Antiantisemitismus

Bei der Arbeit an der «Jerusalemer Krawatte» und dem > ABRAHAM-ISAAK-Mythos können dem > AGNOSTIKER schon mal etwas andere konstruktive Gedanken dazwischenkommen:

Einfacher Vorschlag, den Antisemitismus in Deutschland (und Österreich und anderswo) abzuschaffen: Die protestantischen, die katholischen, die muslimischen und die freidenkerischen Deutschen treten freiwillig zum Judentum über, je nach Wunsch eher zum liberalen oder orthodoxen. Das hätte für alle erhebliche Vorteile, Christen brauchten sich mit den theologischen Absurditäten ihrer Religion nicht mehr herumzuschlagen, Muslime könnten den Hass auf Andersgläubige ablegen, die eher fanatischen bei den Orthodoxen unterkommen, Freidenker haben im jüdischen Leben immer ihren Platz gehabt. Die Gleichgültigen dürften, was sie wollen, auch gleichgültig bleiben. Wer Argumente braucht, dem könnten Theologen klarmachen: Das Christentum widerspricht dem Judentum, aus dem es stammt, nicht wesentlich, das Gebot der Nächstenliebe ist kein christliches Alleinstellungsmerkmal. Für den Islam gilt, grob gesagt, das Gleiche. Wenn schon Monotheismus, dann einer und nicht drei, wenn schon, dann der älteste und der menschenfreundlichste. Der Glaube, der sich in der Regel dem Zufall des Geburtsorts verdankt, wird ohnehin überschätzt, und die jüdische Religion ist

Solch ein Vorschlag sei absurd und unrealistisch? Wie absurd ist es denn, dass hierzulande nicht einmal zweihunderttausend Juden leben? Und mindestens zwanzig Millionen laute oder leise Antisemiten?