Kapitel 7

»Wie hell es hier ist!«, rief Matt begeistert, als er den Loft in Soho betrat.

Es war Viertel nach zwei am Nachmittag, und die Sonne schien durch eine lange Reihe hoher Fenster.

»Es gibt momentan nicht viele Apartments dieser Art auf dem Wohnungsmarkt. Wir haben Glück, dass zwei zur Auswahl stehen, obwohl ich glaube, dass der Loft in Clerkenwell nicht so schnell einen Mieter finden wird«, erwiderte Emma.

»Warum wird der hier überhaupt vermietet?«, fragte Matt.

»Die Eigentümerin ist zurzeit in Japan. Sie leitet dort eine Unternehmensberatung und wird diese Wohnung im kommenden Jahr nicht brauchen. Normalerweise werden Lofts als leere Hülsen gekauft, in denen nur die elementaren Versorgungsleitungen für Strom und Wasser verlegt sind.«

Catherine hatte sie mit ein paar Hintergrundinformationen über Londoner Lofts versorgt. Während Emma Matt verstohlen betrachtete, fragte sie sich, ob Catherine ahnte, dass sie sich nur deshalb so bereitwillig um die Rayners kümmerte, weil sie gewisse Hintergedanken hatte. Emma war allerdings gar nicht sicher, ob sie all dies wirklich wollte. Irgendetwas nagte an ihr und hielt sie zurück.

»Ist dieser Loft so wie der Ihres Freundes in New York?«

»Nein, der hier ist viel moderner und ordentlicher. Die Wohnung meines Freundes war sehr … unkonventionell.«

Emma sah sich in dem Apartment um. Es war ein typischer, aber hübscher Loft ohne große Besonderheiten, mit unverputzten Backsteinwänden, riesigen Fenstern und einer hohen Decke. Im Küchenbereich dominierte gebürstetes Chrom, das Mobiliar war in kräftigen Grundfarben gehalten und der Boden bestand aus hellen, breiten Buchendielen. Die Inneneinrichtung wirkte wie aus einem Schöner-Wohnen-Katalog. Emma wusste, dass sich Matt sofort in die Wohnung verliebt hatte.

»Können sich meine Eltern das leisten?«

»Ja.«

»Ich bin nicht sicher, was ich davon halten soll.«

Er lächelte ihr zu und schlenderte zu einer Treppe, die auf eine Empore mit Bett hinaufführte. Matt trug eine weiße, lange Baumwolljacke, ein Seidenhemd, dessen Muster dem eines Hawaiihemdes ähnelte, und eine abgewetzte braune Cordhose. Als er die Treppe hinaufging und sich der Saum seiner Jacke ein wenig nach oben schob, erhaschte Emma einen Blick auf seinen Hintern. Sie ließ ihm Zeit, sich umzusehen, ging hinüber zum Essbereich und bewunderte den großen Tisch aus Ahornholz, an dem problemlos zehn Leute Platz fanden.

Zwischen den Fenstern hingen überall dort, wo die Wand breit genug war, Gemälde. Emmas Notizen zufolge konnten sie jedoch entfernt werden, falls der Mieter dies wünschte, genauso wie einige kleinere Möbelstücke. Die sperrigen Möbel mussten allerdings in der Wohnung verbleiben, da die Eigentümerin sie nicht einlagern wollte.

Emma hörte Matts Schritte auf den Stufen und wandte sich zu ihm um.

»Und, was halten Sie von der Wohnung?«, fragte sie ihn.

»Sie ist anders, als ich sie mir vorgestellt habe. Auf den Fotos wirkte sie nicht ganz so riesig. Ich weiß nicht, ob ich mit derart viel Raum um mich herum schlafen kann, womöglich bekomme ich Platzangst. Was halten Sie denn davon?«

»Mir gefällt sie. Ich könnte mir gut vorstellen, hier zu wohnen. Und es ist etwas vollkommen anderes als die üblichen Londoner Wohnungen.«

»Die Aussicht ist nicht sehr berauschend«, wandte Matt ein.

»Ja, bloß eine Menge Dächer. Andererseits – welche Aussicht würden Sie denn aus einem verkitschten Kutscherhäuschen haben?«, fragte sie ihn.

»Ich weiß. Aber sagen Sie das mal meinen Eltern. Ist der Loft teurer als eine Wohnung in Kensington?«

»Nicht wirklich«, erwiderte Emma. »Das ist Verhandlungssache. Diesen Loft haben wir erst seit ein paar Tagen im Portfolio, und wir sind die Einzigen, die ihn anbieten. Außer Ihnen hat ihn noch niemand besichtigt.« Emma war überrascht, wie mühelos sie in die Rolle der Immobilienmaklerin schlüpfte.

