Emma saß auf dem Sofa und ließ den Blick durch ihr Wohnzimmer schweifen. Dank der Immobilienagentur hatte sie sich über die Wohnungssuche keine Gedanken machen müssen. Catherine hatte für sie ein Apartment am Wellington Square Ecke Kings Road organisiert. Die belebte Kings Road mit ihren vielen Geschäften sowie die Nähe zu Lomax gefielen Emma außerordentlich gut. Die Wohnung lag ebenerdig, hatte niedrige Decken, und die stilsichere Inneneinrichtung mit ihrer kultivierten Bescheidenheit wirkte wie aus einem renommierten Hochglanzmagazin. Das Apartment entsprach zwar nicht ganz Emmas Geschmack, aber es war ohnehin nur eine Übergangslösung. Irgendwann würde sie sich nach einer dauerhaften Bleibe umsehen. Ihr Leben an der Wall Street war bereits nur noch eine Erinnerung, obwohl es nicht lange genug zurücklag, als dass sie mit positiven Gefühlen oder gar Wehmut daran gedacht hätte. Daran würde sich auch nichts ändern, wenn sie sich heute Abend mit Chris traf.
Die Redensart »Schlaf niemals mit deinem Börsenmakler« existiert zwar nicht, aber vielleicht sollte man sie einführen, dachte Emma. Sie kannte Chris noch von Goldmann Sachs, doch inzwischen arbeitete er für eine kleinere Firma und war immens erfolgreich.
Da fiel ihr ein, dass sie bereits mit ihm geschlafen hatte, noch bevor er ihr persönlicher Broker wurde. »Mach einen Liebhaber niemals zu deinem Börsenmakler« klang jedoch bei weitem nicht so gut.
Im Gegensatz zu vielen anderen in der Branche hatte Emma aus den Insiderinformationen, auf die sie zugreifen konnte, niemals Profit geschlagen. Erstens hatte sie das gar nicht nötig, und zweitens war sie viel zu stolz dazu. Ihr Vermögen, das auf verschiedene Konten und Fonds verteilt war und von Chris verwaltet wurde, resultierte ganz allein aus ihrem eigenen Geschick und Bemühen. Im Grunde benötigte sie keinen finanziellen Berater, aber Chris war wirklich gut – und zudem ein ziemlich guter Fick, dachte sie grinsend.
Sie hatte ihn genau wie Tom und Neil seit einem Jahr nicht mehr gesehen, aber sie telefonierten einmal pro Woche und wechselten dabei mühelos zwischen der sachlichen und sexuellen Ebene hin und her. Chris war für sie so etwas wie ein Kumpel, mit dem sie gelegentlich ins Bett ging.
Emma rutschte unruhig auf dem Sofa herum und stellte fest, dass sie es kaum erwarten konnte, ihn zu sehen. In den letzten Tagen hatten sie ein paarmal telefoniert, und ihre Gespräche strotzten vor sexuellen Andeutungen. Chris wusste zweifellos, dass dies der Hauptgrund für ihre Einladung war.
Emma trug ein eng anliegendes, schulterfreies Kleid von Bruce Oldfield, jedoch keinerlei Schmuck und nur wenig Make-up. Das Einzige, was sonst noch zwischen ihr und Chris stand, war ein schlichter weißer Slip von Calvin Klein. Ein Spritzer Parfüm von Donna Karan und zwei Gläser Wein hatten sie richtig in Stimmung gebracht. Nun war sie unglaublich geil und wartete eigentlich nur noch darauf, dass Chris endlich kam.
Als es an der Tür klingelte, stellte sie ihr Weinglas ab, sprang vom Sofa und lief auf nackten Füßen den Flur entlang. Bevor sie öffnete, beobachtete sie Chris auf dem Monitor der Gegensprechanlage. Seine jungenhaft kurzen, dunklen Locken rahmten sein breites Gesicht ein, und das Leuchten seiner Augen war selbst auf dem grobkörnigen Bild der Kamera zu erkennen. Er strahlte puren Sex aus. Emma riss die Tür auf.
Chris trug einen einreihigen Anzug und ein weißes Hemd mit Krawatte, und sein Lächeln ließ ihre Knie weich werden. Ohne ein Wort der Begrüßung küssten sie einander. Emma grub ihre Finger in sein Haar, presste sich an ihn und genoss es, wie der Anzugstoff über ihre Haut rieb. Sie wollte Chris zu Boden werfen, seinen muskulösen Körper unter sich spüren, wollte ihn fühlen und schmecken, ihn dazu bringen, dass er vor Lust laut aufschrie – und sie wollte, dass er das Gleiche mit ihr machte. Jede Faser seines Körpers, jede seiner Bewegungen verströmte Verlangen und verriet ihr, dass er mit ihr schlafen wollte. Emma zog ihn in den Flur und trat gegen die Tür, die daraufhin mit einem lauten Knall ins Schloss fiel.
