23. DEZEMBER
JJ : Dafür wirst du büßen
Remy : Ooh, wirst du mich übers Knie legen?
JJ : Unter anderen Umständen würde mich das anmachen … Aber leider sind meine Eier eingefroren
Remy : Du willst mich also später nicht ficken?
JJ : Das habe ich nicht gesagt
* * *
Später fand Remy Jason in dem kleinen Aufenthaltsraum im Keller, wo er völlig konzentriert Außerirdische erschoss. Es war ein gewalttätiges, blutiges Videospiel und zu sehen, wie ein erwachsener Mann finster auf einen Bildschirm blickte und murmelte: „Sterbt, ihr Arschlöcher!“ hätte nicht sexy sein sollen, aber das war es.
Das Sofa war dem Fernseher zugewandt, sodass Remy nur Jasons Hinterkopf und die lebensgroßen Außerirdischen auf dem Bildschirm sehen konnte. Er beugte sich über die Sofalehne und brachte seinen Mund nahe an Jasons Ohr.
„Videospiele sind dir also wichtiger als Sex mit mir?“
Jason zuckte so arg zusammen, dass er den Controller fallen ließ. Dann stieß er eine Reihe kreativer Flüche aus, während sein Charakter auf dem Bildschirm einen schrecklichen Tod starb. Er warf Remy einen giftigen Blick zu. „Ich warte darauf, dass sich meine Eier erholen.“
Remy umrundete das Sofa und konnte sich ein Lachen kaum verkneifen. „Du hast mir schon so viele Male Schnee in die Hose gestopft, dass ich es gar nicht mehr zählen kann. Sogar heute hast du es getan!“
„Hinten in die Hose. Du hast mir die Eier abgefroren, Alter!“
Jason war niedlich, wenn er so wütend war. Der Ausdruck des Verrats auf seinem Gesicht brachte Remy erneut zum Lachen, aber er wollte nicht, dass es ihre erste gemeinsame Nacht im Blockhaus ruinierte. Sein Herz hing an einer unvergesslichen Nacht. Sein Loch zog sich bei dem Gedanken daran zusammen. Er wollte JJ in sich spüren und von ihm gefickt werden, und morgen dann wollte er derjenige sein, der JJ fickte. Er wollte Jason seine Jungfräulichkeit nehmen, und zwar in jeder erdenklichen Art und Weise. Und er wollte ihm zeigen, wie toll Sex mit einem Mann sein konnte.
Er sank vor ihm auf die Knie. „Lass es mich wieder gutmachen.“
Jasons Augen weiteten sich und er warf einen Blick auf die Treppe. „Ähm, hier?“
„Mmm-hmm.“ Remy legte eine Hand auf Jasons Schritt und massierte seinen Penis zu einem massiven Steifen. Jason schien zwischen Erregung und Vorsicht hin- und hergerissen zu sein. Er wusste nicht, dass Remy die sich oben an der Treppe befindliche Tür abgeschlossen hatte, um sicherzustellen, dass niemand sie überraschen konnte. Oben war Gemurmel zu hören. Jasons Blick schoss zur Treppe hinüber, bevor er zu Remy zurückkehrte.
„Du bist verrückt“, murmelte er, aber es war klar, dass er alle Vorsicht über Bord warf.
„Warum sonst würde ich mich mit dem besten Freund meines Bruders einlassen?“, sagte er mit einem Augenzwinkern.
Jason hob sein Gesäß an und drückte seinen harten Schwanz gegen Remys Handfläche. „Wie wäre es, wenn wir deinen Bruder nicht weiter erwähnen?“
„Soll mir recht sein.“
Remy zog den Bund von Jasons Jogginghose herunter und sein Schwanz sprang frei. Er war jetzt ganz hart, dunkelrot und schwankte hin und her.
„Keine Unterwäsche. Hast du dir wohl von mir abgeschaut?“
„Schien einfacher zu sein“, sagte Jason, gefolgt von einem Grunzen, als Remy seine Schwanzspitze in seinen Mund hineinsaugte. „Oh mein Gott, dein Mund … Aber ich bin wegen meiner Jungs noch immer sauer auf dich.“
Es dauerte eine Minute, bis Remy kapierte, dass Jason seine Eier meinte. Er hatte keine Ahnung gehabt, dass der große, starke Feuerwehrmann so eine Heulsuse war.
Er schenkte ihm ein verschmitztes Grinsen. „Dann erlaube mir sie aufzuwärmen.“
Er glitt weiter nach unten und ergriff Jasons Schwanz mit seiner linken Hand, während er an seinen darunterliegenden Eiern leckte und saugte.
