Die Welt unserer Lebensmittel ist bunt und vielseitig. Oft steckt in einem kleinen Samenkorn eine riesige Portion Gesundheit. Oft liegt es dann aber auch an der richtigen Zubereitung, ob wir diese Extraportion optimal aufnehmen können. Mit den Infos auf dieser Seite wollen wir Ihnen helfen, wichtige Zutaten unserer Scheinfastenrezepte voll auszukosten.
Matcha (japanisch: »gemahlener Tee«) ist ein grünes, sehr feines Grüntee-Pulver, das aus den jungen Blattspitzen von Tencha-Tee gewonnen wird. Eine Tasse Matcha-Tee liefert etwa so viel Koffein wie Espresso, macht aber auf sanftere Art munter. Die reichlich enthaltene Aminosäure L-Theanin hilft beim Entspannen und Stressreduzieren, außerdem kann sie die Stimmung heben sowie die Gehirnleistung verbessern. Weiteres Plus: Matcha punktet mit vielen Antioxidantien, vor allem Catechinen. Diese wirken entzündungshemmend und sorgen für gesunde Arterien und Zellen.
Wer regelmäßig zu kalt gepresstem Olivenöl der Güteklasse »natives Olivenöl extra« oder »extra vergine« greift, tut seiner Gesundheit viel Gutes. Da bei der Pressung des Öls die Temperatur unter 40 Grad liegen muss, bleiben gesunde Inhaltstoffe wie Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) und einfach ungesättigte Fettsäuren erhalten. Natives Olivenöl sollte im Idealfall kalt verwendet werden, zum Beispiel für Dressings, Saucen und Dips. Man kann es aber zum sanften Braten auch leicht erhitzen. Vorsicht ist beim scharfen Anbraten geboten! Bei starker Hitze wird der Rauchpunkt, der bei 130 bis 175 Grad liegt, schnell überschritten, dabei gehen wertvolle Antioxidantien verloren.
Schon im März kommt junger Blattspinat, auch Baby-Spinat genannt, aus dem heimischen Freilandanbau auf den Markt. Er ist besonders zart und lässt sich roh oder gedünstet ohne größeren Putzaufwand samt seinen Stielen verzehren. Er enthält kaum Kohlenhydrate, dafür liefert er viel Vitamin A für gesunde Haut, Magnesium für die Muskeln, zellschützendes Vitamin E sowie Kalium, das sanft entwässernd wirkt. Genießen Sie Baby-Spinat im Smoothie, Salat oder kurz gedünstet in der Suppe. Dann am besten einen Teil der jungen Blätter zum Schluss frisch mitpürieren, denn roh bleibt auch das Vitamin C gut erhalten und bringt zusammen mit Spurenelementen wie Mangan, Eisen und Zink den Stoffwechsel in Schwung und Sauerstoff in die Zellen.
Rohe Zucchini sind sehr gesund. Neben viel Wasser liefern sie wichtige Vitamine (B-Vitamine, Vitamin C, Beta-Carotin), Mineralstoffe (Kalzium, Magnesium) und das Spurenelement Eisen. Beim Kochen gehen diese Nährstoffe teilweise verloren. Auch wer Brokkoli als Rohkost isst, tut seiner Gesundheit viel Gutes: Vitamin C, Pantothensäure und wichtige Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium und Kalium, die uns Brokkoli liefert, sind nämlich hitzeempfindlich. Allerdings kann der rohe Kohl bei empfindlichen Menschen zu Bauchschmerzen oder Blähungen führen. Dagegen hilft folgender Trick: Brokkoli fein hacken und mit frischer Minze kombinieren. Das in dem Kraut enthaltene ätherische Öl Menthol wirkt entspannend und krampflösend im ganzen Verdauungstrakt.
Tomaten sind eine super Quelle für Lycopin, ein Carotinoid, das für die rote Farbe verantwortlich ist. Im Gegensatz zu vielen wärmeempfindlichen sekundären Pflanzenstoffen benötigt Lycopin Hitze, um vom Körper optimal verwertet werden zu können. Produkte aus gekochten Tomaten wie Tomatenmark und Dosentomaten sind besonders reich an Lycopin, das als starker Zellschützer wirkt.
Flohsamen sind die unscheinbaren Samen von Wegerichgewächsen, die überwiegend in Indien und Pakistan angebaut werden und optisch an Flöhe erinnern. Vor allem in den Samenschalen stecken reichlich lösliche Ballaststoffe beziehungsweise Schleimstoffe, die große Mengen Wasser binden können. Diese quellen im Darm auf, wodurch die Verdauung angeregt und Verstopfung vermieden wird. Aufgrund ihrer hervorragenden Quellfähigkeit eignen sich Flohsamenschalen sehr gut zum Backen von Brot.