Arnhold, Eduard

Eduard Arnhold, der Unternehmer und Mäzen, der dem Deutschen Reich unter anderem die Villa Massimo in Rom spendierte und dessen Büste in der Eingangshalle der Villa steht. Warum hat uns Stipendiaten niemand in den siebziger Jahren über die Größe und Großzügigkeit dieses Mannes aufgeklärt (das tat gründlich erst Peter von Becker: «Eduard Arnhold»), an dessen Abbild wir oft vorüberliefen und dem wir und ein paar Hundert Künstler den Grundstock für diesen ungewohnten Luxus verdankten? Gewiss, weil er Jude war. Aber warum hat die damalige Direktorin, Arnholds Urenkelin Elisabeth Wolken, uns nicht über diesen Mann genauer informiert? Oder tat sie es doch, und ich habe es völlig vergessen, weil wir das damals gar nicht wissen wollten?