14

Ich kehre zum Lagerplatz zurück. Schwimmt-schnells Beutel liegt immer noch da und ich setze mich daneben auf den sandigen Boden und warte.

Es dauert lange, bis die beiden wieder auftauchen. Als sie es tun, tragen sie ein seltsames Tier zwischen sich, eine Art Tintenfisch, nur dass er anders aussieht als alle Tintenfische, die ich je in Seahaven auf dem Markt gesehen habe.

Schwimmt-schnell ist richtiggehend begeistert, und das, obwohl es Narbe-am-Kinn war, die das Tier erlegt hat. Ein Hochgenuss, verspricht er mir. So etwas kriegt man nur ganz selten.

Sogar Narbe-am-Kinn lässt sich Vorfreude anmerken. Sie zerlegt das Tier so hastig, dass sie die Tintendrüse erwischt, und einen Moment lang sitzt sie in dickes, wolkiges Blau gehüllt da, ehe die Strömung die Farbe wieder davontreibt.

Untersteht euch zu lachen, ermahnt sie uns, ohne das Messer wegzulegen, was ihre Handzeichen ein bisschen schwer verständlich macht. Aber dann muss sie selbst lachen. Das ist mir echt noch nie passiert. Sie zeigt auf Schwimmt-schnell. Er ist schuld. Er hat mich total durcheinandergebracht bei der Jagd!

Ich? Schwimmt-schnell ist empört. Du! Du hast mich durcheinandergebracht! Sonst hätte nämlich ich das Vieh erlegt.

Du? Du hättest es entkommen lassen. Weil du viel zu langsam bist.

Ich, langsam? Ich glaube, du –

Sag nichts Falsches. Narbe-am-Kinn reicht ihm ein dickes Stück Fleisch, das sie aus einem der Arme des Tiers geschnitten hat. Worauf Schwimmt-schnell gar nichts mehr sagt, sondern es nimmt und hingebungsvoll isst.

Ich kriege auch etwas ab und es schmeckt tatsächlich sehr gut – feines, saftiges Fleisch, das einem auf der Zunge zergeht und einen ungewöhnlichen Geschmack zurücklässt.

Es ist seltsam, hier zu sitzen und um sich herum nichts zu sehen als diesen endlosen, flachen Meeresboden und dieses unergründliche, tiefe Blau. Ich weiß nicht, ob ich hier werde schlafen können. Ich habe schon Probleme, das Essen zu genießen. Es fühlt sich an, als wären wir die einzigen Gäste in einem Restaurant, das so groß ist wie ein Stadion.

Nachdem wir den Tintenfisch verzehrt haben, widmen sich Schwimmt-schnell und Narbe-am-Kinn hingebungsvoll dem Schleifen ihrer Speerspitzen.

Wie orientiert man sich eigentlich im Meer?, frage ich mit Blick auf das unendliche Blau um uns herum.

Man muss wissen, wo man ist, erwidert Narbe-am-Kinn mit knappen Gesten. Und man muss wissen, wo man hinwill. Alles andere ergibt sich.

Na, damit kann ich ja wirklich viel anfangen!

Schwimmt-schnell ist etwas gesprächiger. Vielleicht ist ihm auch einfach nur langweilig, weil wir noch eine Menge Zeit totschlagen müssen, ehe die Nacht hereinbricht, jedenfalls, er legt Schleifstein und Speer beiseite und erklärt: Die Welt ist eine Kugel und der größte Teil davon ist Wasser. Die Kugel dreht sich – so entstehen Tag und Nacht. Aber wenn sich eine Kugel dreht, fährt er fort und formt seine Hände kurz zu einem runden Gebilde, mit dem er die Drehbewegung andeutet, dann gibt es zwei Punkte, die sich nicht bewegen. Den einen Punkt nennt man Nordpol, den anderen Südpol.

Ich nicke und muss schmunzeln, weil er offenbar denkt, mir damit etwas Neues zu erzählen. Besser, ich lasse unerwähnt, dass Luftatmer das alles schon als Kinder lernen.

