gab es sogar bei den alten Schweden, ein Gedanke beim Betrachten der Vasa von Gustav Adolf, die unmögliche Kombination aus Schlachtschiff und schwimmender Burg in Barockpracht, inklusive einer eingebildeten und aufs Schiff gemalten langen Ahnenreihe der Schwedenkönige bis zu Kaiser Augustus, ein schwimmendes Schloss. Als alles fertig war, sofort nach dem Stapellauf, beim ersten Hochziehen der Segel, kippte das Prachtschiff um und versank, 1628, mitten im Dreißigjährigen Krieg. Im 20. Jahrhundert aus dem Stockholmer Hafenschlick geholt und prächtig restauriert, die alte Arroganz der Macht, auf allen Schiffsstockwerken zu bestaunen. Wenige Stunden nach dieser Besichtigung und solchen Reflexionen nahm mich Klaus Reichert zur Seite, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, und brachte mich mit der noch vertraulichen, noch drei Tage geheim zu haltenden Nachricht ins Schlingern der Euphorie: Georg-Büchner-Preis! Vorsicht beim Stapellauf, sagte ich mir, Vorsicht, wenn du die Büchner-Segel setzt!