Die 16 größten Corona-Mythen [1]
1 Das neuartige Coronavirus ist menschengemacht,
es wurde im Labor manipuliert
Dies ist einer der frühesten Mythen über das Coronavirus, und er hält sich hartnäckig über Monate. Ist aber falsch. Forscher, die das Virus SARS -CoV-2 genetisch untersucht haben, sind sich einig: Es stammt nicht aus einem Labor. Bereits im Februar veröffentlichten Experten, darunter Christian Drosten von der Berliner Charité, dazu ein Statement im Journal ›The Lancet‹.
Autoren einer Studie im wissenschaftlichen Journal ›Nature‹ kamen nach einer Genanalyse zu dem Schluss, dass das Virus nicht gerade perfekt an den Menschen angepasst sei. Die Interaktion mit den menschlichen ACE 2-Rezeptoren sei »nicht ideal«. Dies deute darauf hin, dass es durch »natürliche Auslese«, also Evolution zustande kam. Plausibel sind laut den Wissenschaftlern zwei Szenarien – entweder sei die Veränderung des Virus in einem tierischen Wirt vor der Übertragung auf den Menschen geschehen oder erst danach, also im Menschen selbst.
Eine weitere unbestätigte Theorie ist, dass das Virus versehentlich aus einem Forschungslabor freigesetzt wurde. Befeuert wurde die Debatte durch eine Enthüllung der ›Washington Post‹: Mitglieder der US -Botschaft in Peking hätten 2018 über Sicherheitsmängel in einer Virus-Forschungseinrichtung in Wuhan berichtet. Es gibt für diese Hypothese aber keine Belege. Die Autoren der Studie im Journal ›Nature‹ schreiben, sie werde durch ihre Forschung zwar nicht widerlegt, man halte sie jedoch für unplausibel.
Bewertung: Die Behauptung, das Virus sei im Labor hergestellt worden, ist falsch – da sind sich Wissenschaftler aufgrund seiner genetischen Eigenschaften einig.