Kapitel 29

E s schneite heftig in Charlottesville, als sich die Schüler zu Beginn der Weihnachtsferien auf den Weg vom Bus zum Starbucks machten. Alison, Izzie und die Gruppe fuhren zusammen, beladen mit Geschenken, die sie ausgetauscht hatten. Luke hatte Izzie einen wunderschönen Schneeflockenring geschenkt und sie hatte ihn schnell an ihren Finger gesteckt und ihn geküsst. Sie würde ihn in den Weihnachtsferien vermissen, aber wenigstens hatte sie das Schmuckstück, um ihn in Erinnerung zu behalten.

Tanner hatte Alison ein Bettelarmband und einen Anhänger mit ihren beiden Namen in Blindenschrift geschenkt. Sie hatte gelächelt, als er es um ihr Handgelenk gelegt hatte und ihn auf die Wange geküsst. Es war das perfekte Geschenk. Sie konnte es in Brownstones Nähe tragen und er würde nie erfahren, was es für eine Bedeutung hatte.

Während sie durch den Starbucks liefen, unterhielten sie sich fröhlich über ihre bevorstehenden Weihnachtsferien. Tanner hatte seinen Arm um Alison gelegt, während Jason im Hintergrund neidvoll zusah. Luke und Izzie hielten sich an den Händen und verloren sich in einer Art Liebesdunst, während sie sich ihren Weg durch die magische Wand des Starbucks und in den Bahnhof bahnten.

»Erzähl mir noch einmal, wohin du in den Weihnachtsferien fährst?«, fragte Luke Izzie.

Izzie kicherte und hielt sich am Geländer fest, als sie sich auf den Weg nach unten zum Bahnsteig machten. »Ich fahre mit Alison nach L.A., um Weihnachten mit Brownstone und Shay zu feiern. Sie waren so nett zu mir, als sie letztes Jahr zum Ball kamen und luden mich ein. Überraschenderweise sagte Misses Berens, dass es okay sei.«

Luke sah sie nervös an, denn er wusste nur einen Teil dessen, was in dieser Nacht im Wald geschehen war. »Und du bist sicher, dass du in Sicherheit sein wirst?«

Alison ging neben ihnen her und legte ihren Arm um Lukes Schultern. »Ist das dein Ernst? Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie in einem Haus mit Shay und Brownstone, ganz zu schweigen von ihren eigenen knallharten Fähigkeiten, am sichersten Ort ist, an dem sie sein könnte.«

Izzie klatschte vor Aufregung in die Hände. »Und ich werde mit meiner besten Freundin zusammen sein.«

Alison streckte ihren Arm aus und drückte Izzies Hand. »Wir könnten sogar zusammen auf eine Kopfgeldjagd gehen.«

Izzies Mund klappte vor Erstaunen auf. »Ein weiteres Abenteuer. Vielleicht sogar eine beginnende Karriere.«

Luke hob den Finger und schüttelte den Kopf. »Mir gefällt die Idee nicht wirklich. Könnt ihr zwei nicht einfach, ich weiß nicht, menschliche Mädchensachen machen?«

Izzie lachte. »Und was genau sind bitte menschliche Mädchensachen?«

Luke zuckte mit den Schultern. »Ich weiß es nicht. Lackiert euch die Zehennägel?«

Tanner sprang ein. »Klatsch und Tratsch? Zum Friseur gehen?«

Ethan lachte und steckte seinen Kopf dazu. »Ich glaube, ihr Jungs grabt euch gerade ein Loch.«

Kathleen rollte mit den Augen und wartete auf alle am Ende der Treppe. »Ich denke, darin bist du inzwischen wahrscheinlich ein Experte.«

Alle lachten und machten sich auf den Weg nach unten zu Kathleen. Izzie spürte die Enge in ihrer Brust und eine Erinnerung flackerte auf. Es war ihre Mutter, die etwas über Kopfgeldjagd sagte.

Die Stimme ihrer Mutter hallte in ihrem Kopf wider. »Es wird nicht lange dauern und du weißt, wie man Zaubersprüche benutzt.«

Luke legte seinen Arm um Izzie und küsste sie auf die Stirn, um sie aus ihren Gedanken zu reißen. »Alles okay?«

Izzie schüttelte die Erinnerung ab und lächelte. »Ja. Mich hat nur der Gedanke an Weihnachten mit Alison verzaubert, das ist alles.«

Izzie atmete tief durch und speicherte die Bilder, an die sie sich erinnert hatte, in ihrem Hinterkopf. Sie wusste, dass es etwas war, dem sie nachgehen musste, wenn sie zurückkam. So sehr sie auch über all die neuen Erkenntnisse aus ihren Erinnerungen nachdenken wollte, die sie gesammelt hatte, wollte sie auch ihre Weihnachtsferien genießen. Sie konnte nicht in der Vergangenheit stecken bleiben und alles in der Gegenwart verpassen.

