Tori
Der Abend war rundum gelungen.
Das Essen, der Champagner, die Gesellschaft; alles war einfach perfekt. Als wir ins Taxi stiegen, um nach Hause zu fahren, fühlte ich mich zwar ein wenig beschwipst, doch auf eine gute, angenehme Art. Ich war nicht betrunken, sondern einfach glücklich. Ich fühlte mich wohl. Ich war verliebt.
Als ich zu Stefan hinübersah, stellte ich fest, dass er mich anblickte. Sein Gesicht lag halb im Schatten, doch ich hatte das Gefühl, auch wenn ich seine Miene gut hätte erkennen können, so wäre ich doch nicht imstande gewesen, sie zu deuten, seine Gedanken, seine Gefühle. Immer noch war er mir oft ein Rätsel, das ich unbedingt lösen wollte.
»Danke fürs Abendessen«, sagte ich. »Danke für alles.«
Er nickte. »Es war mir ein Vergnügen. Der ganze Abend.«
Und dann ergriff er meine Hand.
Dann waren wir wieder in der Wohnung und begaben uns in die obere Etage. Während unserer Abwesenheit hatte die Küche ihren für gewöhnlich tadellosen Zustand wie von Zauberhand wieder angenommen. Ich konnte noch nicht einmal mehr den leisesten Hauch von Rauch wahrnehmen. Die Arbeitsplatten glänzten und das Geschirr befand sich wieder sauber im Schrank.
Ich spürte Stefans Hände auf meiner Schulter. Er half mir aus dem Mantel, was mich überraschte, und hängte ihn sorgsam über einen Stuhl, neben seinen eigenen. Ich wartete, dass er mich in die Arme ziehen und gierig meinen Mund verschlingen würde, wie er es immer tat.
Doch stattdessen nahm er mich auf den Arm und trug mich ins Schlafzimmer.
Während ich mein Gesicht an seinen Hals schmiegte, wurde mir bewusst, wie sehr sich die Dinge zwischen uns verändert hatten. Und das war weder Einbildung noch Wunschdenken. Unsere Beziehung hatte sich verändert. Die Art seiner Berührungen hatte sich verändert und jetzt, als er sich zu mir hinabbeugte, um mich zu küssen, und seine Lippen fest, aber zärtlich auf meine presste, wurde offensichtlich, dass auch das sich verändert hatte.
Er nahm sich Zeit mit dem Kuss, als genösse er eine Mahlzeit. Als wären wir noch beim Abendessen und ich wäre das Schokoladensoufflé, das am Schluss serviert wurde. Er leckte mich und kostete von mir und erfreute sich an mir. Ich schmolz beinahe dahin in seinen Armen.
Im Schlafzimmer angekommen legte Stefan mich auf die Decke. Dann kletterte er über mich und presste sich mit seinem ganzen Gewicht an mich, während er mich weiter küsste, langsam und träge. Seine Finger ließ er durch mein Haar gleiten und er griff nur ein wenig fester zu, als er mit der Zunge über meine strich, heiß und hungrig. Ich wusste, er wäre gern schneller und härter geworden, doch etwas hielt ihn zurück. Etwas in ihm forderte, er sollte es langsam angehen lassen. Sich Zeit nehmen.
Er wollte mich genießen. Mich langsam nehmen. Und ich wollte langsam genommen werden.
»Dreh dich herum«, befahl er.
Mein ganzer Körper heizte sich bei diesen Worten auf. Beim letzten Mal, als er mich von hinten gefickt hatte, waren am nächsten Tag von all den Schlägen, die ich hatte einstecken müssen, auf den Pobacken noch rote Flecke zu sehen gewesen – Brandzeichen, die ich immer wieder verstohlen berührt hatte, wenn ich mich daran erinnerte, wie heiß es gewesen war.
Doch anstatt mich auf Hände und Knie hochzuziehen, spürte ich seine Hände in meinem Nacken, wo der Reißverschluss meines Kleides begann. Langsam, ganz langsam zog er ihn hinunter, bis die kühle Luft im Raum über meine nackte Haut strich. Ich trug keinen BH. Stefans Hand lag auf meinem Rücken. Er ließ sie an meiner Wirbelsäule bis zum Lendenwirbel wandern.
