Dienstag, 24. September
Herr Van der Schaaf ist auf der Straße von einem jungen Mann angesprochen worden, ob er ihm einen Euro in zwei Fünfzig-Cent-Münzen wechseln könne, für den Einkaufswagen. Der Junge war ganz hilfsbereit und hielt ihm kurz das Portemonnaie fest. Als Herr Van der Schaaf zu Hause war, stellte er fest, dass er den Euro gegen zwei Zwanziger und einen Zehner eingewechselt hatte.
Es war ein junger Mann mit nordafrikanischem Aussehen gewesen. Es scheint, als wären sie darauf aus, uns in unseren Vorurteilen zu bestärken.
Und was, wenn sie den jungen Mann fassten …?
Straßenraub ohne Gewalt?
Und würde er als Strafe gemeinnützige Arbeit leisten müssen, gegen Weiterzahlung des Arbeitslosengelds?
Es geschieht nicht oft, dass Menschen mit zunehmendem Alter im politischen Spektrum weiter nach links rücken. Eher nach rechts. Was sagt uns das?
Das war, glaube ich, das dritte Mal in ein paar Monaten, dass einer unserer Bewohner auf einen völlig durchsichtigen Geldwechseltrick reingefallen ist. Jeder ist gewarnt, aber in dem Moment, in dem sie auf der Straße angesprochen werden, ist die eine Hälfte misstrauisch bis ins Mark und die andere Hälfte naiv überzeugt vom Guten im Menschen.