Arrivederci Roma 2

Dieser Schlager aus den Fünfzigern, grausam verkitscht in der deutschen Fassung von Gerhard Wendland, spielt in der romanesk-italienischen Urfassung von Renato Rascel sehr dezent ironisch auf den Unterschied zwischen Touristen und Römern an. Selbst als geborener Römer und leicht eingebildeter Deutschrömer konnte ich in Rom auch nur vom Touristen zum versierten Touristen werden. Römer wird man nicht in einer Generation. Selbst wenn man sich Mühe gibt, das arrangiarsi, abituarsi zu lernen (sich arrangieren, sich gewöhnen an, ohne die eigenen Ziele und Überzeugungen aufzugeben). Deshalb tut es gut, hin und wieder an diesen Widerspruch erinnert zu werden mit vollem Melodienschmalz.