10. Veit
Ich spüre, dass mein Anblick ihn anmacht. Deshalb setze ich mich für ihn extra in Szene. Ich fabriziere ein Hohlkreuz, um meinen Hintern zu betonen, strecke mich ausgiebig und zeige ihm meine harten Nippel. Die sexuelle Spannung ist unleugbar. Vermutlich reicht ein einziger Funke, um das ganze Haus zum Explodieren zu bringen.
Es ist ein geiles Spiel, zugleich kann ich meine Angst nicht komplett verdrängen. Der schlechte Start heute Morgen reiht sich in all die Missverständnisse ein und lässt mich unsicher zurück. Ich habe den Eindruck, dass Thomas eine Mauer um sich errichtet hat, die ich nicht einreißen kann. Vielleicht bin ich zu ungeduldig, aber ich habe verdammt lange auf den Mann gewartet. Jetzt ist er nah und gleichzeitig läuft alles schief.
Bisher haben wir es immer wieder hinbekommen. Es ist jedoch unglaublich anstrengend. Vielleicht mache ich mir nur etwas vor und am Ende werde ich die Einzelteile meines gebrochenen Herzens vom Boden aufsammeln müssen.
»Mittagessen!«, ruft Thomas aus der Küche.
Der Duft von Pizza dringt in meine Nase und bringt meinen Magen zum Knurren. Ich schaue mich im Wohnzimmer um. Wir sind fertig und es sieht großartig aus. Die dunkle Wand ist ein echter Eyecatcher. Grinsend erinnere ich mich an den Schwanz, der nicht mehr zu erkennen ist. Ich weiß jedoch, wo er war und Thomas auch.
Ich gehe ein paar Schritte rückwärts, um die Farbe auf mich wirken zu lassen. Dabei stoße ich gegen die Möbel in der Mitte. Grummelnd drehe ich mich um und entdecke unter der Folie eine DVD-Hülle. Neugierig hole ich sie hervor und betrachte die Männer, die nackt und in eindeutigen Posen auf dem Cover zu sehen sind. Ein schwuler Pornofilm ... Kichernd nehme ich das Teil mit in die Küche und lege es neben Thomas auf den Tisch.
Er starrt erst die DVD, dann mich an. Diesmal ist es sein Gesicht, das sich verfärbt. Seufzend zuckt er mit den Schultern.
»Es ist der einzige, den ich besitze«, behauptet er und guckt das geile Bild an. »Ich habe ihn, kurz nachdem du bei uns angefangen hast, gekauft.« Er zeigt auf den schmalen rothaarigen Mann, der mit
einem versauten Grinsen in die Kamera schaut.
»Oh.« Verwundert betrachte ich das Bild. »Dann bist du der andere Typ?« Ich deute auf den Kerl, der deutlich größer und breiter als der Rothaarige ist. Ein unnatürlich wirkendes Sixpack, aufgepumpte Armmuskeln und ein Schwanz, bei dem mein Loch den Dienst verweigern würde.
Thomas schüttelt lachend den Kopf.
»Ich kenne mein Spiegelbild und weiß, dass ich nichts mit dem Kerl gemeinsam habe. Aber das, was sie tun, ist ...« Er lässt das Ende des Satzes offen.
»Vermutlich ficken sie, oder? Es ist schließlich ein Porno.«
»Sie wechseln sich ab«, flüstert er und klingt nicht nur übertrieben verschämt, sondern senkt den Blick und knubbelt nervös am Rand seiner Pizza.
»Das macht dich an?«, frage ich. »Du willst, dass ich meinen Schwanz in deinen Arsch schiebe und dich zum Fliegen bringe?«
»Oh Gott«, murmelt er und nickt kaum erkennbar. Es wirkt, als würde er sich jeden Augenblick in Luft auflösen.
