Kapitel 15

Emma tastete im Dunkeln nach dem Telefon, das irgendwo neben dem Bett in ihrem Hotelzimmer stand und klingelte. Sie hatte keine Ahnung, wie viel Uhr es war. Die Klimaanlage surrte, und in der Zimmerluft lag eine angenehme Frische. Die Müdigkeit lockerte ihren Griff ein wenig, und endlich fand Emma das Telefon.

»Hallo?«, fragte sie und bemühte sich gar nicht erst, die Nachttischlampe anzuknipsen.

»Hi, Sexy.«

Sie hielt für einen Augenblick inne. »Matt?«

»Du denkst zuerst an mich? Ich fühle mich geschmeichelt«, sagte er.

»Wie viel Uhr ist es?«, fragte sie.

»Das kommt darauf an, in welcher Zeitzone man sich gerade befindet«, erwiderte Matt.

»Und wo bist du? Die Verbindung ist wirklich hervorragend«, entgegnete sie. Sie setzte sich auf, und da sich ihre Augen langsam an die Dunkelheit gewöhnten, nahm der Raum um sie herum Konturen an.

»Ich bin in New Hampshire.«

»Wolltest du nicht umziehen? Hast du Malcolm doch nicht angerufen? Und was machst du an der Ostküste, Matt?«, fragte sie ihn, überrascht, wie aufgeregt sie darüber war, dass sich Matt ebenfalls in den USA befand.

»Ich vermisse dich. Meine Eltern besitzen hier ein Haus, in das sie sich während ihrer Hochzeitsreise verkrochen haben. Ich wollte einfach deine Stimme hören.«

»Ich habe versucht, dich anzurufen, aber ganz offensichtlich warst du nicht da.«

»Ich vermisse dich wirklich, Emma.«

Sie lächelte in das Halbdunkel des Zimmers hinein und rekelte sich auf dem Bettlaken. Seine Worte machten ihr bewusst, dass sie nackt war.

»Ich vermisse dich auch. Ich fliege in ein paar Tagen zurück nach London. Wie lange bleibst du in New Hampshire?«

»Auch nur ein paar Tage. Kannst du für einen Moment dranbleiben?«

Sie wartete, bis er wieder den Hörer nahm.

»Das ist schon viel besser«, sagte er.

»Was hast du gemacht?«

»Mir meine Jeans aufgeknöpft«, erwiderte er.

Emma stellte sich eine leicht verwaschene Jeans mit silbrigen Knöpfen vor, die Matts schmale Hüften und seinen knackigen Hintern bedeckte, eng im Schritt und über der Ausbuchtung seines Glieds.

»Warum hast du sie aufgemacht?«, fragte sie.

»Damit ich mich anfassen kann, während ich mit dir spreche. Hör zu.«

Emma vernahm das Geräusch von raschelndem Stoff. Offenbar hielt Matt das Telefon an seinen Schritt, damit sie dem lauschen konnte, was er tat. Dann hörte sie wieder seinen Atem.

»Wo bist du gerade?«

»Hmmm … ich sitze in einem alten Sessel, meinem Lieblingssessel aus Kindertagen. Du liegst im Bett, nehme ich an?«

»Ja.«

»Allein, will ich hoffen.«

»Natürlich. Nur du, ich und deine Unterwäsche.«

»Was hast du an?«

»Ich bin nackt und liege auf einem kühlen, weißen Laken. Ist dein Schwanz schon hart?«

»Ja, seit ich zum ersten Mal darüber nachgedacht habe, dich anzurufen. Jetzt halte ich es kaum noch aus.«

»Du hast einen wundervollen Schwanz«, sagte sie.

»Magst du ihn?«

»Ja.«

»Magst du es, ihn in dir zu haben?«

»Ja.«

»Und in deinem Mund?«

»Ganz besonders in meinem Mund.«

»Warum?«

»Ich mag es, wie er schmeckt. Und wie dein Sperma schmeckt. Es gibt aber einen Ort, an dem dein Schwanz noch nicht war. Den sollten wir dringend ausprobieren«, teilte sie ihm mit.

»Bist du sicher?«

»O ja. Wie stellst du es dir vor?«

»Hmm … Zuerst ziehst du dich aus, und danach machst du erst dich selbst und anschließend meinen Schwanz feucht. Dann beugst du dich nach vorn, und ich fingere dich, aber nicht zu lange. Ich will nicht, dass er zu leicht eindringt.«

»Würdest du in mir kommen?«

»Ich würde dich bis zum Bersten ausfüllen«, erwiderte er.

