Kapitel 23

D ie Jobmesse stellte einen besonders aufregenden Tag des Schuljahres für die älteren Schüler dar. Sie erfuhren, was es in der Welt da draußen für Möglichkeiten gab und welche Art von magischen Jobs sie ausführen könnten, damit sie nicht ausschließlich mit Menschen arbeiten mussten. Die Messe wurde absichtlich am selben Wochenende abgehalten, an dem die Ehemaligen auf dem Campus waren. Schließlich waren sie die beste Quelle für Informationen.

Für die Schüler war ihre eigene Zukunft noch kaum vorstellbar. Nach der Schulzeit würden sie in eine Welt hinausgehen, in der Magie noch keinen etablierten Platz gefunden hatte.

Die Absolventen der Schule hatten meist gute Ideen gehabt, wie sie sich in diese Welt einbringen konnten und waren somit die besten Ansprechpartner, wenn es darum ging, herauszufinden, wie man seine Träume verfolgen konnte.

Die Lehrer hatten sie das ganze Jahr über vorbereitet, ihnen Einblicke in die verschiedenen Berufe gegeben und sie wissen lassen, welche Unternehmen auf der Jobmesse vertreten sein würden. Ethan war nicht aufgeregt. Er war froh, dass er noch ein weiteres Jahr in der Schule hatte, aber der Rest von ihnen war gespannt und wartete bereits in der Schlange, bevor die Türen der Turnhalle überhaupt geöffnet wurden.

Peter sah Aya aufgeregt an, als die Gruppe hineinging. »Ich weiß, wo mein erster Halt sein wird. Ich gehe direkt zum Tisch über Journalismus für magische Wesen. Ich warte schon das ganze Jahr darauf, mit jemandem darüber zu reden.«

Aya entdeckte den Stand der Regierung, der der größte im ganzen Raum war. »Ich möchte sehen, welche Jobs die Regierung für magische Wesen hat. Ich weiß, ich weiß, es ist die Regierung. Aber sie haben alle möglichen Jobperspektiven.«

Die Menge verteilte sich, stellte sich an die im Raum verteilten Tische und hörte sich die Präsentationen der Besucher an. Auf der Bühne stand Misses Berens mit verschränkten Armen neben General Anderson, der endlich in den Ruhestand gegangen war, aber immer noch darauf bestand, zu kommen, um nach der Schule zu sehen. Er konnte nicht vollständig gehen, bevor er nicht wusste, dass alles sicher war.

Der General hob eine Augenbraue und sah die Direktorin an: »Ich habe gehört, dass Ihr magisches Jugendmilitärprogramm immer noch nicht gut läuft.«

Die Direktorin schnitt eine Grimasse. »Ich habe es versucht, General, aber ich glaube, es herrscht immer noch zu viel Misstrauen zwischen den magischen Wesen und den Menschen. Geben Sie dem Ganzen Zeit. Es ist ein neues Programm. Irgendwann werden die Leute anfangen, sich anzumelden.«

Der General lächelte und nickte. »Ich weiß. Ich habe ihnen von Anfang an gesagt, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass wir innerhalb der ersten fünf Jahre einen Ansturm sehen werden. Aber wir müssen es weiterhin versuchen. Diese Veranstaltung hat sich davon abgesehen, hervorragend entwickelt. Sie haben Techniker, den Kochkurs, den Journalismus, meine Leute und viele andere hier. Ich bin beeindruckt.«

Die Direktorin lächelte verschmitzt und nickte in Richtung des hinteren Teils der Halle. »Oh, Sie haben noch nicht alles gesehen, General.«

In diesem Moment öffnete sich mit einem Knall ein großes Portal und Funken flogen überall herum. Das Konsulat von Oriceran hatte Vertreter geschickt, um mit den jungen Magiern über eine mögliche Zukunft auf ihrem Planeten zu sprechen. Der General war verblüfft von dem Ausmaß der Veranstaltung, aber auch die Schüler waren wie hypnotisiert von den Leuten, die in oriceranischer Kleidung den Raum durchquerten.

Der General räusperte sich unbehaglich. »Nun, das habe ich nicht erwartet. Andererseits habe ich nicht die ganze Aufstellung angeschaut und wahrscheinlich stand es da drin.«

Misses Berens lachte. »Es war da drin und in der Tat stand das Konsulat in Kontakt mit Ihren Büros, um das alles einzurichten. Sie dachten, es wäre gut, Leute zu finden, die bei der Integration unserer beiden Welten mithelfen wollen. Nichts für ungut, aber wir brauchen auf jeden Fall ein paar magische Leute, die denjenigen, die aus Oriceran kommen, den Weg weisen.«

Der General nickte. »Da werde ich mich nicht mit Ihnen streiten. Das ist eine absolute Notwendigkeit. Wenn die Menschen auf der Erde auf sich selbst aufpassen, dann müssen das die Wesen auf Oriceran auch tun.«

Die Direktorin sah den General an. »Ich dachte eher daran, dass wir gegenseitig auf uns aufpassen sollten.«