Angeber

Jeder Autor, jede Autorin fühlt sich unterschätzt, mehr oder weniger an den Rand gedrängt. Künstler stehen rund um

Der einigermaßen erfolgreich überstandene Siemens-Prozess (> ABS, > ACCADEMIA TEDESCA, > AKTE, > ALLGEMEINHEIT) als endzwanzigjähriger Bursche. Die Entdeckung des ersten migrantischen Autors > ARAS ÖREN. Lektorat und Mithilfe bei der Beförderung von Peter Schneiders «Lenz» (> ANSPRACHEN) zum Bestseller, der dem Rotbuch Verlag in den ersten Jahren die Existenz sicherte. Die fünfjährige Arbeit, von 1973 bis 1978, mit Heiner Müller an seiner Werkausgabe, lange bevor er zur Kultfigur wurde. Die Entdeckung Thomas Braschs und die Publikation seiner Erzählungen «Vor den Vätern sterben die Söhne» (> AUSREISE). Der Sieg gegen Horten, der wegen der «Moritat auf Helmut Hortens Angst und Ende» vor Gericht gezogen war, 1982 vor dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Die erste Vision von Einwandererströmen aus den armen und diktatorischen Ländern nach Deutschland und Europa in > ADENAUERPLATZ, 1984. Die Entdeckung Herta Müllers in Rumänien und die mehrseitige «Spiegel»-Rezension ihres Erstlings «Niederungen» 1984, Auftakt zu ihrem Ruhm. Wahrscheinlich als Einziger in unseren Literatenkreisen (erfolglos) versucht zu haben, in Anlehnung an Vilém Flusser die Veränderungen des menschlichen Bewusstseins durch die Digitalisierung vorsichtig zu reflektieren und zum Diskussionsthema zu machen beim Europäischen Schriftstellerkongress «Ein Traum von Europa» im Mai 1988 (> APPARATE). In dem «Zeit»-Artikel «Der Westen wird wilder» im Februar

Und die Bücher? Ja, wohl doch eine Reihe – drei, vier, fünf, sechs – von haltbaren, gut gelungenen Erzählungen und Romanen in die vergessliche Welt gesetzt zu haben.