorben wäre und aus eigener Kraft zurückgekehrt ist. Er gab mir sein Buch, Miracle Morning, ein Buch über den Prozess, den er durchlief, um sein Leben, seine spirituelle Gesundheit, seinen spirituellen Reichtum und sein spirituelles Glück wiederzuerlangen.

Nachdem ich Hals Buch gelesen hatte, verstand ich besser, was mein Arzt Radha mir begreiflich machen wollte. Indem ich dem Prozess in Hals Buch folgte, begann sich meine Glasdecke langsam aber sicher aufzulösen. Das kleine Tier in mir hörte auf zu versuchen, ein größeres Tier zu sein.

Ich war vor meiner Vergangenheit davongelaufen auf der Suche nach Erlösung in meiner Zukunft. Das hatte ich erkannt. Und ich wollte es ändern. Und ich wusste, dass die Veränderung bei mir begann.

Glücklicherweise kann ich berichten, dass Wunder geschehen sind, als ich durch meine Alpträume hindurchging, anstatt vor ihnen davonzulaufen.

Mit einfachen Worten gesagt, meine Alpträume waren mein Weg durch meine Glasdecke.

Ein weiterer spiritueller Lehrer

Eines der Bücher, die ich während meiner wunderbaren Morgenstunden studiert habe, ist Der springende Punkt, ein Buch über das Erwachen. Ich liebe dieses Buch, weil es um meine Art von Spiritualität geht.

Anthony de Mello ist ein echter spiritueller Lehrer. Ich habe ihn nie getroffen. Ich kenne ihn nur durch sein Buch. Er war ein Jesuit in Mumbai, Indien, und verstarb ganz plötzlich im Jahr 1987.

Ich bin mir sicher, wenn Anthony de Mello nicht Priester gewesen wäre, wäre er ein großartiger Ausbilder des Marine Corps gewesen. Seine spirituellen Worte der Weisheit sind direkt, unverblümt und definitiv nicht politisch korrekt.

Ich bezweifle, dass de Mello heute an Universitäten und Colleges zugelassen werden würde, weil er die Gefühle der Lehrer und Schüler verletzen könnte.

Sein Buch Der springende Punkt beginnt mit dieser Geschichte:

Ein Mann fand ein Adlerei und legte es in ein Nest einer Legehenne. Der Adler schlüpfte zusammen mit den anderen Küken und wuchs mit ihnen auf.

Sein ganzes Leben lang tat der Adler das, was die Küken auf dem Bauernhof taten, und dachte, er sei ein Huhn. Er scharrte in der Erde nach Würmern und Insekten. Er gluckerte und gackerte. Und er schlug mit den Flügeln und flog ein paar Meter in die Luft.

Die Jahre vergingen, und der Adler wurde sehr alt. Eines Tages sah er einen prächtigen Vogel über sich am wolkenlosen Himmel. Er schwebte anmutig und majestätisch in den starken Windströmungen, mit kaum einem Schlag seiner starken goldenen Flügel.

Der alte Adler sah in Ehrfurcht auf. »Wer ist das?«, fragte er.

»Das ist der Adler, der König der Vögel«, sagte sein Nachbar. Er gehört dem Himmel. Wir gehören der Erde – wir sind Hühner. Und so lebte und starb der Adler als Huhn, denn er glaubte, dass er eines war.

Diese Geschichte führt mich zu der Frage, die du dir selbst stellen sollst: Bist du ein Adler, der unter Hühnern lebt? Oder bist du ein Adler, der versucht, ein großes Huhn zu sein?

Was ist Spiritualität?

De Mello schreibt:

Spiritualität bedeutet Erwachen. Die meisten Menschen schlafen, auch wenn sie es nicht wissen. Sie werden schlafend geboren, sie leben im Schlaf, sie heiraten im Schlaf, sie zeugen Kinder im Schlaf, sie sterben im Schlaf, ohne jemals aufzuwachen. […]

Ich möchte, dass Sie gleich zu Beginn begreifen, dass Religion nicht – ich wiederhole: nicht – unbedingt mit Spiritualität verbunden ist. Bitte klammern Sie die Religion vorerst einmal aus.