»Meine Eltern waren übrigens ganz begeistert von Ihnen«, sagte Matt und blickte dabei aus einem der Fenster.

Emma betrachtete sein Profil, das von dem Licht im Hintergrund noch hervorgehoben wurde. Sie hatte plötzlich das Bedürfnis, die Hand auszustrecken und ihn zu berühren. Wusste er, was sie wollte? Wollte er es auch?

»Das ist schmeichelhaft. Die beiden sind sehr nett.« Matt drehte sich um und setzte sich auf die ausladende Fensterbank. Aus dieser Position musste er zu ihr aufschauen.

»Gefällt Ihnen die Arbeit bei Lomax?«, fragte er.

»Ja. Ich bin erst seit kurzem dort, aber ich fühle mich sehr wohl. Ich habe vorher lange in einer Bank gearbeitet, das war etwas ganz anderes.«

Matt betrachtete sie, und offensichtlich lag ihm eine Frage auf der Zunge. Emma sah schweigend zu ihm hinunter und nahm seinen Anblick in sich auf. Eine deutlich spürbare, angenehme Spannung erfüllte die Luft. Es war nicht Emmas Art, zu zögern und zu zaudern, aber sie neigte genauso wenig dazu, etwas zu überstürzen, wenn sie nicht sicher wusste, dass der richtige Zeitpunkt gekommen war.

»Ich sehe mich noch einmal um«, sagte Matt und sprang von der Fensterbank.

In den folgenden sechs oder sieben Minuten gelang es ihnen, sich in dem Apartment aus dem Weg zu gehen, das jedoch immer kleiner zu werden schien, als würden sich die Wände auf sie zu bewegen. Emmas Instinkte funktionierten wie ein Radar, und sie spürte, wo sich Matt gerade aufhielt. Sie schaute aus den Fenstern auf die Dächer Londons und wurde sich bewusst, dass sie sich endlich wieder zu Hause fühlte. Das war ihre Stadt, ganz egal, was sie sich in den letzten Jahren in New York eingeredet hatte. London hatte ihr gefehlt, und sie war froh, zurück zu sein. Dann dachte sie an Matt und erkannte, dass ihr noch etwas anderes fehlte. Sie wandte sich um und ging zu ihm.

Matt hockte, die Ellbogen auf die Knie gestützt, vor dem Kühlschrank und untersuchte ihn eingehend. Emma beobachtete ihn aus einiger Entfernung. Schließlich schloss er die Kühlschranktür, stand aber nicht auf, sondern erwiderte ihren Blick. Er hatte die Ärmel seiner Jacke hochgerollt, so dass seine Handgelenke sichtbar waren, und auch oberhalb seiner Socken war ein schmaler Streifen bronzefarbener Haut zu erkennen. Die zwei obersten Knöpfe des gemusterten Hemdes standen offen, und darunter zeichnete sich sein Schlüsselbein ab.

Emma fiel es schwer, ihn nicht anzustarren, während er auf dem Boden hocken blieb, als habe er Angst, den Zauber des Moments zu zerstören. Emma stand etwa zwei Meter von ihm entfernt, doch das Signal, das ihr sehnsüchtiger Blick aussandte, überwand die Distanz mühelos. Matt empfing es, das spürte sie. Seine Lippen waren leicht geöffnet und enthüllten ein Stück seiner Schneidezähne. Seine langen, hinter die Ohren gestrichenen Haare berührten im Nacken fast den Kragen der Jacke. Er blinzelte ein paarmal und beugte seine Knie weiter, so dass Emma die Konturen seines Hinterns sehen konnte. Es war ein unendlich erotischer Anblick.

Emma hatte das Gefühl, am Boden festgewachsen zu sein. Nichtsdestotrotz würde sie in einigen Sekunden den kurzen Weg zu ihm zurücklegen – und ihn danach nie mehr auf dieselbe Weise ansehen wie jetzt. Die Entfernung zwischen ihnen beinhaltete unendlich viele Möglichkeiten. Emma hätte sich auch umdrehen, einfach Weggehen und den magischen Moment zwischen ihnen verstreichen lassen können. Matts Augen verengten sich, als könne er ihre Gedanken lesen. Sie schloss ein paarmal die Augen, beraubte sich so seines Anblicks und stellte in diesen Bruchteilen von Sekunden fest, dass sie nicht Weggehen wollte. Sie machte einen ersten kleinen Schritt auf die Grenze zwischen dem Möglichen und dem Tatsächlichen zu und fragte sich, was sie auf der anderen Seite vorfinden würde.