»Gut, denn das würde mir sehr gefallen. Allerdings möchte ich auf deinen Schwanz auch nicht verzichten.«
»Er ... ich ...« Thomas holt tief Luft und entlässt sie grummelnd. »Guck dir das doch an. Da kann ich nicht mithalten. Vermutlich finde ich nicht mal deine Prostata und ...« In einer hilflosen Geste zuckt er mit den Achseln.
Ich stütze meine Ellenbogen auf die Tischplatte und mein Gesicht in die Hände. Provozierend schaue ich Thomas an.
»Erzähl mir mehr davon, was du mit meinem Hintern machen willst.«
»Veit«, jammert er. »Ich ... wir können doch nicht einfach hier am Tisch darüber reden.«
»Klar, warum denn nicht? Wenn du mir nicht von deinen Fantasien erzählst, kann ich sie nicht erfüllen.«
»Ich habe noch nie über Sex gesprochen.«
»Dann ist das jetzt der perfekte Zeitpunkt, um damit anzufangen. Glaubst du, du willst nur deshalb passiv sein, weil du ein Problem mit deiner Größe hast? Hat es Elsa denn gestört?«
»Offensichtlich«, knurrt er. »Sie hat sich schließlich einen anderen
Mann gesucht.«
»Ich glaube, er ist für mich perfekt. Natürlich lässt sich eine genauere Aussage nur nach ausführlichen Tests machen, aber ich gehöre nicht zu den Jungs, die auf riesige Schwänze stehen. Ich will nicht bis zum Anschlag aufgerissen werden und mich danach tagelang nicht hinsetzen können.«
»Ich möchte die Kontrolle abgeben«, gesteht er leise. »Einfach nicht nachdenken, sich begehrt und auch ein bisschen benutzt fühlen.«
»Baby, du machst mich hart«, flüstere ich, heiser vor aufwallender Erregung. Die Bilder sind deutlich in meinem Kopf, als würde ich den gleichen Porno wie Thomas sehen.
»Wann können wir alles ausprobieren?« Ich wackle aufreizend mit den Augenbrauen.
»Nachdem das Bett aufgebaut ist?«, erwidert er. Seine Mundwinkel zucken für einen kurzen Augenblick nach oben, bevor sie wieder sinken und er erneut seufzt. »Allerdings habe ich ... also, abgesehen von dem Kondom, das mir Dennis zugesteckt hat, habe ich überhaupt nichts hier. Ich weiß auch nicht, was ich vorher tun sollte, damit es kein peinliches Missgeschick gibt.«
Er wedelt mit den Händen und sieht dabei so schrecklich niedlich aus, dass ich ihn auffressen möchte. Mir wird bewusst, dass unsere Rollen im Privatleben vertauscht sind. Hier bin ich derjenige mit den Erfahrungen. Ich werde der Mutigere von uns sein müssen, was sich seltsam anfühlt. Thomas ist schon viele Jahre ein Teil meiner Welt, aber jetzt müssen wir ein neues, anderes Level erreichen. Eine Ebene, auf die nur ich uns führen kann.
»Theoretisch brauchen wir keine Kondome«, fügt er hinzu. »Ich habe mich ja testen lassen und hatte auch seit einer Ewigkeit keinen Sex mehr. Also, abgesehen von ... du weißt schon ... letztens ...«
Am liebsten möchte ich ihn dazu bringen, mir genau zu erklären, was er meint, aber ich will ihn nicht quälen, sondern hoffe darauf, dass er mit der Zeit lockerer wird. Ich lächle ihn an und bemerke, wie er sich unter meinem Blick windet.
»Ich glaube, dass wir mit Gummis am Anfang besser dran sind. Kondome können echt sexy sein.»
»Du bist ziemlich seltsam«, findet er.
