Antje Kunstmann, Verlegerin und hochgeschätzte Fern-Freundin, kennengelernt, als ich 1974 in München den halben Preis der «Literarischen Hefte» erhielt, wie konnten wir lachen über schlechte Sätze in den Büchern von mehr oder minder gefeierten Zeitgenossen, sie baute in München ihren feministisch inspirierten Verlag auf, ich half in Berlin, den kollektiven Rotbuch Verlag zu etablieren, beide der Arbeit fest verbunden. In den siebziger Jahren, den Mauerzeiten, war das Wasser zwischen München und Berlin ziemlich tief, es blieb der «Mondscheintarif», fast kostenlose lange Telefonate zwischen 18 und 24 Uhr, und bis heute erfreulich viel Übereinstimmung.
Antje Vollmer, Bielefeld, eine der ersten Bundestagsabgeordneten der Grünen, die erstaunlicherweise Humor zeigte, als ich ihr nach einer für die neue Partei enttäuschenden Wahl Anfang der achtziger Jahre einen Brief (wegen irgendeiner vergessenen Bielefelder Angelegenheit) schrieb und unterzeichnete mit «Ihr Wähler».