„Oh fuck!“
„Mm-hmm.“
Schlürfgeräusche waren zu hören, als Remy von einem Hoden zum anderen wechselte, bis Jason an seinen Haaren zog und ein gebrochenes „Bitte“ hervorstieß.
Remy wandte seine Aufmerksamkeit wieder seinem Schwanz zu. Mit der Zunge fuhr er an der Unterseite auf und ab, während er seinen Kopf zuerst langsam, und dann in schnellerem Tempo, auf und ab bewegte. Jason kreiste mit den Hüften, um sich jeder von Remys Bewegungen entgegenzustemmen. Remy brachte ihn bis zum Rand des Abgrundes, bevor er plötzlich von ihm abließ.
Stolz lehnte er sich zurück und betrachtete das Ergebnis seiner harten Arbeit. Jasons Brust hob und senkte sich in schneller Folge und seine Schenkel erzitterten unter Remys Berührungen. Mit vor Verlangen völlig benebeltem Blick flehte er: „Nicht aufhören.“ Er grunzte verzweifelt.
„Ich will, dass du mich fickst“, sagte Remy. „Warte ein paar Minuten und komm in mein Zimmer. Ich habe Gleitmittel.“
Jason streckte die Hand nach ihm aus, als er aufstand. „Warte! Warum nicht hier?“
Remy lehnte ab. „Keine gute Idee. Teresa wird bald hier unten schlafen gehen wollen, glaubst du nicht?“
Jason starrte ihn erschrocken an, dann sah er wieder zur Treppe hinüber. Remy kicherte. „Ich habe für den Fall der Fälle die Tür abgeschlossen. Schließlich wollen wir das Schicksal nicht herausfordern. Ich werde nach oben gehen, und du wirst mir in etwa zehn Minuten folgen, alles klar?“
„Du bist ein schrecklicher Mensch, Remy Wells“, sagte Jason langsam.
„Ich will dich tief in mir spüren.“
JJ sprang vom Sofa auf und zog ihn an sich, um ihn leidenschaftlich zu küssen. Es war die Art von Kuss, die niemals enden wollte. Aber irgendwann löste Remy sich von ihm. Sie rangen beide mit aneinandergepressten Stirnen um Atem.
„Gott, das will ich auch“, flüsterte Jason. „Und wie.“
„Dann sollst du es haben“, murmelte Remy. „Lass mich nicht zu lange warten.“
* * *
Irgendwann nach 2 Uhr morgens kroch Jason zu Remy ins Bett, volle zwei Stunden nachdem Remy ihn fast bis zum Gipfel gebracht hatte.
„Tut mir leid“, flüsterte er, „Teresa wollte nicht ins Bett gehen. Ich dachte, sie würde mich bitten, die ganze Nacht draußen bei der Feuerstelle auf der eiskalten Terrasse zu sitzen.“
„Hmm“, summte Remy im Halbschlaf, „das liegt daran, dass sie dir an die Hose will.“
„Welche Hose?“ Jason presste die eiskalte Haut seines Köpers gegen Remys warmen Rücken.
Remy zuckte mit einem Schrei zurück und Jason bedeckte seinen Mund mit der Hand.
„Psssstttt! Willst du, dass jeder weiß, dass ich hier bin?“
Remy warf ihm einen bösen Blick zu, bevor er Jasons Handfläche mit den Zähnen streifte. Jason zog sie mit einem scharfen Atemzug zurück und ersetzte seine Hand durch seinen Mund. Er küsste Remy langsam und ließ sich Zeit, bevor er flüsterte: „Ich will dich so sehr.“
„Ich dachte, du hättest mich versetzt.“
„Niemals“, murmelte Jason und seine Lippen wanderten zu Remys Hals hinunter. Er knabberte und leckte daran, weckte Nervenenden auf und entfachte die Lust, die immer unterschwellig in ihm brodelte, wenn Jason in der Nähe war. „Ich werde dich niemals versetzen, dich niemals im Stich lassen. Niemals … nicht, wenn du mir Einlass gewährst.“
Remy entschied sich dazu, ihn absichtlich misszuverstehen. „Kondome und Gleitmittel liegen unter meinem Kissen.“ Das Bett war klein und Jasons Körper schränkte seine Bewegungsfreiheit stark ein. „Lass mich umdrehen.“
„Nein“, sagte Jason.
„Nein?“
Jason küsste seine Lippen, sanft und zärtlich, was in krassem Gegenteil zu der unzügelbaren Leidenschaft stand, die er zuvor an den Tag gelegt hatte. Vielleicht hätte Remy es zulassen sollen, grob und hart auf dem Sofa durchgenommen zu werden. Er war sich nicht sicher, ob er mit Zärtlichkeit und Emotionen umgehen konnte, nicht ohne dass sein Herz aufbrach und all die Gefühle herausströmten, die er in sich verborgen hielt.