»Mag sein. Es gibt einfach zu viele Menschen, die irgendwelchen Klischees entsprechen. Twinks dürfen nur passiv sein, jeder will einen großen Schwanz im Arsch, Gummis sind unsexy und nicht zu vergessen, dass es immer nur ums Ficken geht. Das macht mich echt wütend. Es ist oftmals schon schmerzlich genug, sich einzugestehen, dass man nicht wie der Großteil der Bevölkerung ist. Wenn man dann aber auch noch erkennen muss, dass die Community, die eigentlich offen und tolerant sein sollte, Maßstäbe anlegt, die man nicht erfüllt, ist das echt scheiße. Dabei geht es doch in erster Linie darum, sich gut zu fühlen und Spaß zu haben. Im Idealfall jemanden zu finden, mit dem man sich ein gemeinsames Leben aufbauen kann. Nicht allein zu sein.«
»Du bist verdammt klug«, behauptet er. »Klug und sexy. Du zeigst mir Seiten, die ich nicht gesehen habe, lässt mich Dinge tun, die ich bisher als unangenehm empfunden habe. Und du bringst mich dazu zu glauben, dass Fantasien erfüllbar sind.«
»Natürlich sind sie das«, sage ich.
Plötzlich fängt Thomas zu lachen an. Im ersten Moment bin ich irritiert, aber er klingt belustigt und nicht verbittert. Er prustet und kichert und muss sich sogar Tränen aus den Augenwinkeln wischen.
»Ich kann nicht fassen, dass wir so ein Gespräch führen«, sagt er und bekommt einen weiteren Lachflash. »Ich bin 36 und habe noch nie ... also, wirklich noch nie in meinem Leben mit jemandem über ...« Erneut wedelt er mit den Händen und schüttelt glucksend den Kopf. »Muss dich … für immer behalten«, stammelt er zwischen Lachanfällen.
»Ich bin sehr dafür«, gebe ich zurück. »Dann haben wir jede Menge Zeit für Dirty Talk und die Erfüllung von speziellen Wünschen.«
Herzhaft beiße ich ein Stück von meiner Pizza ab, während Thomas über seinen Bauch reibt.
»Morgen habe ich bestimmt Muskelkater, aber ich fühle mich irgendwie richtig befreit.«
Ich stehe auf und setze mich rittlings auf seinen Schoß. Sofort schlingt Thomas seine Arme um meine Taille. Ich lehne meine Stirn gegen seine.
»Ich möchte dich wirklich gern glücklich machen.«
»Es tut mir leid, dass ich mich immer wieder zurückziehe«, sagt er leise.
Ich streiche über seine Wange, lege einen Finger unter sein Kinn, damit er mich ansieht. Sehnsüchtig schmuse ich über seine Lippen und genieße das wunderbare Kribbeln, das augenblicklich einsetzt. Wir küssen uns eine Weile sanft, obwohl die Lust wie ein Vulkan unter der Oberfläche brodelt.
»Wollen wir weitermachen?«, frage ich, bevor ich mich kaum noch zusammenreißen kann. »Das Bett aufbauen und das Wohnzimmer möblieren. Ich bin so gespannt, wie es aussieht.«
»Okay«, antwortet er.
Nach einem weiteren Kuss rutsche ich von seinem Schoß und widme mich wieder meiner Pizza.
Im Anschluss an den Imbiss werfen wir einen Blick auf unsere Malerarbeit und gehen gemeinsam nach oben.
Das Bett zusammenzubauen und dabei mein Kopfkino unter Kontrolle zu halten, erscheint mir wie eine der schwersten Aufgaben, an denen ich jemals beteiligt war. Wir schaffen es dennoch ohne große Verzögerungen. Als das Gestell steht, platzieren wir die große Matratze auf den Lattenrost. Thomas wirft das Bettzeug darauf. Wir gucken unsere Arbeit an und verlassen in gegenseitigem Einvernehmen den Raum, denn es gibt noch eine Menge Kästen aufzubauen.
