Es war nach Mitternacht.
Der weiche Glanz der Straßenlaternen ließ die schattenhafte Gestalt, die mitten auf dem Rasen im Hof stand, gespenstisch aussehen.
»Claudie?« Meine Stimme klang dünn, beinahe unhörbar.
Ich öffnete die Tür weit, und Claudine kam auf mich zu.
Sie trug einen Mantel, der zu leicht war für das neblige, kalte Wetter, und eine Kappe, die sie tief ins Gesicht gezogen hatte. Als sie bei mir war, nahm sie die Kappe ab.
»Ich hab ihn darum gebeten«, sagte sie, bevor ich fragen konnte, wie das passiert war. Ich kannte Claudines wechselnde Gemütslagen, alle kannten sie. Aber außer dem Mentor und Frida wusste niemand damit umzugehen.
»Mit Verrückten haben sie das früher so gemacht«, sagte Claudine und schaute von der unteren Stufe zu mir hoch. »Wenn sie ballaballa wurden, hat ihnen das Scheren geholfen.«
Wahrscheinlich hatte sie wieder einmal jemand mit seiner »Menschlichkeit« vergiftet, und der Mentor hatte Stunden gebraucht, um sie zu besänftigen und zu trösten. Er hatte ihr geduldig ihre einzigartige Rolle erläutert und eine weitere außergewöhnliche energetische Konstellation in ihr entdeckt, die ihm zuvor nicht aufgefallen war, die aber jetzt leuchtend klar zum Vorschein kam. Und wenn das Gift der Begegnung endlich neutralisiert war und Claudine seine Wohnung gegen Mitternacht verlassen hatte, erhielt die Person, die sich so ungeschickt verhalten hatte, mit Sicherheit einen unerfreulichen Anruf und war damit aus dem Universum verschwunden, während Claudine darin gefangen blieb, in ihrer Rolle als Seherin par excellence.
Ich war versucht, über ihren kurzgeschorenen Kopf zu streichen. Aber sie bedeutete mir, nicht näher zu kommen.
»Ich sehe aus wie ein Freak. Es wäre dir sicher peinlich, dich so mit mir zu zeigen.«
Manchmal konnte Claudine einen derart verunsichern, dass man sich in ihrer Gegenwart unnatürlich und steif verhielt, was durch die Tatsache, dass sie als Kompass des Mentors galt, noch verstärkt wurde. Sie war der Prüfstein für Dinge, die niemand außer dem Mentor wahrnahm, die für ihn aber von entscheidender Bedeutung waren. Sich im Labyrinth von Claudines unvorhersehbaren Verhaltensweisen zurechtzufinden war deshalb für alle enorm wichtig.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Claudine in dieser privilegierten Position sein wollte, im Zentrum. Für sie bedeutete das Zentrum das genaue Gegenteil. Sie sah alles mit dem Blick der Außenseiterin, vor allem die Mühe, die viele darauf verwandten, mit ihr befreundet sein zu wollen. Claudine hatte ein feines Gespür für Falschheit, was nur noch mehr Verunsicherung, sogar Übelwollen auslöste.
Als ich Claudine zum ersten Mal im Kurs gesehen hatte, umringt und allein, wusste ich von all dem nichts. Ich wusste nur, dass sie mir vertraut vorkam und ich in ihrer Nähe sein wollte. Schon damals hatte ich die spannungsgeladenen, wie aus dem Nichts auftauchenden Stürme gespürt. Aber sie zogen mich nur stärker zu ihr hin. Wie sie mich als Kind zu meiner Mutter hingezogen hatten, in der Hoffnung, sie zu retten. Nicht, dass es mir je geglückt wäre, irgendjemanden zu retten, geschweige denn mich selbst. Das hielt mich aber nicht davon ab, es zu versuchen.
»Du siehst aus wie ein Wolf«, sagte ich, ohne zu zögern. »Ein schöner Wolf.«
Claudine sah mich aufmerksam an. Sie lächelte. Aber ich wusste nicht, ob sie lächelte, weil ich beruhigende Worte gefunden hatte oder weil ich genau wie alle anderen war, befangen und ängstlich in ihrer Gegenwart. Sie warf den Kopf zurück und öffnete den Mund wie zu einem Geheul, doch da war kein Vollmond, da war nur das Licht der altmodischen Straßenlaternen, die aus dem dichten Nebel einen halbdurchsichtigen Schleier machten.
Ich bat sie herein, aber sie lehnte ab. Als sie sich umdrehte, um zu ihrem Bungalow zurückzugehen, öffnete sich ihr Mantel. Darunter war sie nackt. Ihr Körper, den sie immer verbarg, überraschte mich. Die Haut schimmerte blass, sie wirkte fast ätherisch, wären da nicht die sehnigen, durchtrainierten Muskeln gewesen. Es war ein androgyner Körper, mit Ausnahme der Brüste, die nicht klein waren, ein unberührbarer Körper, der Distanz verlangte, was den Drang, ihn anzuschauen, zu begehren, nur verstärkte.
