M eine Haut kribbelt. Ich fühle mich wie Wachs in Alis Händen. Es ist so speziell, von ihr berührt zu werden und sie berühren zu dürfen. Ich habe Ali gebeten, mich langsam und zärtlich zu lieben. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr so sicher, ob das wirklich das ist, was ich möchte.
Mein Körper steht in Flammen. Ich stehe in Flammen. Seit Tagen dreht sich mein gesamtes Denken und Fühlen um Ali und um die Frage, wie ich sie dazu bringen kann, mich zu mögen.
Anscheinend habe ich es geschafft. Einfach so.
Ich drehe durch. Ali ist eine faszinierende und wundervolle Frau. Ihre Hände sind so weich und zart. Sobald sie mich berührt, möchte ich am Liebsten die Zeit anhalten, um nie wieder auf ihre Berührungen verzichten zu müssen.
Meine Brüste liegen in ihren Händen. Obwohl ich gerne sehen würde, wie Ali schaut, behalte ich die Augen geschlossen und genieße die Zärtlichkeiten in vollen Zügen.
Es ist schon eine Weile her, dass ich jemanden so sehr wollte wie Ali. Dass ich sie nun haben darf, erfüllt mich mit unbeschreiblichen Glücksgefühlen. Jede Zelle in meinem Körper kribbelt vor Freude. Dieses Gefühl ist gigantisch. Der Wahnsinn. Ich kann es kaum glauben, was hier mit mir passiert. Ich kann kaum glauben, was Ali mit mir macht.
Es ist Ali anzumerken, dass es ihr schwer fällt, sich zu zügeln. Sie kneift mir in den Po. Im nächsten Moment streichelt sie mir wieder zärtlich über die Schultern oder den Bauch. Ihr Kuss ist hart und fordernd. Nur, um im nächsten Moment wieder sanft und weich wie der Flügelschlag eines Schmetterlings zu werden.
Die Empfindungen sind so intensiv, dass ich kaum noch hinterher komme.
Sie nimmt sich so viel Zeit. Noch haben wir beide unsere Hosen an. Ja, wirklich. Unglaublich, oder? Aber … es ist wirklich schön. Gerade, weil Ali so langsam und zärtlich ist. Sie nimmt sich Zeit für mich und uns. Das werte ich als gutes Zeichen. Anscheinend ist es ihr wirklich wichtig, mir das zu geben, was ich mir von ihr gewünscht habe. Vielleicht ist sie ja eine waschechte Wunscherfüllerin. Wäre doch immerhin eine Möglichkeit.
So respektvoll hat mich selten jemand behandelt.
Ali streichelt mit den Fingerspitzen um meine Nippel. Mittlerweile sind die Nippel so fest, dass es schon beinahe weh tut. Ich schwitze so sehr, dass es mir so vorkommt als würde meine Hose an meinem Körper kleben.
Ich seufze. Ali schaut auf und sieht mich fragend an. Ihr Blick ist voller Zärtlichkeit. Ich fühle mich so wohl in meiner Haut.
»Du hast mich doch gefragt, was ich gerne mag.«
Ali nickt.
»Und ich habe gesagt, dass ich gerne langsam geliebt werden will.«
Sie nickt erneut.
»Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob das wirklich so ist.«
Ali kneift die Augen zusammen.
»Nicht?«
Ich schüttle den Kopf.
Und stürze mich auf Ali. Noch nie habe ich jemanden mit so viel Nachdruck aus ihren Klamotten geholt. Ali hat zu tun, dass sie mit mir mithalten kann.
Ich liebe es, langsam geliebt zu werden. Aber... in mir tobt ein Sturm aufgestauter Hitze. Ich begehre Ali und ich will nicht länger warten. Ich will sie endlich ganz spüren. Ich will spüren, wie sie sich mir hingibt. Ich will mich aber auch ihr hingeben.
Alis Nippel leuchten rötlich. Ali richtet sich auf. Sie breitet die Arme aus.
Uff. Was für eine schöne Frau. Fassungslos starre ich Ali an.
»Gefällt dir, was du siehst?«, wispert sie, und ich kann nur nicken.
Zu anderen Reaktionen bin ich nicht mehr in der Lage.