Einträchtig sitzen wir im Wohnzimmer auf dem Boden, reden, albern herum und flirten. Irgendwann bringt Thomas zwei Tassen Kaffee. Er lehnt sich gegen die Rückseite des Sofas. Ich rutsche dicht neben ihn. Schweigend trinken wir und betrachten die Wände, die überwiegend getrocknet sind. Es ist so gemütlich, dass ich ganz schlapp und müde werde. Trotz des Kaffees!
»Endspurt«, feuert Thomas, der anscheinend neue Energie getankt hat, mich an. »Ich will endlich wissen, wie die Dinger an der Wand aussehen.«
Wir bohren, schrauben, hämmern und sind kurz vor Mitternacht fertig. Leider habe ich nicht mehr die Kraft, unsere Arbeit angemessen zu würdigen. Ich könnte im Stehen einschlafen.
»Du gehst jetzt nicht mehr nach Hause«, bestimmt Thomas und haucht mir einen Kuss auf die Wange. »Wir hüpfen schnell unter die
Dusche und dann geht es ins Bett.«
»Vermutlich kriege ich keinen mehr hoch«, jammere ich und kann ein Gähnen nicht unterdrücken.
»Es geht nur ums Schlafen«, meint er und schiebt mich vor sich her die Treppe nach oben. »Wir haben es tatsächlich geschafft. Morgen noch ein bisschen aufräumen und dann ... Es fühlt sich wie der Start in ein neues Leben an. Mit dir zusammen, wenn du willst.«
»Das sollte dir doch inzwischen wirklich klar sein«, maule ich und deute fragend auf eine Tür.
»Badezimmer«, bestätigt Thomas. »Handtücher sind im Regal. Eine neue Zahnbürste findest du im Spiegelschrank.«
»Willst du mich etwa allein duschen lassen?« Gespielt empört stemme ich beide Hände in die Seiten.
»Nein«, antwortet er hastig.
Ich zerre ihn in den Raum, in dem sich nicht nur eine geräumige Badewanne, sondern auch eine große Duschkabine befindet.
»Ich frage gar nicht erst, ob ihr jemals zu zweit hier drin wart«, murmle ich vor mich hin, während einige Lebensgeister sich entzückt zurückmelden.
»Die Antwort sollte klar sein«, erwidert Thomas und wirkt erneut unsicher.
»Wenn du dich nicht wohl fühlst, müssen wir nicht zusammen duschen. Es wäre nur schön ...«
»Ich dachte, du bist müde.«
»Bin ich auch, also wäre es quasi eher eine Vorsichtsmaßnahme, damit ich nicht ertrinke oder mir den Kopf an den Fliesen anschlage, wenn ich plötzlich einschlafe.«
»Okay, das kann ich auf gar keinen Fall verantworten.«
»Du bist ein guter Freund«, säusle ich und halte, kaum ist es raus, erschrocken den Atem an.
Wir haben nicht über den Status unseres Zusammenseins gesprochen. Thomas hat zwar vorhin angedeutet, dass er an einer Zukunft mit mir interessiert ist, aber bedeutet das, dass wir ein Paar sind? So richtig? Exklusiv, nur wir beide?
»Diesmal ist die graue Wolke über deinem Kopf.« Thomas kommt näher. »Möchtest du doch lieber allein duschen? Das ist wirklich kein Problem.«
»Nein, darum geht’s nicht«, antworte ich und fühle mich unsicher und seelisch nackt. »Bist du mein Freund?«, frage ich und komme mir idiotisch vor.
Irritiert mustert mich Thomas eine viel zu lang andauernde Weile. Ich möchte die Frage zurückziehen oder mir in den Hintern treten, weil ich sie gestellt habe. Im Grunde spielt es keine Rolle. Wir verbringen gern Zeit miteinander und können sehen, wohin die Sache zwischen uns führt.
