O h, mein Gott. Du bist so wunderschön.«, stöhnt Ali. Im nächsten Moment spüre ich ihre weichen Lippen auf meiner nackten Haut. Ich dränge mich Ali entgegen. Obwohl es erst wenige Stunden her ist, dass wir uns geliebt haben, drehe ich vor Sehnsucht nach Alis Küssen beinahe durch.
»Darf ich?«, fragt Ali, und ich stöhne tief.
Ali lacht leise. Und dann hört mein Hirn endgültig auf, seiner Arbeit nachzukommen.
Ali leckt so gut. Mit der Zungenspitze reizt sie die Hügel rechts und links meines empfindlichsten Punkts. Ich fange an zu keuchen. Ali ist unglaublich. Und ich bestehe nur noch aus hyperaktiven Nervenenden. In einem Moment dringt sie mit der Zunge in mich. Im nächsten Moment schlägt sie kleine Kreise um meinen empfindlichsten Punkt. Mein Stöhnen wird lauter, mein Atmen hektischer. Ich bin kurz davor. Und Ali weiß es.
Diesmal lässt sie mich nicht lange zappeln und gibt mir, was ich brauche. Mit beiden Händen stütze ich mich auf ihren Schultern ab. Eine weitere Berührung ihrer Zungenspitze. Ich stöhne und kralle mich mit einer Hand an ihrer Schulter fest. Da ich weiß, dass es mir mit Ali schier unmöglich ist, leise zu sein, balle ich eine Hand zur Faust und beiße darauf.
Ali hält mich fest und macht einfach weiter. Solange, bis ich nicht mehr kann.
Dann steht sie auf, richtet ihre Kleidung und haucht mir einen Kuss auf die Lippen.
»Vergiss es.«, tadle ich.
»So leicht kommst du mir nicht davon.«
Mit herunter gelassener Hose richte ich mich auf, greife Ali unter die Arme und hebe sie mit einem Schwung auf meinen Schreibtisch. Ich helfe ihr aus der Hose. Sie legt mir ihre Beine über die Schulter. Oh, mein Gott.
I st das wirklich passiert? Habe ich meine Freundin gerade allen ernstes auf meinem Schreibtisch geliebt? Ich kann es kaum glauben. Wären Alis Duft, ihr Geschmack und mein feuchtes Höschen nicht so präsent, würde ich es wohl auch nicht glauben.
Mit einem Lächeln auf den Lippen betrachte ich die Tür, durch die Ali erst vor wenigen Sekunden entschwunden ist.
Ich springe auf und laufe los. Vor der Bürotür bleibe ich stehen und schaue mich um. Der Flur ist wie ausgestorben. Phu. Erleichtert atme ich auf und schlage den Weg zu den Toiletten ein.
Wenn ich heute noch irgendwann vernünftig arbeiten möchte, muss ich die Spuren unseres Liebesspiels beseitigen und mich trocken legen. Vielleicht sollte ich zur Sicherheit in Zukunft ein Höschen in meinem Schreibtisch bunkern. Schließlich kann man bei Ali nie wissen. Niemand weiß, was ihr als Nächstes einfällt – nicht mal sie selbst, vermute ich.
Obwohl sie behauptet, dass sie eingefahren und engstirnig ist, zeigt sie sich neuerdings von einer ganz anderen Seite. Sie ist spontan und überrumpelt mich und sich selbst mit ihrem Temperament. Sie lockt mich aus mir heraus und kitzelt meine Lust so lange hervor, bis ich ihr hilflos ausgeliefert bin. Clevere Taktik eigentlich.
Ich stürme in den Waschraum für Frauen und reiße eine der Klotüren auf. Mein Höschen ist nicht feucht, es ist nass. Wie soll ich so nur den restlichen Tag überstehen?
Ich versuche, mich notdürftig trocken zu legen, scheitere aber kläglich. So wird das nichts. Ich drücke auf die Spülung, wasche die Hände und verlasse den Waschraum.
»Ich bin kurz außer Haus!«, rufe ich Marek zu, und verschwinde so schnell ich kann.
Wie gut, dass keine zehn Gehminuten entfernt, ein Laden für Damenbekleidung ist. Dort laufe ich hin und steuere direkt die Wäscheabteilung an. Ich ziehe das erstbeste Höschen in meiner Größe von der Stange und begebe mich auf direktem Weg zur Kasse.
Ich schiebe der Kassiererin das Höschen über den Tresen, damit sie es abkassieren kann.
»Hey.«
Ich fahre herum und blicke direkt in Alis glänzende dunkle Augen.
»Was für ein Zufall, dass ich ausgerechnet dich hier treffe.«, säuselt Ali, und schenkt der Kassiererin einen lässigen Augenaufschlag.
Die Kassiererin strahlt Ali an und ich bin kurz vor dem Platzen. Demonstrativ lege ich meinen Arm um Ali. Damit die Kassiererin komplett klar sieht, schiebe ich Alis neues Höschen zu meinem und erkläre, dass die Wäsche gerne zusammen abkassiert werden kann.
»Bist du etwa eifersüchtig?«, neckt Ali, und ich strecke ihr die Zunge entgegen.
»Mhmmm, netter Waschlappen.«
Ali haucht mir einen Kuss auf die Lippen. Ich ziehe sie an mich. Augenblicklich beginnen meine Körpertemperatur zu steigen und mein Herz zu rasen.
Das bin doch nicht ich. Ich erkenne mich kaum wieder. Ali bringt Saiten in mir zum klingen, das ist unglaublich.
»Hör auf.«, stöhne ich.
»Ganz sicher?«
Ich nicke, wobei mein heiseres Seufzen das Gegenteil verrät.
»Okay. Aber heute Abend gehörst du mir.«
Nichts lieber als das. Ich bin süchtig. Nach Alis Berührungen und ihren Küssen. Ich bin süchtig nach ihrem Duft. Ich bin süchtig nach ihr. So muss es sein. Anders lässt sich nicht erklären, warum ich mich an sie schmiege und darauf warte, dass sie mich endlich küsst.