Ich wartete auf den Schlag. Wartete darauf, dass er mich in die Position drückte, die er sich vorstellte. Wartete darauf, dass er mich grob packte und mich hart fickte, wie er es bisher immer getan hatte.
Stattdessen bewegte er sich quälend langsam und ich starb beinahe vor Erregung, als er mir das Kleid von den Schultern schob und die Haut meines Rückens entblößte.
»Setz dich hin, mir zugewandt«, wies er mich an.
Ich folgte seinen Anweisungen. Er zog mich auf die Füße, zog das Kleid vollends an mir herunter und ließ es auf den Boden sinken. Jetzt stand ich beinahe nackt vor ihm; ich trug lediglich ein Spitzenhöschen und hochhackige Schuhe von Jimmy Choo.
Als Nächstes hakte er mit dem Finger hinter das Taillengummi meines Slips und zog ihn hinunter, sodass er auf den Stapel Stoff zu meinen Füßen fiel. Er bedeutete mir, aus dem Kleid und der Unterwäsche zu steigen und schob dann den Stoff mit dem Fuß zur Seite.
Er strich mir das Haar vom Hals und den Brüsten, legte mir eine Hand aufs Brustbein und gab mir einen leichten Schubs, sodass ich auf dem Bett sitzend landete.
Und dann sah ich schockiert – und extrem erregt –, dass er sich vor mich kniete.
Er legte die Hände auf meine Knie und spreizte meine Schenkel, bis meine Muschi sich weit öffnete und ich vollkommen seinen Blicken ausgesetzt war. Ich konnte die kühle Luft an meinen feuchten Lippen spüren. Jeder noch so kleine Nerv lud sich elektrisch auf. Er blickte mich an und seine Lippen verzogen sich zu einem teuflischen Lächeln, wollüstig und selbstsicher.
»Was hast du vor?«, fragte ich mit rasendem Herzen.
»Leg dich auf den Rücken. Es wird dir gefallen«, sagte er. »Vertrau mir.«
Ich tat, wie geheißen, und wartete. Vor Erregung atmete ich bereits flach und schnell. Er war immer noch voll bekleidet und kniete zwischen meinen Beinen. Ich wusste nicht, was mich erwartete, doch ich nahm an, dass er sich nackt ausziehen und mich nehmen würde. Ich war bereit für ihn.
Stattdessen biss er in die Innenseite meines Knies. Ich keuchte, ich spürte Schmerz, aber auch einen gewissen Kitzel. Ich bekam eine Gänsehaut und begann zu zittern. Dann zog er sich zurück. Sein Atem wärmte die Haut auf der Innenseite meines Oberschenkels. Unfähig, mich zu bewegen, stöhnte ich hilflos auf. Dann biss er in die empfindliche Haut meines Schenkels, indem er seine Zähne mit leichtem Druck auf die Haut presste. Mein Stöhnen wurde schriller. Dann leckte er mich träge und wanderte mit der Zunge Stückchen für Stückchen höher. Ich schnappte nach Luft. Schließlich spürte ich, wie er mit der Zunge über meine feuchte Spalte fuhr und auf meiner geschwollenen Klitoris innehielt.
Ich schrie auf, ich konnte das intensive Gefühl kaum ertragen.
Ich fühlte brennendes Verlangen und tiefe, schmerzende Sehnsucht nach ihm. Niemand hatte jemals seinen Mund auf mich gelegt und mich geleckt. Und jetzt spreizte er meine Schenkel noch weiter und schaffte Raum für sich, während er mit der Zunge in kleinen Kreisen um meine Klitoris fuhr und mich wahnsinnig machte. Das Gefühl war überwältigend. Ich wölbte meine Hüften seinem Mund entgegen. Ich wusste zwar nicht genau, worum ich bettelte, wollte jedoch auf jeden Fall mehr.
Und er gab mir mehr.