Er erklärt mir weitschweifig, wie man sich ausgehend von der Nordrichtung orientiert, und irgendwann muss ich ihn doch unterbrechen: Gut – aber woher weiß man, wo Norden ist?

Er wechselt einen Blick mit Narbe-am-Kinn, die einen Moment lang genauso verdutzt dreinschaut wie er. Ungefähr so, als hätte man mich gefragt, woher ich wisse, wo oben ist.

Das weiß man, behauptet Schwimmt-schnell schließlich.

Woher?, frage ich.

Er mustert mich verwundert, dann deutete er in eine Richtung und erklärt: Da. Da ist Norden.

Und wieso bist du dir da sicher?, hake ich nach.

Narbe-am-Kinn verdreht nur die Augen, schüttelt den Kopf und widmet sich wieder ihrem Speer. Schwimmt-schnell überlegt kurz, dann erhebt er sich und meint: Komm mit.

Wohin?

Komm einfach. Ich zeig’s dir.

Ich habe zwar keine Ahnung, was er mir zeigen will, aber wir müssen noch einiges an Zeit herumbringen, ehe an Schlaf zu denken ist, also folge ich ihm.

Wir schwimmen ein gutes Stück, bis zu einer absolut nichtssagend aussehenden Stelle. Dort hält Schwimmt-schnell an und meint: Jetzt mach die Augen zu und zieh die Arme fest an den Körper.

Wieso das?, wundere ich mich.

Weil ich dich drehen werde, bis du die Orientierung verloren hast, erklärt er. Dann werde ich dich hinstellen – aber mach die Augen dann noch nicht auf! Wenn ich dir einen kleinen Klaps auf den Kopf gebe, drehst du dich langsam um dich selbst und spürst, ob sich eine Richtung anders anfühlt als die anderen. Das ist dann Norden.

Im Ernst?, frage ich, weil ich das Gefühl nicht loswerde, dass er sich über mich lustig machen will.

Mach schon, verlangt er. Arme anlegen, Augen zu.

Seufzend ziehe ich die Arme vor die Brust, strecke mich, bis ich mir selber vorkomme wie ein Speer, und schließe die Augen. Gleich darauf spüre ich, wie mich Hände packen und herumdrehen, herum und herum und herum, bis ich tatsächlich nicht mehr weiß, wo vorne und wo hinten ist.

Dann bremst er mich wieder ab, stellt mich hin und gibt mir den angekündigten Klaps auf den Scheitel.

Also gut. Mitspielen kann ich ja. Ich drehe mich mit winzigen Bewegungen nach rechts, immer weiter und natürlich fühlt sich jede Richtung genau gleich an.

Das heißt …

Nein. Doch nicht.

Ich halte inne, wende mich wieder nach links. Bilde ich mir das nur ein oder ist da etwas? Etwas ganz Feines, Winziges? Etwas, das sich anfühlt, als würde man mit dem Finger eine spiegelglatte Wand entlangstreichen und plötzlich an eine Stelle kommen, an der ein einzelnes Haar in die Farbe geraten und mit angetrocknet ist?

Ich bleibe stehen, zeige in die Richtung, öffne die Augen und behaupte mit der anderen Hand: Da?

Schwimmt-schnell nickt einfach nur, als überrasche ihn das nicht im Mindesten.

Ehrlich?, frage ich nach. Da ist wirklich Norden?

Ich hab es dir doch gesagt, meint Schwimmt-schnell. Man weiß es einfach.

Ich bin völlig verblüfft. Luftatmer brauchen einen Kompass, wenn sie wissen wollen, wo Norden ist, erkläre ich und füge hinzu, als ich bemerke, dass ihm die Gebärde für »Kompass« nichts sagt: ein Gerät, das immer nach Norden zeigt.

Er hebt verwundert die Augenbrauen. Seltsam. Der Große Vater lehrt, dass alle Menschen diese Fähigkeit haben. Auch die Luftatmer.

Nein, erwidere ich.

Vielleicht haben sie es nur vergessen, meint Schwimmt-schnell. Jedenfalls, du hast sie. Du musst nur noch ein bisschen üben.