»Die Vorstellung ist groß und beängstigend«, entgegnet Thomas mit einem schiefen Lächeln. »Ich habe Angst, dass ich es versaue, weil ich es ... na ja, schon mal versaut habe.«
»Wir können es anders, besser machen. Natürlich müssen wir nichts überstürzen. Wenn du mehr Zeit brauchst, vielleicht andere Dinge ausprobieren willst, dann ...«
Zum Glück muss ich die Worte nicht aussprechen, die mein Herz zum Bluten gebracht hätten, denn Thomas küsst mich voller Leidenschaft.
»Wenn es für dich in Ordnung ist, möchte ich alles mit dir ausprobieren. Vielleicht werde ich ungeschickt dabei sein, aber ich wünsche mir wirklich, dass du es bist.«
»Oh Thomas«, flüstere ich, denn das hier ist so viel mehr als eine Liebeserklärung.
Ich habe das Gefühl, vor Glück zu platzen. Meine Haut prickelt, als hätte seine Aussage jede einzelne Nervenbahn entzündet. Ein Lauffeuer, das meinen Körper in Flammen setzt. Nicht nur gefühlt, sondern real, denn mir wird furchtbar heiß.
»Natürlich verstehe ich, wenn du ...«
Diesmal würge ich ihn ab. Er darf das süße Geständnis nicht zurücknehmen. Ich dränge mich an ihn, schiebe meine Hände unter den Bund der Jogginghose und ziehe sie nach unten. Ich packe seinen Hintern, massiere die festen Backen und genieße die erregenden Töne, die ich ihm entlocke.
»Dann ist es abgemacht«, verkünde ich und reibe meine Nase an seiner. »Wir beide gehören ab jetzt zusammen. Wir werden nicht abhauen, wenn wir unsicher sind, sondern miteinander reden. Und zwar nicht nur, wenn es um heiße Sexfantasien geht.«
»Ich werde mir Mühe geben.«
»Mehr erwarte ich nicht.« Lächelnd trete ich zwei Schritte zurück, öffne die Schnallen meiner Latzhose und ziehe mich aus.
Natürlich spüre ich seine Blicke und bemühe mich, ihm eine kleine Show zu bieten. Schließlich bin ich nackt und verdammt hart. Erwartungsvoll schaue ich ihn an und genieße seine eher zurückhaltende Darbietung. Ich weiß nicht, was er sieht, aber für mich steht da ein unglaublich sexy Mann vor mir. Sogar der niedliche Versuch, seine Scham zu bedecken, törnt mich an.
Thomas stürmt regelrecht in die Dusche. Ich schmiege mich von hinten an ihn, drücke Küsse auf seine Schultern und den Nacken. Die Gänsehaut, die sich über seinen Körper zieht, erregt mich unendlich. Ich möchte gern vernünftig bleiben, aber ehrlich, ich kann nicht widerstehen. Einen Moment verspüre ich ein schlechtes Gewissen, weil ich vor ein paar Minuten behauptet habe, dass ich im Stehen einschlafen könnte. Das stimmt im Grunde immer noch, aber nach einem schönen Orgasmus schläft es sich viel besser.
Ich massiere Thomas‘ Schultern, während er das Wasser anstellt. Der erste kühle Strahl lässt uns beide erschrocken zusammenzucken, dann lachen wir und pressen uns dicht aneinander, bis es wunderbar warm von oben auf uns herabregnet.
Ich schäume seinen Rücken mit Duschgel ein, hocke mich hinter ihn und kümmere mich besonders intensiv um seinen knackigen Arsch. Nahezu perfekte runde Backen, die er zusätzlich betont, indem er sich vorlehnt und den Rücken durchdrückt. Vermutlich weiß er gar nicht, was für eine unglaubliche Einladung er mir damit gibt.
»Du bist wirklich sexy, Thomas«, sage ich und fahre mit einem seifigen Finger seinen Spalt entlang.
Sein Loch zuckt, als ich darüber streiche. Thomas keucht, schiebt sich meiner Berührung kaum merklich entgegen.
»So süß und sexy«, nuschle ich und küsse nacheinander beide Backen.