Stefan drückte mir die Knie auf die Matratze, sodass meine Schenkel so weit gespreizt waren, dass sie schmerzten, dann tauchte er mit dem Kopf dazwischen und stieß mit der Zunge in mich hinein. Ich stöhnte, die Lust verbreitete sich in meinem Körper wie ein Wildfeuer. Ich beugte mich seinen starken Händen und seinem feuchten Mund. Er fickte mich hart und schnell mit der Zunge.
Er leckte an mir auf und ab und reizte meine Klitoris, bevor er wieder mit der Zunge in mich hineinstieß. Er brachte mich bis an die Grenze des Orgasmus, nur um sich dann wieder eiligst zurückzuziehen. Es war die köstlichste Form der Folter, die ich mir vorstellen konnte. Fluchend und stöhnend warf ich den Kopf von einer Seite auf die andere und bettelte ihn an, mir Erlösung zu verschaffen.
Ich spürte, wie sich seine Lippen zu einem Lachen verzogen, und wusste, er genoss es, mich zu reizen und zu quälen. Ich krallte mich mit den Händen in die Decke und glaubte, verrückt zu werden von diesen Liebkosungen. Nichts, was wir bis jetzt getan hatten, hatte sich so intim angefühlt. Ich verlor mich vollkommen darin.
Gerade als sich Tränen der Frustration in meinen Augenwinkeln zu sammeln begannen, ließ Stefan seine Hand von meinem Knie an meinem Bein hinaufwandern. Dann glitt er erst mit einem, dann mit noch einem Finger in mich hinein und fickte mich mit der Hand, während er mit der Zunge meine Klitoris leckte.
Das brachte mir Erlösung.
Ich kam heftig und stöhnte abgehackt. Meine Hüften zuckten und meine Muschi zog sich um Stefans Finger zusammen. Ich war mir ziemlich sicher, dass ich laut seinen Namen schrie.
Noch niemals zuvor hatte ich etwas Ähnliches empfunden. Mein ganzer Körper war schlaff und ich lag vollkommen verausgabt auf dem Bett. Vollkommen gesättigt.
Doch das war erst der Anfang.
Stefan erhob sich vom Boden und riss sich mit ungeduldigen Bewegungen die Kleider vom Leib. Sobald er nackt war, stieg er aufs Bett und schaffte sich zwischen meinen Beinen Raum. Er sah erregt aus und bereit und ich konnte nicht umhin, ihn anzustarren. Denn er gehörte mir. Ganz allein mir.
Er hielt seinen perfekten Schwanz in der Hand und rieb die Spitze an meiner ohnehin sensibilisierten Muschi. Ich zuckte zusammen und er lächelte. Er wusste genau, was er mit mir machte. Wieder rieb er sich an mir und diesmal gab ich ein kleines Stöhnen von mir. Gott, war das gut!
»Bist du bereit, Kätzchen?«, fragte er, während er sich vor meinen feuchten Lippen in Stellung begab.
Ich war so erregt, dass ich nur nicken konnte und mir mit den Zähnen auf die Unterlippe biss. Stefan packte meine Hüften und stieß tief in mich hinein. Lustvoll stöhnten wir beide auf, als sein Schaft tiefer in mich eindrang als jemals zuvor. Ich spürte, wie er mich mit seiner ganzen Länge ausfüllte.
Er blieb für einen Augenblick so und bewegte sich nicht, während seine Männlichkeit in mir ungeduldig pochte. Mit festen, angespannten Oberarmmuskeln hielt er seinen Körper über mir in der Schwebe. Unsere Blicke trafen sich. Es war intensiv, intim und perfekt. Es fühlte sich beinahe so an, als hätten wir zum ersten Mal Sex miteinander. Mein Herz schwoll an vor Glück.
Dann fing er an, sich zu bewegen, und ich konnte mich auf nichts weiter konzentrieren als die Lust, die er mir schenkte. Jeder Stoß war lang und tief und träge. Er nahm sich Zeit und genoss mich wie ich ihn. Es gab keine Eile, nur die elektrisch aufgeladene Verbindung unserer Körper. Ich verlor mich beinahe in dem Gefühl, von ihm ausgefüllt zu werden. Er hielt inne, um mich zu küssen, langsam und tief, dann nahm er sein quälend langsames Tempo wieder auf. Ich schlang ihm die Beine um die Taille und trieb ihn noch tiefer in mich hinein.