Als sie Matt erreichte, war dieser bereits aufgestanden. Emma ergriff seine Hand, küsste seine Finger und hielt sie an ihre Wange. Er schaute sie an wie jemand, der sich selbst in einem Traum beobachtet. Emma strich langsam über die Furchen seiner Cordhose. Das Material erregte sie, denn sie konnte Matts warme Haut darunter spüren. Sie stellte sich vor, wie die weiche Innenseite des Stoffes seine Beine umhüllte, wie die Unterhose an seinem Schritt und seinem Hintern anlag und die Hemdseide seine Brust streichelte. Sein Körper fühlte sich kostbar an; zart, aber nicht zerbrechlich, wie etwas, das man hegen und pflegen musste. Emma kreiste mit dem Daumen über seine Fingerknöchel, dann drehte sie seine Hand um und strich sanft über den Daumenballen und die feinen, verästelten Linien der Handfläche. Vorsichtig schloss er seine Finger um die ihren und hielt sie fest.

Emma blickte ihm in die Augen. Matt schüttelte ganz leicht den Kopf und wirkte immer noch wie jemand, der sich unversehens in einem Traum wiedergefunden hatte. Emma legte ihre freie Hand in seinen Nacken, zog seinen Kopf zu sich heran und küsste ihn. Ihre Finger wanderten über Matts Körper, die zarte Seide seines Hemdes und die leichte Baumwolle seiner Jacke. Er schloss während des Kusses die Augen, Emma hielt ihre jedoch offen, da sie ihren Blick nicht von ihm abwenden wollte, und betrachtete seine Augenlider, seine Stirn und alles, was sie sonst noch von ihm sehen konnte. Schließlich löste sich Emma aus dem Kuss, nicht aber aus der Umarmung. Sie waren beide derart außer Atem, als hätten sie gerade miteinander geschlafen und ständen nicht erst kurz davor. Sie umfasste durch die Jeans eine seiner Pobacken und drückte zu. Sein Hintern fühlte sich angenehm fest an. Dann ließ sie ihre Hand in die Gesäßtasche gleiten.

»Ins Bett?«, fragte er sanft.

Sie legte ihm einen Finger auf die Lippen und lachte leise. »Auf dem Boden ist doch genug Platz. An manchen Stellen liegt sogar Teppich.«

»Meinst du nicht, das ist trotzdem zu hart?«, entgegnete er.

Emma berührte die Vorderseite seiner Hose und wurde von einer Woge der Erregung durchflutet.

»Mir kann es gar nicht hart genug sein.«

Sie strich mit den Fingern über die Beule unter dem Cordstoff.

»Ich will dich. Jetzt!«

Während sie sich erneut küssten, begann Emma, ihn auszuziehen. Ihre Finger glitten wie von selbst über seinen Körper, öffneten Knöpfe und zogen Stoff hinunter. Die Jacke war das erste Kleidungsstück, das zu Boden fiel. Das Seidenhemd hatte überraschenderweise kurze Ärmel, und Emma weidete sich an dem Anblick seiner muskulösen Arme. Sie knöpfte zwei weitere Knöpfe auf und fuhr mit beiden Händen über Matts breite, haarlose Brust. Noch ein Knopf, und sie erreichte seinen Bauch und erkundete die harten, aber dennoch elastischen Muskeln unter der weichen Haut. Nachdem sie auch den letzten Knopf geöffnet und sein Hemd zur Seite geschoben hatte, betrachtete Emma die Haare, die unterhalb seines Nabels sprossen. Sie strich mit den Fingern darüber und bemerkte, wie ein Stück weiter unten sein Glied gegen den Stoff der Hose drückte.

Emma griff nach Matts Hand, führte ihn in den Wohnbereich und schließlich die Treppe hinauf zum Bett. Er lächelte sie an.

»Darf ich dich ausziehen?«, fragte er.

»Unbedingt«, erwiderte sie.

