12 Wer einen Mundschutz trägt, atmet zu viel CO
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ein, und Keime vermehren sich wegen zu viel Feuchtigkeit in der Lunge
Auf einem tausendfach auf Facebook geteilten Bild wird vor dem Tragen einer Maske gewarnt – da man damit angeblich zu viel CO
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einatme. Außerdem entstehe beim Tragen Feuchtigkeit in der Lunge, wodurch sich dort Keime vermehren könnten.
Die Behauptung bezieht sich auf eine 15 Jahre alte Studie, die inzwischen überholt ist. Masken werden mittlerweile anders zertifiziert, als es zu der Zeit der Studie üblich war. Es ist zwar möglich, dass sich durch das Tragen von Mundschutz Keime bilden. Diese gelangen aber nicht in die Lunge.
Das RKI
schreibt: »Dass man mehr CO
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einatmet, stimmt nicht, dass die Atmung behindert wird, schon.« Es könne zu einer Kontamination der Maske mit der Mund-Rachen-Flora kommen – aber mit Bakterien, nicht mit Viren. »Systematische und vergleichbare Studien gibt es hierzu bislang aber nicht«, so das RKI
.
Bewertung: größtenteils falsch. Es droht beim Tragen einer Maske kein Sauerstoffverlust und bei richtiger Anwendung auch keine bakterielle Infektion.