Ich spürte, wie sich bereits der nächste Orgasmus in mir aufbaute. Mit jedem kraftvollen Stoß durchfuhr mich eine Hitzewelle und meine Muskeln krampften sich zusammen. Diesmal wollte ich aber, dass er mit mir kam. Ich wollte ihn dabei beobachten, wie ihm die Kontrolle entglitt. Wollte beobachten, wie Stefan sich in mir verlor.
Ich wanderte mit meinen Händen auf seinem Rücken auf und ab und nahm ihn noch tiefer in mir auf, hob die Hüften und kreuzte meine Fußgelenke hinter seinem Rücken.
»Komm mit mir«, flehte ich. »Ich will, dass du in mir kommst.«
Ich rieb mich im Takt an ihm, drängte ihn, sich schneller und immer schneller zu bewegen. Er folgte meinem stummen Drängen und stieß so wild in mich hinein, dass mein Kopf gegen das Kopfende des Bettes schlug. Deshalb stützte ich mich mit den Händen dort ab, um mich in Position zu halten, und kam jedem Stoß von ihm entgegen.
Ich spürte, als er jeden Widerstand aufgab, denn seine Stöße wurden weniger sanft und unkontrollierter. Ich blickte auf und sah, wie sich die Muskeln an seinem Hals anspannten, als er die Zähne zusammenbiss und versuchte, die Kontrolle wiederzuerlangen. Doch das wollte ich nicht.
Leider besaß er mehr Erfahrung als ich und konnte sich auf eine Art beherrschen, mit der ich mich nicht vergleichen konnte.
Er ließ eine Hand zwischen uns gleiten, nahm meine Klitoris zwischen zwei Finger und kniff hinein.
»Oh mein Gott«, keuchte ich. »Stefan!«
Er drückte noch einmal zu und ich hörte mich selbst hilflos stöhnen. Die Stelle, an der er mich berührte, war glühend vor Erregung. Blitze schossen durch meinen Körper, wenn er zudrückte und dann wieder losließ. Ich verlor den Verstand.
»Du gehörst mir«, erklärte er, gerade als ich spürte, dass ich dem Höhepunkt zustrebte. »Dein Körper gehört mir und dein Orgasmus gehört mir. Jetzt gib ihn mir. Gib mir alles.«
Ich explodierte unter ihm, schrie und zuckte, während mein Körper sich um seinen schloss. Ich gab ihm alles. Sogar mein Herz.
Irgendwo in der Mitte meines eigenen Orgasmus spürte ich, wie Stefan endlich die Kontrolle verlor und seine Hüften gegen meine klatschen ließ. Er ritt auf den Wellen der Lust, während er tief in mir zuckte.
Wir schnappten nach Luft und er rollte sich auf den Rücken. Seine Brust hob und senkte sich ruckartig und er fuhr sich mit der Hand durchs Haar.
Mein Körper war träge vor Lust und mein Herz war randvoll. Ich rollte mich auf die Seite.
»Ich … ich liebe dich«, flüsterte ich. Die Worte entschlüpften mir, bevor ich darüber nachdenken konnte. Er hatte alles von mir verlangt. Dies gehörte dazu.
Ein Gefühl, das ich nicht identifizieren konnte, flackerte über sein Gesicht. Ich hatte zwar keine Antwort erwartet, doch plötzlich, ohne Vorwarnung, drehte er sich herum und legte sich auf mich. Seine Haut war heiß, er lastete schwer, aber perfekt auf mir. Ich ließ die Hände über seinen Rücken gleiten und genoss es, wie er mich mit seinem Körper umschloss. Unsere Blicke trafen sich und ich gestattete mir, in dem intensiven Grün seiner Augen zu ertrinken. Dann küsste er mich. Er nahm sich Zeit, sein Kuss war lang und langsam.
Er hatte zwar die Worte nicht ausgesprochen, doch ich hatte das Gefühl, dass sein Kuss alles sagte.