Am nächsten Morgen rief sie mich an und fragte, ob ich mit ihr eine Perücke kaufen gehen würde. Auf der 3rd Street, gegenüber von The Grove, gab es einen Laden, den sie mochte und in dem es jede Menge preiswerter Perücken gab. Sie hatte dort häufiger welche gekauft. Diesmal suchte sie etwas Spezielles.
Gegen elf trafen wir uns in der Alley beim Sisterhood Bookstore. Ihre Stimmung schien sich seit letzter Nacht aufgehellt zu haben. Die blankliegenden Nerven der nächtlichen Silhouette waren jetzt unter dem Outfit der christlichen Missionarin verborgen, das sie auch zum Tee getragen hatte. Vielleicht glaubte sie, in diesem Outfit normal auszusehen, dabei verlieh es ihr genau die Spur von Verrücktheit, die der geschorene Kopf ihr nicht verlieh.
Als wir auf dem Santa Monica Boulevard nach West Hollywood fuhren, gerieten wir in unerwartet dichten Verkehr, obwohl es noch lange hin war bis zur Hauptverkehrszeit. Der vielversprechende blaue Himmel am Morgen hatte sich in dunstig-grauen Smog verwandelt. Je östlicher wir kamen, desto heißer und schwüler wurde es. Zwischen Santa Monica und Fairfax hing oft diese schwüle Hitze, es sei denn, der Regen wusch den Schmutz aus der Luft. Dann glitzerte die Stadt von Malibu bis Downtown, und sobald man die Stelle passiert hatte, an der sich der Wilshire und der Santa Monica Boulevard kreuzten, und in östliche Richtung fuhr, lagen die San Bernardino Mountains verlockend blau in der Ferne, die Gipfel im Winter schneebedeckt. Aber solche Tage waren die Ausnahme.
Claudine schaltete die Klimaanlage ein. Sie bat mich, mein Fenster zu schließen, und fügte das Wort »amor« hinzu, damit es weicher klang. Aber es wirkte eher wie eine Kriegserklärung. Wahrscheinlich hatte eine schlaflose Nacht ihre letzten Reserven aufgebraucht. Vielleicht hatte ich mich aber auch getäuscht und seit gestern Abend hatte sich ihre Stimmung nicht im Geringsten geändert.
An einer Ampel, die lange nicht grün wurde, schlug ich vor, die Plätze zu tauschen, aber Claudine versicherte, alles wäre fine and dandy, und auch wenn nichts fine and dandy schien, konnte ich doch nichts daran ändern. Ich konnte nicht einmal aus ihrem Auto fliehen, einem kleinen Ford Escort, um mich vor den spannungsgeladenen Wellen zu schützen, die ihr Körper dicht neben mir absonderte. Die Anspannung war so deutlich spürbar, dass ich schwieg. Ich versuchte mir vorzustellen, wie ich von wunderbar magischen blauen Pfeilen bombardiert wurde, die mich in einen kobaltblauen Mantel hüllten.
Trotz der Hitze war ihre gestärkte weiße Bluse immer noch makellos und ohne jede Falte. Dann fing sie an zu singen.
You are my sunshine, my only sunshine, you make me happy when skies are gray, you’ll never know dear, how much I love you, please don’t take my sunshine away.
Etwas sagte mir, dass sie nicht aus Freude sang. Sie sang, weil das Singen ihre einzige Chance war, die innere Spannung zu lösen, die wuchs, je länger wir im Stau steckten.
Claudine hatte ein Faible für amerikanische Filme und Hits aus den dreißiger und vierziger Jahren wie »Zip-A-Dee-Doo-Dah«, Hits, die peppig, ausgelassen und voller Optimismus waren, aber aus ihrem Mund ebenso nostalgisch und melancholisch klangen wie ihr spanisches Repertoire, das von »Bésame mucho« bis »Ojos verdes« reichte.
Beim Singen gab sie alles. Sie schmetterte die Lieder nicht wie ein Amateur beim Songcontest heraus, sondern sang mit demselben Ernst und derselben Entschlossenheit, mit der sie im Kurs Kicks und Schläge setzte. Als hinge ihr Leben davon ab. So perfekt das Ergebnis jedes Mal war, schien es doch nicht so, als wäre ihr irgendetwas in den Schoß gelegt worden. Wenn sie beispielsweise mit dem Mentor Spanisch sprach, klang ihr Spanisch tadellos, keine Spur eines Akzents oder einer regionalen Färbung. Es war ein reines und farbloses Destillat, das kaum noch einer von Menschen gesprochenen Sprache glich.