»Das habe ich vermisst«, sagte er, und die Begierde in seiner Stimme jagte ihr einen Schauer über den Rücken.
»Ich auch«, erwiderte sie.
Nach einer Unterhaltung stand ihnen jetzt allerdings nicht der Sinn. Sie kannten einander gut genug, um ohne Small Talk auszukommen. Hinterher würde noch genug Zeit dafür bleiben. Was Emma wollte, war ganz simpel und musste nicht erst mit vielen Worten erklärt werden.
Sie streifte Chris das Jackett ab und warf es auf den Flurtisch, ergriff dann seine Hand und zog ihn die Treppe zum Schlafzimmer hinauf, wobei sie aufreizend mit den Hüften wackelte, wohl wissend, dass er auf ihren Hintern starrte. Am oberen Treppenabsatz hielt Chris sie fest und küsste sie abermals, intensiver und leidenschaftlicher als beim ersten Mal. Seine Hand glitt unter den Saum ihres Kleides, strich über die Rückseiten ihrer Oberschenkel und hinauf zu ihrem Slip. Dann schob sie sich unter den Stoff, umfasste eine Pobacke und drückte zu.
Chris bedeutete Emma, sich auf die letzte Treppenstufe zu setzen. Er selbst trat einige Stufen zurück, löste seine Krawatte und öffnete den obersten Knopf seines Hemdes. Lächelnd tastete er nach ihrem Slip und zog ihn ohne weitere Umstände herunter. Es war faszinierend, welchen Unterschied ein derart kleines Stückchen Stoff machte. Emma kam sich nackt vor, obwohl sie noch von ihrem Kleid bedeckt wurde. Doch im nächsten Moment fiel auch diese Barriere. Chris zog es ihr mit einer einzigen Bewegung über den Kopf, so dass sie nun völlig entblößt war.
Er kniete sich auf die Stufe unter ihr, umfasste ihre Pobacken und vergrub sein Gesicht zwischen ihren Beinen. Doch schon bald tauchte er wieder auf und begann, ihre Brüste zu küssen. Er entfachte ein Verlangen in Emma, das sie kaum noch ertragen konnte. Chris saugte an ihren Nippeln, umspielte sie mit der Zunge und biss leicht hinein. Emma seufzte wohlig und hielt seinen Hinterkopf. Schließlich umfasste er ihre Brüste mit beiden Händen und sah Emma tief in die Augen, was eine Woge der Erregung durch ihren Körper sandte.
Auf diesen Moment mit Chris hatte sie gewartet. Sie beide wussten, dass sie für den jeweils anderen nur Sex bedeuteten, daher funktionierten ihre gelegentlichen Treffen ohne Komplikationen. Abgesehen von ihren sexuellen Begegnungen lief ihre Beziehung auf einer sachlichen, ja beinahe geschäftsmäßigen Ebene ab, und genau das war es, was den Sex zwischen ihnen aufs Wesentliche reduzierte. Chris mit seiner Stärke, Selbstsicherheit und Bereitwilligkeit, sie zu befriedigen, törnte sie auf eine Weise an, wie es nur wenige Männer vermochten. Manchmal schliefen sie stundenlang miteinander, wobei sich Chris allein um Emmas Wohl kümmerte und sie mühelos mehrere Male kam. Manchmal tat sie das Gleiche für ihn. Emma und Chris gelang es, ihre Begierden gemeinsam zu verwirklichen und zu vereinen. Die Erfahrung war überwältigend, wenn auch flüchtiger Natur. Das kümmerte sie in diesem Augenblick allerdings nicht. Dies war ihr Moment.
Mit einem sanft kreisenden Finger liebkoste Chris ihre Schamlippen. Sein Atem ging stoßweise, und er betrachtete ihren Körper, als sähe er ihn zum ersten Mal. Hin und wieder blickte er ihr mit zufriedenem Gesichtsausdruck in die Augen und begann schließlich, sie eingehender zu erforschen. Emma lehnte sich zurück und stützte sich auf ihre Ellbogen. Ihre Beine lagen locker auf den Stufen, und der Teppich, der den Treppenabsatz bedeckte, fühlte sich unter ihrem Hintern angenehm warm und weich an. Chris’ Finger drang langsam in sie ein, und ihre Muskeln schlossen sich um den kleinen Teil von ihm, der sich nun in ihr befand.