Zeit zum Aufwachen

Eine weitere Geschichte von De Mello:

Ein Herr klopft an die Tür seines Sohnes. »Jaime«, sagt er, »wach auf!« Jaime antwortet: »Ich will nicht aufstehen, Papa.«

Der Vater ruft: »Steh auf, du musst zur Schule gehen.« Jaime sagt: »Ich will nicht zur Schule gehen.«

»Warum nicht?«, fragt der Vater.

»Drei Gründe«, sagt Jaime. »Erstens, weil es so stumpfsinnig ist; zweitens, die Kinder ärgern mich; und drittens, ich hasse die Schule.«

Und der Vater sagt: »Nun, ich werde dir drei Gründe nennen, warum du zur Schule gehen musst. Erstens, weil es deine Pflicht ist; zweitens, weil du 45 Jahre alt bist, und drittens, weil du der Schulleiter bist.«

Wach auf, wach auf! Du bist erwachsen geworden. Du bist zu groß, um zu schlafen. Wach auf! Hör auf, mit deinem Spielzeug zu spielen. Die meisten Leute sagen dir, dass sie den Kindergarten verlassen wollen, aber glaub ihnen nicht. Glaubt ihnen nicht! Alles, was sie wollen, ist, ihr kaputtes Spielzeug zu reparieren. ›Gib mir meine Frau zurück. Gib mir meinen Job zurück. Gib mir mein Geld zurück. Gib mir meinen Ruf, meinen Erfolg zurück.‹ Das ist es, was sie wollen; sie wollen ihr Spielzeug ersetzt bekommen. Das ist alles. Selbst der beste Psychologe wird Ihnen sagen, dass die Leute nicht wirklich geheilt werden wollen. Was sie wollen, ist Linderung; eine Heilung ist schmerzhaft.

Mein reicher Vater sagte oft: »Jeder will in den Himmel kommen ... aber niemand will sterben.«

Er sagte auch: »Die meisten Menschen wollen nur Geld. Sie wollen nicht wirklich reich sein. Für Geld zu arbeiten ist einfach. Jeder kann für Geld arbeiten. Reich zu werden ist schwierig.«

Mein reicher Vater benutzte oft das Modell von Sein-Tun-Haben.

Er sagte dann: »Es gibt einen Unterschied zwischen ›reich sein‹ und ›Geld haben‹. Die meisten Leute konzentrieren sich darauf, Geld zu haben, anstatt reich zu sein.«

Er erklärte weiterhin: »Mutter Teresa ist reich, weil sie kein Geld braucht, um ihre Arbeit zu erledigen.«

Eckhart Tolle schreibt in seinem Buch Eine neue Erde:

Das Ego neigt dazu, Haben mit Sein gleichzusetzen: Ich habe, also bin ich. Und je mehr ich habe, desto mehr bin ich. Das Ego lebt durch den Vergleich. Wie Sie von anderen gesehen werden, so sehen Sie sich schließlich selbst. [...] Das Selbstwertgefühl des Egos ist in den meisten Fällen mit dem Wert verbunden, den Sie in den Augen anderer haben. Sie brauchen andere, die Ihnen ein Selbstbild vermitteln, und wenn Sie in einer Kultur leben, die Selbstwert weitgehend damit gleichsetzt, wie viel und was man hat, wenn Sie diese kollektive Wahnvorstellung nicht durchschauen können, werden Sie dazu verdammt sein, für den Rest Ihres Lebens Dingen hinterherzulaufen, in der vergeblichen Hoffnung, darin Ihren Wert zu finden und Ihr Selbstgefühl zu vervollständigen.

