Aberglaube

«Nicht minder schädlich ist der sozialdemokratische Automatismus an sich, als Aberglaube an eine Welt, die von selber gut wird.» Aus Ernst Blochs «Prinzip Hoffnung». 1967 notiert. Und ich weiß immer noch nicht, ob der Satz stimmt. Ist es wirklich ein Automatismus oder nicht doch ein Pragmatismus? Ist es wirklich ein Aberglaube, also ein Glaube? Oder nicht doch ein nüchterner menschlicher Tatendrang, die Welt, wo es möglich ist, Schritt für Schritt zu verbessern, oder Verbesserungen zu versuchen, und das nicht nur für sich selbst? Obwohl mir die fatale Gleichgültigkeit etlicher SPD-Leute gegenüber Dissidenten und erzdemokratischen Rebellen verhasst ist, bin ich wahrscheinlich doch zu sozialdemokratisch, um diese Fragen eindeutig zu beantworten. – Dazu der Gedanke von Daniel