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Vielleicht liegt es daran, dass der donnernde Wind in einen ungewöhnlichen Rhythmus verfallen ist, aber die rot und blau flackernden Lichter der Rettungswagen wirken wie unheilschwangere Trommelschläge. Die Bäume in der Nähe leuchten in karnevalsbunten Farben, doch die tiefere Dunkelheit des Waldes weigert sich weiter, ihre Geheimnisse preiszugeben. Das alles ist sehr aufregend, der Wind, die Finsternis, das pulsierende Licht, die verängstigten Männer, die sich gegenseitig Anweisungen und Warnungen zurufen. Shacket fühlt sich beschwingt, nicht besiegt.

Trotz seiner fest hinter seinem Rücken zusammengeschnürten Hand- und Fußgelenke müssen die zwei Rettungssanitäter aus dem ersten Wagen sowie die zwei Deputys ihn noch festhalten, damit sie ihm das Chlorpromazin injizieren können. Als die erste Dosis nicht die erwartete Wirkung zeigt, spritzen sie ihm noch ein paar Kubikzentimeter mehr.

Schließlich halten sie ihn für bewusstlos, aber das ist er nicht. Er ist im Augenblick hilflos, kann sich nicht mehr wehren, aber er hört alles, was sie sagen. Er weiß, wohin sie ihn bringen wollen und wie sie in der Haft mit ihm verfahren wollen. Die starke Droge hat ihn körperlich außer Gefecht gesetzt, aber seine Verwandlung geht immer noch rasend schnell weiter und sein Geist ist unbeeinträchtigt, obwohl seine Fänger glauben, dass er seine Umgebung nicht mehr wahrnimmt. Er hält die Augen geschlossen, damit sie keinen Verdacht schöpfen. Er hört zu und schmiedet Pläne.