„Ich will dich ansehen“, flüsterte Jason und lehnte sich zurück.
Er schnappte sich ein Kissen und stopfte es unter Remys Hüften, wodurch er seinen Hintern in einen besseren Winkel brachte. Remy starrte ihn überrascht an und Jason grinste. „Was? Ich weiß, wie man Google nutzt.“
Erleichterung durchströmte ihn. „Aber ich bin der erste Mann, mit dem du Analsex hast, richtig?“
Er war sich nicht sicher, warum es plötzlich so wichtig war, aber er wusste, dass Jason an Thanksgiving gesagt hatte, dass er noch nie anal mit einem anderen Mann probiert hatte. Was, wenn er mit jemand anderem experimentiert hatte, während Remy ihn in Chicago auf Distanz gehalten hatte …
„Ja, Remy. Du bist der Erste“, sagte Jason und blickte ihn an. „Seit Thanksgiving konnte ich nur noch an dich denken.“
Remy atmete zitternd aus. „Ging mir genauso.“
Jason lächelte und sein ganzes Gesicht leuchtete auf. „Ja?“
Remy schnaubte. „Ja. Schau nicht so selbstzufrieden drein.“
Jason lächelte weiterhin selbstgefällig, während er Remys Schenkel auseinanderschob, um dazwischen Platz für seinen Körper zu schaffen und einen mit Gleitgel versehenen Finger in ihn hineinzudrücken. Sie hielten sich nicht allzu lange mit der Vorbereitung auf, denn sie waren beide viel zu ungeduldig, um unnötig Zeit mit Vorspiel zu vergeuden. Remy rollte mit bebenden Händen das Kondom über Jasons Schwanz und trug eine Schicht Gleitgel auf.
„Jetzt, JJ.“
Jason mochte noch nie zuvor Sex mit einem Mann gehabt haben, aber er zögerte nicht. Auch an Feingefühl mangelte es ihm nicht. Er drückte sich mit stetigem Druck in Remy hinein, hielt inne, sobald sein Körper zu viel Widerstand leistete, und arbeitete sich weiter vorwärts, als Remys Muskeln schließlich nachgaben und ihm Einlass gewährten.
Remy gab einen grunzenden Laut von sich, der tief aus seinem Inneren zu stammen schien, sobald Jason ihn komplett ausfüllte.
„Gott, Remy, du fühlst dich einfach wundervoll an.“
„Du dich auch“, brachte er hervor.
Jason presste ihm einen feuchten Kuss auf den Mund, bevor er sich darauf konzentrierte, immer wieder in ihn hineinzustoßen. Sie bewegten sich im Einklang, während ihre Körper einen Tanz aufführten, der perfekt war, obgleich sie ihn nicht einstudiert hatten. Es fühlte sich richtig an, Jason in sich zu spüren. Es schien unvermeidlich gewesen zu sein, so als ob sie schon immer auf dieses Ziel zugesteuert hätten.
Es war eine lächerliche, romantische Vorstellung, aber Remy konnte sie nicht abschütteln.
„Ich bin gleich so weit“, flüsterte Jason, während er nach Remys Schwanz tastete und ihn streichelte. „Wow, das ist Neuland für mich. Mache ich das richtig?“
Remy lachte, sein Arsch zog sich fester um Jasons Schwanz herum zusammen und brachte den Mann zum Stöhnen. Er spannte seine inneren Muskeln an und drückte erneut zu, nur um die Geräusche zu hören, die Jason daraufhin von sich gab.
„Remy“, stieß Jason hinter zusammengebissenen Zähnen hervor. Seine Hand schloss sich fester um Remys Schwanz. „Du wirst dafür sorgen, dass ich bald komme, und ich will dich ebenfalls dazu bringen. Sag mir, wie ich das am besten anstelle.“
Der verzweifelte Tonfall in Jasons Stimme entlockte Remy ein Lächeln. „Du machst das so gut, JJ. Vertrau mir. Stoße einfach nach oben hin zu und berühre mich weiter, ja … so. Oh Gott!“
Jason lernte schnell. Er konzentrierte sich auf die Stelle seiner Prostata und löste eine lustvolle Explosion aus, die Remys Körper in tausend Stücke riss, während er seinen Schwanz mit perfektem Griff streichelte. Der Orgasmus überflutete ihn und Remy zitterte, als sein Schwanz und sein Arsch in Wellen pulsierten.
„Oh Fuck“, grunzte Jason. Seine Hüften schnellten nach vorne und er rammte sich noch zwei Mal in Remy hinein, woraufhin er über Remys noch immer zitterndem Körper zusammenbrach.