Ich kann an diesem Abend dann doch einschlafen, in der Mitte zwischen den beiden Kundschaftern, die sich mit dem Rücken zu mir hingelegt haben, ihre Speere griffbereit vor sich. Zwar muss ich noch lange nachdenken über diesen … ja, wie soll man es nennen? Magnetsinn? Ich muss Pigrit mit Nachforschungen beauftragen, ob es wirklich ein solches Sinnesorgan beim Menschen gibt oder zumindest einmal gegeben hat. Darüber schlafe ich ein.

Am nächsten Morgen weckt uns Narbe-am-Kinn, kaum, dass man die ersten Umrisse der Umgebung sieht, und drängt zum Aufbruch. Wir halten uns auch nicht lange auf, sondern sammeln unsere Sachen ein und schwimmen los.

Heute machen die beiden keine Spielchen, schwimmen nicht um die Wette und vergessen mich auch nicht. Ich spüre genau, es ist der Abgrund, diese ungeheure dunkle Schlucht unter uns, die dafür sorgt. Narbe-am-Kinn und Schwimmt-schnell haben mich in stiller Übereinkunft in die Mitte genommen und weichen nicht von meiner Seite und so überqueren wir die Schlucht nebeneinander, mit gleichmäßigen Zügen.

Mir jagt das Dunkel unter uns ebenfalls Respekt ein. Es ist, als könnte ich spüren, wie tief es hinabgeht – und wer weiß, vielleicht kann ich das ja auch? Wenn es einen Magnetsinn gibt, warum sollte es dann nicht auch einen Sinn für die Masse von Wasser geben? Ich habe jedenfalls das Gefühl, dass die Tiefe an mir zieht. Die Vorstellung, dass wir womöglich so hoch über dem Grund der Schlucht schwimmen wie Flugzeuge über der Erde fliegen, so hoch, dass ich, entließe ich alle Luft aus meiner Brust, sinken würde und sinken und sinken, immer tiefer und tiefer, jagt mir eine Gänsehaut über den Rücken.

Und vielleicht ist es nicht nur diese Vorstellung – es ist auch kühler geworden. Nicht so kühl, dass es unangenehm wäre, eher im Gegenteil: Es schwimmt sich leichter, wenn das Wasser nicht so warm ist, dass man dabei ins Schwitzen kommt. Aber es ist eben kühler als bisher.

So schwimmen wir und schwimmen, greifen ab und zu in unsere Tragebeutel, um ein Stück Reiseverpflegung abzubeißen, und schwimmen kauend weiter.

Irgendwann hebt Narbe-am-Kinn warnend die Hand und hält inne.

Was ist?, fragt Schwimmt-schnell.

Die Kundschafterin saugt mit geweiteten Nasenlöchern Wasser ein, macht kauende Bewegungen mit dem Unterkiefer. Wir müssen ausweichen, erklärt sie und sieht sich forschend um.

Ausweichen?, wiederholt Schwimmt-schnell. Er muss es mehrmals wiederholen, bis sie wieder in seine Richtung schaut. Was ist da, dem wir ausweichen müssen?

Ein Vulkan, erwidert Narbe-am-Kinn kurz und setzt sich wieder in Bewegung, ein gutes Stück schräg zu der Richtung, die wir bis jetzt verfolgt haben.

Sie ist nicht gerade jemand, mit dem man gerne befreundet wäre, aber sie ist eindeutig eine gute Kundschafterin: Es dauert nicht lange, bis auch ich etwas Unangenehmes wahrnehme, einen Geruch nach Schwefel, nach faulen Eiern, einen beißenden, metallenen Geschmack. Unter uns muss sich tatsächlich ein Unterseevulkan befinden und giftige Dämpfe ausspucken, die bis zu uns heraufdringen.

Schneller!, drängt Narbe-am-Kinn. Sie packt mich am rechten Arm, bedeutet Schwimmt-schnell, es ihr auf der anderen Seite gleichzutun, und auf einmal ziehen sie mich mit voller Kraft durchs Wasser.