Der Vorgang faszinierte ihn, und auch Emma verfolgte jede seiner Bewegungen. Zuerst öffnete er den Reißverschluss ihres Rockes und streifte ihn ab, gefolgt von ihren Schuhen und ihrer Strumpfhose. Beim Ausziehen ihrer Bluse ließ er sich Zeit und küsste sie dabei zärtlich. Sie rieb durch die Hose über sein Glied, woraufhin sie beide aufstöhnten. Als Emma nur noch BH und Slip trug, trat sie zum Bett und wartete darauf, dass auch er sich auszog. Matt sah sie an und schien unsicher, was sie von ihm wollte.

»Zieh dich aus«, wies sie ihn sanft und mit ermunterndem Gesichtsausdruck an.

Emma legte sich auf das Bett, stützte einen Ellbogen auf, beobachtete, wie er das Hemd aus der Hose zog, und lauschte dem leise knisternden Geräusch der Seide. Matt wandte ihr den Rücken zu, und sie betrachtete die Bewegungen seiner Schulterblätter. Er zog sich nacheinander Schuhe und Socken aus, öffnete – immer noch mit dem Rücken zu ihr – die Hose und streifte sie ab. Sie musterte seinen langen Rücken, die schmalen Hüften, den Hintern unter den Boxershorts, die aufreizend locker saßen und nicht preisgaben, was die Cordhose so vortrefflich betont hatte. Schließlich drehte sich Matt zu ihr um und zog, den Blick fest auf sie gerichtet, auch die Boxershorts aus. Emma sah ihm für einen Moment tief in die Augen, bevor ihr Blick zu seinem Schritt wanderte.

Die Nachmittagssonne fiel auf Matt und verlieh seiner Haut einen honigfarbenen Schimmer. Seine Arme hingen unbeholfen an seinen Seiten, doch sein Penis ragte hart und stolz aus dem hellbraunen Schamhaar hervor. Er war größer und von weniger dunkler Hautfarbe, als Emma erwartet hatte. Seine Länge und Schwere erweckten in ihr das Bedürfnis, ihn einfach nur anzuschauen. Der bloße Anblick erregte Emma, genauso wie die Vorstellung, welche Dinge sie mit Matt und welche er mit ihr anstellen könnte. Es war die gleiche Situation wie zuvor in der Küche: Die Entfernung zwischen ihnen barg unendlich viele Möglichkeiten, doch diese waren nun greifbarer und sexuell noch aufgeladener. Matt bot sich ihr bereitwillig dar, strafte seine scheinbare Schüchternheit Lügen und zeigte ihr mit seinem Körper, dass er vor Verlangen brannte. Sie streckte eine Hand nach ihm aus, und er trat an das Bett.

»Oh, Matt«, hauchte sie, bevor sich ihre Lippen trafen.

Er beugte sich über sie und küsste sie leidenschaftlich, und sie ließ eine Hand über seinen Schaft gleiten und streichelte die leicht raue Oberfläche. Im Gegensatz dazu spürte sie zwischen ihren Beinen eine feuchte Glätte. Als Matt ihr den Slip hinunterzog, fühlte sie sich seltsam entblößt. Sie setzte sich auf. Matt kniete sich hin, hakte ihren BH auf und enthüllte ihre Brüste. Dann beugte er sich vor und saugte an ihrer rechten Brustwarze, die sich unter seiner Berührung sofort versteifte. Emma keuchte, als er den Druck seiner Lippen erhöhte. Sie blieb aufrecht sitzen, die Beine gespreizt, die Arme hinter sich gestützt. Matt kniete zwischen ihren Beinen und liebkoste ihre Brüste nun auch mit den Händen. Seine Finger massierten sie auf köstliche Art und Weise, schlossen sich fest um sie, strichen dann wieder sanft über die Haut und erhöhten so ihre Empfindlichkeit. Matts eigene Brustwarzen saßen wie zwei kleine, harte Kugeln auf seiner unbehaarten Brust. Emma rieb eine von ihnen zwischen Daumen und Zeigefinger. Ihn an dieser Stelle zu berühren löste ein Zittern zwischen ihren Beinen aus, eine Woge des Verlangens nach ihm.

Matt küsste sie zwischen die Brüste und arbeitete sich langsam nach unten vor. Emma ließ sich zurücksinken, bis sie auf dem Rücken lag, während Matt über ihr kauerte, ihren Bauch abwechselnd mit Küssen bedeckte und seine Zungenspitze sanft über ihre Haut gleiten ließ. Emma erschauerte, als er ihren Nabel erreichte und weiter nach unten glitt, bis zu der Stelle, die schließlich in ihr Innerstes führen würde.