Emma öffnete ihre Arme und umarmte jeden in der Gruppe. »Ich gehe nach rechts. Mein Zug ist ein Stück weiter unten. Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und bitte, bitte passt auf euch auf«

Einer nach dem anderen verabschiedeten sie sich alle und ging in verschiedene Richtungen. Izzie und Alison standen am Bahnsteig und winkten Tanner, Luke und den anderen zum Abschied zu, als sie in den verschiedenen Tunneln verschwanden, um sich auf den Weg zu ihren Bahnsteigen zu machen.

Alison nahm Izzies Hand und lächelte. »Frohe Weihnachten, Izzie.«

Izzie drückte ihre Hand und sah zu Boden, als der Zug in den Bahnhof einfuhr. »Frohe Weihnachten, Alison. Das wird das beste Weihnachten aller Zeiten!«

ENDE

Die Geschichte von Alison wird im
sechsten Band fortgesetzt.

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Marthas Autorennotizen (26. August 2018)

Alison beginnt ihr drittes Jahr an der Highschool. Für die meisten von uns war das der Zeitpunkt, an dem die Dinge ein wenig einfacher wurden. Man lernt Auto zu fahren, wird nicht mehr wie ein Baby behandelt und hat noch ein Jahr, bis der Druck auf ein gutes College zu gehen spürbar wird. (Ja, ich weiß, der Druck fängt schon früh an)

Aber es ist auch eine verwirrende Zeit, in der man versucht herauszufinden, wer man ist und wie man in diese Welt passt, sowohl unter Gleichaltrigen als auch innerhalb der Gesellschaft.

Ich war ein groß gewachsener Spargeltarzan mit wild gelocktem Haar (das war, bevor ich Haarprodukte entdeckt habe). Ich dachte immer, ich sei zu dick. Aber durch diese Selbstzweifel habe ich rückblickend viel über mich selbst gelernt und kann diese Erfahrungen in der Reihe aufarbeiten und einbringen.

Ich kann die Art und Weise, wie ich nicht nur mit meiner Vergangenheit umgehe, sondern auch mit der Gegenwart, ändern. Wenn ich zurückblicke, sehe ich, wie schön und neugierig dieses Geschöpf war. Wie mutig sie war. Damals meldete ich mich freiwillig zu einer Debatte über die Rechte der Frau an. Das Publikum bestand ausschließlich aus Schülern eines reinen Jungeninternats. Die gegnerische Meinung war, dass die Frau zu Hause bleiben sollte, weil es sich so gehört . Das war im Übrigen 1976. Ich konnte mich behaupten, auch wenn das Publikum bei den Thesen meines Gegners zustimmend mit dem Kopf nickte.

Ich vertrat oft kontroverse Meinungen und es sollte eine Weile dauern, bis ich lernte, dass dies nicht falsch, nur anders war und ich an einem anderen Ort nach Gleichgesinnten suchen musste.

Ich war auch aus anderen Gründen eine Außenseiterin. Mein Vater, der immer vorausdenkt, fand ein Stipendium für weibliche Nachkommen von Bürgerkriegssoldaten, die ihr Land im Krieg verloren hatten. Mit der zusätzlichen Ermäßigung, weil er ein Geistlicher war, fand ich mich auf einer privaten Mädchenschule wieder. Dort lernte ich eine großartige Kultur kennen, fand Freundschaften fürs Leben und mehr als einmal wurde mir klar, wie arm wir wirklich waren.

Wir gingen mit der örtlichen privaten Jungenschule zu einem Theaterstück im Kennedy Center und ich hatte zwar ein Kleid für den Anlass, aber nicht die passenden Schuhe und trug meine schwarzen Halbschuhe – die besten, die ich hatte. Im Bus gab es viel Gekicher und Fingerzeigen. Ich tat mein Bestes, um so zu tun, als ob ich es nicht mitbekommen hätte.

Dazu kam, dass ich meine eigene Meinung hatte und in die Welt hinaus wollte, um Journalistin und Schriftstellerin, Ehefrau und Mutter zu werden. Ich wurde oft ausgelacht, aber zum Glück nicht von allen. Es gab auch Erwachsene, die mein Potenzial erkannten und mich ermutigten. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit versuche ich, das Gleiche zu tun und es weiterzugeben. Die Welt ist besser dran, wenn jeder das beiträgt, was ihn einzigartig macht.

Hier ist, was ich dieser jüngeren Version von mir sagen würde und es ist dasselbe, was ich meinem gegenwärtigen Ich sage und dann danach handele (worin die wirkliche Macht liegt, weil ich heute noch etwas verändern kann).