Wie kommt man von der Bindung an die Dinge los? Versuchen Sie es nicht einmal. Das ist unmöglich. Die Bindung an die Dinge fällt von selbst weg, wenn Sie nicht mehr danach streben, sich selbst in ihnen zu finden. In der Zwischenzeit machen Sie sich einfach Ihre Bindung an die Dinge bewusst. […]

Das Ego identifiziert sich durch das Haben, aber seine Zufriedenheit mit dem Haben ist eine relativ oberflächliche und kurzlebige. Darin verbirgt sich ein tiefes Gefühl der Unzufriedenheit über die Unvollständigkeit, über das »Nicht genug«. »Ich habe noch nicht genug«, womit das Ego eigentlich meint: »Ich bin noch nicht genug.«

Ich wiederhole eine Lektion meines reichen Vaters:

»Reich zu sein ist nicht dasselbe, wie viel Geld und Dinge zu haben.«

F: Was bedeutet es, reich zu sein?

A: Ich weiß es nicht. Die Antwort auf diese Frage ist persönlich. Nur Sie können diese Frage für sich selbst beantworten. Ich weiß nur so viel: Milliarden von Menschen wollen mehr Geld und mehr Dinge.

Meine Glasdecke war das kleine Tier in mir, das vor dem Sein und dem Ich bin noch nicht gut genug davonlief. Davon wollte ich mich befreien. Leider waren mehr Geld und mehr Erfolg kein Heilmittel. Mehr Geld und mehr Erfolg boten nur eine vorübergehende Linderung.

Magische Pillen

Bereits in den 1960er-Jahren gab es eine Fernseh- und Radiowerbung, die fragte: »Wie schreibt man Linderung?« Die Antwort war das Nennen des Namens eines Mittels gegen Sodbrennen, für das der Werbespot warb.

Der Sprecher buchstabierte den Produktnamen: ›R-O-L-A-I-D-S‹. Millionen liefen los und kauften »Linderung«.

Heute werden wir Menschen auf der ganzen Welt mit »Zauberpille«-Werbeaktionen überschüttet. Magische Pillen beuten die tiefe Sehnsucht, Bedürftigkeit, das Unglücklichsein und das Gefühl des »Ich bin nicht gut genug« aus.

Es gibt magische Pillen zum Abnehmen, um schnell reich zu werden, die große Liebe zu finden, die Arbeit zu kündigen und nie wieder arbeiten zu müssen und wieder eine Ausbildung zu machen, um einen höheren Abschluss zu erlangen.

Am liebsten mag ich die magischen Pillen, die eine Gewichtsabnahme versprechen. Nachdem ich mein ganzes Leben lang mit Übergewicht zu kämpfen hatte, habe ich eine Schwäche für diese Anzeigen, die Vorher- Nachher-Fotos eines atemberaubenden Mannes oder einer atemberaubenden Frau zeigen und bezeugen: »Ich habe diese magische Pille genommen und 28 Kilo verloren. Ich habe es ohne Diät oder Bewegung geschafft und schau mich jetzt an!«

Ein paar Anzeigen waren so überzeugend, dass ich meine Kreditkarte herausgeholt und die Zauberpillen bestellt habe. Bis jetzt hat keine dieser magischen Pillen funktioniert. Ich kämpfe weiterhin mit meinem Gewicht.

Wie de Mello sagt: »Was die Leute wollen, ist Linderung, Heilung ist schmerzhaft.«

Der Schmerz steckte in dem Diät- und Trainingsprogramm, das mit jeder Flasche magischer Pillen geliefert wird. Das ist der Weg zur Heilung.

Milliarden-Dollar-Lotterie

Die Befreiung davon, Geld zu wollen.

Im Jahr 2018 waren die Nachrichten voller Geschichten über die Lotterie, deren Summe sich 1 Milliarde US-Dollar näherte. Sobald diese Nachricht bekannt wurde, stieg der Lotto-Jackpot auf über 1 Milliarde US-Dollar.

Warum? Weil Millionen von Menschen finanzielle Erleichterung suchten, nicht etwa Heilung. Die meisten Leute wollen den einfachen Weg zum Reichtum. Und genau das ist der Grund dafür, warum die meisten Menschen nie großen Reichtum oder eine Befreiung von ihren Sorgen um echtes Geld erreichen.

Das Gleiche geschah, als Bitcoin die Nachrichten eroberte.

