6 COVID
-19 ist nicht schlimmer als die normale Grippe
Immer wieder wird COVID
-19 mit der saisonalen Grippe verglichen. Dafür werden vor allem Todeszahlen herangezogen, und immer wieder wird auf die Grippesaison 2017/2018 verwiesen, bei der in Deutschland 25.000 Menschen gestorben seien.
Die Todesfälle durch COVID
-19 und die Grippe sind aber überhaupt nicht vergleichbar, weil sie unterschiedlich erfasst werden.
Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten und gestorbenen Menschen wird aktuell an das Robert Koch-Institut gemeldet. Am 18. Mai waren das 7.935 Fälle. Sie beinhalten alle Fälle, bei denen ein Mensch in Deutschland laut Labornachweis infiziert war und dann starb.
Die Zahl der Grippetoten wird dagegen laut RKI
jede Saison statistisch geschätzt. Das geht so: Experten beobachten, wie viele Menschen in der Grippesaison im Vergleich zu den übrigen Monaten im Jahr sterben. Sollte es in der Zeit einen »Mortalitätsanstieg« geben, werden diese zusätzlichen Todesfälle der Influenza zugeordnet.
Vor diesem Hintergrund ist die Zahl der 25.000 Todesfälle 2017/2018 zu betrachten. Sie ist eine Schätzung. Tatsächlich
gemeldet wurden in dieser besonders schweren Grippesaison laut RKI
nur 1.674 Todesfälle »mit laborbestätigter Influenza«.
Wichtigster Unterschied: Bei COVID
-19 ist – nach aktuellem Kenntnisstand – die Sterblichkeit höher. Und: Gegen COVID
-19 gibt es bisher keinen Impfstoff.
Bewertung: unbelegt. Influenza und
COVID
-
19
sind nicht direkt vergleichbar.