Der Laden befand sich in einem nichtssagenden modernen Glaskasten in einem der ersten Einkaufszentren unter freiem Himmel, ein deprimierender Billigbau aus den sechziger Jahren. Sie probierte eine Reihe von Perücken auf. Keine gefiel uns, und Claudines Laune wurde noch schlechter. Mit der Anzahl verworfener Perücken wuchs die Verzweiflung. Sie waren alle brünett, zu dunkel für ihre blasse Haut, und sahen wie Perücken aus. Ich hätte den ruhelosen Wolf jeder einzelnen von ihnen vorgezogen und wollte ihr vorschlagen, die Suche aufzugeben. Stattdessen suchte ich fieberhaft nach dem perfekten Haarteil. Schließlich stieß ich ganz hinten im Laden auf ein Regal mit überquellenden Kartons und wühlte mich hindurch, bis ich etwas fand, das uns vielleicht retten konnte. Ich rannte nach vorn, die Perücke in der Hand wie einen frischen Skalp. Die Koreanerin, der der Laden gehörte, der aber anzusehen war, dass sie lieber weiter ihre Nägel feilen wollte, versicherte uns, dass es sich um eine »sehr außergewöhnliche Perücke« handele, brandneu, aus einer besonderen Kollektion, nie getragen.
Claudine ließ mich mit der Koreanerin allein, um die Perücke ungestört vor dem Spiegel aufzuprobieren. Während die Koreanerin die verworfenen Haarteile wieder einsammelte, überlegte ich, wo wir anschließend zur Aufmunterung hingehen könnten. Mir fiel die Saftbar auf dem Farmers Market ein. Der Farmers Market lag direkt gegenüber. Als Kind war ich oft dort gewesen. Die unterschiedlichsten Säfte wurden in eiskalten, großbauchigen Flaschen angeboten, die in stählernen Kühltanks standen. Überall waren Stände voller Lebensmittel, glänzend gewachstes Obst, unwirklich aussehendes Gemüse, von Fliegen umschwirrtes rohes Fleisch, ein Italiener bot amerikanische Spaghetti und Fleischbällchen an. So etwas hatte es in L. A. damals nur dort gegeben. Zwischen den Ständen schlenderten Touristen umher, kauften Souvenirs, Strohhüte, Flaggen und Postkarten mit den Ikonen der Stadt wie dem Hollywood-Schriftzug, Venice Beach, dem Sunset Strip, einem Mops mit einer großen weißen Sonnenbrille oder Angelyne, die in ihrer rosafarbenen, phallischen Corvette posierte. Fernsehleute von CBS gingen dort mittagessen, weil es gleich nebenan lag, chassidische Juden vom Fairfax Boulevard kauften hier ein, und mir wurde bewusst, dass Claudine in all diesen Perücken ausgesehen hatte wie eine von ihnen.
Es wurde Zeit, aus diesem Laden rauszukommen. Behutsam stellte ich mich hinter Claudine.
»Du hast sie gefunden!«, rief sie, als sie mich im Spiegel sah, und lachte.
Sofort kam die Koreanerin angerannt. Ich fragte sie, ob sie irgendwo noch eine dieser »außergewöhnlichen« Perücken versteckt habe. Der Gedanke, mich so mühelos zu verwandeln wie Claudine, reizte mich. Außerdem konnte ich auf diese Weise auch den schrecklichen Haarschnitt verbergen, den ich dem Mentor zu verdanken hatte. Seit er mir zum ersten Mal die Haare geschnitten hatte, schienen sie falsch zu wachsen. Mehr noch: Der Schnitt des Mentors schien meine Haare am Wachsen zu hindern.
»Ja. Mach das. Ich schenk sie dir.«
Claudine hatte mir oft Geschenke gemacht, meistens als Friedensangebot nach Tagen wie diesen. Dabei wollte ich dann nur, dass alles in Ordnung war und sie nicht wieder abtauchte.
Die Koreanerin brachte einen Armvoll Perücken, einschließlich eines Afros. Keine passte.
»Im Grunde meines Wesens bin ich rothaarig«, sagte ich. »Haben Sie eine rote?«
»Bloß nicht«, wehrte die Koreanerin ab. »Niemand mag Rothaarige!«
Claudine bezahlte und brachte mich zu einem nahegelegenen Laden, in dem die Perücken viel teurer waren. Ich protestierte, aber sie bestand darauf, und natürlich fand ich eine Perücke, und natürlich kostete sie doppelt so viel wie ihre, aber es war das perfekte Rot. Claudine musterte mich mit zur Seite geneigtem Kopf und wollte wissen, wer ich sei. Und für eine Sekunde hielt ich es tatsächlich für möglich, dass mich die Perücke zu jemand anderem machte.