Plötzlich waren Millionen von Menschen Bitcoin-Investoren. Ich war einer von ihnen. Ich traf jemanden, der damit einverstanden war, mir fünf seiner Bitcoins zu verkaufen, Bitcoins, die er früh gekauft hatte, als noch niemand von Bitcoin wusste. Wir schüttelten uns die Hand, aber es ist nichts passiert. Der Verkäufer und sein Anwalt verschwanden auf mysteriöse Weise und verschonten mich vor meiner eigenen Dummheit.

Es ist nicht so, dass Bitcoin dumm ist. Ich war dumm. Ich kaufte nur, weil die Preise stiegen und ich das Boot nicht verpassen wollte. Ich kaufte nur fünf Coins, damit ich ins Spiel kommen konnte, um zu lernen – eine Praxis, die ich übrigens empfehle. Ich lerne, wenn ich selbst beteiligt bin. Ich habe es genauso mit Gold und Silber, Aktien und Anleihen gemacht.

Schließlich kaufte ich einiges weniger bekanntes Geld der Leute, Cyberwährungen wie zum Beispiel Ethereum. Ich lerne, indem ich ein wenig kaufe, mich in kleinem Maße beteilige und dann das Spiel lerne.

Ich vermute, dass Cyberwährung, das Geld der Leute, die Glasdecke des Regierungsgeldes sein wird. Ich vermute, die kleinen Tiere werden dem großen Tier in den Hintern beißen.

Warum Menschen nicht aufwachen

Wie de Mello schreibt: »Spiritualität bedeutet Erwachen.«

Aufwachen ist unangenehm, weißt du. Du liegst bequem im Bett. Es ist irritierend, geweckt zu werden. Aus diesem Grund wird der weise Guru nicht versuchen, Menschen aufzuwecken. Ich hoffe, ich werde hier weise sein und keinen Versuch machen, dich aufzuwecken, wenn du schläfst. Es geht mich eigentlich nichts an, auch wenn ich dir manchmal sage: »Wach auf!« Meine Aufgabe ist es, mein Ding zu machen, meinen Tanz zu tanzen. Wenn du davon profitierst, gut; wenn nicht, schade! Wie die Araber sagen: »Die Natur des Regens ist die gleiche, aber er lässt Dornen in den Sümpfen und Blumen in den Gärten wachsen.«

Im Klartext: Magische Pillen wirken nicht. Gurus bringen nichts.

Eine neue Ehefrau wird nichts bringen. Ein neuer Ferrari wird nichts bringen.

Wenn man sich das Modell von Sein-Tun-Haben ansieht, ist das tiefere Problem da, das »Verlangen, mehr zu haben«.

F: Wenn die Erleichterung – wie ein neuer Ferrari, eine neue Frau, ein größeres Haus, neue Schuhe, Kleidung oder mehr Geld – nicht funktioniert, wie stillt man das Verlangen? Wie heile ich: »Ich bin nicht gut genug – noch nicht?«

A: Erinnern Sie sich, die Gedanken, »Ich bin nicht gut genug – noch nicht« sind der Judas in Ihnen, der Saboteur in Ihnen.

Judas ist nicht Ihr wahres Ich.

Indem Sie sich den Schmerz vergegenwärtigen, sich des Schmerzes bewusst sind, können Sie mit dem Prozess beginnen. Anstatt die Schmerzen mit Alkohol, Drogen, Sex, Essen und einer Shoppingtour zu behandeln.

Sich den Schmerz zu vergegenwärtigen, ist eine Lektion in Radhas Buch Second Opinion, Tolles Büchern Jetzt und Eine neue Erde, Hal Elrods Buch Miracle Morning und Ryan Holidays Buch Das Hindernis ist der Weg.

Diese Bücher befähigen Ihren Geist, der in Ihrem Herzen lebt, die Kontrolle über den Judas zu übernehmen, der in Ihrem Geist lebt.

F: Mein Geist befindet sich also auf der anderen Seite der Medaille?