»Komm her.«, krächze ich, richte mich auf und warte, dass sie endlich in meine Arme kommt.
Alis Hände, Lippen und Zunge sind überall und überall gleichzeitig. So fühlt es sich jedenfalls an. Meine Haut brennt. Ich presse mich an Ali und zucke zusammen. Alis Hand gleitet zwischen meine Beine. Ich bin so feucht, dass sie fast von selbst in mich hinein rutscht. Himmel nochmal. Das ist doch der Wahnsinn.
Ich möchte, dass Ali genauso glücklich ist wie ich. Also schiebe ich meine Hand zwischen ihre Beine. Ali öffnet die Schenkel für mich. Mein Herz rast. Ich keuche und stöhne und gebe alles, damit Ali spürt, wie sehr ich sie begehre, wie sehr ich sie will.
Alis Haut ist unglaublich weich. Der Punkt zwischen den Hügeln pulsiert. Ich bin es, die diese Gefühle in Ali auslöst. Ich könnte platzen vor Glück.
»Magst du das?«, krächze ich.
»Sehr. Und du?«
Ich nicke. Und gebe mich Alis Berührungen hin. Ali hat eine so besondere Art, mich zu streicheln, zu küssen und zu lecken, dass ich mich so sehr herumwerfe, dass sie alle Kraft braucht, um mich zu halten. Ich bin wie aufgezogen und losgelassen. So kenne ich mich gar nicht. Ich will mich Ali hingeben. Ich will ihr alles von mir zeigen. Nichts soll ihr verborgen bleiben. Ich bin nackt. Und offen. Für Ali und ihre Zärtlichkeiten.
Ali reizt mich. Mit zwei Fingern in mir und dem Daumen, mit dem sie meinen empfindlichsten Punkt verwöhnt. Meine Beherrschung ist dahin. Ich drücke mich gegen Alis Hand. Ali drückt sich gegen mich. Unsere Körper sind heiß und verschwitzt. Dort, wo ihr Bauch an meinem reibt, bildet sich Schweiß. Als Ali mit einem weiteren Finger in mich hinein rutscht, bäume ich mich auf und stoße einen tiefen Schrei aus. Ich kann kaum glauben, dass ich das bin, die zu solcher Hingabe in der Lage ist. Bisher hielt ich mich, ehrlich gesagt, eher für beherrscht.
Ali hat die Fähigkeit, das komplette Konstrukt Cornelia Langer aus den Angeln zu heben. Sie erhöht das Tempo und treibt mich immer weiter. Ich stehe ihr in nichts nach. Ali stöhnt mindestens genauso ungehalten wie ich. Wir schaukeln uns miteinander hoch. Das ist der Wahnsinn. Ich habe noch nie mit einem Menschen etwas ähnliches gefühlt. Auch nicht mit mir alleine. Es fühlt sich so an, als wüsste Ali ganz genau, was ich will und brauche. Und dann gibt sie es mir.
»Bitte.«, jammere ich.
»Bitte lass mich endlich kommen.«
Ali lacht ganz leise. Und dann erhöht sie den Druck und das Tempo so sehr, dass es nicht mehr lange dauert, bis mein empfindlichste Punkt zu pulsieren beginnt. Meine Bauchmuskeln krampfen sich zusammen. Ich halte die Luft an. Und dann fangen meine Muskeln an zu zucken. Kraftlos breche ich zusammen.
Ich bin so fertig, dass ich zu nichts außer unkontrollierten Zuckungen in der Lage bin.
Irgendwo in meinem Hinterkopf regt sich ein Stimmchen, dass mir klarmacht, dass Ali noch nicht soweit war. Ich hole Luft und stütze den Kopf auf den Arm.
»Schschsch … «, haucht Ali.
»Lass dir Zeit.«
»Aber willst du denn gar nicht?«
»Natürlich will ich. Aber ich brauche gar nicht mehr lang.«
Alis Worte motivieren mich, auch das letzte bisschen Kraft aus mir herauszuholen. Ich rutsche an Ali herunter und lege die Lippen um ihren empfindlichsten Punkt. Vorsichtig fange ich an zu lecken und zu saugen. Ali hebt mir ihren Unterleib entgegen. Sie riecht und schmeckt so gut. Ich kann mir nicht vorstellen, jemals etwas kosten zu dürfen, was besser schmeckt als sie.