Emma seufzte zufrieden und gab sich ihm vollständig hin. Ihr Oberkörper sank auf den Boden, und sie starrte an die Decke, während sie rastlos vor Verlangen hin und her rutschte. Sie spürte Chris’ warmen Atem auf ihrer Klitoris, noch bevor sein Mund die zarte Knospe fand. Unterhalb seines Kinns bearbeitete er sie weiter sanft mit den Fingern. Emma setzte sich wieder aufrecht hin und betrachtete die Konturen seines Rückens und seines festen Hinterns, die sich unter Hemd und Hose abzeichneten.
Als sich Chris von ihr zurückzog und sich aufrichtete, hinterließ er eine zitternde Leere in ihr. Er umfasste ihre Fesseln, stellte ihre Füße auf die Stufe direkt unter dem Treppenabsatz und drückte sanft ihre Knie auseinander. Zuvor hatte ihr Körper eine beinahe gerade Linie gebildet und so ihr Geschlecht ein wenig vor ihm verborgen. In dieser Position lag es jedoch offen vor ihm, und ihr Körper reagierte mit wachsendem Verlangen.
Chris benutzte nun zwei Finger, und zwar auf härtere, weniger spielerische Weise, was sie noch mehr erregte. Das war der Chris, den sie kannte und auf gewisse Weise auch liebte – für seine Unbeirrbarkeit und die beinahe grobe Art, mit der er sie bearbeitete, bis sie keuchend oder laut schluchzend kam. Er vermied es nun, ihre Klitoris zu berühren, und bereitete ihre Muschi stattdessen mit den Fingern auf seinen Schwanz vor, den Emma nun endlich sehen – und vor allem spüren – wollte. An seinem Gesichtsausdruck und dem Feuer in seinem Blick erkannte sie, dass auch er nicht länger warten wollte. Mit seiner freien Hand öffnete er hektisch Knopf und Reißverschluss seiner Hose und streifte sie sich zusammen mit der Unterhose unbeholfen über die Hüften.
Dann ließ er von ihr ab und richtete sich auf. Emma stellte ihre Füße ein paar Stufen tiefer, beugte sich vor und zog ihm die Hose bis zu den Knöcheln hinab. Sie liebkoste seine Hoden, die von dem Gummiband seiner Unterhose nach oben gedrückt wurden, und zerrte dann auch dieses Stück Stoff über seine leicht behaarten Beine nach unten. Obwohl sein Schwanz nicht mehr viel Aufmerksamkeit benötigte, widmete sich Emma ihm für einen Augenblick. Chris besaß ein wahres Prachtexemplar, und er verfügte nicht nur über eine enorme Größe, sondern auch über die richtige Technik. Emma fuhr mit den Fingernägeln um den Schaft des prallen, beschnittenen Glieds, dessen Adern sichtbar pulsierten. Sie umfasste es und strich über den gewölbten Rand der Eichel. Dann lehnte sie sich zurück und wartete.
Chris griff erneut nach ihren Fesseln, doch dieses Mal hob er ihre Beine in die Luft und legte ihre Füße rechts und links auf das Treppengeländer. Dadurch löste sich ihr Rücken ein Stück weit vom Boden, so dass sie Chris sowohl ihre Muschi als auch ihren Po präsentierte. Emma ballte ihre Hände zu Fäusten, schob sie als Stütze unter ihr Kreuz und starrte an die Decke. Sie hörte, wie Chris hastig Hemd und Krawatte auszog und die Kleidungsstücke an ihr vorbei auf den Boden warf. Emma hob den Kopf. Chris stand zwei oder drei Stufen unter ihr auf Zehenspitzen an der Kante der Stufe, als sei die Treppe ein Sprungbrett, und hielt seinen Schwanz fest in der Hand. Dann stützte er sich mit der anderen Hand auf der Treppe auf und beugte sich nach vorn, bis sich sein Glied kurz vor ihrem Scheideneingang befand. Emma war derart feucht und voller Lust, dass sich Chris jedes weitere Vorspiel sparen konnte. Als die Spitze seines Schwanzes ihre Schamlippen teilte und sein Schaft die Wände ihrer Vagina dehnte, presste Emma die Fäuste unter ihrem Rücken noch fester zusammen, atmete kurz ein und hielt dann die Luft an, als sei sie nicht in der Lage, zugleich Sauerstoff und seinen Schwanz in sich aufzunehmen. Mit jedem Zentimeter, den er in sie eindrang, entließ Emma Luft aus ihren Lungen, als müsse sie Platz für ihn schaffen.