A: Ja. Das ist es. Wir alle haben Stärken und Schwächen, Mut und Angst, Liebe und Hass. Unser Genie finden wir, indem wir sie vereinigen, nicht indem wir die andere Seite der Medaille vermeiden, ignorieren oder mit Medikamenten behandeln.

Radha pflegte jedes Mal, wenn ich zur Untersuchung ging, an Bluthochdruck litt, übergewichtig und kurz vor der Diagnose Diabetes stand, und er mich drängte aufzuwachen, zu sagen:

Ihre spirituelle Gesundheit liegt in Ihrer Krankheit.

Ihr spiritueller Reichtum liegt in Ihrer Armut.

Ihr spirituelles Glück liegt in Ihrer Traurigkeit.

LEKTION: Ihrem Schmerz, Ihrer Schwäche, Ihrer Dunkelheit und dem Judas in Ihnen gegenwärtig zu sein, das ist der Ort, an dem Ihre wahre Spiritualität zu finden ist.

Kindern beibringen, zerbrechlich zu sein

Die Bildung ist in Schwierigkeiten. Bildung ist das Problem. Bildung bildet den Verstand, nicht die Seele.

In einem vorangegangenen Kapitel dieses Buches habe ich über Steven Brills Buch Tailspin geschrieben.

Bei Tailspin geht es um den Schaden, den Hochschulbildung in der Welt anrichtet, indem sehr intelligente Studenten das Rechtssystem und die Finanzsysteme korrumpieren, fake-finanzielle Vermögenswerte produzieren, die die intelligenten Studenten reich machen, indem sie den Rest der Welt ausnehmen.

In dem Buch Big Potential beschreibt der Autor Shawn Achor, ein Harvard- Absolvent und Dozent, wie die Praktiken, Methoden und Prozesse der modernen Bildung Studenten, selbst brillante Studenten, in ihrem kleinen Potenzial gefangen halten, statt sie ihr großes Potenzial entfalten zu lassen.

Ein weiteres Buch, The Coddling of the American Mind (dt. Das Verhätscheln des amerikanischen Geistes) von Greg Lukianoff und Jonathan Haidt, das 2018 veröffentlicht wurde, zeichnet ein noch düstereres Bild der modernen Bildung.

Lukianoff ist Präsident der Stiftung für persönliche Bildungsrechte (Foundation for Individual Rights in Education). Er ist Absolvent der American Universität und der juristischen Fakultät von Stanford. Er ist spezialisiert auf die freie Meinungsäußerung und Fragen des ersten Zusatzartikels zur Verfassung in der Hochschulbildung.

Haidt ist Professor für ethische Führung an der Stern School of Business der Universität von New York. Er promovierte in Sozialpsychologie an der University von Pennsylvania und lehrte 16 Jahre lang an der University von Virginia.

The Coddling of the American Mind ist ein Buch, das sich mit den zugrunde liegenden Ursachen von Hass, Wut, Intoleranz und Unzufriedenheit im globalen öffentlichen Diskurs beschäftigt. Zum Beispiel: Warum streiten die Leute, anstatt zu diskutieren? Warum nehmen Terrorismus und Hass zu?

Warum gibt es Massenmorde überall in Amerika und der Welt? Warum greifen Republikaner und Demokraten einander an, anstatt zusammenzuarbeiten? Und warum kommt es auf dem Campus zu Unruhen durch Studenten, die Redner angreifen, deren Worte die Studenten »triggern« und »bedrohen«?

Haidt und Lukianoff sagen in ihrem Buch: »Was heute neu ist, ist die Annahme, dass Studenten zerbrechlich sind.«

Im Mittelpunkt stehen die vom Sozialpsychologen Jean Twenge identifizierten Angehörigen der iGen (kurz für »Internetgeneration«), die nach 1995 geborenen Studenten, und die Unruhen auf den Universitätsgeländen im Jahr 2014. Die Autoren behaupten das Folgende:

Viele Studenten lernen, auf verzerrte Art und Weise zu denken, und das erhöht ihre Wahrscheinlichkeit, zerbrechlich, ängstlich und verletzlich zu werden.