An ihrem Schamhaar angekommen, öffnete er den Mund und schloss ihn über dem Venushügel, als wolle er ihn ganz in sich aufnehmen. Seine Zunge schnellte hervor und spielte mit den Haaren über ihrer Klitoris. Matt war so nah an ihrer empfindlichsten Stelle, dass Emma es kaum noch aushielt. Sie gierte nach der Erfüllung ihrer Lust, wollte Matt für diesen Zweck benutzen und ihm erst anschließend etwas zurückgeben. Sie umfasste seinen Kopf mit den Händen und drückte ihn sanft weiter nach unten.

Emma spürte seine Schultern an den Unterseiten ihrer Oberschenkel. Sie stellte die Füße auf und ließ ihre Knie nach rechts und links sinken. Matt legte eine Hand auf die Innenseite ihres Oberschenkels, und sie griff danach. Die neue Position ihrer Beine öffnete ihre Schamlippen, und sie genoss es, sich so nah vor ihm zur Schau zu stellen. Auch wenn sie sein Gesicht nicht sehen konnte, stellte sie sich den Ausdruck darauf vor, nun, da sein Mund unmittelbar über dem Zentrum ihres Verlangens schwebte. Vorsichtig tastete sie nach ihren Schamlippen und spreizte sie für ihn, präsentierte ihm ihre feuchte Mitte und die angeschwollene Klitoris.

Matts warmer Atem auf ihrer Scheide verstärkte die Begierde, die sich in ihr aufstaute, seitdem sie den Loft betreten hatte; seitdem sie am Tag zuvor bei ihm und seinen Eltern gewesen war; seitdem sie ihn in der Agentur zum ersten Mal gesehen hatte. Innerhalb weniger Tage war es ihr gelungen, mit diesem Jungen im Bett zu landen und ihm in einer Wohnung in Soho ihr Kostbarstes zu enthüllen. Nichts daran erschien ihr falsch. Und sie wusste, dass dies auch für ihn galt. Ihr beiderseitiges Verlangen, das Wissen, dass sie sich zueinander hingezogen fühlten, hatte eine Spannung aufgebaut, die während jeder ihrer Begegnungen spürbar gewesen war. Keiner von beiden hatte es aussprechen wollen, stattdessen hatten sie sich unaufhaltsam aufeinander zu bewegt, bis zu dem Punkt, an dem sie sich jetzt befanden.

Emma seufzte zufrieden auf, als Matts Zunge über ihre inneren Schamlippen leckte. Sie hielt sich weiterhin in einer Position, die es ihm ermöglichte, sowohl die Innen- als auch die Außenseite ihrer Muschi zu erreichen und seine Zunge über ihre Klitoris schnalzen zu lassen. Ihre Brüste prickelten noch immer von der Berührung seiner Zunge, und ihre Brustwarzen waren hart. Nachdem sich Matt einige Augenblicke lang ihrer Klitoris gewidmet hatte, stieß er seine Zunge plötzlich ein kleines Stück weit in ihre Lustgrotte hinein. Dieses erste Eindringen nach einer langsamen, sorgfältigen Stimulation schien ihm ganz natürlich von der Hand zu gehen, als wäre es genau das, worauf er sie die ganze Zeit vorbereitet hatte. Minutenlang bearbeitete er nun wieder ihre Klitoris, leckte und saugte daran und liebkoste schließlich erneut ihre Schamlippen. Emma gab jegliche Zurückhaltung auf und lieferte sich ihm völlig aus. Ihre Klitoris fühlte sich unter seiner Berührung geradezu schwerelos an, ihr ganzer Körper schien langsam auf einer stetig wachsenden Welle der Erregung zu treiben.

Ihr Orgasmus kam überraschend. Sie hatte nicht die Absicht gehabt, schon zu kommen, wurde aber von der Lust hinweggetragen, die Matt in ihr heraufbeschwor. Die Muskeln ihrer Vagina zogen sich fest zusammen, begierig auf Erlösung drängend. Emmas Körper bäumte sich auf, ihre Schultern spannten sich an, und sie spürte, wie der Orgasmus aus ihr herausbrach. Sie nahm Matt kaum noch wahr. Ihr Gesicht war gerötet und heiß, sie erschauerte, wand sich auf dem Bett und streckte hilflos die Arme zur Seite. Völlig überwältigt von der Erfahrung blieb sie mit halb geöffneten Augen liegen, während sich Matt aufsetzte und sie betrachtete. Sein Schwanz war steif und mehr als bereit für sie, und auch Emma konnte es kaum erwarten, ihn in sich zu spüren. Matt kniete sich zwischen ihre gespreizten Beine und stützte sich mit den Händen ab. Emma umfasste seine harten Unterarme und spürte, wie die Spitze seines Schwanzes über ihre Schamlippen strich, während er sich in die richtige Position brachte. Er sah sie mit ernster, wachsamer Miene an, als wolle er ihre Gedanken lesen. Dann blickte er zu der Stelle hinab, an der sie sich vereinigen würden, und seine Haare fielen wie ein Vorhang über sein Gesicht. Emma ließ ihren Kopf nach hinten sinken, auch wenn sie Matt auf diese Weise nicht mehr sah. Sie wollte ihn nur noch spüren.