Als er sein Glied vollständig in ihr versenkt hatte und seine Lenden fest gegen ihre Pobacken drückten, stützte sich Chris mit beiden Händen auf der Treppe ab. Seine Beine und sein Rücken bildeten eine gerade, gespannte Linie. Sein durchtrainierter Körper schwebte über ihr, und die Position seiner Arme ließ die Wölbung seines Bizeps und die Halbrundung seines Trizeps noch besser hervortreten. Seine Brust- und Bauchmuskeln wirkten wie gemeißelt. Als würde mich ein Unterwäschemodel vögeln, dachte Emma.
»Das ist gut«, sagte sie laut.
Der erste Stoß war einfach unglaublich. Chris hatte sich hochgestemmt und seinen Schwanz so weit aus ihr herausgezogen, dass nur noch die Eichel im Inneren ihrer Muschi steckte. Dann ließ er sich geradezu in sie hineinfallen und wiederholte in Sekundenschnelle die Bewegung, für die er sich zuvor so viel Zeit gelassen hatte. Emma fühlte sich leicht benommen, ihr wurde fast schwindelig. Als er erneut in sie eindrang, drehte er seine Hüften ein wenig, veränderte so den Winkel und gab ihrer Lust neue Nahrung. So peinigte er sie noch mehrmals, bis sie sich an ihn und seine ungeheure Größe gewöhnt hatte.
Emma liebte es, mit Chris zu vögeln. Sein Körper, sein großer Schwanz, sein Lächeln, sein Verstand – er hatte alles im Übermaß. Sex mit ihm war eine berauschende Erfahrung, und damit das auch so blieb, trafen sie sich nur selten. Gefühlsduselei war hier fehl am Platz. Sie hatten ganz einfach hinreißenden, erbarmungslos guten Sex. Emma legte den Kopf zurück und begab sich vollkommen in Chris’ Hände.
Immer, wenn er in sie eindrang, ertönte das Geräusch von heißer, verschwitzter Haut auf Haut. Chris’ Schwanz schien beinahe größer zu werden als Chris selbst, schien die Kontrolle über ihn übernommen zu haben und ihn zu lenken. Er vögelte sie in einem unbarmherzigen Tempo, mit dem sie nicht sofort Schritt halten konnte. Doch nachdem sie sich auf ihn eingestellt hatte, verschmolzen ihrer beider Bewegungen zu einer harmonischen Einheit. Emma fühlte sich als ein Teil von ihm, und sein hartes Geschlecht wurde zu einem Teil von ihr, während es wieder und wieder ihre Vagina ausfüllte. Bei jedem Stoß schien er ihr das Bewusstsein erst zu entreißen und dann wieder in sie hineinzupressen, und Emma stöhnte jedes Mal lustvoll auf, wenn er in ihren Körper eintauchte.
Die Wände ihrer Muschi schlossen sich fest um seinen Schaft, und ihre Schamlippen hießen ihn wieder und wieder willkommen. Emma fühlte sich so lebendig wie schon lange nicht mehr. In ihr Stöhnen mischte sich nun auch das Stöhnen von Chris. Er hatte mehr Samenflüssigkeit als jeder andere Mann, mit dem Emma bisher zusammen gewesen war. Wenn er kam, bohrte er sich noch tiefer in sie und erfüllte sie mit seinem Sperma, bis dieses wieder aus ihr hinauslief und – vermischt mit ihren eigenen Säften – an seinem Schaft hinunterrann. Doch nichts dergleichen würde geschehen, bevor Emma nicht selbst zum Höhepunkt gekommen war.
Sie stöhnte lauter und in immer kürzeren Abständen, und ihre Klitoris war so gereizt, dass sie am liebsten aufgeschrien hätte. Ihr ganzes Denken wurde von Sex erfüllt, und Chris’ Schwanz war der Schlüssel, der ihr den orgasmischen Weg in die Freiheit öffnen würde. Ihre Vagina zog sich fest um seinen Schaft zusammen. Emmas Wangen glühten, sie biss die Zähne zusammen, und schließlich brach der Orgasmus aus ihr heraus wie aus einem zu engen Käfig. Sie bewegte die Hüften wild auf und ab, getrieben von ihrer zügellosen Lust.
Chris folgte ihr auf dem Fuß. Die Kraft seiner Stöße verstärkte sich, und dann schrie er geradezu animalisch auf und pumpte seinen Samen in sie hinein. Die ersten drei Ladungen spürte Emma deutlich, danach konnte sie nicht mehr sagen, wie oft er noch abspritzte. Sie zog die Fäuste unter ihrem Rücken hervor, streckte eine Hand aus und umfasste spielerisch seine Hoden.
Nachdem Chris langsam zur Ruhe gekommen war, setzte sich Emma auf. Er zog sich aus ihr zurück, sein Schaft glänzend vor Lustsäften. Dann beugte er sich zu ihr und küsste sie. Als sie sich voneinander lösten, grinste er sie an.
»Willkommen zu Hause.«