Bevor die Autoren ihr Buch schrieben, reichten sie zunächst einen Artikel mit dem Titel »Sich ins Elend diskutieren: Wie Hochschulen kognitive Verzerrungen lehren« bei The Atlantic ein. Aus diesem Artikel entwickelte sich das Buch The Coddling of the American Mind. Sie beschreiben den Prozess so:

In diesem Artikel legten wir dar, dass viele Lehrer, Eltern, Professoren und Universitätsverwalter unwissentlich einer Generation von Schülern und Studenten beigebracht haben, sich Gewohnheiten anzueignen, die häufig bei Menschen beobachtet werden, die unter Angst und Depressionen leiden. […]

Solche Denkmuster schadeten der geistigen Gesundheit der Schüler und Studenten direkt und beeinträchtigten ihre intellektuelle Entwicklung – und manchmal auch die Entwicklung der Menschen um sie herum. An einigen Schulen und Universitäten schien sich eine Kultur der defensiven Selbstzensur herauszubilden, teilweise als Reaktion auf Schüler, die oft Fehlverhalten aufdeckten oder andere für kleine Dinge beschämten, die sie für unsensibel hielten – entweder dem Schüler gegenüber, der ein Fehlverhalten aufgezeigt hatte, oder gegenüber den Mitgliedern einer Gruppe, für die sich ein Schüler oder Student einsetzte. Wir nannten dieses Muster rachsüchtigen Protektionismus und legten dar, dass ein solches Verhalten es für alle Schüler schwieriger machte, offene Diskussionen zu führen, in denen sie die wesentlichen Fähigkeiten des kritischen Denkens und der höflichen Meinungsverschiedenheiten üben konnten.

F: Was bedeutet das alles?

A: Gewalt, Hass und Meinungsverschiedenheiten werden wahrscheinlich aufgrund von Technologie und dem höheren Bildungsniveau der Massen zunehmen.

Heute fordern Lehrer, Schüler und Studenten »Sicherheit«. Natürlich ist die körperliche Sicherheit wichtig, doch das Konzept der Sicherheit auf die »Sicherheit« vor Ideen hat sich ausgeweitet, die den Schüler oder Studenten verstören könnten. Mit anderen Worten, emotionale Sicherheit. Das bedeutet, dass die freie Meinungsäußerung tot ist.

Erschwerend kommt hinzu, wenn sich ein Schüler oder Student von einer Idee »bedroht« fühlt, ermöglicht diese neue Kultur es ihm, Vergeltung zu üben, anzugreifen oder sogar jemanden zu verletzen, von dem er denkt, dass er unbequeme Emotionen in dem Schüler oder Studenten »getriggert« hat.

Deshalb nimmt die Gewalt zu. Die freie Rede ist tot. Echte Bildung liegt im Sterben.

The Coddling of the American Mind ist ein wichtiges Buch, besonders wenn Sie Kinder im Schulalter haben oder ein Arbeitgeber sind, der mit der iGen (den nach 1995 Geborenen) arbeitet. Meine Freunde beim Militär haben deutliche Unterschiede zwischen der Arbeit mit Millennials und der iGen festgestellt.

Die Autoren Haidt und Lukianoff erklären, dass es die iGen ist, die den Millennials ihren schwachen, kämpferischen Ruf verleiht. Das Problem ist, dass die Einstellungen der iGen und der heutigen Lehrer alle Generationen weltweit infizieren.

F: Wie bereitet man sich auf diese schöne neue Welt vor?

A: The Coddling of the American Mind bietet viele Lösungen, eine davon sind die Erkenntnisse von Nassim Taleb, dem Autor von Der schwarze Schwan, einem Bestseller aus dem Jahr 2007 und Finanzbibel für viele professionelle Investoren.

Taleb ist Statistiker, Aktienhändler, genialer Universalgelehrter und Professor für Risikomanagement an der NYU. Er erklärt, dass zu viele Investoren eine falsche Sicht auf das Risiko haben. In komplexen Systemen und Gesellschaften ist es unmöglich zu sehen, was in Zukunft passieren wird.

