Am folgenden Dienstag hatten sich sogar dreißig Leute in der Buchhandlung eingefunden. Und an dem darauf fünfunddreißig. Vom vierten Treffen an hatte sich der Leseklub auf etwa dreißig Personen eingependelt, von denen sich die Hälfte eine Sitzgelegenheit von zu Hause mitbrachte. Es gab immer Abgänge, aber Montecristo verkaufte jede Woche allein an den Dienstagskrimiklub zwischen dreißig und vierzig Exemplare von dem jeweils besprochenen Buch. Inzwischen gab es sogar eine Warteliste für die Treffen, weil er einfach nicht mehr Platz für weitere Teilnehmer hatte. Die Nachricht von den Treffen hatte sich herumgesprochen, jetzt kamen die Kunden nicht nur an den Dienstagen des Leseklubs, was zu einem beträchtlichen Anstieg der Umsätze führte.

Nunzia war die Seele des Klubs und in gewisser Weise auch der Buchhandlung geworden. Sie kannte die Namen aller Teilnehmenden und empfing sie als großartige Gastgeberin. Sie sorgte dafür, dass sich alle wohlfühlten und als ein Teil einer Familie empfanden.

Innerhalb eines Monats hatte Montecristo zwei bis drei Kilo zugenommen und das Einkaufen eingestellt: Nach jedem Treffen blieb so viel von dem reichlich mitgebrachten Essen übrig, dass er sogar einen Teil davon an seine Lieblingskunden verschenken musste.

Er war auch Nunzias Rat gefolgt, rasierte sich jetzt täglich und ging alle vierzehn Tage zum Friseur. Diese kleinen einfachen Maßnahmen hatten seine Kundschaft so

Ein paar Jahre lief alles wunderbar, und die Libreria del Mistero erlebte ihre Blütezeit.

Doch dann war Nunzia von einem Tag auf den anderen erkrankt.