Das Canvas-Businessmodell: Schwächen und Ergänzungen

Schwächen und Kritik

Auch wenn beim Canvas-Modell der direkte Konkurrenzaspekt etwas außer Acht gelassen wird, bleibt es doch ein interessantes, praktisches und leicht zugängliches Konzept.

Ergänzungen und verwandte Modelle

Da das CBM in einigen Bereichen – ganz besonders in Bezug auf den mangelnden strategischen Aspekt – nur eingeschränkt wirksam ist, sollte die Kombination mit weiteren, potenziell ergänzenden Modellen erwogen werden.

Dieses Modell mit seinen vier Normstrategien – repräsentiert durch die strategischen Geschäftseinheiten (SGE bzw. strategic business units/SBU) Question Marks, Stars, Cashcows und Poor Dogs – könnte das CBM (wo die Strategieplanung eher vernachlässigt wird) sinnvoll ergänzen. Der Ansatz der BCG wertet einerseits den Marktanteil eines Produkts aus, andererseits beurteilt er die Wachstumsaussichten des Produkts auf dem Markt. Auf diese Kriterien stützt sich das Unternehmen, um im Produktportfolio entsprechende Prioritäten zu setzen und langfristig Wertschöpfung sowie sinnvolles Cashflow-Management zu garantieren.

Das Fünf-Kräfte-Modell nach Porter: Einbezug der Konkurrenz

Die Strukturanalyse nach Porters Fünf-Kräfte-Modell ermöglicht die Attraktivitätsbestimmung einer Branche. Ausgangsthese ist dabei, dass Unternehmen, entsprechend ihres Potenzials zur Gewinnerwirtschaftung oder zur Ressourcenverwertung, nach einem Wettbewerbsvorteil streben. Die fünf wesentlichen Wettbewerbskräfte sind: bestehende Konkurrenten in der Branche, potenzielle neue Anbieter (deren Markteintritt eine Bedrohung darstellen kann), Ersatzprodukte (die in direkter Konkurrenz stehen), Kunden, sowie Zulieferer (die durch Verhandlungsstärke Macht ausüben können).