Dennoch versuchen wir weiterhin, das Risiko auf der Grundlage früherer Erfahrungen zu berechnen. Das öffnet die Tür zu unvorhergesehenen »schwarzen Schwänen«, auf die niemand vorbereitet ist.

Deshalb glaubt Jim Rickards, dass Angehörige der akademischen Eliten wie der ehemalige Fed-Vorsitzende Ben Bernanke es falsch verstanden haben. Rickards und Nomi Prins – echte Insider, keine Fake-Mitglieder der akademischen Eliten – glauben, dass wir uns durch Quantitative Easing (QE) und dem Drucken von mehr und mehr Geld, für die Zukunft schwächen und nicht stärken.

Bernanke ist ein Professor der Großen Rezession. Im Jahr 2008 tat er, wovon er glaubte, dass es die Fed 1929 hätte tun sollen: mehr Geld drucken. Bernanke fuhr in die Zukunft, schaute dabei aber in den Rückspiegel. Wie das alte Sprichwort sagt: »Generäle bereiten sich auf den letzten Krieg vor.«

Im Jahr 2008 kämpfte Bernanke den Krieg von 1929.

The Coddling of the American Mind und Nassim Talebs Buch Antifragilität aus dem Jahr 2012 vertreten die Position, dass unsere Schulen unbeabsichtigt die Zukunft der Schüler schädigen, indem sie sie zerbrechlich machen, anstatt sie auf unerwartete schwarze Schwäne in der Zukunft vorzubereiten.

Taleb bittet uns, zwischen drei Arten von Menschen zu unterscheiden:

  1. Einige Menschen sind zerbrechlich, wie feine Porzellan-Tassen. Sie brechen leicht und können sich nicht selbst heilen, daher müssen Sie sie mit Samthandschuhen anfassen.
  2. Einige Menschen sind so belastbar wie Plastikbecher. Sie können den großen Erschütterungen des Lebens standhalten. Eltern geben ihren Kindern in der Regel Plastikbecher. Das Problem ist, dass Plastikbecher keinen Vorteil aus Stürzen und grober Handhabung ziehen, da Plastikbecher nicht lernen, zu wachsen oder stärker werden.
  3. Einige Menschen sind unzerbrechlich. Unzerbrechliche Menschen brauchen Stress, Herausforderungen und schwierige Umstände, um zu lernen, sich anzupassen und zu wachsen.

    SEHR WICHTIG: Unzerbrechliche Systeme werden schwächer, steifer und weniger effizient, wenn sie nicht herausgefordert werden. Zum Beispiel werden unsere Muskeln schwächer und die Knochen so zerbrechlich, ebenso wie die von Kindern, weil Kinder und Menschen ein unzerbrechliches System haben.

    Wenn ein Mensch einen Monat lang im Bett liegt, verkümmern seine Muskeln, weil komplexe Systeme geschwächt werden, wenn ihnen die Belastung fehlt.

    Wenn neurotisch überfürsorgliche Eltern und Lehrer die Schüler vor dem wirklichen Leben schützen, schaden sie den Schüler und der Zukunft unserer Welt.

    Darüber hinaus werden zerbrechliche Menschen zu gewalttätigen Menschen, die ihr Recht auf Schutz vor dem wahren Leben verteidigen.

Kerze versus Lagerfeuer

Die Metapher von einer Kerze und einem Lagerfeuer ist ein weiteres Beispiel dafür. Wenn Sie zu stark auf eine Kerze pusten, geht die Kerze aus. Wenn Sie an einem Lagerfeuer richtig stark pusten, wird das Lagerfeuer stärker.

Wenn unsere Schulen, Lehrer und neurotische, überfürsorgliche Eltern ihre Kinder vor der echten Welt schützen, ziehen sie »Kerzen« heran, Kinder, die nicht auf die schwarzen Schwäne der Zukunft und die Welt, mit der sie als Erwachsene konfrontiert sein werden, vorbereitet sind.

Wie man sich auf die Zukunft vorbereitet

Viele Menschen sind widerstandsfähig und stark. Noch einmal, das Problem mit starken, widerstandsfähigen Menschen ist, dass sie nicht wachsen oder lernen, und zurückfallen, wenn die Welt in die Zukunft blickt.