Als er jedoch seine Lenden vorschob und seinen Schwanz in sie stieß, blickte sie wieder auf, weil sie den Ausdruck auf seinem Gesicht sehen wollte. Matt starrte konzentriert auf seinen Schaft und beobachtete, wie er ein Teil von ihr wurde. Ihre Vagina empfing ihn begierig und zog sich sanft um ihn zusammen. Matt benutzte sein Glied so virtuos wie ein gut gestimmtes Instrument. Sein Körper schmiegte sich eng an den ihren, und er drang vorsichtig immer weiter in sie ein, bis ihre Hüftknochen aneinanderstießen. Ihre Blicke begegneten sich, und Matts Augen blitzten glücklich auf. Sie küssten einander, hielten sich in den Armen, und keiner von beiden bewegte sich. Für eine Weile genügte es ihnen, das Gefühl der Vereinigung auszukosten.

Im Licht der Londoner Nachmittagssonne schlief Matt zehn, vielleicht fünfzehn Minuten lang mit ihr. Es war ein sehr intensiver Akt, doch sie spürte, dass Matt ihn trotz aller Leidenschaft nicht zu schnell beenden wollte. Ständig lauter werdende Geräusche hallten durch den großen, offenen Raum – anfangs war es nur der Klang von nackter Haut auf nackter Haut gewesen, dann waren das Quietschen der Matratze und das Knarren des Bettes hinzugekommen und schließlich ihre eigenen Lustlaute.

Plötzlich flüsterte Matt: »Ich komme.«

Die Bewegungen seines Unterkörpers wurden ausholender, begieriger, seine Lenden versenkten seinen Schwanz mit langen Stößen noch tiefer in ihr. Emma spürte, wie sein Glied in ihr pulsierte. Sein ganzer Körper versteifte sich, er schrie auf und entlud seinen heißen Samen in sie. Die Erregung, die sein zuckendes Glied in ihr auslöste, brachte Emma an den Rand eines zweiten Höhepunkts. Sie klammerte sich an Matt und bedeutete ihm, er solle weitermachen. Er nickte und gab sich alle Mühe, um sie über die magische Schwelle zu tragen.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Ihre mit seinem Sperma gefüllte Vagina gab sich ihm ein weiteres Mal hin und zog sich wieder und wieder um seinen immer noch harten Schwanz zusammen. Es war großartig, zum Orgasmus zu kommen, während sie seinen Schaft und sein Sperma in sich spürte. Auf einmal fühlte sie sich Matt unendlich nahe. Sie legte die Arme um ihn und zog ihn fest an sich, während der Orgasmus wie eine Welle über ihr zusammenschlug, sie mit sich riss und schließlich langsam verebbte.

Sie hielten einander lange in den Armen. Matt küsste und streichelte Emma voller Zärtlichkeit. Sie dachte darüber nach, ob es weise gewesen war, sich in diese Situation zu bringen. Es war nicht unbedingt ihre Absicht gewesen, mit Matt zu schlafen, aber all die kleinen Einzelheiten ihrer Begegnungen, allein die Tatsache, dass sie sich überhaupt um diesen Auftrag kümmerte, hatten unweigerlich dazu geführt.

Matt hatte etwas Besonderes an sich. Ihr fiel keine andere Bezeichnung dafür ein als »gut«. Normalerweise schätzte sich Emma schon glücklich, wenn ein Mann nicht allzu beziehungsgeschädigt war, keine tyrannische Mutter und keine alte Flamme hatte, der er heimlich nachtrauerte. Doch obwohl sie so gut wie nichts über Matt wusste, sagte ihr ihr Instinkt, dass er keines der Päckchen mit sich herumschleppte, die sie bei an deren Männern so oft vorfand.

Jetzt beschäftigte sie nur noch eine Frage: Wohin würde all dies führen?