Sie atmeten schwer. Verschwitzt und zufrieden lagen sie eine Weile einfach nur da, bevor Jason sich wegrollte und das Kondom abzog. Er warf es in den Mülleimer und drehte sich grinsend um.
„Und er hat gepunktet!“, scherzte er.
Remys zufriedenes Lächeln verschwand. Jason meinte natürlich, dass er den Mülleimer getroffen hatte, aber er hätte genauso gut über Remy sprechen können. Es war nur Sex gewesen. Remy war derjenige, der darauf bestanden hatte. Doch jetzt fühlte sich die Vorstellung, eine weitere Kerbe an Jasons Bettpfosten zu sein, so hohl an. Jason war gut im Bett. Zu gut. Er mochte mit Männern noch nicht allzu viel angestellt haben, aber er war ein erfahrener Liebhaber, und das merkte man. Wie konnte Remy mit all denen konkurrieren, die vor ihm gekommen waren?
„Hey, stimmt was nicht?“, fragte Jason, der es sich wieder unter der Decke gemütlich gemacht hatte und Remy an sich zog.
„Alles klar“, murmelte Remy. „Bin bloß müde.“
„Bullshit. Sag mir, was los ist. Hör auf, dich mir zu entziehen und dich hinter deiner Mauer zu verstecken, und sag’s mir einfach“, sagte Jason, nicht ohne ausreichend Frustration in der Stimme.
„Ich …“
Stille setzte ein und Jason beendete seinen Satz. „Du willst ebenfalls mehr“, sagte er. „Aber du hast Angst.“
Remy nickte und presste seinen Kopf gegen Jasons Brust. Das Geräusch seines pochenden Herzens beruhigte ihn.
„Ich habe auch Angst, weißt du“, sagte er. „Es ist ein großes Risiko mit der Familie. Aber es könnte etwas Wundervolles daraus werden.“
Remy wollte glauben, dass es stimmte, aber Jason hatte sich noch nicht einmal geoutet. Er war nicht offen und ehrlich darüber, wer er war. Es war eine Sache, eine geheime Affäre zu haben, aber was, wenn sie wirklich ein Paar wären? Es wäre niederschmetternd, nicht zur Kenntnis genommen zu werden und zusehen zu müssen, wie Jason mit einer Frau wie Teresa flirtete, während Remy auf der anderen Seite des Raumes stand und so tun musste, als wäre es ihm egal.
Aber er konnte Jason nicht darum bitten, sich zu outen. So etwas musste aus eigenem Antrieb geschehen. Remy hatte keine Ahnung, was das für sie bedeutete, außer, dass sie ein paar schöne Tage miteinander verbringen konnten.
„Lass uns nun darüber keine Entscheidung treffen“, sagte er. „Können wir einfach bloß … den Moment genießen?“
Jason seufzte so laut, dass Remy zusammenzuckte. Er fühlte sich ein wenig schuldig, weil er mit dem ernsten Gespräch das Glücksgefühl des Orgasmus ruiniert hatte. Er küsste Remys Schläfe.
„Ja, natürlich. In diesem Moment fühle ich mich dir sehr nahe.“
Remy lächelte aufrichtiger und wandte ihm den Kopf zu, um Jasons Brust zu küssen. „Ich fühle mich dir auch nahe, JJ. Das fühlt sich gut an.“
„Wirklich gut“, stimmte Jason zu. „Aber ich sollte wahrscheinlich bald gehen.“
„Ja, du willst nicht in meinem Bett erwischt werden. Das wäre sicherlich für dich sehr unangenehm.“ Remy zwang sich zu einem Lachen.
Jason runzelte die Stirn. „Remy …“
„Geh schon. Wirklich. Ich bin okay. Zwischen uns ist alles okay.“ Remy setzte sich auf, damit Jason sein Gesicht sehen konnte. „Ich freue mich schon darauf, dir morgen beizubringen, ein guter Bottom zu sein.“
Jasons Augen weiteten sich. „Oh Mann, ich habe noch nie …“
„Ich weiß.“ Remy grinste verschmitzt. Er fühlte sich wohler, jetzt, wo sich das Gespräch wieder um Sex drehte. Morgen würde Jason der Verletzliche von ihnen beiden sein, und genau jetzt brauchte Remy das. Er brauchte etwas Platz zum Atmen und das Wissen, dass er nicht der Einzige war, der Stücke von sich preisgab und Risiken einging.
Jason schluckte hart und drückte ihm einen Kuss auf. „Bis morgen dann“, murmelte er, bevor er sich anzog und sich aus dem Raum stahl.