2. Nachrichten

KI in Nachrichten und aktueller Berichterstattung hat bereits eine traurige Karriere gemacht. Fake News sind fast schon zum Synonym für künstliche Intelligenz geworden. Das liegt daran, dass Nachrichten für uns immer noch eine große Glaubwürdigkeit haben, und deshalb eine geschickt platzierte Falschmeldung eine hohe Reichweite erzielen kann. Doch auch bei echten Nachrichten zeigt sich die Leistungsfähigkeit generativer KI besonders deutlich. Schon seit einigen Jahren experimentieren Medien mit Robo-Journalisten, Furore machte der Quakebot der Los Angeles Times, der 2014 als erster über ein großes Erdbeben in Los Angeles berichtete. Doch waren das bislang klar als KI gekennzeichnete Projekte. Eine neue Dimension wird durch vollständig automatisierte Nachrichtendienste erreicht. Weltweit entstehen solche News-Dienste, wie Reuters News Tracer oder JX Press in Japan. Aber auch die

Heute schon dürfte das Verhältnis zwischen KI-generierten und menschengemachten Inhalten gekippt sein. Grund dafür ist nicht nur die Fähigkeit der KI, große Datenmengen effizient zu verarbeiten, sondern auch ihre Möglichkeit, alle denkbaren Umstände und Begleiterscheinungen in ihre Analysen einzubeziehen. Diese Kategorie von synthetischen Inhalten ist einerseits prädestiniert, für bessere und breitere Information der Gesellschaft zu sorgen – andererseits hat sie jedoch die Sprengkraft, Menschen, Organisationen und die Demokratie zu zerstören. Meiner Einschätzung nach wird auf diesem Gebiet zukünftig der überwältigende Teil an Inhalten maschinengemacht sein. Jedoch werden wir nur die wenigsten Inhalte bewusst wahrnehmen, da viele hyperpersonalisiert nur einen Empfänger, eine Leserin als Ziel haben. Dennoch wird uns die immense Flut an Nachrichten Probleme bereiten. Denn wie