Ich streichle seine Oberschenkel, bringe ihn dazu, die Beine ein wenig mehr zu spreizen und knete seine Eier. Mit einer Hand umfasse ich seinen Schaft und beginne, ich zu reiben. Mein Gesicht presse ich gegen seinen Hintern und lasse ihn meine Zunge spüren. Thomas zuckt keuchend zusammen. Er späht über seine Schulter, zu mir nach
unten. Ich erwidere den Blick, strecke die Zunge heraus und lasse sie erneut zwischen seine Backen gleiten.
»Veit«, raunt er und bekommt große Augen.
»Gut?«, frage ich schmunzelnd, warte aber eine Antwort nicht ab, sondern dränge mich tiefer in den Spalt. Zugleich höre ich nicht auf ihn zu wichsen. Ich spüre, wie er sich den doppelten Reizen ergibt. Seine Beine zittern. Er lehnt sich gegen die Fliesen. Ich reibe ihn schneller, schiebe einen Finger neben meine Zunge und drücke vorsichtig gegen seinen Eingang. Kaum überwindet meine Fingerkuppe den festen Muskel, kommt Thomas mit einem tiefen Grollen.
Ich erhebe mich und schmiege mich von hinten an ihn. Meine Härte sucht nach Reibung.
»Press die Beine zusammen«, bitte ich. Ich schiebe mich ächzend in die Enge, stoße von hinten gegen seine Eier und brauche nur wenige Bewegungen, bis mich der Orgasmus überrollt. Atemlos verharren wir einen Moment, dann dreht sich Thomas in meinen Armen und küsst mich.
»Du bist so unglaublich«, flüstert er und klingt beinahe ehrfürchtig.
Lächelnd schmiege ich mich an ihn, unfähig, meine Gefühle in Worte zu fassen.
Thomas kümmert sich um mich. Er verteilt Duschgel auf meiner Brust und beginnt, mich gründlich zu waschen. Ich schmelze unter seinen Berührungen, kichere, als er mich kitzelt und genieße die Nähe.
Nach dem Duschen hüllt Thomas mich in ein kuscheliges Handtuch. Wir trocknen uns ab, putzen gemeinsam Zähne und gönnen uns nur beim Pinkeln Privatsphäre. Da ich als erster darf, bin ich es auch, der zuerst unter die Bettdecke schlüpft. Ich bin erstaunlich nervös, als er den Raum betritt und die Tür hinter sich schließt.
»Brauchst du noch etwas?«, fragt er.
»Nur dich zum Kuscheln«, erwidere ich, hebe die Decke an und klopfe einladend auf die Matratze.«
»Hoffentlich bricht das Bett nicht zusammen«, meint er glucksend.
»Wir werden unsere Arbeit morgen früh ausführlich testen«,
erkläre ich und schmiege mich an ihn. Ich lege eine Hand auf seine nackte Brust und spüre den kräftigen Herzschlag.
Thomas zieht die Decke über uns und haucht mir einen Kuss auf den Scheitel.
»Das muss der Weihnachtszauber sein«, flüstert er.
»Du bist mein magischer Ort«, nuschle ich und schlafe augenblicklich ein.
Blinzelnd öffne ich die Augen und brauche einen Moment, ehe ich begreife, wo ich mich befinde. Ein schlafwarmer Körper drängt sich an meinen Rücken. Eine erregende Latte stupst gegen meinen Hintern. Ich bin ebenfalls hart und erstaunlich munter. Ich hebe den Kopf, um die Uhrzeit auf seinem Wecker zu erkennen. Es ist kurz vor zehn. Höchste Zeit, um die Standhaftigkeit des Bettes auszuprobieren. Ich schiebe meinen Po nach hinten, bewege mich ein wenig und ernte damit ein Stöhnen.