Ich möchte mit diesem Gedanken abschließen – einem Zitat, einer alten Weisheit, die die Autoren von The Coddling of the American Mind an den Beginn des ersten Kapitels des Buches, »The Untruth of Fragility«(dt. Die Unwahrheit der Zerbrechlichkeit), verwenden.

Wenn der Himmel im Begriff ist, einem Menschen eine große Verantwortung zu übertragen, wird er seinen Verstand mit Leiden üben und seine Sehnen und Knochen harter Arbeit unterwerfen, seinen Körper dem Hunger aussetzen, ihn in die Armut treiben, Hindernisse auf die Wege seiner Taten legen, um seinen Geist zu stimulieren, seine Natur zu verhärten und ihn zu verbessern, wo immer er unfähig ist.

Meng Tzu, 4. Jahrhundert vor Christus

So werden Menschen zu Adlern

So wie Radha mich dazu brachte, meinen Geist zu öffnen und zu lernen:

Deine spirituelle Gesundheit liegt in deiner Krankheit.

Dein spiritueller Reichtum liegt in deiner Armut.

Dein spirituelles Glück liegt in deiner Traurigkeit.

Hühner sind widerstandsfähig. Sie überleben, lernen aber nicht. Sie leben auf dem Land des Bauern und fressen das Futter des Bauern und erlauben dem Bauern, ihre Eier zu verkaufen, ihre Küken zu versklaven und sie zu essen, wenn er Hunger hat.

Adler sind unzerbrechlich. Sie lieben die Unsicherheit der Winde, die Herausforderung, ihre Küken zu füttern, und die Freiheit des Himmels.

Hier kommen meine Fragen an Sie:

Nur Sie können diese Fragen beantworten.

Im nächsten Kapitel werden Sie lernen, wie man wie ein Adler aufsteigt, und gleichzeitig in einer Welt lebt, die von Hühnern beherrscht wird.

IHRE FRAGEN – ROBERT T. KIYOSAKIS ANTWORTEN

F: Ich habe Dr. Gopalans Buch Second Opinion über die Philosophien der östlichen und westlichen Medizin gelesen – und die Kraft, die jeder von uns hat, unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden positiv zu beeinflussen. Wie können wir diese Informationen effektiv an die großen Massen unwissender Menschen weitergeben?

Monique B. – USA

A: Wir alle sind in mancher Hinsicht unwissend. Niemand weiß alles. Wir alle tragen zur Erleuchtung bei, wenn wir mitteilen, was wir in unserem Leben gelernt haben. Ich empfehle Dr. Gopalan, weil er sein Wissen sowohl aus der Welt der östlichen als auch der westlichen Medizin weitergibt. Ich empfehle Ihnen, sein Buch zu lesen. So verbreiten wir Erleuchtung.

F: Warum glauben Sie, dass Dr. Gopalans Informations- und Vernunftphilosophien nicht im etablierten Schulunterricht zum Thema »Gesundheit« gelehrt werden?

Deepak J. – Indien

A: Dr. Gopalan sagt: »Die heutige Gesundheitsversorgung ist Wohlstandspflege. Echte Gesundheitsversorgung ist kostenlos.« Beide haben ihren Platz in der heutigen Welt. Die Kosten für die persönliche Gesundheitsversorgung wären geringer, wenn die Menschen wirklich dem Rat von Dr. Gopalan folgen würden und sich auf die Gesundheit und nicht auf die Medizin zur Heilung konzentrieren würden.

F: Kann der »Judas« (wie Sie es nennen) in uns allen schließlich mit genügend Übung konsequent kontrolliert werden?

Arturo S. – Mexiko

A: Nein. Judas wird nie unter Kontrolle sein. Sie können die Macht des Judas über sich reduzieren, indem Sie sich bewusst sind und zuhören, wenn Judas spricht. In dem Moment, in dem Judas weiß, dass Sie wissen, dass er gerade spricht, hat er weniger Macht über Sie.