»Ich bin Cindy Sherman als Monica Vitti in einem Film, den Antonioni nie gedreht hat.«
»Das ist ein numerito!«, rief Claudine vergnügt. »Das musst du machen. Und dazu trägst du das Abendkleid.«
Das Abendkleid hatte sie bei einer ihrer Expeditionen in ihrem liebsten Secondhandladen auf der Sawtelle Avenue gefunden. Ein Großteil der gespendeten Kleidung dort war Ramsch. Aber Claudine entdeckte manchmal Kostbarkeiten wie dieses knöchellange Art-déco-Kleid aus hellgoldenem Samt, das mit seidenen Goldfäden durchwoben war und winzige Perlen an Kragen und Bündchen hatte. Es war ein Abendkleid, wie es zu einer Harlow oder Garbo gepasst hätte. »Nein, es ist wie für dich gemacht«, hatte Claudine mich korrigiert. »Das macht meine Launen zwar nicht wett. Aber als ich es gesehen habe, musste ich an dich denken.«
Die Vorführungen ihres Wölfischen Theaters fanden alle paar Monate auf einer improvisierten Bühne statt. Vorher ging Claudine wie besessen auf Jagd nach Outfits und suchte in der Universitätsbibliothek der UCLA nach obskuren Texten, die sie für ihre numeritos verwenden konnte. Sie hatte sich vom Doktorandenprogramm im Fachbereich Geschichte freistellen lassen, um für ihre Dissertation über Pariser Kaufhäuser der letzten Jahrhundertwende zu recherchieren. Aber anstatt zu recherchieren, schrieb sie Sketche für ihr Theater und probte sie so lange, bis sie perfekt saßen.
Anfangs machte nur Una mit. Aber dann fing auch ich an, für sie zu schreiben, und trat hin und wieder auf. Und seit Lola da war, musste sie ebenfalls mitspielen. Sie hatte eine ähnliche Leidenschaft entwickelt wie Claudine. Die beiden waren unermüdlich. Je ambitionierter ihr Theater wurde, desto größer wurde auch die Zahl der Mitwirkenden. Immer mehr Leute aus den Kursen traten in ihren Stücken auf, manchmal nicht unbedingt zu deren Vorteil.
Josh schrieb geniale, bitterböse Sketche für sich und den Agenten, überschritt aber regelmäßig so viele Grenzen, dass er in Ungnade fiel, während die beiden Marias, um nichts falsch zu machen, ängstlich das imitierten, was sie bei Claudine gesehen zu haben glaubten, und nur Spott ernteten. Bei den ersten Aufführungen hatte das Publikum lediglich aus dem Mentor, seinen engsten Vertrauten und einigen ausgewählten Gästen bestanden. Die Show war, wie er es formulierte, »allein für unsere Augen« bestimmt. Aber dann geriet das Ganze mehr und mehr außer Kontrolle, bis eines Tages ein Saal mit mehr als hundert Plätzen gemietet werden musste. Die meisten Aufführungen fanden allerdings nach wie vor im Wohnzimmer der einen oder anderen Beteiligten statt oder in einem der leeren, geräumigen Zimmer, die sich hinter den geschlossenen Türen im Haus des Mentors verbargen.
War die Vorführung beendet, verschwanden die Sketche. Das Papier, auf dem sie geschrieben standen, wurde vernichtet, und alles, was blieb, waren Claudines tagelange Erschöpfung und vage Bilder, ähnlich einem Traum, an den man sich morgens beim Aufwachen kaum mehr erinnert.
Wölfisches Theater
Wir laden Sie am Sonntag, den 2. April, um 16:30 Uhr zu einem Fest der Entschlackung, Erfrischung und Horizonterweiterung ein. Ort wird noch bekanntgegeben.1
Programm
Einführung ins Theater, vorgetragen von Priscilla St. Moritz
Die erste Cónferencieuse des Abends, Montserrat del Rio, wird die Show eröffnen.
El Relicario
Die Tänzerin Rioja de Navarra
Montserrat del Rio wird das Publikum für einen Moment mit ihren Witzen erfreuen.
Die Marionetten
Mit Tod von Oben und Tod von Unten.
Montserrat del Rio wird mit ihrer Tour de Force fortfahren.
Weltraumpyraten auf der Suche
nach dem Goldenen Allerwertesten
Mit Don Pedro Sadista
Nosferatu, Mon Amour
Mit Lunatica Nosferatu und Morbidita Nosferatu
BRAUSE PAUSE
DIE BETEILIGTEN WERDEN IHRE ENTFRISCHTEN KRÄFTE WÄHREND EINES KURZEN VERSCHLINGENDEN MOMENTS MIT KUCHEN UND BRAUSE REGENERASIEREN
Unsere nächste Cónferencieuse, Mishima Kazu, direkt aus dem Stadtviertel Yoshiwara, dem Herzen des Nachtlebens im alten Edo (gesprochen eh-doo), wird mit ihrer Vorführung beginnen: Interludium Nr. 1