Natürlich wird man ein Freund von Anthologien, wenn man schon als Anfänger gleich in dreien vertreten ist (> ALPHABET, > ATELIER 2 und «Zeitgedichte», alle 1963). Und kurz darauf in den > AUSSICHTEN, in Wagenbachs > ATLAS und «Tintenfisch», der jedes Jahr wieder ein breites Publikum auf die Vielfalt und Frische der Gegenwartsliteratur neugierig machte. Heute, nach Heinz Ludwig > ARNOLDS Auswahlbänden der deutschen Literatur, traut sich niemand mehr an Sammlungen von Prosa und Essays heran, als müsse die neue Unübersichtlichkeit auch in der Literatur bestätigt werden. Nur Lyriker leisten hier noch Großes, zum Beispiel Joachim Sartorius (> ACHIM) mit «Niemals eine Atempause» und Jan Wagner mit «Grand Tour».