Amen

Wir sind in puncto Familie und Herkunft Spätzünder. Nicht nur Schriftsteller, jedefrau und jedermann begreifen meistens erst in der zweiten Lebenshälfte, wie wichtig die Prägungen von Familie und Herkunft sind, auch und gerade, wenn man sich heftig und still dagegen und gegen jedes Amen gewehrt hat. Ich weiß mittlerweile, dass ich

Es ist mir erst spät aufgefallen, warum ich mich als sehr junger Autor so heftig auf die Sprachen der Macht gestürzt habe. Da ich mit dreiundzwanzig und neunundzwanzig noch nicht gegen die Eltern- und Kirchensprache rebellieren konnte, mussten wohl erst einmal in den Satiren «Wir Unternehmer» und «Unsere Siemens-Welt» die verlogenen Sprachen der Macht und der Wirtschaft aufgespießt werden und danach die Sprachen der Politik. Es brauchte erst die Reibungen am Dokumentarischen, bevor ich noch einmal zehn Jahre später zur Freiheit der Fiktion beim Romanschreiben fand, zur Entwicklung einer sogenannten eigenen Sprache. Erst mit ihr, mit dem eigenen Rhythmus, konnte ich dem Vater, den Eltern, dem Großvater mit Hilfe der autobiographischen Erzählungen Paroli bieten. Schon witzig, wie sich Kreise schließen, oder sagen wir: die Ellipsen.