Eine Hand wandert über meine Seite und umfasst meinen Schwanz. Ich stoße nach vorn und erleide einen Biss in die Schulter. Ein Schauer rinnt über meinen Rücken. Voller Sehnsucht nach einem Kuss drehe ich den Kopf nach hinten. Sofort liegen Thomas Lippen auf meinen. Wer behauptet, dass Morgenküsse eklig sind, ist ein Idiot. Ich kann nicht genug von seiner Zunge in meinem Mund bekommen. Gierig sauge ich an ihr. Sein Stöhnen entfacht ein unbändiges Feuer in meinem Körper. Ich rolle mich auf den Rücken, spreize die Beine und ziehe Thomas auf mich. Seine Härte stößt gegen meinen Schwanz. Keuchend dränge ich mein Becken nach oben.
»Mehr«, flüstere ich, fahre mit den Händen über seinen Rücken.
Thomas wirft den Kopf nach hinten, stöhnt laut und hemmungslos. Ich lecke über seinen Kehlkopf, sauge an der empfindlichen Haut und spüre die harten Muskeln unter meinen Fingern. Er verharrt und schaut mich erwartungsvoll an. Ich lege die freie Hand in seinen Nacken und ziehe ihn zu mir hinunter. Gierig küssen wir uns. Er knabbert an meinem Kinn, saugt an meinem Ohrläppchen und zieht eine feuchte Spur bis zum Schlüsselbein. Ich schaudere unter den zärtlichen Berührungen.
Dann dreht er uns schwungvoll um, lächelt mich an, hebt die Arme über den Kopf und hält sich an den Holzstreben fest. Er zieht die Unterlippe zwischen seine Zähne und wirkt so verletzlich, dass mir
schwindlig wird.
»Du bist wunderschön«, raune ich ihm ins Ohr und streiche mit dem Daumen über dir malträtierte Lippe. »Wir werden so viel Spaß haben.«
Ich rutsche tiefer, um seinen Körper ausführlich zu erkunden.
»Halte dich gut fest«, fordere ich mit einem Zwinkern.
»Oh Veit«, flüstert er, mit vor Erregung dunkler Stimme.
Ich lecke über seine linke Brustwarze, sauge, bis der Nippel sich mir hart entgegenstreckt. Dann kommt die andere Seite dran, während mein Schwanz immer wieder über seinen streicht.
»So gut«, murmelt Thomas atemlos.
Mit sanften Bissen erkunde ich seinen Oberkörper, stupse meine Zunge in seinen Bauchnabel und rutsche zwischen seinen Beinen tiefer. Ein erregender Duft empfängt mich und sorgt dafür, dass ich mich kaum noch beherrschen kann. Ich schiebe seine Beine weiter auseinander und sauge an der empfindlichen Haut seines Oberschenkels, bis ein dunkler Fleck entsteht. Thomas keucht und windet sich unter meinen Attacken, aber er lässt die Holzstangen nicht los.
Ich beuge mich über ihn, fange seinen Lippen zu einem weiteren Kuss ein. Tief und sinnlich dringe ich in seinen Mund ein, deute mit meiner Zunge an, was mein Schwanz gern machen würde.
»Wo ist das Cruisingpack?«, frage ich und werde von einer prickelnden Ungeduld erfasst.
»Kiste neben dem Bett«, murmelt er.
Ich beuge mich seitlich weg und spüre seinen Blick auf mir. Zum Glück finde ich die kleine Packung sofort. Ich hole mir einen weiteren Kuss, bevor ich mich aufrichte und den Inhalt auf seinen Bauch fallen lasse. Die kühle Folie sorgt dafür, dass Thomas keuchend die Muskeln anspannt. Ich reibe seinen Schwanz, beobachte, wie die Eichel dunkelrot und von Lusttropfen glänzend durch den Ring aus Daumen und Zeigefinger gleitet.
»Kann nicht mehr«, flüstert er.
»Nur noch ein bisschen«, bitte ich und schaue hoch. »Will dich in mir.«
»Bist du sicher?« Er hebt den Kopf, um zu mir runter zu gucken.