In dem Moment, in dem Ali mit einem tiefen Stöhnen kommt, überfluten mich Glücksgefühle, wie ich sie noch nie erlebt habe. Wie wild geworden tanzen die Schmetterlinge durch meinen Bauch.
Ich kuschle mich in Alis Arme und schließe die Augen.
A ls ich die Augen aufschlage, glaube ich, vor Glück platzen zu müssen. Die letzten Stunden haben mich für alle Entbehrungen, die das Leben mir bis jetzt aufgezwungen hat, belohnt. Endlich darf ich mal glücklich sein. Ich drehe mich um und kuschle mich wieder an Ali. Ali atmet tief und gleichmäßig. Ihr Herz klopft einen ruhigen Rhythmus.
Ist das schön.
Obwohl es schon hell draußen ist, erlaube ich mir die Augen noch einmal zu schließen und mich noch ein Stündchen der Ruhe hinzugeben.
Irgendwie möchte ich heute noch gar nicht heim fahren. Zuhause wartet nur eine einsame Wohnung auf mich. Ist es verwegen, wenn ich Ali frage, was sie davon hält, wenn wir noch das Wochenende dran hängen und erst Sonntag die Heimfahrt antreten?
Ich möchte so gerne die Zweisamkeit noch etwas länger genießen. Es ist gerade so herrlich unkompliziert zwischen uns. Wir lassen uns einfach aufeinander ein. Ich will nicht an morgen denken. Das, was hier und jetzt zwischen uns passiert, ist entscheidend.
Zärtlich streichle ich über Alis Wange. Dann beuge ich mich vor und hauche ihr ein Küsschen auf die Stirn.
»Guten Morgen.«, wispere ich als Ali wenig später allmählich wach wird.
»Hast du gut geschlafen.«
Ali sagt nichts. Gar nichts. Weder guten Morgen, noch sonst etwas. Sie ist stumm wie ein Fisch. Statt mich anzuschauen, steht sie einfach auf und geht ins Bad. Das Wasser der Dusche beginnt zu rauschen. Meine Euphorie verpufft.
Innerlich leer sacke ich auf die Matratze zurück und ziehe mir die Decke bis zum Hals.
Wenn ich doch nur wüsste, was jetzt wieder los ist.
Knappe zwanzig Minuten ist Ali im Bad verschollen. Als sie wieder herauskommt, geht sie auf direktem Weg zum Kleiderschrank und zieht sich an. Sie wirft ihre restlichen Klamotten in ihre Tasche.
Mit der Tasche über der Schulter geht sie zur Tür. Bevor sie das Zimmer verlässt, dreht sie sich noch mal zu mir um und schaut mich an. Ihr Blick ist kalt.
Mir wird auch kalt. Eiskalt sogar. So kalt, dass ich zu zittern beginne.
»Beeil dich bitte ein bisschen. Ich will dann langsam los.«
Also, das ist doch wohl … Wie ein Häufchen Elend rutsche ich unter die Decke. Mir kommen die Tränen. Vor ein paar Stunden war ich noch so glücklich und habe tatsächlich geglaubt, dass es mir gelingen könnte, Ali für mich zu gewinnen.
Wir haben sogar miteinander geschlafen und teilten die intensivsten Gefühle miteinander. Und jetzt tut sie gerade so als wäre ich nicht besser als ein Stück Scheiße.
Anscheinend bin ich es in ihren Augen nicht mal wert, dass sie auf mich wartet und mit mir zusammen zum Frühstück geht.
Ich brauche ein paar Minuten, bis es mir gelingt, die Enttäuschung so weit weg zu drücken, dass ich duschen gehen und mich fertig machen kann.
Mein Blick in den Spiegel führt mir deutlich meine Enttäuschung vor Augen. Ich fühle mich leer und ausgelaugt. Warum hat sie mit mir geschlafen, wenn sie nichts von mir will? Ich verstehe es nicht. Ich verstehe gar nichts mehr.