»Wird es weh tun?«

»Vielleicht ein bisschen. Berührst du dich gerade?«

»Ja. Ich streichle meine Klitoris. Meine Muschi ist schon ganz feucht. Berührst du dich auch?«

»Ja«, bestätigte er.

»Zieh deine Vorhaut zurück«, wies sie ihn an. »Machst du es?«

»Ja«, erwiderte er.

»Ist Flüssigkeit an der Eichel?«

»Ziemlich viel.«

»Tipp deinen Finger hinein und leck ihn ab. Wonach schmeckt es?«

»Bitter«, antwortete er.

»Matt, wie fühlt es sich an, wenn du kommst?«, fragte Emma. Ihr wurde langsam warm.

»Na, es ist … Also … Ich weiß nicht so genau. Es ist, als würde dich jemand verknoten. Der Knoten zieht sich immer fester zusammen, und ganz plötzlich platzt er auf. Es haut mich jedes Mal total um. Ich liebe es, mit dir zusammen zu kommen.«

»Machst du es dir oft selbst?«

»Sehr oft. Besonders in den letzten Tagen.«

»Warum?«, schnurrte sie ins Telefon.

»Weil ich ständig daran denke, wie es ist, mit dir zu vögeln. Dabei kommen mir immer mehr Ideen, was wir noch ausprobieren könnten.« Sein Atem ging unregelmäßig.

»Erzähl mir davon.«

»Ich will mit dir kommen, über dir, auf dir, überall, wo ich nur kann. Ich will dich fesseln und von dir gefesselt werden. Ich will Spielzeug benutzen, Dreier haben, will dich mit Haut und Haaren auffressen und von dir ausgesaugt werden. Verstehst du?«

»Und ob.«

Emma ließ ihren Mittelfinger in ihre Muschi gleiten und dort umherwandern. Matts Stimme und die Vorstellung, dass er mit offener Jeans dasaß und an sich herumspielte, sandten ein Prickeln durch ihren Körper. Wäre Matt bei ihr gewesen, hätte sie seinen Kopf zwischen ihre Beine dirigiert und ihn aufgefordert, sie zu lecken. Die Entfernung zwischen ihnen, wenn auch kleiner als ursprünglich gedacht, steigerte Emmas Begierde dermaßen, dass sie sich kaum noch zurückhalten konnte. Sie sehnte sich danach, mit den Händen über Matts geschmeidige Haut zu fahren, über seinen beinahe haarlosen Oberkörper und die definierten Muskeln. Und über sein Gesicht. Das allein reichte schon, um ihr einen Orgasmus zu bescheren.

Sie stöhnte auf.

»Wie viele Finger benutzt du?«

»Nur einen«, erwiderte sie.

»Nimm noch einen«, befahl er ihr.

Als sie gehorchte und sich ihre Vagina begehrlich weitete, keuchte sie auf.

»Stimulierst du deine Klitoris?«

»Ja«, flüsterte sie.

»Mein Schwanz fühlt sich an, als würde er gleich explodieren. So hart war er schon seit einer Ewigkeit nicht mehr. Aber ich könnte mich für dich aufsparen. Würde dir das gefallen? Du könntest mich bis zur Neige aussaugen, wenn du zurückkommst.«

»O Matt«, stieß Emma heiser hervor.

»Spreiz deine Beine und benutze drei Finger. Ich will dich stöhnen und kommen hören.«

Voller Verlangen schob sie auch den dritten Finger in ihre Muschi, wobei ihr ein lautes Stöhnen entfuhr. Es fühlte sich beinahe so an, als wäre Matt tatsächlich in ihr. Immerhin hatte sie ihn am anderen Ende der Leitung. Ihre Hand verkrampfte sich, und sie spannte die Bauchmuskeln an. Das Bett knarrte leise, doch das Geräusch wurde von ihrem Stöhnen übertönt. Bald würden die Laute ihrer Begierde in einem Orgasmus gipfeln.

»Mach genau so weiter«, sagte Matt.

»Matt, sag irgendwas Schmutziges.«

»Was möchtest du gerade am liebsten?«, fragte er sie.

»Dass du hier bist.«

»Würde dir das gefallen?«

»O ja«, erwiderte sie leidenschaftlich. »Bitte sag irgendwas Schmutziges zu mir, Matt.«

In der Leitung herrschte Stille.

»Matt?«

Immer noch Schweigen.