Ich kann den dunklen Schatten deutlich sehen, der sich auf sein
Gesicht legt. Mit einem verwegenen Grinsen krabble ich auf seinen Schoß und reibe meinen Hintern an seinem Schwanz. Ich beuge mich vor, um Thomas zu küssen.
»Gefällt dir das?«, raune ich dunkel in sein Ohr. »Ich finde es nämlich wahnsinnig heiß.«
Seine Spitze stupst gegen mein Loch. Thomas lässt die Holzstreben los und packt meine Hüfte. Er stößt sein Becken nach oben. Ich verliere die Kontrolle, lasse mich von ihm führen und genieße die Stärke, mit der er mich festhält.
»Ich brauche dich jetzt wirklich in mir«, nuschle ich und richte mich auf.
Mit zittrigen Fingern reiße ich die Verpackung auf und stülpe eilig das Gummi über seinen Schwanz. Thomas stützt sich auf die Ellenbogen und schaut mir zu. Ich öffne auch das Päckchen Gleitgel, schmiere einen Teil auf seinen verpackten Schwanz und den Rest auf meinen Eingang.
»Was soll ich tun?« Unsicher sieht er mich an.
»Fick mich«, fordere ich mit einem Lächeln.
Ehe ich mich versehe, dreht Thomas uns um. Er ragt über mir auf. Groß und stark. Seine Augen schimmern dunkel. Mit einem tiefen Grollen küsst er mich, drückt mich mit seinem Gewicht in die Matratze. Ich schlinge die Arme um ihn und ziehe die Beine nach oben. Unsere Schwänze reiben übereinander. Das ist so viel besser, als ich es mir vorgestellt habe.
»Ich will nichts falsch machen«, flüstert er kaum verständlich und saugt an meinem Hals.
»Das kannst du überhaupt nicht«, sage ich. Ich zwinge ihn, mich anzugucken. »Glaub mir, Thomas. Wir werden gleich so hoch fliegen, dass wir die Umlaufbahn der Erde verlassen. Verdräng diese unsinnige Stimme in deinem Kopf und vertrau auf dein Gefühl. Du willst das doch auch, oder?«
»Ich kann an nichts anderes denken«, erwidert er und klingt verzweifelt.
»Wie wäre es dann, wenn du deinen Schwanz in mich schiebst und mir die Sterne zeigst?«
Zweifelnd starrt er mich an. Ich lege eine Hand in seinen Nacken, bringe unsere Lippen erneut zusammen und sorge gleichzeitig dafür,
dass sein Schwanz über meinen Eingang streicht. Thomas stößt zu. Vorsichtig und langsam dringt er in mich ein. Erschaudernd halte ich mich an ihm fest. Er bewegt sich gemächlich. Mein Körper scheint genau für ihn gemacht zu sein. Ich öffne mich, ohne einen Anflug von Schmerz. Es gibt keinen unangenehmen Moment, den ich überwinden muss, kein Gefühl, es nicht aushalten zu können. Nur tiefe, unverfälschte Lust.
»Mehr«, bitte ich und winde mich unter ihm. »Hart und schnell.«
Thomas richtet sich auf, greift nach meinen Beinen und schiebt sie weiter nach vorn. Ich spüre ihn tief in mir. Natürlich trifft er meine Prostata und setzt meinen Körper in Brand. Ich verliere mich in seinen Stößen und komme. Es geht so schnell und unerwartet, dass ich den Halt verliere. Ich stöhne hemmungslos, presse mich ihm entgegen und rufe seinen Namen.
Starke Arme halten mich. Ein heißer Körper auf mir, gesäuselte Worte, süße Küsse und wunderbare Nähe holen mich zurück in die Gegenwart. Blinzelnd öffne ich die Augen, verspüre einen Anflug von Sorge denn mir wird bewusst, dass ich genau das hier für den Rest meines Lebens will ... jemanden, der mich umsorgt und mich liebt.