Keinen Augenblick zu früh. Schon im nächsten Moment sehe ich etwas Ungeheures unter uns aufsteigen, einen böse funkelnden Schatten, eine bedrohlich schimmernde, lodernde Blase, groß wie ein Stadtteil, die atemberaubend schnell näher und näher kommt und dabei immer noch größer und noch größer wird. Dann ist sie da und streift uns, brennt uns an den Beinen, reißt an uns, hüllt uns in giftige, stinkende Dämpfe, und nur weil Narbe-am-Kinn und Schwimmt-schnell paddeln, so schnell sie können, kommen wir davon, hustend und ächzend und mit einem widerlichen Kribbeln und Beißen am ganzen Körper.

Das war knapp, meint Schwimmt-schnell, als wir in Sicherheit sind, und nickt der Graureiterin anerkennend zu. Gut, dass du es gemerkt hast.

Etwas wie ein Lächeln zuckt über Narbe-am-Kinns Gesicht. Kam mir schon auf dem Herweg verdächtig vor, erklärt sie.

Die Wärme, meint Schwimmt-schnell nickend.

Genau, erwidert sie. Er bricht wohl nicht oft aus, aber er ist die ganze Zeit heiß. Und man merkt, dass es keine fremde Strömung ist, sondern eine von unten.

Etwas ratlos blicke ich von einem zum anderen, ich verstehe nicht wirklich, wovon die beiden reden. Aus dem Unterricht weiß ich, dass es auf dem Meeresgrund viele Vulkane gibt, die sehr unterschiedlich sind. Manche stoßen unablässig heißes Wasser voller schwefliger Salze aus, sogenannte »Schwarze Raucher«, deren Umgebung für Menschen und die meisten Tiere absolut giftig ist, aber trotzdem Lebensraum für zahllose Arten, die an die Gifte angepasst sind und darin gedeihen. Andere Vulkane blubbern die meiste Zeit nur friedlich vor sich hin, während sich in ihnen ein Druck aufbaut, der sich irgendwann explosionsartig entlädt: Eruptionen wie die, die wir gerade erlebt haben, haben schon komplette Schiffe verschlungen.

Mir wird nachträglich noch ganz schwummrig.

Danke, signalisiere ich in Narbe-am-Kinns Richtung und in diesem Moment bin ich froh, dass wir uns in Gebärdensprache unterhalten. Gesprochene Worte wären mir jetzt gerade zu wenig gewesen, zu schwach, zu wenig von ganzem Herzen kommend.

Dann schwimmen wir weiter und weiter und weiter, bis wir irgendwann den Tiefseegraben überwunden haben und unter uns wieder Meeresboden auftaucht. Er liegt tiefer als die Seite, von der wir aufgebrochen sind, so tief, dass man fast keine Farben mehr erkennt, nur Schwarz-Weiß, und das, obwohl es mitten am Nachmittag sein muss.

Wir rasten noch nicht. Es gibt keinen Grund dazu. Abgesehen von der Flucht vor dem Vulkan sind wir den Tag über in einem Tempo geschwommen, mit dem ich gerade so zurechtkomme, das die beiden Kundschafter aber völlig unterfordert: Schwimmt-schnell begnügt sich immer wieder damit, nur mit den Füßen zu paddeln, womit er noch fast genauso schnell ist wie ich mit vollem Einsatz.

Ich gucke einfach nicht hin, wenn er das macht.

Schließlich wird es aber doch Abend und damit Zeit, ein Lager für die Nacht zu suchen. Wir haben ein zerklüftetes Gebiet voller Höhlen erreicht. Ich verfolge, wie Schwimmt-schnell sich von einem dunklen Loch zum nächsten bewegt, jeweils kurz den Kopf hineinsteckt und eigentümlich schnalzende Geräusche produziert.

Schließlich tippe ich ihn an und frage: Was machst du da?

Ich suche nach einer Höhle, die nicht zu groß und nicht zu klein ist, erwidert er.

Nein, ich meine das Geräusch.