Du hast der Welt etwas Einzigartiges zu bieten. Such dir das Publikum, das deine Ideen unterstützt, sie feiert und ergänzt. Tue dasselbe für sie. Halt dich von Leuten fern, die immer das Problem suchen und schließe dich jenen an, die an einer Lösung arbeiten. Probiere deine Ideen aus und wenn du in eine Sackgasse gerätst, überlege, wie du dorthin gelangt bist und frage gegebenenfalls um Hilfe. Sei freundlich und mitfühlend, gib den Menschen zweite Chancen und sei bereit, neu anzufangen, wenn etwas nicht funktioniert. Wenn du für alles bereit bist, kann dich wenig aus der Bahn werfen, höre deinen Mitmenschen zu und lebe deine Kreativität aus. Wenn du auf deine Stärken vertraust und dir mehr erlaubst, wirst du eine Menge Spaß haben.

Weitere Abenteuer werden folgen.

Michaels Autorennotizen (25. August 2018)

DANKE, dass du nicht nur diese Geschichte gelesen hast, sondern auch die Autorenanmerkungen liest!

Endlich komme ich dazu, über Alison Anderson zu schreiben, die zu Alison Brownstone wurde! Die neueste Ausgabe von Der unglaubliche Mister Brownstone ist gerade erschienen und es ist interessant, worüber einige der Leser diskutieren. Da die Serie mehr für Erwachsene ist als diese hier, habe ich oft einen Haufen Fans, die skandieren: »Kämpfe, Kämpfe, Kämpfe!« Aber ich wollte nicht, dass es in diesem Buch nur ums Kämpfen geht.

Ganz genau . Nein, es sollte das erste Buch werden, das zeigt, wie Alison zu einer vielseitigen Person heranwächst. Wie das abläuft, werden wir bis zum Buch 08 (dem Ende dieser Serie) sehen und dann in Alisons persönlicher Reihe weiterverfolgen können.

Im 8. Brownstoneband ging es auch um den Wunsch von Alison, die Tochter von James zu sein. Familie, so sagt sie in der Geschichte, hat nicht immer etwas mit Blut zu tun.

Hier zeigt sich, dass Alison mehr im Kopf hat als nur die Schule und dass die Bindungen zu denen, die ihr wichtig sind, stärker sind als Blut.

Peking, China

Ich tippe all dies, während ich im Hochgeschwindigkeitszug zwischen Peking und Shanghai sitze. In der Ferne, hinter den großen grünen Feldern (und Bäumen) sind hohe Gebäude zu sehen, die tausende Familien beherbergen können. Vielleicht stehen sie auch leer, das kann ich aus dieser Entfernung nicht beurteilen.

Unsere Tage in Peking waren lustig und prall gefüllt von der Pekinger Buchmesse 2018. Es sollte eigentlich eine Art Urlaub für mich sein und Arbeit für Judith (die für die ausländische Vermarktung der Bücher zuständig ist). Letztendlich war ich aber viel mehr auf der Messe, als ich geplant hatte. Es war sehr interessant und bot mir die Möglichkeit, mich mit einer fantastischen interaktiven Ausstellung zu beschäftigen, die sich mit der chinesischen Sprache befasste.

Nun, ich bin mit Sprachen leicht überfordert. Ich verstehe die phonetischen Unterschiede oft nicht und japanische und chinesische Schriftzeichen jagen mir eine Heidenangst ein. Der Versuch, sie zu lernen (so dachte ich zumindest), wäre eine monumentale Aufgabe und warum zum Teufel sollte ich damit anfangen? Ich bin fünfzig. Es ist ja nicht so, als wäre ich ein junger Hüpfer. (Anm. d. Red.: Er ist trotzdem ein Jungspund, das sage ich ihm immer wieder.)

Aber nach dieser kurzen Erfahrung bin ich neugierig auf die Zeichen und ihre Bedeutung.

Um überhaupt so weit zu kommen, musste ich lernen, meine Scheu vor neuen Erfahrungen zu überwinden und einfach mit Judith in die verschiedenen Bereiche hineinzugehen. Es gibt nichts Besseres, als eine riesige Halle zu betreten, in der man nicht viel lesen kann – und schon gar nicht die Sprache spricht – und einfach auf etwas zu zeigen.

Die Leute auf der Messe und offen gesagt fast ALLE Leute, die wir trafen, waren freundlich und geduldig mit zwei Amerikanern, die nur zwei Worte Chinesisch sprachen.

»Hallo « und »Danke. «

Also, »Danke, Peking«, dass wir bei unserem Besuch in deiner Stadt willkommen waren.

Und DANKE, dass man hier Coca-Cola der Pepsi vorzieht (Außer Pizza Hut, ihr <zensiert>). Ich konnte so viel vom Elixier der Wachsamkeit trinken, wie ich wollte.

Ad Aeternitatem, Michael Anderle