»Bist du noch da?«

Die Tür zu ihrem Zimmer öffnete sich langsam, und eine unverwechselbare Silhouette erschien im Türrahmen. Emma war benommen und verwirrt und dachte einen Augenblick lang, sie träume. Matt trat an ihr Bett, kniete sich auf die Matratze und ersetzte ihre Finger durch zwei von seinen. Da diese länger und breiter waren als ihre eigenen, drangen sie deutlich tiefer in Emmas Vagina ein. Die Unterbrechung hatte sie ein wenig abgekühlt, doch Matt gelang es in Sekundenschnelle, das Feuer in ihr erneut zu entfachen. Ihre Muschi war so feucht, dass selbst sein dritter Finger mühelos hineinglitt. Emma streckte die Arme zur Seite und ließ Matt gewähren. Der Telefonhörer lag unbeachtet auf ihrem Schlüsselbein. Als sich Matts kleiner Finger zu den anderen dreien gesellte, begann es in ihr zu brodeln. Leidenschaft überflutete sie und unterwarf ihren Körper der Herrschaft dieser jungen, geschickten Hand.

Matt griff nach dem Telefon und führte die Ohrmuschel langsam in sie ein. Emma schloss die Augen und wand sich stöhnend auf dem Laken. Der warme, glatte Kunststoff fühlte sich in ihrem Inneren ungewohnt an, und die breite Rundung öffnete und dehnte sie, ohne wirklich tief in sie einzudringen. Matts Finger hatten ihre Vagina geschmeidig gemacht, und ihre Muskeln schlossen sich nun begierig um den Hörer. »Du Mistkerl«, zischte Emma.

Matt richtete seine Aufmerksamkeit nun auf ihre geschwollene Klitoris. Er drückte sie vorsichtig und rieb mit den Fingern darüber. Wieder brodelte es in Emma auf, und sie überließ sich vollkommen Matts Berührungen. Seine Finger bearbeiteten sie geschickt, liebevoll und zärtlich. Sie wünschte, sie könnte sein Gesicht besser sehen, gab sich jedoch mit dem Umriss und ihrer eigenen Vorstellung zufrieden. Diese Vorstellung benötigte keine Ausschmückung. Bei Matt übertraf die Wirklichkeit jegliche Fantasie, die sie hätte heraufbeschwören können.

Emma spürte, dass ihr Höhepunkt unmittelbar bevorstand. Sie fühlte sich wie eine Drahtseilartistin, die das Gleichgewicht verliert, sich aber gerade noch rechtzeitig wieder fängt. Doch dann riss der Orgasmus sie mit wie ein kraftvoller, breiter Strom, in dem es kein Halten gab. Die erlösende Sekunde des Hochgefühls wiederholte sich wie in einer Endlosschleife und verschaffte ihr quälend schöne Lustmomente.

Emmas Vagina zog sich fest um den Telefonhörer zusammen. Wogen befriedigter Begierde entspannten jeden Muskel in ihrem Körper und ließen sie auf eine tiefe, friedliche Ebene hinabsinken, während Matt mit den Fingern weiterhin ihre Klitoris umschmeichelte. Eine Stunde später legte Emma erschöpft den Kopf auf Matts Brust. In ihrer Muschi spürte sie seinen warmen Samen, der sich kurz zuvor in sie ergossen hatte.

»Ich glaube, du bist mir eine Erklärung schuldig«, sagte sie.

Matts Brust hob und senkte sich im Einklang mit seinen regelmäßigen Atemzügen.

»Nic ist ein Freund von mir. Er hat mir verraten, in welchem Hotel du absteigst, und mir das Hotelzimmer neben deinem besorgt. Ich wollte dich überraschen.«

Sie drückte ihn fest. »Die Überraschung ist dir gelungen. Und wie bist du an meinen Zimmerschlüssel gekommen?«

»Nic hat Beziehungen.«

»Gut zu wissen. Besitzen deine Eltern wirklich ein Haus in New England?«

»Ja. In den White Mountains von New Hampshire. Wir könnten auf dem Rückweg nach London dort vorbeischauen.«

»Soso«, murmelte sie.

»Nur, wenn du willst. Übers Wochenende. Es sei denn, du hast bereits andere Pläne.«

»Nein. Ich muss morgen nur noch ein paar Dinge mit Nic besprechen, dann bin ich hier fertig.«

»Vielleicht kann ich dir ja behilflich sein.«

»Auf welche Weise?«, fragte sie.

»Ich kenne Nic und seine Eigenheiten«, erwiderte er. »Du wirst schon sehen.«

Emma schmiegte sich an seinen Körper und sank in einen friedlichen Schlaf, während die Stadt um sie herum zum Leben erwachte.