Er wiederholt es vor meinen Augen: ein breites Schnalzen mit der Zunge. Probier es aus, meint er dann.

Wieder so eine Lektion für das Leben unter Wasser. Ich tue es ihm nach, stecke meinen Kopf in einen Höhleneingang und schnalze. Und tatsächlich – ich höre, nein, ich spüre ein Echo, das von allen Seiten zurückkommt und sich auf geheimnisvolle Weise zu einer Art Abbild der Felswände verdichtet, die mich umgeben. Eine Art Echolot, das mir zeigt … na gut, sagen wir, das mich erahnen lässt, dass sich hinter diesem Loch eine ungemütlich große Höhle erstreckt, in der allerlei Getier lauern kann.

Schwimmt-schnell findet eine, die genau richtig für uns ist, und es wohnt auch nichts darin, das uns belästigen könnte, wie er sich vergewissert. Es erfüllt ihn sichtlich mit Stolz, dass er zuerst fündig geworden ist. Gerade als er vor Narbe-am-Kinn damit angibt, schießt ein dicker Fisch vorbei, worauf sie blitzartig ihren Speer zückt und dem Tier hinterherjagt.

Schwimmt-schnell winkt ab. Den kriegt sie nie im Leben, meint er.

Doch keine zehn Minuten später ist Narbe-am-Kinn wieder da, den Fisch am Gürtel. Hat jemand Hunger?, fragt sie mit triumphierendem Grinsen und ich merke, dass Schwimmt-schnell schwer beeindruckt ist, aber versucht, sich nichts anmerken zu lassen.

Wir essen. Ich bin müde und will bloß noch schlafen. Vorher paddle ich, schon nicht mehr ganz wach, noch einmal um die Ecke, um in Ruhe zu pinkeln.

Als ich zurückkomme, sehe ich gerade noch, wie Narbe-am-Kinn erklärt: Kundschafter sind die meiste Zeit allein, das ist das Schwerste daran. Findest du nicht?

Und wie Schwimmt-schnell unwirsch erwidert: Schlag dir das aus dem Kopf.

Hat die Frau vom Schwarm der Graureiter gerade versucht, Schwimmt-schnell anzumachen?

Ich bin mir nicht sicher und im Moment ist es mir auch egal. Ich ziehe mich in die Höhle zurück, lege mich hin und bin im Nu eingeschlafen.

Der Aufbruch am nächsten Morgen ist ausgesprochen einsilbig. Haben die beiden sich in der Nacht gestritten? Kaum möglich; als ich schlafen gegangen bin, war es schon zu dunkel, als dass man noch hätte reden können.

Aber Schwimmt-schnell ist eindeutig angespannter als bisher, geradezu misstrauisch, während wir über einem öden grauen Meeresboden einem Ziel entgegenschwimmen, das nur Narbeam-Kinn kennt.

Irgendwann – es ist kurz vor Mittag – hören wir auf einmal Geräusche, wie ich sie in den Tiefen des Meeres noch nie zuvor gehört habe. Es klingt, als stünden irgendwo weit vor uns uralte, riesige Webstühle, die emsig klappern und klackern, und vor meinem inneren Auge sehe ich Algen, die zu Kleiderstoffen gewoben werden, Unmengen davon.

Man erwartet uns, signalisiert Narbe-am-Kinn. Der Rest der Reise wird schnell gehen.

Und dann, als wir näher kommen, sehe ich, was diese Geräusche produziert. Es sind keine Maschinen, weit gefehlt – es sind Wale. Pottwale, um genau zu sein. Wale, ausgestorbene wie lebende, haben wir an der Schule so gründlich durchgenommen, dass kein Irrtum möglich ist.

Es sind drei Tiere, ein sehr großes, ein etwas kleineres und ein Jungtier, und alle drei mustern uns aufmerksam, während wir näher kommen. Genauso wie die Männer, die auf den Rücken der Tiere sitzen, auf einer Art Sattel, die mit geflochtenen Bändern an den gewaltigen Leibern der Pottwale befestigt sind.

Ich verstehe endlich: Das also sind die Graureiter!