«Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit», der immer wieder schlagende Satz von Karl Valentin, warum kommt er mir ausgerechnet am Mainufer in Würzburg so passend vor, in den unproduktiven Nachmittagsstunden, zwischen Zugfahrt, Hotelschlaf, Stadtspaziergang und vor einer Lesung in der Sparkasse? An dieser Stelle am Ufer, Blick hinauf zur Festung Marienberg, stand ich schon einmal, 1958, auf Radtour entlang der vielbefahrenen, gefährlichen Bundesstraße 27 mit Freund Salzmann, von Wehrda bis Rothenburg ob der Tauber, von Jugendherberge zu Jugendherberge. Damals kein Gedanke an Kunst, aber an die unermessliche Arbeitslast, aus dem schlechten Schüler (> AUSREICHEND) einen etwas weniger schlechten zu machen.